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Internationaler Austausch von Lehrerstudenten im Fachbereich Primarstufe
Lehrerstudenten darauf vorzubereiten, daß sie in den Grundschulen gute Partner für die Kinder sein werden, das ist mit einem ordentlichen Studienprogramm allein nicht getan. Die jungen Leute müssen Sichtweisen erwerben, die ihnen den Blick über die eigenen Landesgrenzen hinaus ermöglichen. Sie sollen erfahren, daß in anderen Ländern Europas andere Schulmodelle existieren. Das kann ihnen helfen, eigene Zielvorstellungen über pädagogische Arbeit zu entwickeln und mit der notwendigen Toleranz zu vertreten. Im Fachbereich Primarstufe konnten wir hierfür einen guten Beitrag leisten.
Im September absolvierte eine kleine Gruppe von Studenten ein pädagogisches Blockpraktikum in der Nähe von Paris. Zur gleichen Zeit weilten französische Lehrerstudenten als Gäste des Fachbereiches in Potsdam. Die Grundschulen 7, 8 und 15 hatten sich bereit erklärt, diese Studenten aufzunehmen. Hier hospitierten die jungen Leute
und unternahmen erste Lehrversuche. Dabei wurden sie von Kollegen der Schulen und des Fachbereiches betreut. Da fast alle Franzosen gut deutsch sprachen, gab es keine nennenswerten Sprachprobleme. Für unsere Studenten war es weitaus schwerer.
Erst seit Februar 1993 hatten sie sich in einem Intensivkurs Französischkenntnisse angeeignet. Mit diesen Grundlagen,(mehr war es wirklich nicht), reisten sie nach Paris. Dort wurden sie von allen Beteiligten herzlich aufgenommen: von unserer Partnereinrichtung, dem LU.F.M. Creteil, zu einem Sprachintensivkurs, von französischen Lehrern an den Schulen und auch in Familien. Sie erlebten, wie in Frankreich an den Grundschulen gearbeitet wird, wie in der ecole maternelle; sie waren dabei; sie halfen den Kindern beim Rechnen, Malen, Turnen, Basteln. Und die Kinder halfen ihnen bei der Verbesserung ihrer Sprachkenntnisse. Zwei Kollegen vom I.U.F.M.
drehten ein Video, nahmen auf, wie unsere Studenten mit den Kindern arbeiteten und wie die Pariser sich hier in Potsdam engagierten. Da ist ein schönes Dokument freundschaftlicher Zusammenarbeit entstanden.
Aber alles das geht auch nur, wenn man einen Geldgeber findet. Für den Studentenaustausch mit Frankreich ist das Deutsch-Französische Jugendwerk ein zuverlässiger Partner, besonders für Kurzaufenthalte. Für ein vierwöchiges Praktikum aber braucht man mehr, zumal dann, wenn auch französische Hochschullehrer zu Gast sind. Hier half eine Sponsorensumme der Unternehmensgruppe„Roland Ernst“ aus Heidelberg, einem Bauunternehmen, das sich als Förderer der Universität Potsdam versteht. Bei einem anderen Studentenaustausch in diesem Sommer, nämlich einem deutsch-polnischen, gab das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur die finanzielle Unterstützung. Das ermöglichte einer Gruppe von
Kunststudenten unseres Bereiches, in Siedlce wertvolle fachliche und soziale Erfahrungen zu machen. Gleiches gilt für die polnischen Gäste, die in Potsdam weilten, hier malten, sich austauschten uund viel Wissenswertes vom Leben im Lande Brandenburg erfuhren. Nicht zuletzt sind ausländische Partner wohl immer auch eine Bereicherung für den eigenen Arbeitsalltag. Das bestätigten die drei Potsdamer Grundschulen, das haben wir im Fachbereich mehrmals erfahren.
Vor allem aber sind Auslandsbeziehungen für die Studenten unabdingbar, denn sie wollen Lehrer werden. Und da wir im Fachbereich für eine„gute Kinderschule auf dem Wege nach Europa“ Sorge tragen wollen, muß unsere Ausbildung auch offen sein für Erfahrungen aus anderen Ländern.
Helga Kleemann FB Primarstufe
„Das Buch als Symbol...“
essiert. Die Behandlung verläuft über eine intellektuelle Schiene. Meine Ausstellung spricht die Sinne an, die Intuition ist gefragt. Die Ausstellung ist nicht unbedingt festzulegen auf das konkrete Datum 10. Mai 1933. Bücherverbrennungen und auch„Buchhinrichtungen“ hat es immer gegeben. Solange es das Bestreben der Menschen Nach Aufklärung gibt, gibt es auch die Gegenkräfte. Das stellt diese Ausstellung auch dar. Auf der anderen Seite würde es mich freuen, wenn auch der. Bezug hergestellt wird zur Auseinandersetzung mit unserem GeiStesleben jetzt. Das ist mir sehr
wichtig, das ist Teil meiner Arbeit.
PUZ: Also doch nicht nur ganz persönliche Motive?
W. V.: Ich bin auch Lehrer in der Volkshochschule. Da versucht man ja doch pädagogische Arbeit zu leisten. Sehen Sie-’es unter dem Gesichtspunkt der Pädagogik. Da wünscht man sich, daß etwas„rüberkommt“‘‘. Wichtig ist, daß man seine Arbeit gut macht, versucht, das engagiert zu tun.
Vielen Dank für das Gespräch. Es fragte Dr. Barbara Eckardt.
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