Heft 
(1.1.2019) 16
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Nr. 16/93 Seite 11

Internationaler Austausch von Lehrerstudenten im Fachbereich Primarstufe

Lehrerstudenten darauf vorzu­bereiten, daß sie in den Grund­schulen gute Partner für die Kinder sein werden, das ist mit einem ordentlichen Studienpro­gramm allein nicht getan. Die jungen Leute müssen Sichtwei­sen erwerben, die ihnen den Blick über die eigenen Landes­grenzen hinaus ermöglichen. Sie sollen erfahren, daß in ande­ren Ländern Europas andere Schulmodelle existieren. Das kann ihnen helfen, eigene Ziel­vorstellungen über pädagogi­sche Arbeit zu entwickeln und mit der notwendigen Toleranz zu vertreten. Im Fachbereich Primarstufe konnten wir hierfür einen guten Beitrag leisten.

Im September absolvierte eine kleine Gruppe von Studenten ein pädagogisches Blockprakti­kum in der Nähe von Paris. Zur gleichen Zeit weilten französi­sche Lehrerstudenten als Gäste des Fachbereiches in Potsdam. Die Grundschulen 7, 8 und 15 hatten sich bereit erklärt, diese Studenten aufzunehmen. Hier hospitierten die jungen Leute

und unternahmen erste Lehrver­suche. Dabei wurden sie von Kollegen der Schulen und des Fachbereiches betreut. Da fast alle Franzosen gut deutsch spra­chen, gab es keine nennenswer­ten Sprachprobleme. Für unsere Studenten war es weitaus schwerer.

Erst seit Februar 1993 hatten sie sich in einem Intensivkurs Fran­zösischkenntnisse angeeignet. Mit diesen Grundlagen,(mehr war es wirklich nicht), reisten sie nach Paris. Dort wurden sie von allen Beteiligten herz­lich aufgenommen: von unse­rer Partnereinrichtung, dem LU.F.M. Creteil, zu einem Sprachintensivkurs, von franzö­sischen Lehrern an den Schulen und auch in Familien. Sie erleb­ten, wie in Frankreich an den Grundschulen gearbeitet wird, wie in der ecole maternelle; sie waren dabei; sie halfen den Kin­dern beim Rechnen, Malen, Turnen, Basteln. Und die Kin­der halfen ihnen bei der Verbes­serung ihrer Sprachkenntnisse. Zwei Kollegen vom I.U.F.M.

drehten ein Video, nahmen auf, wie unsere Studenten mit den Kindern arbeiteten und wie die Pariser sich hier in Potsdam en­gagierten. Da ist ein schönes Dokument freundschaftlicher Zusammenarbeit entstanden.

Aber alles das geht auch nur, wenn man einen Geldgeber fin­det. Für den Studentenaus­tausch mit Frankreich ist das Deutsch-Französische Jugend­werk ein zuverlässiger Partner, besonders für Kurzaufenthalte. Für ein vierwöchiges Praktikum aber braucht man mehr, zumal dann, wenn auch französische Hochschullehrer zu Gast sind. Hier half eine Sponsorensumme der UnternehmensgruppeRo­land Ernst aus Heidelberg, ei­nem Bauunternehmen, das sich als Förderer der Universität Potsdam versteht. Bei einem an­deren Studentenaustausch in diesem Sommer, nämlich einem deutsch-polnischen, gab das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur die finan­zielle Unterstützung. Das er­möglichte einer Gruppe von

Kunststudenten unseres Berei­ches, in Siedlce wertvolle fach­liche und soziale Erfahrungen zu machen. Gleiches gilt für die polnischen Gäste, die in Pots­dam weilten, hier malten, sich austauschten uund viel Wis­senswertes vom Leben im Lan­de Brandenburg erfuhren. Nicht zuletzt sind ausländische Partner wohl immer auch eine Bereicherung für den eigenen Arbeitsalltag. Das bestätigten die drei Potsdamer Grundschu­len, das haben wir im Fachbe­reich mehrmals erfahren.

Vor allem aber sind Auslands­beziehungen für die Studenten unabdingbar, denn sie wollen Lehrer werden. Und da wir im Fachbereich für einegute Kin­derschule auf dem Wege nach Europa Sorge tragen wollen, muß unsere Ausbildung auch offen sein für Erfahrungen aus anderen Ländern.

Helga Kleemann FB Primarstufe

Das Buch als Symbol...

essiert. Die Behandlung ver­läuft über eine intellektuelle Schiene. Meine Ausstellung spricht die Sinne an, die Intui­tion ist gefragt. Die Ausstellung ist nicht unbedingt festzulegen auf das konkrete Datum 10. Mai 1933. Bücherverbrennungen und auchBuchhinrichtungen hat es immer gegeben. Solange es das Bestreben der Menschen Nach Aufklärung gibt, gibt es auch die Gegenkräfte. Das stellt diese Ausstellung auch dar. Auf der anderen Seite würde es mich freuen, wenn auch der. Bezug hergestellt wird zur Auseinan­dersetzung mit unserem Gei­Stesleben jetzt. Das ist mir sehr

wichtig, das ist Teil meiner Ar­beit.

PUZ: Also doch nicht nur ganz persönliche Motive?

W. V.: Ich bin auch Lehrer in der Volkshochschule. Da ver­sucht man ja doch pädagogische Arbeit zu leisten. Sehen Sie-es unter dem Gesichtspunkt der Pädagogik. Da wünscht man sich, daß etwasrüberkommt. Wichtig ist, daß man seine Ar­beit gut macht, versucht, das en­gagiert zu tun.

Vielen Dank für das Ge­spräch. Es fragte Dr. Barbara Eckardt.

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