Nr. 18/93— Seite 12
KOOPERATION
ERASMUS- Programme in der Germanistik
Bereits im zweiten Jahr laufen im FB Germanistik zwei unterschiedliche Hochschulkooperationsprogramme, die durch die Brüsseler ERASMUS- Stelle finanziert werden. Sinn dieser Programme ist es, den Studierenden die Möglichkeit von längerfristigen Auslandsaufenthalten bei Anerkennung der im Ausland erbrachten Leistungen zu bieten. Derartige Programme dienen in erster Linie dem Studentenaustausch, können aber auch durch den Austausch von Dozenten erweitert werden, so daß unterschiedliche Lehrerfahrungen, Curricula sowie Forschungsergebnisse ausgetauscht werden können.
Der FB Germanistik trat 1991 in ein bereits bestehendes ERASMUS-Netz ein, das von der Universität- Gesamthochschule Essen koordiniert wird. In diesem Netz sind germanistisch-literaturwissenschaftliche Fachbereiche von 14 Universitäten aus 6 EG-Ländern, u.a. aus Brüssel, Dublin, Edinburgh, Porto und Turin vertreten. Ein zweites Netz, das mit der Uni
versity of Strath-clyde in Glasgow begann, ist im Entstehen. Im vergangenen Jahr empfing der Potsdamer Fachbereich Germanistik seine ersten ausländischen Gäste aus Dublin und Turin. Er entsandte seinerseits zunächst einen Studenten nach Edinburgh. Auch der Dozentenaustausch lief an; so leitete Frau Prof. Anna Chiarloni aus Turin ein Blockseminar in Potsdam.
Erfahrungen mußten zunächst sowohl mit den Prozeduren der Antragstellung wie auch in der konkreten Arbeit vor Ort gemacht werden. Ausgehend von dem vorsichtig begonnenen, jedoch erfolgreich durchgeführten Probelauf kam in diesem Jahr ein hoher quantitativer Zuwachs auf uns zu.
Es hatte sich anscheinend herumgesprochen, daß die Universität Potsdam mit ihrer Abteilung Deutsch als Fremdsprache besonders günstige, ja fast einmalig zu nennende Angebote für ausländische Studierende bereitstellt.
Daß dies auch und gerade durch
die engagierte und wissen
schaftlich fundierte Arbeit der jahr
Kollegen des Mittelbaus- hier müssen vor. ‚allem... Frau Dr. Rieck und Frau Demjanow genannt werden— ermöglicht wurde, sollte hoffentlich den Struktur- und Evaluierungskommissionen bewußt gewesen sein.) Hervorzuheben war und ist auch der ausgezeichnete Potsdamer Universitäts-Service durch das Akademische Auslandsamt, das den Gästen eine Unterbringung im Internat vermittelt, sie mit den notwendigen Informationen und Bescheinigungen versorgt und darüber hinaus auch noch während des Aufenthaltes Exkursionen z.B. nach Weimar, Lübeck und Quedlinburg durchführt. Nicht zuletzt sind aber auch die deutschen Kommilitonen zu erwähnen, die mit Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft die soziale Integration wohltuend positiv erleichterten und die Befürchtungen deutscher Ausländerfeindlichkeit schwinden ließen.
Im September fand die jährlich wechselnde Koordinierungs
runde, die bereits das Studien1994/95 vorbereitet, in Potsdam statt. Die Partner konnten so vor Ort die Verhältnisse und Bedingungen in Augenschein nehmen sowie mit den hiesigen Kollegen sprechen, die die Auslandsarbeit des FB unterstützen. Momentan weilen gerade neun Potsdamer Studierende in Dublin, Edinburgh, Limerick, Glasgow und Aveiro. Hier haben sich insgesamt 16 ausländische Studierende immatrikuliert. Die Nachfrage seitens der hiesigen Studenten ist sprunghaft gestiegen, so daß die verfügbaren Plätze in den englischsprachigen Ländern für das kommende Jahr bereits vergeben sind. Plätze gibt es aber noch in Brüssel, Turin, Cagliari, Aveiro, Porto und Coimbra. Wer über die notwendigen sprachlichen Voraussetzungen verfügt, sollte also nicht lange. zögern... ERASMUS macht’s möglich. Nachfragen können Interessenten bei
Dr. H.-C. Stillmark, FB Germanistik.
Berufliche und persönliche Herausforderung
Die Bundesrepublik Deutschland ist in ca. 200 internationalen Organisationen Mitglied. Dazu gehören die UNO ebenso wie die Weltbank, der Gerichtsund Rechnungshof oder der Europarat. Mit dem Ziel, den deutschen Anteil am Personal zu erhöhen, wurde vor 22 Jahren das Büro Führungskräfte zu Internationalen Organisationen (BFIO) mit Sitz in Frankfurt/ Main gegründet.
Jene, die die Herausforderung einer Auslandstätigkeit in Erwägung ziehen, sollten sich dorthin oder an die Organisationen direkt wenden.
Wie im vergangenen Studienjahr informierten Mitarbeiter des BFIO an unserer Universität kürzlich über Berufschancen für Juristen, Wirtschafts- und Sozialwissenschaftler. Obwohl Bewerber mit sechs- bis acht
jähriger Berufserfahrung in der Regel größere Einsatzchancen haben als Absolventen, wird empfohlen, schon während des Studiums über die Zeit danach intensiv nachzudenken und Voraussetzungen für gute Arbeitsmarktchancen zu schaffen. Dazu gehören u.a. ein abgeschlossenes Hochschulstudium, perfekte Sprachkenntnisse in mindestens einer Fremdsprache sowie Auslandsaufenthalte. Dies und hervorragende Fachkenntnisse sind auch die Voraussetzungen für die Aufnahme in die vom BFIO geführte, bisher 4500 Bewerber umfassende Kartei. Aus ihr werden bei entsprechenden Anforderungen der Organisationen geeignete Spezialisten ausgewählt.
Interessenten sollten auch die Stellenanzeigen in großen Zeitungen— insbesondere der
FAZ— verfolgen. Oftmals werden Praktika angeboten, die während der Semesterferien absolviert werden können und einen Einblick in eine eventuelle spätere Tätigkeit ermöglichen.
Bei einer Entscheidung für einen Einsatz im Ausland muß unbedingt Berücksichtigung
finden, daß die in der Regel befristeten Verträge nicht in jedem Falle nach London oder New York führen, sondern eher in entferntere Gebiete.
Dennoch oder gerade deshalb lohnt es sich wohl in vielerlei Hinsicht, Neuland zu entdekken. B.E.
TV& Computer Center
5%
SYSTEMBERATUNG
preisgünstiger PC- Aufrüstservice Mainboards, Harddisks”, alte funktionsfähige Hardware wird in Zahlung genommen Hardware zu Abholpreisen
Rabatt bei Vorlage des Studentenausweises
ES E.-Thälmann-Str.85 14482 Potsdam Tel.(0331) 78 1 86
Ram’s....
Wo Leistung, Preise, Service noch stimmen!!