Nr. 9/94 - Seite 6
AUSSTELLUNG
Die Universität Potsdam auf der CeBlT'94
Institut für Informatik präsentierte Forschungsergebnisse
Vom 17. 3.-23. 3. 94 fand eine der größten und bedeutendsten Ausstellungen, die die Computerbranche kennt, die CeBIT '94, in Hannover statt. Die noch junge Universität Potsdam nutzte die Möglichkeit, sich auf diesem internationalen Podium zu präsentieren. Eine besondere Herausforderung an die Beteiligten der Universität Potsdam war es, sich in diesem gigantischen Aufgebot des internationalen Know-how's zu plazieren und auf sich aufmerksam zu machen. Die Ausstellungskonzeption sah vor, den Namen der Universität Potsdam mit national und international beachteten Forschungsergebnissen des In- sitituts für Informatik zu verbinden und sich mit diesem Gedanken in den Gemeinschaftsstand Brandenburg einzubringen. Die Forschungsresultate des von Frau Prof. Horn geleiteten Lehrstuhls Informatik II des Instituts für Informatik (Softwaretechnologie) sind Ergebnisse langjähriger Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der Softwaretechnologie im Rahmen eines vom BMFT geförderten Projektes zur Schaffung einer offenen Softwareentwicklungsumge
bung STONE. An Softwareentwicklungsumgebungen werden heutzutage hohe Anforderungen gestellt. Neben der Forderung nach Offenheit treten Fragen der Kooperation, Koordination und Konkurrenz immer stärker in den Mittelpunkt, um Mitarbeiter eines Teams, die an einem gemeinsamen Softwareprodukt arbeiten, besser zu unterstützen. Gleichzeitig sind die Erwartungen an die Kommunikationsunterstützung gewachsen.
Weitere Punkte, an denen Entwicklungsumgebungen gemessen werden, sind u. a. die Verwendung moderner Technologien wie Objektorientierung, Netztfähigkeit, Unterstützung verschiedenster Datenhaltungssysteme und ein vorhandenes Konfigurationsmanagement. Den Besucher erwarteten am Stand der Universität Potsdam neben allgemeinen Informationen zu Struktur und Aufbau der Universität zwei programmsy- steme aus den Ergebnissen des Projektes STONE. Das Toolgenerierungssystem TOGES ermöglicht es einem Softwareteam, eigene Softwareentwurfswerkzeuge im Team am Com-
Jochen Patzer, Prof. Erika Horn und Peter Bartl (v. I. n. r.)
puter interaktiv durch graphi- fentlichen Hand äußerten ihre sehe Eingabe zu bauen und die- Anwendungswünsche und Fräse während des Projektablaufes gen, die von Herrn Dipl.-Ing. weiterzuentwickeln. Die Pro- Patzer und Herrn Dipl.-Inform, zeßmaschine PROCESS, als Bartl direkt am Stand mit Hilfe zweites vorgestelltes Pro- der Programmpakete TOGES grammsystem, stellt einen Rah- und PROCESS beantwortet men für den Bau offener Soft- wurden. Wareentwicklungsumgebungen Die Integration im Gemeinbereit. Sie basiert auf einem all- schaftsstand Brandenburg gemeinen Kooperations- und brachte zusätzlich viele Kontak- Koordinationsmodell. te zu brandenburgischen Fir-
Die ausgestellten Programmpa- men und Institutionen, kete fanden ein reges Interesse Die positiven Erfahrungen auf bei den zahlreichen Besuchern der CeBIT'94 sollten ihre Fort- des Standes. Interessenten aus führung auf kommenden Aus- der Forschung, der Industrie, Stellungen erfahren. j. p. aus dem Ausland und der öf- p. b.
Foto: Rüffert
Neuer Universitätsprofessor
Prof. Dr. Wolfgang Meyerhof Professur für Molekulargenetik
Geb. 1953 in Hannover; 1975/ 76 Beginn des Chemiestudiums an der TU Hannover; 1976 Wechsel an die FU Berlin und Beginn des Biochemiestudiums; Vordiplom 1978; Diplom 1981; Doktorarbeit 1981-1984 in der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Dr. W. Knöchel am Institut für Molekularbiologie und Bio
chemie, 1984 Promotion zum Dr. rer. nat.; „Postdoczeiten“: Dez. 1984 bis März 1987 bei Prof. Dr. Dr. Knöchel, seit 1987 bei Prof. Dr. D. Richter am Institut für Zellbiochemie und klinische Neurobiologie, Universitäts-Krankenhaus Eppendorf, Universität Hamburg; Forschungsaufenthalte: EMBO-
Stipendiat 1983 bei Prof. Dr. R. Weber am Zellbiologischen Zentrum, Universität Bern; DAAD-Stipendiat 1986 bei Prof. Dr. R. Weber am gleichen Institut; seit Januar 1991 Teilprojektleiter im durch die DFG geförderten Sonderforschungsbereich 232: Funktion und Defekte von Rezeptorsystemen.