Heft 
(1.1.2019) 09
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UNTERSTÜTZUNG

Nr. 9/94 - Seite 9

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Die Deutsche Forschungsge­meinschaft bewilligte für den Zeitraum vom 1. 4. 1994 bis 31.3. 1995 Herrn Dr. Frank Göse eine Sachbeihilfe von 6.000 DM. Dr. Göse ist wis­senschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Geschichte der Frühen Neuzeit (Prof. Luise Schorn-Schütte) und beschäf­tigt sich in seiner Habilita­tionsarbeit mit der Sozial­struktur und politischen Wirk­samkeit des brandenburgi- schen Adels 1648-1763.

Mit der gewährten Sachbei­hilfe wird ein Teilaspekt die­ser Thematik gefördert. In den bisherigen Forschungen zu den ländlichen Herrenschich­ten der Kur- und Neumark Brandenburg zeigte sich deut­lich, daß die brandenburgische Ritterschaft vielfältige Bezie­hungen zum Adel der benach­barten Territorien unterhalten hat. So ist auffällig, daß vor allem in den an der Peripherie der Mark Brandenburg liegen­den Regionen (z. B. Zauche oder Uckermark) ein höherer Prozentsatz der dort ansässi­gen Adelsfamilien Angehöri­ge in die Dienste benachbar- terTerritorialstaaten entsand­te als in den residenznahen Räumen. Durch bedeutende Familien geprägte Adelsland­schaften konnten die Terri­torialstaatsgrenzen überlap­pen und somit die Zugriffs­möglichkeiten des absolutisti­schen Staates vermindern. Ei­nige Quellenfunde belegten zudem, daß die Repräsentan­ten des märkischen Adels in den Verhandlungen mit ihrem Landesherrn um die Verteidi­gung oder Ausweitung stän­discher Privilegien die günsti­geren Verhältnisse in benach­barten Territorialstaaten als

Argumentationsbasis nutzten. Ferner sind die komplizierten verwandtschaftlichen Verflech­tungen der Adelsfamilien in benachbarten Territorien zu berücksichtigen.

Diese Beobachtungen waren Veranlassung, nunmehr in den Archiven der wichtigsten Nachbarterritorien der Mark

Brandenburg relevantes Quel­lenmaterial aufzuspüren. Die Sachbeihilfe der DFG ermög­licht Recherchen in Dresden (für Kursachsen), Schwerin (für Mecklenburg-Schwerin und Mecklenburg-Strelitz), Greifswald (für Pommern) und Hannover (für Braun- schweig-Lüneburg bzw. Kur­

fürstentum Hannover). Nicht zuletzt soll dieser Blick über die Grenzen auch einen Bei­trag für eine komparative Her­angehensweise bei der Aufar­beitung der Geschichte des deutschen Adels im Ancien regime leisten, die verschie­dentlich schon als Forschungs­aufgabe angemahnt wurde.

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