Heft 
(1.1.2019) 09
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LEHRAMTSSTUDIUM

Nr. 9/94-Seite 13

Studieneingangsphase ist fer­ner ein geeigneter Ort für die subjektive Reflexion über Mo­tive und Perspektiven eines Lehramtsstudiums. [Die Studi­enorientierung kann im ersten Studienjahr überdies durch ein Mentorium Erziehungswissen­schaft unterstützt werden.]

2. Modul: Systematik und Selbstverständnis der erzie­hungswissenschaftlichen Diszi­plinen sowie ihres forschungs- und professionsbezogenen Zu­sammenwirkens

Kontext: Im zweiten Studien­jahr stehen Theorien, Metho­den und historische Aspekte des erziehungswissenschaftli­chen Studiums und jeder Teil­disziplin im Mittelpunkt; eine Analyse der Konstitutionsbe­dingungen der Disziplinen soll­te auch erkenntnis- und wissen­schaftstheoretische Aspekte als selbstreflexive Komponenten miteinbeziehen.

3. Modul: Allgemeine Didak­tik in Verbindung mit fachdi­daktischen und schulprakti­schen Studien: Diagnostisches Praktikum und pädagogisch­psychologisches Lehrertraining

Kontext: Im dritten Studienjahr erfolgt eine intensive Ausein­andersetzung mit den klassi­schen Funktionen der Gestal­tung von Lem-/Lehrprozessen, des Beurteilens, Beratens, Pla- nens und Innovierens, die den professionellen Kern der Lehr­tätigkeit ausmachen. In einem solchen schulpädagogischen Schwerpunkt wird die Behand­lung zentraler Fragen von Schule und Unterricht mit psychodiagnostischen, allge­mein- und fachdidaktischen Aspekten verbunden. In dieses Modul wird eine längere schul­praktische Phase einbezogen, die in ihrem Umfang über die bisher übliche Dauer eines Blockpraktikums hinausgehen kann und je nach Möglichkeit bis zu einem Schulhalbjahr - ggf. unter Beteiligung der zwei­

ten Phase und der dort tätigen Ausbilder - ausgedehnt werden sollte. Aus erziehungs- und sozialwissenschaftlicher Sicht kommt die Auseinandersetzung mit institutioneilen, kulturellen und sozialen Aspekten pädago­gischer Praxis in allen Berei­chen des Bildungssystems hin­zu.

4. Modul: Erweiterte Professio- nalisierung

Kontext: Im vierten Studienjahr liegt der Schwerpunkt auf den Schnittfeldem schulischer und außerschulischer Praxis und da­für entwickelten Theorieansät­zen. In diesem Schwerpunkt werden pädagogische, psycho­logische und sozialwissen­schaftliche Probleme themati­siert, die aus Entwicklungen der Schule und veränderten gesell­schaftlichen wie auch individu­ellen Anforderungen an der Schule entstehen. Das vierte Modul trägt dem Erfordernis Rechnung, die Professionalität über die o. g. klassischen Funk­tionen zu erweitern. Dabei erge­ben sich viele Möglichkeiten, pädagogische Praxis mit Teil­disziplinen der Erziehungswis­senschaften in Bezug zu setzen. Integrieren lassen sich in solche Schwerpunkte auch Teilgebiete anderer Fächer, insbesondere der Fachdidaktiken. Interessant sind die Möglichkeiten und Not­wendigkeiten zu interdisziplinä­rer Kooperation einerseits und Kooperation mit schulischen so­wie außerschulischen Praxisein­richtungen andererseits. Bei der Ausgestaltung dieses Moduls sollte das Potential aller profes­sionsrelevanten erziehungswis­senschaftlichen Teilgebiete für das Lehrangebot genutzt wer­den, die an der Hochschule ver­fügbar sind und das spezifische Profil der Erziehungswissen­schaft prägen. Damit eröffnen sich neue Chancen, das erzie­hungswissenschaftliche Studi­um jeweils (wieder) an Entwick­lungen in der Erziehungswis­senschaft einerseits und der päd­agogischen Praxis andererseits anzuschließen.

5. Modul: Individuelle Vertie­fungsschwerpunkte als spezifi­sche Lehrangebote der Univer­sitäten (Wahlpflichtbereich)

Kontext: Diese Lehrveranstal­tungen dienen von Anfang an der individuellen Profilierung und Vertiefung des erziehungs­wissenschaftlichen Studiums: Nach Wahl jedes Studierenden kommen alle hierfür von den je­weiligen Teildisziplinen ange­botenen Themen in Frage, die in Beziehung zu einer Disziplin, einem Forschungsvorhaben oder zur Profession stehen. Da­mit berücksichtigt dieses Modul sowohl die individuellen Inter­essen der Lehrenden und Stu­dierenden als auch die profes­sionellen Kompetenzen im Tä­tigkeitsfeld Schule unter Einbe­ziehung ihrer Kontexte.

Jedes Modul umfaßt beim ideal­typisch anzustrebenden Studi­enumfang von 40 SWS jeweils 8 SWS. Beim Mindestumfang

AUSSTELLUNGEN

Teil Basta - eine Tempelanlage aus dem Alten Ägypten

Universität Potsdam

August-Bebel-Str. 89 (Foyer)

10. Mai-1. Juni 1994

Eröffnung:

10. Mai 11.00 Uhr

Führungen mit Dr. Tietze jeweils montags 16.00 Uhr

Geschichte des Mülls in Berlin und Brandenburg 1880 - 1945

Universität Potsdam

August-Bebel-Str. 89 (Foyer) 8. Juni - 6. Juli

von nur 30/32 SWS entspricht dies einem Quantum von 6 SWS, wovon jeweils 2^1 SWS zum Pflicht- und eine entspre­chende Menge SWS zum Wahl­pflicht- und Wahlbereich er­klärt werden könnten, um eine individuelle Profilbildung der Studierenden zu ermöglichen und zu fördern.

Für jedes Modul ist von den be­teiligten Fächern bzw. Fachge­bieten eine Vielfalt von Studi­enelementen regelmäßig anzu­bieten, die jeweils aus einem Verbund von aufeinander abge­stimmten Veranstaltungen eines Hochschullehrerteams bzw. ei­ner integrierten Projektveran­staltung im vorgegebenen SWS Umfang bestehen. Die Vielfalt von Auswahlmöglichkeiten für die Studienmodule muß von Hochschullehrerteams gewähr­leistet werden.

Prof Dr. Manfred Bayer

Gastvortrag am Institut für Romanistik

Am Mittwoch, dem 11. 5. 1994, 13.00 Uhr (c.t.), hält Prof. Dr. Roland Desne (Pa­ris) einen Vortrag zum The­ma: Voltaire et les juifs. Die Veranstaltung findet im Raum 023, Haus 14, Universitäts­komplex Golm statt.

Prof. Desne ist zur Zeit Gast am Forschungsschwerpunkt Europäische Aufklärung der Förderungsgesellschaft Wis­senschaftliche Neuvorhaben.

Rockkonzert

Studentenfutter lädt am 12. Mai, 20.00 Uhr, zu einem Rockkonzert mit verschiede­nen Bands in den Senatssaal, Universitätskomplex Golm, ein. Der Eintritt kostet 6,00 DM bzw. 8,00 DM.