CAMPUS
KONTINUIERLICHE UNTERSTÜTZUNG GELEISTET
Zur Jahresversammlung der Universitätsgesellschaft Potsdam e.V.
Reges Interesse und Anteilnahme an den Erfolgen und Problemen der Potsdamer Universität kennzeichneten die diesjährige Vollversammlung ihrer Fördergesellschaft. Im „unicum-Keller“ trafen sich dafür kürzlich rund 60 Vertreter des öffentlichen Lebens, die in den Bereichen Wirtschaft, Politik, Militär und Wissenschaft tätig sind. Sie alle wollen die Universität nicht nur durch den Mitgliedsbeitrag, sondern auch in Form ihrer vielfältigen Kontakte unterstützen.
Wie der Vorsitzende der Gesellschaft, IHK- Hauptgeschäftsführer Peter Egenter, berichtete, gab es während des letzten Jahres auch immer wieder Banken und Sparkassen, Betriebe, Unternehmen sowie die Industrie- und Handelskammer (IHK) selber, die sich als Sponsoren für die Interessen der Potsdamer Uni einsetzten. Dadurch konnten viele Veranstaltungen festlich begleitet werden, wie z.B. das Uni-Fest im Sommer und zwei Fakul- tätseröffnungen. Doch auch dem sozialen Bereich galt das Interesse der Fördergesellschaft, weshalb sie seit zehn Monaten alle vier Wochen über 1.600 DM an acht afrikanische Studierende als einen Miet- und Krankenversicherungszuschuß zur Verfügung stellte. Bei dem anschließenden Kassen
bericht durch Dr. Klaus Geßner zeigte sich allerdings, daß Mitte November lediglich noch 8.010 DM auf dem Konto der Gesellschaft waren und folglich die weiteren Zahlungen an die Studierenden nur noch bis zum Jahresende 1994 reichten. Peter Egenter rief vor diesem Hintergrund zur Übernahme einer Patenschaft für jeweils einen der afrikanischen Studenten auf. (Ansprechpartner für Interessierte wäre der Schriftführer Dr. Jürgen Lampe, erreichbar unter Telefonnummer 0331/9819313.) Insgesamt setzten sich die Einnahmen der Universitätsgesellschaft im Zeitraum vom 11. November 1993 bis zum 10. November 1994 nach den Angaben Dr. Klaus Geßners aus 4.250 DM durch Beiträge, kleinere Spenden und Zuwendungen, einer Spende von 5.000 DM seitens der Commerzbank sowie einer Spende von 67.000 DM durch die Unternehmensgruppe Roland Emst zusammen. Dem wäre ferner eine direkt an den Kanzler der Uni überwiesene Spende in Höhe von 10.000 DM von der Landeszentral
bank hinzuzurechnen, die zweckgebunden für die Anschaffung von Büchern der Uni-Bibliothek verwendet werden kann. Demgegenüber standen während des gleichen Zeitraumes Ausgaben über 46.000 DM für das Universitätsfest, 17.000 DM für Fakultätseröffnungen, 16.268 DM für die afrikanischen Studierenden, 5.000 DM für die Uni-Bibliothek sowie 634 DM, die im Zuge der Kontoführung anfielen. Für das nächste Jahr hat die Fördergesellschaft bereits Unterstützung bei der geplanten Eröffnung des Auditorium maximum signalisiert. Auch möchte sie sich wieder am Uni-Fest beteiligen und weitere Förderung für Lehre und Forschung in Absprache mit der Universität erbringen. Zur tatkräftigen Unterstützung des Vorsitzenden, Peter Egenter, und seines Stellvertreters Erwin Motzkus bei all diesen Aufgaben wurde von der Mitgliederversammlung Carl Gottfried Rischke als weiterer Stellvertreter in den Vorstand gewählt. Die Wahl für Rischke, den Vorstandsvorsitzenden der Landesbausparkasse Ost, fiel einstimmig aus. Sie war erforderlich geworden durch die Amtsniederlegung von Jens Prüß, dem ehemaligen Kanzler der Potsdamer Universität, der sich mittlerweile dem Aufbau der Bergakademie Freiberg/Sachsen widmet. Insgesamt spiegelten sich auf der Jahresversammlung der Freunde und Förderer der Universität Aufbruchswillen und Einsatzbereitschaft wider. Besonders deutlich zum Ausdruck kam dies im Zusammenhang mit dem vom Rektor, Professor Dr. Rolf Mitzner, geleisteten Rückblick auf die letztjährigen Stationen der Hochschule: Als er neben den „guten Gewissens vorgetragenen Erfolgsmeldungen" auch die Sorge um die baulichen Probleme und aktuellen Engpässe der Hochschule ansprach, kamen prompt die unterschiedlichsten Reaktionen von Mitgliedern, die ihren Teil zu einer möglichst kurzfristigen Lösung beitragen wollten. Auch vor diesem Hintergrund betonte Peter Egenter die Offenheit „des Ansprechpartners Universitätsgesellschaft". Er forderte die Hochschulleitung auf, von diesem Angebot kräftig Gebrauch zu machen. Hg.
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Rechenschaft vor den versammelten Mitgliedern der Universitätsgesellschaft legten der Vorsitzende Peter Egenter (stehend), sein Stellvertreter Erwin Motzkus (links), Schatzmeister Dr. Klaus Geßner (Zweiter von links), Schriftführer Dr. Jürgen Lampe (rechts) und Rektor Professor Dr. Rolf Mitzner (Dritter von links) ab. Foto: Tribukeit
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AUS DEM SENAT BERICHTET
Senatssitzungen gehören zum akademischen Alltag. Auch bei der 13. Zusammenkunft des Senats standen wieder zahlreiche Tagesordnungspunkte zur Diskussion.
Thematisiert wurde u.a. die Tätigkeit der Verkehrskommission. Zunächst aber erhielt Prof. Dr. Helene Harth die Bestätigung ihrer Funktion- als Leiterin der Arbeitsgruppe durch das Gremium. Sie gab denn auch einen Bericht zum gegenwärtigen Stand der Arbeit. Dabei verwies sie auf erste EtfcJgö: die geplante Wiedereröffnung des Fußgängertunnels am S-Bahnhof Griebnitzsee und die für das nächste Frühjahr vorgesehene Busanbindung zwischen dem Hauptgebäude m Komplex Hl sowie den Einrichtungen am Park Babelsberg^ Als Schwerpunkt des weiteren Vorgehens der Kommission sei das Gelingen einer Schienenanbindung aller drei Hochschulkomplexe anzusehen.
Zu diesem Zweck habe man bereits mehrere Gespräche mit allen Verantwortlichen in den Ministerien, der Bahn-AG und der Stadtverwaltung geführt, in denen zunächst Zuständigkeiten abgeklärt werden konnten. Zur Prüfung der Möglichkeiten einer Bahnan- bindung werde eine genaue Bedarfsstudie seitens der Hochschule benötigt. Die dafür erforderlichen Mittel beantrage man im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur. Eine kurzfristige Verbesserung der Verkehrsanbindung stehe jedoch in Aussicht, wenn der Regionalzug aus Nauen in einem 1-Stunden-Rhythmus den Bahnhof Griebnitzsee frequentiere. Der dafür notwendige Ausbau des Bahnsteigs in Griebnitzsee, so führte sie aus, könnte mit den geplanten Bauarbeiten am Tunnel verbunden werden.
Den Punkt 10 des an diesem Tage abzuarbeitenden Programmes bildete der Beschluß der Vorläufigen Benutzungsordnung der Zentralen Einrichtung für Informationsverarbeitung und Kommunikation vorbehaltlich einer rechtlichen Prüfung des § 3 Abs. 2 Nr. 11 des Textes durch den Justitiar.
Desweiteren beschloß der Senat die Anbindung des Bereiches Medienpädagogik an das Zentrum für Pädagogische Forschung und Lehrerbildung. Dem vorausgegangen war eine Empfehlung der Ständigen Kommission für Entwicklungsplanung und Finanzen (EPK) vom 21.4.1994 an das Gremium mit den Auflagen nach Präzisierung der Studieninhalte in den Studien- und Prüfungsordnungen sowie ■ weiterer Abdeckung der erforderlichen Lehrangebote in der Philosophischen Fakultät II. Diese Forderungen seien nunmehr erfüllt und begründen die Strukturentscheidung. Die Zustimmung der Senatoren erfolgte ebenfalls für die Promotionsordnungen der Philosophischen Fakultäten I und II. Über deren Genehmigung muß nunmehr im zuständigen Ministerium entschieden werden.
P.G.
PUZ 16/94