Heft 
(1.1.2019) 16
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ZWISCHEN MISCHERN UND MÖRTEL

Mensa am Neuen Palais nach vierzehn Monaten saniert

Vorher: Kaum ein Stein blieb auf dem anderen, um die Mensa am Neuen Palais zu sanieren.

Foto: Tribukeit

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650 bis 750 Essenportionen wurden in der Golmer Küche zubereitet, mit einem Fahr­zeug zum Neuen Palais transportiert, dort in der Unteren Mensa an Mitarbeiter und Studierende verkauft, das benutzte Geschirr und Besteck in der Kaffeestube abge­waschen und wieder in die Mensa gefahren.Warum so umständlich?, wird sich der Uneingeweihte zu Recht fragen.

obachten konnten, darunter auch den Kor­moran, der einer der seltenen Vogel in Deutschland ist. Da sich die Auszubildenden schon in einem so schönen Naturschutzge­biet befanden, ließen sie es sich nicht neh­men, Wasserproben vom Gülper See und der Havel zu nehmen. Die beiden Chemielabo­ranten, Marcus Mahle (1. Lehrjahr) und Frank Sarnow (3. Lehrjahr), stellten bei ihren Unter­suchungen fest, daß das Wasser sauber und unbelastet ist und sogar fast zur Trinkwas­seraufbereitung verwendet werden könnte. Dazu haben die Kauffrauen für Bürokommu­nikation, Ramona Raschke (2. Lehrjahr) und Diana Richter (3. Lehrjahr) ein Protokoll an­gefertigt, was dann auch von allen ausge­wertet worden ist.

Diese drei Tage werden den Azubis in guter Erinnerung bleiben. Auf diesem Wege möch­ten sie sich ganz herzlich bei Dr. Ralf-Udo Mühle und dem ehemaligen Kanzler der Uni­versität, Jens Prüß, bedanken, durch deren Hilfe diese Bildungsreise so erfolgreich ver­laufen konnte. Schließlich konnten sie in die­ser Zeit die Schönheiten der Natur näher kennenlernen. Vielleicht ist es auch für künf­tige Auszubildende der Universität Potsdam möglich, solch eine Reise, wie sie sie erlebt haben, zu veranstalten.

030/6946070

Banddurchsagen Tag + Nacht!

Im Zuge der Bauarbeiten auf dem Universi­tätsgelände begann im Oktober 1993 die Sa­nierung des Gebäudes am Neuen Palais, in dem auch die Mensa untergebracht ist. Bis auf die Außenhaut bliebkein Stein auf dem anderen. Fußböden, Sanitärbereich, Kü­chentechnik, Türen, also die gesamte Innen­ausstattung, waren zu erneuern. Gegessen werden sollte und mußte natürlich dennoch. Zwischen Mischern, Maschinen und Bauma­terialien geschah dies dann auch. Zuerst in der Unteren Mensa, später in der oberen Eta­ge, je nach Bausituation. DieBetroffenen" zeigten viel Verständnis, fragten nur hin und wieder nach dem Ende der Bauzeit.

Jetzt, im November, wo in neuen Töpfen am gewohnten Ort gekocht werden kann, resü­mieren die Mitarbeiter der Küche:Die Be­lastung war größer als sonst, aber es war zu schaffen, und wir haben es ja auch ge­schafft. Sie wissen, wovon sie sprechen. Schwere körperliche Arbeit, besonders für die Frauen, hervorgerufen durch den Transport der Kübel, war an der Tagesordnung. Das ge­hört nun der Vergangenheit an.

Neue Stühle, neuer Fußboden und ein neuer Farbanstrich sind sichtbare Zeichen der Ver­änderungen. Über Vitrinen erfolgt jetzt die Essenausgabe in der vom Studentenwerk ge­mieteten Mensa. Vier verschiedene Essen werden angeboten. Die Komponenten kann jeder selbst wählen. Zum Schweinebraten mit Soße gibt es Erbsen oder Möhren, Salz­kartoffeln oder Kroketten oder Pommes frites. Vor dem Bezahlen an der Kasse kann das Menü am Salat-, Kaffee- und Getränkebufett vervollständigt werden.

Nun, nach dem Umbau, hat die Mensa eine Kapazität von 1.000 Essen pro Tag. Man ist aber auch auf den Ausbau der Universität eingerichtet und kann bei Bedarf täglich 2.000 Essen bereitstellen. 263 Plätze stehen in der für 5,5 Millionen DM sanierten Mensa den Studierenden, Mitarbeitern und Gästen zur Verfügung.

Als weitere Arbeitserleichterungen sind der Einsatz von Gastronormformen, in denen das Essen gekocht und aufbewahrt wird, zu nen­nen. Dafür wurde eine spezielle Spülmaschi­ne angeschafft, ebenso eine neue Ab­waschmaschine. Also, guten Appetit bei Buletten, Putengeschnetzeltem, Grießbrei, Schweinefilet, Pizza, Linseneintopf... B.E.

und nachher: Das Essen in neuer Umgebung schmeckt. Foto: Tribukeit

PUZ 16/94

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