Heft 
(1.1.2019) 16
Einzelbild herunterladen

NEU ERNANNTE PROFESSOREN

An der Universität Potsdam herrscht nach wie vor eine rege Aufbauphase. Zeichen dafür sind nicht nur viele Bau­gerüste, sondern u.a. auch die während der letzten Wochen sehr zahlreich er­nannten Professoren. Sie alle an dieser Stelle vorzustellen, würde den Umfang derPUZ sprengen. Wir bitten unsere Leserinnen und Leser daher um Ver­ständnis dafür, daß in jeder Ausgabe le­diglich mit sechs Professoren bekannt gemacht wird - und zwar entsprechend der Chronologie ihres Ernennungs­datums (zusammengestellt von Dr. Barba­ra Eckardt).

Für das Gebiet llj/fP " "B

der Humanbiolo- '

gie im Institut für Zoophysiologie und Zellbiologie der Mathema­tisch-Naturwis­senschaftlichen Fakultät wurde Prof. Dr. habil.

Holle Greil be­rufen. Sie wurde 1942 in Bützow/Mecklenburg geboren. Nach dem Studium der Biologie, Chemie und Phy­sik an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald von 1960 bis 1965 arbeitete sie bis 1967 als wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Abteilung Humangenetik der Universi­täts-Kinderklinik Greifswald. Dem schloß sich bis 1968 eine Tätigkeit als Anthropologin im WTZ der Bekleidungsindustrie Berlin an. Von 1969 bis zur Übernahme der Professur in Potsdam lehrte und forschte die Diplom­biologin am jetzigen Institut für Anthropolo­gie der Medizinischen Fakultät (Charite) der Humboldt-Universität zu Berlin, zuletzt als stellvertretende Direktorin des Institutes für Anthropologie. 1972 promovierte sie auf dem Fachgebiet Anthropologie zum Körperbau im Erwachsenenalter an dieser Einrichtung. Den Fachabschluß der Akademie für Ärztliche Fortbildung im postgradualen Studium als Fach-Biologin der Medizin auf dem Gebiet der Medizinischen Soziologie erwarb sich die Wissenschaftlerin 1987. Ein Jahr später ha­bilitierte sie sich auf dem Gebiet der Ent­wicklungsanthropologie zu Wuchstendenzen und Körperbautypen. Eine Privatdozentur führte sie 1992 an die Christian-Albrechts- Universität Kiel. Zu den Forschungsschwer­punkten der Wissenschaftlerin gehören die Variabilität der körperlichen Entwicklung, Wachstumsstandards sowie die Gestaltung der körpernahen Umwelt des Menschen. Prof. Greil kann auf zahlreiche Veröffentli­chungen wie Monografien, Buchbeiträge, Artikel in Zeitschriften sowie auf Fachvor­

träge auf Kongressen, Symposien und Tagun­gen im In- und Ausland verweisen. Prof. Greil ist Mitglied der European Association of Anthropology und Ehrenmitglied der Kroati­schen Anthropologischen Gesellschaft.

Prof. Dr. habil.

Heinz-Dieter Heimann ist

der Inhaber des Lehrstuhls für Geschichte des Mittelalters im Historischen In­stitut der Philo­sophischen Fa­kultät I. 1949 geboren, stu­dierte er Geschichte und Germanistik an der Ruhr-Universität Bochum; ein Studium, das er 1978 mit dem Ersten Staatsexamen been­dete. Anschließend war er als wissenschaft­licher Mitarbeiter und seit 1982 als Hoch­schulassistent an der Fakultät für Ge­schichtswissenschaft der Universität Bo­chum am Lehrstuhl Mittelalterliche Ge­schichte tätig. Dort promovierte er auch 1982 zum ThemaOst-Westverhältnisse im 15. Jahrhundert". Mit einer Arbeit über Dynastie und Staatsbildung habilitierte sich der Wis­senschaftler 1988. Als Privatdozent mit dem Lehrgebiet Mittelalterliche Geschichte und vergleichende Landesgeschichte ist er seit 1989 mit Vertretungen und Lehraufträgen an den Universitäten Bochum, Paderborn und Hannover betraut. Parallel dazu arbeitet Prof. Heimann an einem Forschungsprojekt im Bereich historischer Kommunikationsfor­schung. Von Winter 1991 bis Sommer 1993 vertrat er den Lehrstuhl Mittelalterliche Ge­schichte an der Universität Potsdam. Seine Arbeits- und Forschungsschwerpunkte lie­gen auf den Gebieten der vergleichenden Verfassungsgeschichte europäischer Städte und Landschaften, der Hof- und Dynastie­forschung sowie der Geschichte der Kommu­nikation im Mittelalter.

Zum Professor für Neuere Deut­sche Literatur mit dem Schwer- punkt Frühe Neuzeit im Insti­tut für Germani­stik der Philoso­phischen Fakul­tät I wurde Prof.

Dr. habil. Knut Kiesant ernannt.

Der 1943 in Ber­lin-Spandau Geborene studierte an der Päd­agogischen Hochschule Potsdam von 1962 bis 1966 Germanistik, Anglistik und Pädago­gik. Anschließend arbeitete er als Fachlehrer für Deutsch und Englisch in Hoyerswerda.

I

1974 promovierte der Wissenschaftler mit einer Arbeit zu den Trauerspielen von Andre­as Gryphius. Seit 1976 ist er an der Potsda­mer Hochschule tätig, seit 1989 als ordentli­cher Professor fürGeschichte der deutschen Literatur". 1983 habilitierte er sich mit einer Studie zur Entwicklung der deutschen Lyrik in der 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts. Seit 1972 publiziert der Germanist zur deutschen Literatur des 16. bis 20. Jahrhunderts in Fachzeitschriften und Sammelbänden, arbei­tet an Lexika und Lehrbüchern mit. Als Mit­glied des internationalen Leitungskomitees desWolfenbütteier Arbeitskreis(es) für Ba­rockforschung ist er seit 1990 tätig. Er ist Mitherausgeber des Festbuches zum Stadt­jubiläum 19931000 Jahre Potsdam. Zu sei­nen Forschungsschwerpunkten gehören die Herausgabe eines biografischen und biblio­grafischen Lexikons zur deutschen Literatur des 17. Jahrhunderts (Reihe III des Lexikons Die deutsche Literatur 1620 bis 1720) in Zu­sammenarbeit mit Forschern der FU Berlin. Weiterhin arbeitet Prof. Kiesant an einer Stu­die zur regionalen Literaturgeschichte der Frühen Neuzeit in Brandenburg-Preußen mit der Akzentuierung auf literarische Wechsel­beziehungen zwischen den Regionen und demLiterarischen Alltag" (Casualdichtung).

Eine Professur für Staatsrecht, Völ­ker- und Europa­recht der Juristi­schen Fakultät nimmt Prof. Dr. habil. Eckart Klein wahr.

Der 1943 Gebore­ne studierte von

1964 bis 1968 ^ ^

Rechtswissen- fe* JFf'J

schaft an den Universitäten Freiburg im Breisgau, Göttingen, Lausanne und Heidel­berg und legte sein Erstes Juristisches Staatsexamen ab. 1971 folgte das Zweite Juristische Staatsexamen. Von 1969 bis 1976 war er an der Juristischen Fakultät der Uni­versität Heidelberg als wissenschaftlicher Assistent tätig. 1973 promovierte Prof. Klein zum ThemaDie verfassungsrechtliche Pro­blematik des ministerialfreien Raumes in Heidelberg. Seine Abordnung an das Bun­desverfassungsgericht in Karlsruhe erfolgte von 1974 bis 1976. Als wissenschaftlicher Referent arbeitete der Jurist von 1976 bis 1981 am Max-Planck-Institut für ausländi­sches öffentliches Recht und Völkerrecht in Heidelberg. 1980 habilitierte er sich zum ThemaStatusverträge im Völkerrecht an der dortigen Universität. Als weitere Statio­nen seines wissenschaftlichen Werdegangs sind zu erwähnen: 1981 Professor an der Universität Mainz für Öffentliches Recht, Völkerrecht und Europarecht, 1984 bis 1994 Richter am Oberverwaltungsgericht Rhein-

PUZ 16/94

Seite 29