PERSONALIA
land-Pfalz. Seit 1987 ist Prof. Klein Mitglied des Schiedsgerichtshofs und der Gemischten Kommission für das Abkommen über deutsche Auslandsschulden und seit 1992 stellvertretendes Mitglied des Bremer Staatsgerichtshofs. Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen das Staatsorganisationsrecht. Internationale Organisationen, Europäische Union, Menschenrechte und Volkervertragsrecht sowie Deutschlandforschung. Prof. Klein veröffentlichte zahlreiche Monografien wie z.B. ein Lehrbuch des Verfassungsprozeßrechts und einen Handkommentar zum EU-Vertrag.
Eine Professur für Kolloidchemie im Institut für Physikalische Chemie und Theoretische Chemie der Ma- thematisch-Na- turwissenschaftli- chen Fakultät bekleidet Prof. Dr. habil. Joachim Kötz. 1956 in Dessau geboren, studierte der Wissenschaftler von 1977 bis 1982 Chemie an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Als wissenschaftlicher Mitarbeiter war er von 1982 bis 1989 am Institut für Poly- merenchemie der Akademie der Wissenschaften in Teltow-Seehof tätig. Mit einer Arbeit zur Synthese, Charakterisierung und Komplexbildung von Polyelektrolyten promovierte Prof. Kötz 1984. Zu einem dreimonatigen Arbeitsaufenthalt weilte der Chemiker 1987 in Alma-Ata an der Kasachischen Akademie der Wissenschaften. Von 1989 bis 1991 war er stellvertretender Leiter der Abteilung Cellulosechemie, und seit 1992 steht er der Forschungsgruppe Kolloidchemie im Rahmen des WIP-HEP vor. 1990 habilitierte er sich mit einer Arbeit zu kolloidalen Phänomenen der Phasenbildung und Phasentrennung in Polyelektrolytkomplex Systemen. Den Lehrstuhl Kolloidchemie an der Universität Potsdam vertrat der Leiter eines DFG- und eines BMFT-Projektes 1994. Zu den Forschungsschwerpunkten von Prof. Kötz zählen u.a. physikochemische Charakterisierung von Polyelektrolyten, Phasenverhalten von Polyanion-Polykation Systemen in Abhängigkeit der Polymerkonzentration sowie Aggregat- und Strukturbildung in konzentrierten Polyelektrolytsystemen. Zahlreiche Publikationen, Patente und Vorträge dokumentieren die Forschungsleistungen des Wissenschaftlers.
Mit einer Professur für Strukturanalyse im Institut für Festkörperphysik der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät ist Prof. Dr. habil. Ullrich Pietsch betraut. Er wurde 1952 in Leipzig geboren. Sein Studium an der Humboldt-Universität zu Berlin
von 1973 bis 1978 schloß er als Diplom-Kri- staEograph ab.
Dem folgte seine Assistententätigkeit an der Karl-Marx-Uni- versität in Leipzig bis 1981, wo er zum Thema „Darstellung statischer und dynamischer Bindungsladungseigenschaften aus Röntgenstrukturamplituden" promovierte. Bis 1990 arbeitete der Wissenschaftler an dieser Universität als wissenschaftlicher Assistent bzw. Oberassistent. Dort habilitierte sich Prof. Pietsch auch zum Thema „Röntgenografische Untersuchungen zum Zusammenhang von Valenzelektronendichte und Gitterdeformationen in Halbleiterkristallen“.
Von 1985 bis 1986 absolvierte der Naturwissenschaftler ein Zusatzstudium am Men- deleev-Institut in Moskau. Die „Alexander von Humboldt-Stiftung" gewährte ihm 1991 ein Sonderstipendium an der Universität München. Seit 1990 ist er an der Potsdamer Universität bzw. ihrer Vorgängereinrichtung als Dozent tätig. Zu den derzeitigen Forschungsschwerpunkten von Prof. Pietsch zählen die Strukturanalyse an dünnen organischen Schichten und Valenzelektronendichteverteilung von binären Verbindungen. Mehrere vom BMFT geförderte Projekte bearbeitete er.
WAHL DER SCHWERBEHINDERTENVERTRETUNG
Am 9. November hat die Wahl der universitären Schwerbehindertenvertretung stattgefunden. Wie der Vorstand nun mitteilte, wurde Dr. Dieter Neupert aus dem Institut für Systematik und Didaktik der Biologie zum Vertrauensmann gewählt, seine Stellvertreter sind (in der Reihenfolge der Anzahl der Wählerstimmen) Helga Kleemann aus dem Institut für Grundschulpädagogik, Dr. Siegfried Zschunke aus dem Institut für Germanistik und Horst Pöppel, der Sachgebietsleiter Hausverwaltung für den Komplex I der Universität. Auf eine Fortführung der bisherigen intensiven Arbeit für die bis 1998 währende Wahlperiode hoffend, bedankte sich der Wahlvorstand bei dem alten und neuen Vertrauensmann Dr. Dieter Neupert, der, so Siegfried Zschunke, „neben seinem beruflichen Arbeitspensum viel Zeit und Kraft in die Interessenvertretung der Schwerbehinderten investiert und nicht zuletzt dadurch mit erreicht hat, daß an der Universität Potsdam der Interessenausgleich zwischen Schwerbehinderten und dem Arbeitgeber verwirklicht" werden konnte.
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DIENSTJUBILÄEN
Das Ende des Jahres 1994 steht nun unmittelbar bevor - und bietet sich für Rückblicke auf Geleistetes und Gewesenes an. In besonderem Maße trifft dies sicherlich auf die „Ju- bilare" an der Universität zu, die 1994 auf 40 Jahre im Öffentlichen Dienst zurückblicken können. Es sind dies:
Dr. Egon Breetz, Dr. Wilfried Gienow, Ottilie Krolikowski, Hans-Georg Lausch, Prof. Dr. Roland Metzger, Dr. Wolfgang Schade, Erika Urbich und Dr. Siegfried Zschunke.
Ihr 25jähriges Dienstjubiläum feierten:
Prof. Dr. Guido Baumann, Dr. Karin Binder, Dr. Heidrun Bonin, Dr. Erhard Buchholz, Dr. Anneliese Felger-Pärsch, Brigitte Hannemann, Gisela Hartmann, Margret Heinecke, Prof. Dr. Heinz Junek, Dr. Heidrun Klemm, Dr. HD Wolf-Dieter Krause, Dr. Gabriele Mederow, Brigitte Meitzner, Dr. Klaus Par- now, HeEa Peukert, Dr. Heinz-Uwe Schöffel, Prof. Dr. Roh Steding, Dr. Siegfried Thieme, Angela Trost und Gisela Weber.
GAST IN CHEMISCHEN INSTITUTEN
Kürzhch besuchte Prof. Dr. Harald Günther von der Universität-Gesamthochschule Siegen die Chemischen Institute der Universität und hielt im Rahmen des Großen Chemischen KoUoquiums einen Vortrag zum Thema „NMR-Spektroskopie lithiumorganischer Verbindungen: Struktur und Dynamik in Lösung und im Festkörper". Dabei gelang es Prof. Günther, Autor des wichtigsten Lehrbuchs zur NMR-Spektroskopie im deutschsprachigen Raum, dem Auditorium ein neuartiges Gebiet NMR-spektroskopischer Grundlagenforschung zu erschließen. E.K.
Die Wahlurne ist geleert, die Stimmenauszählung für die Schwerbehindertenvertretung kann beginnen. Dr. Siegfried Zschunke (rechts) und Dr. Rolf Zander, der Datenschutzbeauftragte der Universität (links), machten sich gleich an die Arbeit.
Foto: Tribukeit
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