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(1.1.2019) 16
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PERSONALIA

land-Pfalz. Seit 1987 ist Prof. Klein Mitglied des Schiedsgerichtshofs und der Gemischten Kommission für das Abkommen über deut­sche Auslandsschulden und seit 1992 stell­vertretendes Mitglied des Bremer Staatsge­richtshofs. Zu seinen Forschungsschwer­punkten zählen das Staatsorganisationsrecht. Internationale Organisationen, Europäische Union, Menschenrechte und Volkervertrags­recht sowie Deutschlandforschung. Prof. Klein veröffentlichte zahlreiche Monografi­en wie z.B. ein Lehrbuch des Verfassungs­prozeßrechts und einen Handkommentar zum EU-Vertrag.

Eine Professur für Kolloidchemie im Institut für Physi­kalische Chemie und Theoretische Chemie der Ma- thematisch-Na- turwissenschaftli- chen Fakultät be­kleidet Prof. Dr. habil. Joachim Kötz. 1956 in Dessau geboren, studierte der Wissenschaftler von 1977 bis 1982 Chemie an der Martin-Luther-Universität Halle-Witten­berg. Als wissenschaftlicher Mitarbeiter war er von 1982 bis 1989 am Institut für Poly- merenchemie der Akademie der Wissen­schaften in Teltow-Seehof tätig. Mit einer Arbeit zur Synthese, Charakterisierung und Komplexbildung von Polyelektrolyten promo­vierte Prof. Kötz 1984. Zu einem dreimonati­gen Arbeitsaufenthalt weilte der Chemiker 1987 in Alma-Ata an der Kasachischen Aka­demie der Wissenschaften. Von 1989 bis 1991 war er stellvertretender Leiter der Ab­teilung Cellulosechemie, und seit 1992 steht er der Forschungsgruppe Kolloidchemie im Rahmen des WIP-HEP vor. 1990 habilitierte er sich mit einer Arbeit zu kolloidalen Phä­nomenen der Phasenbildung und Phasen­trennung in Polyelektrolytkomplex Systemen. Den Lehrstuhl Kolloidchemie an der Univer­sität Potsdam vertrat der Leiter eines DFG- und eines BMFT-Projektes 1994. Zu den Forschungsschwerpunkten von Prof. Kötz zählen u.a. physikochemische Charakterisie­rung von Polyelektrolyten, Phasenverhalten von Polyanion-Polykation Systemen in Ab­hängigkeit der Polymerkonzentration sowie Aggregat- und Strukturbildung in konzen­trierten Polyelektrolytsystemen. Zahlreiche Publikationen, Patente und Vorträge doku­mentieren die Forschungsleistungen des Wissenschaftlers.

Mit einer Professur für Strukturanalyse im Institut für Festkörperphysik der Mathema­tisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät ist Prof. Dr. habil. Ullrich Pietsch betraut. Er wurde 1952 in Leipzig geboren. Sein Studi­um an der Humboldt-Universität zu Berlin

von 1973 bis 1978 schloß er als Diplom-Kri- staEograph ab.

Dem folgte sei­ne Assistenten­tätigkeit an der Karl-Marx-Uni- versität in Leip­zig bis 1981, wo er zum Thema Darstellung statischer und dynamischer Bindungsla­dungseigenschaften aus Röntgenstruktur­amplituden" promovierte. Bis 1990 arbeitete der Wissenschaftler an dieser Universität als wissenschaftlicher Assistent bzw. Ober­assistent. Dort habilitierte sich Prof. Pietsch auch zum ThemaRöntgenografische Unter­suchungen zum Zusammenhang von Valenz­elektronendichte und Gitterdeformationen in Halbleiterkristallen.

Von 1985 bis 1986 absolvierte der Naturwis­senschaftler ein Zusatzstudium am Men- deleev-Institut in Moskau. DieAlexander von Humboldt-Stiftung" gewährte ihm 1991 ein Sonderstipendium an der Universität München. Seit 1990 ist er an der Potsdamer Universität bzw. ihrer Vorgängereinrichtung als Dozent tätig. Zu den derzeitigen For­schungsschwerpunkten von Prof. Pietsch zählen die Strukturanalyse an dünnen orga­nischen Schichten und Valenzelektronen­dichteverteilung von binären Verbindungen. Mehrere vom BMFT geförderte Projekte be­arbeitete er.

WAHL DER SCHWERBE­HINDERTENVERTRETUNG

Am 9. November hat die Wahl der universi­tären Schwerbehindertenvertretung stattge­funden. Wie der Vorstand nun mitteilte, wur­de Dr. Dieter Neupert aus dem Institut für Systematik und Didaktik der Biologie zum Vertrauensmann gewählt, seine Stellvertre­ter sind (in der Reihenfolge der Anzahl der Wählerstimmen) Helga Kleemann aus dem Institut für Grundschulpädagogik, Dr. Sieg­fried Zschunke aus dem Institut für Germa­nistik und Horst Pöppel, der Sachgebietsleiter Hausverwaltung für den Komplex I der Uni­versität. Auf eine Fortführung der bisherigen intensiven Arbeit für die bis 1998 währende Wahlperiode hoffend, bedankte sich der Wahlvorstand bei dem alten und neuen Ver­trauensmann Dr. Dieter Neupert, der, so Siegfried Zschunke,neben seinem berufli­chen Arbeitspensum viel Zeit und Kraft in die Interessenvertretung der Schwerbehinderten investiert und nicht zuletzt dadurch mit er­reicht hat, daß an der Universität Potsdam der Interessenausgleich zwischen Schwerbe­hinderten und dem Arbeitgeber verwirklicht" werden konnte.

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DIENSTJUBILÄEN

Das Ende des Jahres 1994 steht nun unmit­telbar bevor - und bietet sich für Rückblicke auf Geleistetes und Gewesenes an. In beson­derem Maße trifft dies sicherlich auf dieJu- bilare" an der Universität zu, die 1994 auf 40 Jahre im Öffentlichen Dienst zurückblicken können. Es sind dies:

Dr. Egon Breetz, Dr. Wilfried Gienow, Ottilie Krolikowski, Hans-Georg Lausch, Prof. Dr. Roland Metzger, Dr. Wolfgang Schade, Eri­ka Urbich und Dr. Siegfried Zschunke.

Ihr 25jähriges Dienstjubiläum feierten:

Prof. Dr. Guido Baumann, Dr. Karin Binder, Dr. Heidrun Bonin, Dr. Erhard Buchholz, Dr. Anneliese Felger-Pärsch, Brigitte Hanne­mann, Gisela Hartmann, Margret Heinecke, Prof. Dr. Heinz Junek, Dr. Heidrun Klemm, Dr. HD Wolf-Dieter Krause, Dr. Gabriele Mederow, Brigitte Meitzner, Dr. Klaus Par- now, HeEa Peukert, Dr. Heinz-Uwe Schöffel, Prof. Dr. Roh Steding, Dr. Siegfried Thieme, Angela Trost und Gisela Weber.

GAST IN CHEMISCHEN INSTITUTEN

Kürzhch besuchte Prof. Dr. Harald Günther von der Universität-Gesamthochschule Sie­gen die Chemischen Institute der Universi­tät und hielt im Rahmen des Großen Chemi­schen KoUoquiums einen Vortrag zum The­maNMR-Spektroskopie lithiumorganischer Verbindungen: Struktur und Dynamik in Lö­sung und im Festkörper". Dabei gelang es Prof. Günther, Autor des wichtigsten Lehr­buchs zur NMR-Spektroskopie im deutsch­sprachigen Raum, dem Auditorium ein neu­artiges Gebiet NMR-spektroskopischer Grundlagenforschung zu erschließen. E.K.

Die Wahlurne ist geleert, die Stimmenauszählung für die Schwerbehindertenvertretung kann begin­nen. Dr. Siegfried Zschunke (rechts) und Dr. Rolf Zander, der Datenschutzbeauftragte der Universi­tät (links), machten sich gleich an die Arbeit.

Foto: Tribukeit

PUZ 16/94