PERSONALIA
NACHRUF AUF PROF. DR. GRÜTTNER
Am 1. Oktober dieses Jahres ist Prof. Dr. Manfred Grüttner gestorben. Grüttner, dessen ganzes Leben dem Singen verbunden war, gehörte dem Institut für Musik und Musikpädagogik der Universität an. Es war sein Anliegen, bei den Pädagogikstudenten aller Fachrichtungen das Interesse für Kunst und Kultur zu wecken und sie anzuregen, die Liebe dazu an die Kinder weiterzugeben. Nach 1945 gründete er den ersten Jugendchor in Potsdam. Seit 1951 war er Leiter des Chores der Pädagogischen Hochschule, der langjährig als Spitzenchor aller Pädagogischen Hochschulen der ehemaligen DDR Aushängeschild der Stadt und des Landes war: Opole, Vilnius, Moskau waren Stationen seiner Erfolge. Er erhielt für seine Leistungen den Nationalpreis III. Klasse für Kunst und Literatur. 1970 wurde er zum Professor berufen. Ehemalige Chormitglieder schwärmen von seinem Frohsinn und Optimismus, von seinem Sinn für Geselligkeit, aber auch von seiner Konsequenz beim Fordern von höchstem Einsatz, ohne den künstlerische Leistungen nicht möglich sind. Dafür durften die Studenten des jeweiligen 1. Studienjahres ihn
Mit der konstituierenden Sitzung des zweiten Konzils der Universität Potsdam erfolgte erneut eine Zäsur in der noch jungen Geschichte der akademischen Bildungsstätte. Das Gremium hatte aus diesem Anlaß am 3. November 1994 getagt. Anwesend waren 51 Konzilsmitglieder, Angehörige des Personalrates sowie weitere Personen der Universitätsöffentlichkeit. Auf der Tagesordnung standen die Wahl des Konzilvorstandes, die Wahl der Mitglieder des Satzungsausschusses, eine Debatte zur Geschäftsordnung sowie Verschiedenes.
In geheimer Wahl erhielt Stefan Uhlmann aus der Gruppe der Studierenden das Vertrauen der Mehrheit aller Anwesenden für das Amt des Konzilvorsitzenden. Ihm zur Seite werden künftig im Vorstand Prof. Dr. Achim Hoff- mann (Professoren), Dr. Gabriele Saupe (Wissenschaftliche Mitarbeiter), Ulf Hopfner (Studenten) und Dr. Renate Schmidt (Sonstige Mitarbeiter) stehen.
Erzielt wurde ebenfalls Einigkeit über die Zusammensetzung der Satzungskommission. Ihr gehören jeweils zwei Vertreter einer jeden Beschäftigtengruppe an. Im einzelnen sind das Ulrich Baumann, Dr. Magrid Bircken, Prof. Dr. Joachim Gessinger, Dr. Ingrid Heiß, Prof. Dr. Heinz Junek, Dr. Roswitha Schwerdtfeger, Stephan Telschow und Marc Wesser. Einvernehmen gab es ferner über eine nunmehr notwendig gewordene, erneute Beratung der Geschäftsordnung des Gremiums. Im Zuge dessen kam es zur Bildung einer Geschäftsordnungskommission.
nach ihrem ersten erfolgreichen Auftritt duzen: Manfred war Primus inter pares, jegliches Stargehabe ihm verhaßt. Und er hatte Interesse für die Belange seiner Sänger, manche günstige Regelung konnten sie ihm verdanken. Prof. Grüttner übernahm ab 1976 in der ein Jahr zuvor gegründeten Fachrichtung Musikerziehung die Ausbildung der Studenten in Chorleitung. Daneben führte er außerhalb der Einrichtung Qualifizierungslehrgänge für Chorleiter durch und war Mitglied, oft Leiter verschiedener Jurys. Manfred Grüttner war kein Mann der großen künstlerischen Form. Das Zeitlied war seine Stärke, das schlichte Lied eines alten Meisters und das Volkslied: „In einem kühlen Grunde“ etwa und „Hab oft im Kreise der Lieben". Nicht alle Ideen, die er auch in seine Lieder hineinlegte, kamen zum Tragen, nicht alle Wünsche erfüllten sich. Die Hoffnung, die er an eine Operation knüpfte, trog; die heimtückische Krankheit holte ihn ein, wenige Tage vor seinem 67. Geburtstag. Wir werden das Andenken an ihn und sein Schaffen bewahren.
Friedrich Czaja Institut für Musik und Musikpädagogik
Jeweils ein Mitglied der verschiedenen Statusgruppen ist in ihr vertreten. Prof. Dr. Wolfgang Mitsch, Jens Scherer und Hella Puls erklärten sich zur Mitarbeit bereit und bekamen die erforderliche Zustimmung aus dem Auditorium. Noch ausgespart blieb in der Sitzung eine Kandidatur aus den Reihen der wissenschaftlichen Mitarbeiter. (Dr. Gudrun Götze stellte sich im nachhinein dann der Aufgabe.) Die eventuell bevorstehende Fusion Berlin-Brandenburgs und die im Zusammenhang damit auf die Universität zukommenden Probleme brachten die Studenten im abschließenden Punkt „Verschiedenes“ zur Sprache. Sie waren es auch, die einen Beschluß dazu beantragten. Dieser beinhaltet die Aufforderung an die Universitätsleitung, sich zum frühestmöglichen Termin gegenüber dem Konzil zum genannten Themenkomplex zu äußern. Des weiteren verlangte man eine diesbezügliche Anhörung von Politikern. P.G.
Karin Trumpf gestorben
Plötzlich und unerwartet verstarb am 16. November 1994 im Alter von 54 Jahren Karin Trumpf, die bisherige Fachreferentin für Wirtschaftswissenschaften in der Potsdamer Universitätsbibliothek. Einsatzfreude, hohes Pflichtbewußtsein und große Hilfsbereitschaft kennzeichneten die langjährige Tätigkeit von Frau Trumpf, deren Andenken wir stets in Ehren halten werden.
Barbara Schneider Eßlinger, UB
„Aus der Optik des Landes Brandenburg"
Das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg (MWFK) hat Prof. Dr. Heinz Kleger, Inhaber des Lehrstuhles für politische Theorie an der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität, eine Anschubfinanzierung für ein Forschungsprojekt zur „metropoli- tanen Transformation im Großraum Berlin - politisch-administrative Grundlagen für eine dezentral konzentrierte Entwicklung aus der Optik des Landes Brandenburg“ bewilligt. Mit diesem Projekt verfolgt Kleger vor allem zwei Ziele: Zum einen möchte er politisch- administrative Grundlagen für ein regionales Entwicklungsmodell empirisch erarbeiten, das eine dezentral konzentrierte Entwicklung des Großraumes Berlin/Brandenburg nachhaltig unterstützt.
Auf dieser Basis könnten dann auch Empfehlungen für die institutionelle Ausgestaltung und Weiterentwicklung der demokratischen Steuerung des Ballungsraumes formuliert werden. Zum anderen soll das Forschungsprojekt einen Beitrag dazu leisten, durch die empirische Erforschung der politisch-institutionellen, sozialen und wirtschaftlichen Entwicklungen europäischer Großstädte und Stadtregionen die Grundlagen politischer Theorie zu erneuern, zu aktualisieren und zu erweitern. mt.
Auslandsjobs und Praktika
Gerade unter den jungen Leuten ist es bekanntlich weitverbreitet, einmal im Ausland jobben zu wollen. Für all diejenigen unter ihnen, die noch keine konkreten Vorstellungen dazu haben, bietet die eben erschienene Broschüre mit dem Titel „Jobben im Ausland 1995“ zahlreiche Informationen. Sie gibt Einblick in verschiedene Programme, die innerhalb europäischer und außereuropäischer Länder gelten. Berücksichtigt werden dabei z.B. die Art und Dauer der Tätigkeit, das Gehalt, die Unterkunft, der Bewerberkreis, notwendige Voraussetzungen und anderes mehr. Das Angebot der Einsatzmöglichkeiten ist groß. Es reicht vom Pariser Disneyland über schweizerische Hotels und Gaststätten bis hin zu internationalen Reiseunternehmen. Für den Leser bleibt nur die Qual der Wahl. Im Heft gleich enthalten sind Bestellscheine für die Programmunterlagen.
„Jobben im Ausland 1995" ist von der Frankfurter Zentralstelle für Arbeitsvermittlung herausgegeben worden. Geeignet ist die Broschüre insbesondere für Abiturientinnen und Abiturienten sowie für Studierende und weitere Interessenten. Ab November 1994 ist sie in allen Berufsinformationszentren der Arbeitsämter erhältlich. P.G.
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KONSTITUIERENDE SITZUNG DES ZWEITEN KONZILS
PUZ 16/94