Heft 
(1.1.2019) 02
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TSCHECHISCH-DEUTSCHE KOOPERATION

Drei Wissenschaftler rinnen Unterzeichne­ten kürzlich in Pots­dam einen Kooperati­onsvertrag über die Zusammenarbeitih­rer" Philosophischen Fakultäten: für die Karls-Universität Prag gab die Unterschrift Prof. Dr. Sofia Hermo- chovä, Prodekanin der Philosophischen Fakultät und zustän­dig für deren Aus­landsbeziehungen

(Bildmitte); die Universität Potsdam reprä­sentierten die Dekaninnen Prof. Dr. Helene Harth, Philosophische Fakultät I (rechts im BUd), und Prof. Dr. Bärbel Kirsch, Philosophi­sche Fakultät II (links). Die Kooperation schließt die Beteiligung aller Institute der Potsdamer Fakultäten ein und sieht eine Reihe von gemeinsamen wissenschaftlichen Aktivitäten sowie verschiedene Formen des Austausches in Lehre und Forschung vor. Neben gemeinsamen Forschungsprojekten der einzelnen Lehrstühle und Institute ist nun auch der Austausch von Studenten bis zu einem akademischen Jahr möglich. Wissen­schaftler können Forschungsaufenthalte und Kurzzeitdozenturen bis zu einem Semester

wahrnehmen. Vereinbart wurde ferner die gegenseitige Information über Studiengänge, Lehrprogramme und -methoden. Der Vertrag geht auf die Initiative des Institutes für Slavistik zurück. Im Mai 1994 hatte der in Prag geborene und 1968 in die Bundesrepu­blik emigrierte Sprachwissenschaftler Prof. Dr. Peter Kosta - er hat seit 1993 in Potsdam den Lehrstuhl für Westslavische Sprachwis­senschaft inne - mit der Prager Universität bestehende Kontakte intensiviert, um eine Partnerschaft auf Fakultätsebene in die Wege zu leiten. Mit dieser Partnerschaft wird eine mehr als tausendjährige Tradition deutsch­tschechischer Beziehungen in der Kultur und Wissenschaft fortgesetzt. De.

Großes Interesse aus Nordrhein-Westfalen

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Auf ihrem Gang über das Universitätsgelände am 10. Januar besuchten die Mitglieder des Ausschusses für Wissenschaft und Forschung des Landtages Nordrhein-Westfalen auch die Räume, in denen das Grundpraktikum Physik stattfindet. Die Parlamentarier, die vom 9.-12.1. 1995 in Berlin und Brandenburg weilten, hatten sich zuvor über den Aufbaustand der Universität Potsdam informieren lassen. Auskunft gaben der Rektor, die Prorektoren Prof. Dr. Wolfgang Loschelder und Prof. Dr. Gerhard Kempter, die fünf Dekane sowie der Kanzler der Universität. Das Interesse der Gäste galt vorrangig Personalproblemen, dem Potsdamer Modell der Lehrerbildung, der hiesigen Juristenausbildung, dem Profil der Universität und ihren Bestrebungen, die Entwicklung zur Massenuniversität zu vermeiden. Mit großem Interesse wurde zur Kenntnis genommen, daß in Potsdam Konzepte und Wege versucht werden, die in Nordrhein-Westfalen nicht realisiert werden konnten. Insofern warte man auch in NRW auf die Ergebnisse. De./Foto: Rüffert

Impulse der Straße lebensnotwendig

Zum ThemaSchulsport seit 1989 - Rückblicke, Einblicke, Ausblicke refe­rierte Prof. Dr. Jürgen Rode, Sport­pädagoge am Institut für Sportwissen­schaft der Universität, kürzlich im Rah­men der VortragsreihePotsdamer Fo­rum Sport.

Werden Schülerinnen und Schüler nach ih­rem Lieblingsfach befragt, antworten mehr als die Hälfte: Sport. Gefragt nach den Sport­arten, die sie bevorzugen, nennen sie Trendsportarten, wie Streetball und Street­soccer. Diese werden in der Regel jedoch nicht im Schulsportunterricht angeboten. Dort herrschen noch immer sechs bis acht traditionelle Kernsportarten vor.Impulse der Straße sind für den Schulsport der Zukunft lebensnotwendig", urteilt Rode daher. Lehr­pläne sollten nicht als unbefragte Maßstäbe für den Unterricht, sondern als Orientiemngs- hüfen genommen werden. Und insgesamt - so Rode - muß die Planbarkeit der Er­ziehungsprozesse skeptisch eingeschätzt werden. In einer Zeit, in der Bewegungs­räume für Kinder und Jugendliche immer knapper werden und sich Handlungsräume sowie Interessen und Neigungen jüngerer Menschen verändern, erfaßt der traditionel­le Sportartenunterricht nicht das Sport- und Spielbedürfnis der Kinder und Jugendlichen. Es ist daher die Aufgabe des Schulsports, allen Schülern eine sich ständig ändernde Realität von Sport zu vermitteln, bei der sie einMiteinander - Gegeneinander - Neben­einander" erleben können. Rode fordert da­her einen themenorientierten Unterricht, der über eine Sportartenorientierung hinausgeht. Elementarisierung statt Spezialisierung ist das Stichwort. Die Einführung von Epochal­unterricht zusätzlich zum bisherigen Schul­sport sieht Rode als mögliche Konsequenz der gegenwärtigen Situation. Dabei sollte der Sportunterricht von einem Lehrerinnenteam durchgeführt werden, das erhebliche Spiel­räume in der Unterrichtsgestaltung hat und die Schülerinnen und Schüler über mehrere Jahre betreut. Der Sportunterricht in der Schule müßte exemplarisches, methoden­orientiertes, praktisches, sachbezogenes und soziales Lernen ermöglichen. Dies seien kei­ne pädagogischen Träumereien, doch sollten Phantasie und Utopie erlaubt sein, so Rode.

Britta Nordhause

030/6946070

Banddurchsagen Tag + Nacht!

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