Heft 
(1.1.2019) 02
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CAMPUS

Mittelbaus behandelt.

Die LSK ist nach Aussage ihres Vorsitzenden, Prorektor Prot. Dr. Manfred Görtemaker, stark mit dem Komplex Studienordnungen be­schäftigt, die in recht unterschiedlicher Qua­lität vorliegen. Die intensive Diskussion, die dazu in den Fächern und Fakultäten stattfin­det, wurde durchgängig als notwendig und als der Integration an der Universität förder­lich angesehen. Prof. Görtemaker signalisier­te dem Senat darüber hinaus das Interesse der kalifornischen Universität Berkley an ei­ner Kooperation, vor allem im Bereich der Rechtswissenschaft und der Jüdischen Stu­dien. Eingedenk der zunehmenden Koope­rationsangebote und ihrer Koordinierung wurde Ernennung eines Auslandsbeauftrag­ten des Senates angeregt.

Das Dauerthema Verkehrsanbindung bean­spruchte erneut einen Tagesordnungspunkt. Hier konnte die Dekanin Prof. Dr. Helene Harth berichten, daß es gelungen ist, das Umweltministerium für die Verkehrsproble­me der Universität und der Stadt zu interes­sieren. Zuversichtlich sei man hinsichtlich eines Sponsors für die Sanierung des Bahn­steiges in Griebnitzsee. Schwieriger sei die Lage bei den Radwegen, wo zwar viele Plä­ne, aber lange Zeiträume für deren Ausbau (teilweise über die Jahrtausendwende hin­aus) existierten. Beginnen soll nach der Frost­periode die Rekultivierung der Lindenallee, was dann Fahrradnutzem zugute käme.

Auf der Sitzung wurden des weiteren wich­tige Fragen des Aus- und Aufbaus der Uni­versität behandelt. So unterstrich der Senat mit seinem einstimmigen Votum die Wieder - einrichtung der Diplomstudiengänge Biologie und Informatik und ließ sich von der Dezer­nentin Sabine Schmid über die Ausbaupla­nung der Universität bis 1997 unterrichten. 1997 wolle man einen Stand von 90 Prozent erreicht haben, wobei als Grundlage der Strukturplan der Universität gilt.

Die Zustimmung des Senates erhielt der vor­liegende Kooperationsvertrag mit dem re­nommierten Deutschen Institut für Wirt­schaftsforschung, der die Intensivierung der wissenschaftlichen Zusammenarbeit zwi­schen beiden Institutionen vorsieht. Diesem Ziel sollen die Einrichtung einer Professur in Form einer gemeinsamen Berufung und die gegenseitige Nutzung von Einrichtungen durch Mitarbeiter der Partner dienen.

Der von der Studentin Sabine Mahnert ein- gebrachte Katalog zu Fragen der Sicherheit, insbesondere der Studentinnen, an den ver­schiedenen Standorten der Universität wur­de in Anwesenheit des Dezernenten Dr. Vol­ker Pohl Punkt für Punkt auf seine Machbar­keit überprüft. Hierzu beschloß der Senat, daß mit Energie jene Maßnahmen ergriffen werden sollen, die in die Verantwortung der Universität fallen, die vom Studentenwerk zu lösenden Probleme will man dort dringlich machen. De.

DIE UNIVERSITÄT IN DIE KÖPFE BRINGEN

Ingo Balderjahn zum Präsidenten desPotsdamer Forum-Verein für Stadtmarketing" gewählt

Die Anziehungskraft der Gärten und Schlösser des 1000jährigen Potsdams scheint unbestritten. Doch diese Stadt hat weit mehr zu bieten. Viele haben sich schon den Kopf darüber zerbro­chen, ihr Image zu verbessern. Die Er­gebnisse dieser Bemühungen sind je­doch bisher wenig überzeugend. Prof. Dr. Ingo Balderjahn, Inhaber des Lehr­stuhls für Betriebswirtschaftslehre mit dem Schwerpunkt Marketing in der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftli­chen Fakultät der Universität Potsdam, wagte nun mit Gleichgesinnten einen weiteren Vorstoß.

Anfang Juni 1994 veranstaltete der Wirt­schaftswissenschaftler in Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung und der Industrie- und Handelskammer den ersten Stadtmarke­ting-Workshop Potsdams. Ein relativ großer Expertenkreis aus Wirtschaft, Wissenschaft, Handel und anderen Bereichen wurde einge­laden und diskutierte in den Arbeitskreisen Wirtschaft, Medien, Wissenschaft und For­schung; Innenstadt, Sanierung, Einzelhan­del; Tourismus; Stadtentwicklung, Verkehr, Infrastruktur sowie Kultur, Sport und Freizeit. Im Ergebnis des Treffens kristallisierte sich der Standpunkt heraus, daß endlich langfri­stige Konzepte zu erarbeiten und entspre­chende Organisationsstrukturen zu schaffen seien, um die Stadt, insbesondere als Le­bens-, Wirtschafts-, Arbeits- und Kulturraum, attraktiver zu gestalten.

Bei dieser Feststellung blieb es aber nicht. Denn am 1. Dezember 1994 wurde dasPots­damer Forum - Verein für Stadtmarketing gegründet, zu dessen Präsidenten Ingo Balderjahn gewählt. Dem Vorstand gehören als Vizepräsidenten der Oberbürgermeister Potsdams, Dr. Horst Grämlich, und der am­tierende Generaldirektor der Stiftung Preußi­sche Schlösser und Gärten Berlin-Branden­burg, Prof. Dr. Hans-Joachim Giersberg, an. Wir verstehen Stadtmarketing als einen

Die Sitzungstermine des Senats

Die weiteren Sitzungstermine des Senats wurden wie folgt festgelegt:

WS 1994/95 SS 1995

<f& R V > Ä <

18. Sitzung: 09.03.1995*

19. Sitzung: 06.04.1995

20. Sitzung: 27.04.1995

21. Sitzung: 18.05.1995

22. Sitzung: 08.06.1995

23. Sitzung: 29.06.1995

24. Sitzung: 27.07.1995*

25. Sitzung: 07.09.1995

26. Sitzung: 28.09.1995

* Dieser Termin wird nur bei dringendem Bedarf wahrgenommen.

Nicht nur für die Innenstadtentwicklung will sich der unter Leitung Ingo Balderjahns stehende Verein für Stadtmarketing einsetzen. Foto: Rüffert

ganzheitlichen Ansatz, wollen deshalb alle Interessengruppen dieser Stadt zusammen­führen, niemanden ausgrenzen und mit mög­lichst vielen in einen Dialog treten, erläutert Ingo Balderjahn das Anliegen des Vereins, der andenken, initiieren und fördern will, ohne selbst Träger zu sein.

Auch die Universität Potsdam ist Mitglied. Wissenschaft und Forschung seien so we­sentliche Standortfaktoren für Investoren und andere, daß es gelte, ihre Potenzen wesent­lich stärker einzubringen. Diese Auffassung vertreten nicht nur Universitätsangehörige. Die Vizepräsidentin des Einzelhandels­verbandes des Landes Brandenburg e.V. und Mitglied des erweiterten Vereinsvorstandes, Karin Genrich, macht sich darüber Gedan­ken,wie die Universität besser in die Köp­fe der Bevölkerung zu bringen ist. Sie kann sich vorstellen, daß die Alma mater in viel­fältiger Weise in den Schaufenstern der Ge­schäfte präsent ist. Die Galeristin Ute Samt­leben, gleichfalls Mitglied des erweiterten Vorstandes, sieht auf diesem Gebiet ebenso erheblichen Nachholebedarf.

Ingo Balderjahn hofft auf recht bald handhab­bare Ergebnisse. Parallel zur Entwicklung eines Stadtmarketing-Konzeptes durch eine Unternehmensberatung im Auftrag des Am­tes für Wirtschaftsföiderung müsse erkundet werden, auf welchen Feldern Maßnahmen einzuleiten seien. Bei der Befragung der Be­völkerung, die er, wie deren Beteiligung über­haupt, für sehr wichtig erachtet, könnten dann auch Studierende einbezogen werden. Die Geschäftsstelle des Vereins befindet sich im Amt für Wirtschaftsförderung in der Hegelallee 6-8 im Haus 1, Raum 842. Das Büro ist dienstags und donnerstags von 9.00 bis 12.00 Uhr geöffnet und telefonisch unter 0331/2892861 erreichbar. B.E.

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PUTZ 2/95