CAMPUS
Mittelbaus behandelt.
Die LSK ist nach Aussage ihres Vorsitzenden, Prorektor Prot. Dr. Manfred Görtemaker, stark mit dem Komplex Studienordnungen beschäftigt, die in recht unterschiedlicher Qualität vorliegen. Die intensive Diskussion, die dazu in den Fächern und Fakultäten stattfindet, wurde durchgängig als notwendig und als der Integration an der Universität förderlich angesehen. Prof. Görtemaker signalisierte dem Senat darüber hinaus das Interesse der kalifornischen Universität Berkley an einer Kooperation, vor allem im Bereich der Rechtswissenschaft und der Jüdischen Studien. Eingedenk der zunehmenden Kooperationsangebote und ihrer Koordinierung wurde Ernennung eines Auslandsbeauftragten des Senates angeregt.
Das Dauerthema Verkehrsanbindung beanspruchte erneut einen Tagesordnungspunkt. Hier konnte die Dekanin Prof. Dr. Helene Harth berichten, daß es gelungen ist, das Umweltministerium für die Verkehrsprobleme der Universität und der Stadt zu interessieren. Zuversichtlich sei man hinsichtlich eines Sponsors für die Sanierung des Bahnsteiges in Griebnitzsee. Schwieriger sei die Lage bei den Radwegen, wo zwar viele Pläne, aber lange Zeiträume für deren Ausbau (teilweise über die Jahrtausendwende hinaus) existierten. Beginnen soll nach der Frostperiode die Rekultivierung der Lindenallee, was dann Fahrradnutzem zugute käme.
Auf der Sitzung wurden des weiteren wichtige Fragen des Aus- und Aufbaus der Universität behandelt. So unterstrich der Senat mit seinem einstimmigen Votum die Wieder - einrichtung der Diplomstudiengänge Biologie und Informatik und ließ sich von der Dezernentin Sabine Schmid über die Ausbauplanung der Universität bis 1997 unterrichten. 1997 wolle man einen Stand von 90 Prozent erreicht haben, wobei als Grundlage der Strukturplan der Universität gilt.
Die Zustimmung des Senates erhielt der vorliegende Kooperationsvertrag mit dem renommierten Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung, der die Intensivierung der wissenschaftlichen Zusammenarbeit zwischen beiden Institutionen vorsieht. Diesem Ziel sollen die Einrichtung einer Professur in Form einer gemeinsamen Berufung und die gegenseitige Nutzung von Einrichtungen durch Mitarbeiter der Partner dienen.
Der von der Studentin Sabine Mahnert ein- gebrachte Katalog zu Fragen der Sicherheit, insbesondere der Studentinnen, an den verschiedenen Standorten der Universität wurde in Anwesenheit des Dezernenten Dr. Volker Pohl Punkt für Punkt auf seine Machbarkeit überprüft. Hierzu beschloß der Senat, daß mit Energie jene Maßnahmen ergriffen werden sollen, die in die Verantwortung der Universität fallen, die vom Studentenwerk zu lösenden Probleme will man dort dringlich machen. De.
DIE UNIVERSITÄT IN DIE KÖPFE BRINGEN
Ingo Balderjahn zum Präsidenten des „Potsdamer Forum-Verein für Stadtmarketing" gewählt
Die Anziehungskraft der Gärten und Schlösser des 1000jährigen Potsdams scheint unbestritten. Doch diese Stadt hat weit mehr zu bieten. Viele haben sich schon den Kopf darüber zerbrochen, ihr Image zu verbessern. Die Ergebnisse dieser Bemühungen sind jedoch bisher wenig überzeugend. Prof. Dr. Ingo Balderjahn, Inhaber des Lehrstuhls für Betriebswirtschaftslehre mit dem Schwerpunkt Marketing in der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität Potsdam, wagte nun mit Gleichgesinnten einen weiteren Vorstoß.
Anfang Juni 1994 veranstaltete der Wirtschaftswissenschaftler in Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung und der Industrie- und Handelskammer den ersten Stadtmarketing-Workshop Potsdams. Ein relativ großer Expertenkreis aus Wirtschaft, Wissenschaft, Handel und anderen Bereichen wurde eingeladen und diskutierte in den Arbeitskreisen Wirtschaft, Medien, Wissenschaft und Forschung; Innenstadt, Sanierung, Einzelhandel; Tourismus; Stadtentwicklung, Verkehr, Infrastruktur sowie Kultur, Sport und Freizeit. Im Ergebnis des Treffens kristallisierte sich der Standpunkt heraus, daß endlich langfristige Konzepte zu erarbeiten und entsprechende Organisationsstrukturen zu schaffen seien, um die Stadt, insbesondere als Lebens-, Wirtschafts-, Arbeits- und Kulturraum, attraktiver zu gestalten.
Bei dieser Feststellung blieb es aber nicht. Denn am 1. Dezember 1994 wurde das „Potsdamer Forum - Verein für Stadtmarketing“ gegründet, zu dessen Präsidenten Ingo Balderjahn gewählt. Dem Vorstand gehören als Vizepräsidenten der Oberbürgermeister Potsdams, Dr. Horst Grämlich, und der amtierende Generaldirektor der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg, Prof. Dr. Hans-Joachim Giersberg, an. „Wir verstehen Stadtmarketing als einen
Die Sitzungstermine des Senats
Die weiteren Sitzungstermine des Senats wurden wie folgt festgelegt:
WS 1994/95 SS 1995
<f& R V > Ä <
18. Sitzung: 09.03.1995*
19. Sitzung: 06.04.1995
20. Sitzung: 27.04.1995
21. Sitzung: 18.05.1995
22. Sitzung: 08.06.1995
23. Sitzung: 29.06.1995
24. Sitzung: 27.07.1995*
25. Sitzung: 07.09.1995
26. Sitzung: 28.09.1995
* Dieser Termin wird nur bei dringendem Bedarf wahrgenommen.
Nicht nur für die Innenstadtentwicklung will sich der unter Leitung Ingo Balderjahns stehende Verein für Stadtmarketing einsetzen. Foto: Rüffert
ganzheitlichen Ansatz, wollen deshalb alle Interessengruppen dieser Stadt zusammenführen, niemanden ausgrenzen und mit möglichst vielen in einen Dialog treten“, erläutert Ingo Balderjahn das Anliegen des Vereins, der andenken, initiieren und fördern will, ohne selbst Träger zu sein.
Auch die Universität Potsdam ist Mitglied. Wissenschaft und Forschung seien so wesentliche Standortfaktoren für Investoren und andere, daß es gelte, ihre Potenzen wesentlich stärker einzubringen. Diese Auffassung vertreten nicht nur Universitätsangehörige. Die Vizepräsidentin des Einzelhandelsverbandes des Landes Brandenburg e.V. und Mitglied des erweiterten Vereinsvorstandes, Karin Genrich, macht sich darüber Gedanken, „wie die Universität besser in die Köpfe der Bevölkerung zu bringen ist“. Sie kann sich vorstellen, daß die Alma mater in vielfältiger Weise in den Schaufenstern der Geschäfte präsent ist. Die Galeristin Ute Samtleben, gleichfalls Mitglied des erweiterten Vorstandes, sieht auf diesem Gebiet ebenso erheblichen Nachholebedarf.
Ingo Balderjahn hofft auf recht bald handhabbare Ergebnisse. Parallel zur Entwicklung eines Stadtmarketing-Konzeptes durch eine Unternehmensberatung im Auftrag des Amtes für Wirtschaftsföiderung müsse erkundet werden, auf welchen Feldern Maßnahmen einzuleiten seien. Bei der Befragung der Bevölkerung, die er, wie deren Beteiligung überhaupt, für sehr wichtig erachtet, könnten dann auch Studierende einbezogen werden. Die Geschäftsstelle des Vereins befindet sich im Amt für Wirtschaftsförderung in der Hegelallee 6-8 im Haus 1, Raum 842. Das Büro ist dienstags und donnerstags von 9.00 bis 12.00 Uhr geöffnet und telefonisch unter 0331/2892861 erreichbar. B.E.
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PUTZ 2/95