STUDIOSI
WARUM NICHT IN GOLM?
Studenten eröffneten ihr „lesecafe"
Ende vergangenen Jahres kursierten kleine grüne Zettel an der Uni. Aul ihnen war folgender geheimnisvoller Text zu lesen:
„bald.
denn golm
muß nicht weit sein.“
Damit wollten sechs Germanistikstudierende auf ihr Projekt eines gemütlichen Treffpunktes im Uni-Komplex Golm aufmerksam machen. Diese Werbung verhallte nicht ungehört. Denn zur Eröffnung des „lesecafe(s)" war der dafür ausgestaltete kleine Raum im dortigen Haus 13 überfüllt.
Mandy Günsel und Kristin Silcher, beide Lehramtsstudentinnen der Germanistik und Politikwissenschaft im 7. Semester, erzählen, wie es zur Idee des Cafes kam. Sie wohnen übrigens nicht in Golm und engagieren sich dennoch für einen attraktiveren Uni-Komplex:
Im Sommer 1993 stellten sie und ihre Kommilitonen fest, daß es bei ungünstigeren Witterungsbedingungen nicht mehr möglich sein würde, sich gegenseitig Texte im Freien vorzulesen. Man suchte und fand einen Platz, der sowohl zum gemütlichen Sitzen bei Wein,
Kaffee, Tee oder Wasser zu studentenfreundlichen Preisen einlädt, aber auch Lesungen mehr oder weniger bekannter Autoren zuläßt. Die geschmackvoll in Grün und Schwarz gehaltene Einrichtung verbreitet nun die gewünschte Kaffeehaus- und nicht die sonst übliche Kaffeestubenatmosphäre. Bücher und Zeitschriften liegen aus, Fotos von Matthias Schwarz und Olaf Schulz zieren die Wände. Unterstützung bei der Realisierung des Vorhabens gab u.a. der Germanist Prof.
Dr. Joachim Gessinger. Finanziell griff der Studentenrat unter die Arme.
Die erste Lesung gestaltete der Potsdamer Schriftsteller Ulrich Preuß. Annegret Gollin aus Berlin und Christa Kozik sowie Kerstin Leitmeyer freuten sich ebenso über das ihnen entgegengebrachte Interesse. Die Initiatoren des „lesecafe(s)" sind für weitere Ideen und Vorschläge offen. Derzeit kann man sich montags und donnerstags jeweils ab 10.00 Uhr dort einfinden. B.E.
Durch die Initiative von Studierenden ist der Uni-Komplex in Golm um eine Attraktion reicher. Montags und donnerstags lädt das „lesecafe" zum Ausruhen und Schwatzen ein. Foto: Tribukeit
In Potsdam
102*6 MHz
Frankfurt/0 101 ,5 MHz Cottbus 103 ,2 MHz Pinnow I03»l mhz Angermünde 100,1 mhz Berlin 102,6 mhz Berlin
im Kabelnetz 91,7 mhz
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PUTZ 2/95