Wirkungen von Proteinen mit nativen Schadstoffen. Gleichzeitig fungierte er als Beauftragter der Universität Potsdam für den Studiengang „Ernährungswissenschaft“. Als weitere Arbeitsgebiete des Lebensmittelchemikers sind zu nennen: Proteingewinnung aus pflanzlichen Rohstoffen für die Human - ernährung, Entwicklung und Anwendung von Methoden zur Charakterisierung von Lebensmittelbestandteilen mit funktionellen Eigenschaften sowie Einsatz von Membrantrennverfahren als Trenn- und Reinigungs- techniken zur Gewinnung und Behandlung von Lebensmittelroh- und -Zusatzstoffen. Prof. Kroll kann auf ca. 60 wissenschaftliche Publikationen sowie 40 Patente als Ergebnisse seiner Forschungstätigkeit verweisen.
Mit einer Professur für Stochastik II im Institut für Mathematik der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät ist Prof.
Dr. habil. Henning Läuter betraut. Er wurde 1944 geboren und studierte von 1963 bis 1968 Mathematik an der Humboldt-Universität zu Berlin. Anschließend begann er eine Aspirantur am Karl-Weierstraß-Institut für Mathematik. Die Promotion erfolgte 1970 an der Humboldt- Universität zu Berlin mit einem Thema zur „Vorhersage und Schätzung bei stochastischen Prozessen mit linearem Regressions- anteil". Während eines einjährigen Aufenthaltes 1971/72 im Steklow-Institut Moskau erhielt er wesentliche Impulse für seine weitere Forschungsarbeit. Im Jahre 1976 habilitierte sich der Mathematiker mit einer Arbeit zum Thema „Schätzung und Tests in eingeschränkten linearen Modellen“. Der Schwerpunkt seiner Forschungen verlagerte sich auf das Gebiet der Multivariaten Statistik. Seit 1985 standen nichtlineare Modelle und nichtlineare Schätzungen im Mittelpunkt der Forschungstätigkeit. Seit 1985 ist Henning Läuter Mitherausgeber der Zeitschrift „Compu- tational Statistics“ und seit 1987 der Zeitschrift „Statistics“. Von 1975 bis 1991 war er wissenschaftlicher Leiter der Abteilung Statistik im Karl-Weierstraß-Institut für Mathematik in Berlin. Seit 1992 leitet der Wissenschaftler das Projekt Statistik, das antragsgemäß an der Universität Potsdam im Rahmen des Wissenschaftler-Integrations-Programms gefördert wird. Prof. Läuter ist Verfasser zahlreicher Publikationen.
Eine Professur für das Gebiet Allgemeine Pädagogik mit dem Schwerpunkt Erzie- hungs- und Sozialisationstheorie im Institut für Pädagogik der Philosophischen Fakultät
PUTZ 2/95
II bekleidet Prof.
Dr. Hans Oswald
1935 in Frefburg geboren, studierte er Germanistik, Geschichte und Politische Wissenschaft in München und Freiburg. Das Erste und Zweite Staatsexamen legte er 1960 bzw.
1962 ab. Dem schlossen sich die Mitarbeit an einem Forschungsauftrag des Bundesmini- steriums für Wohnungswesen und Städtebau, die Lehrtätigkeit als Studienassessor am Kepler-Gymnasium in Freiburg, Assistenzen am Institut für Politische Wissenschaften und für Soziologie der Universität Freiburg sowie Lehrtätigkeit an dieser Universität an. 1965 promovierte der Wissenschaftler mit einer soziologischen Arbeit zum Thema „Gemeinde und Nachbarschaft in der überlokal orientierten Gesellschaft“. Von 1973 bis 1994 war Hans Oswald als Professor im Fachbereich Erziehungs- und Unterrichtswissenschaften an der Freien Universität Berlin tätig. Ende der 70er Jahre führten ihn Forschungsauf
enthalte nach England und in die USA. Mit der Leitung des Forschungsprojektes „Alltag der Schulkinder" am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung Berlin war er von 1979 bis 1990 betraut. Verschiedene Forschungsprojekte leitete er seit Mitte der 80er Jahre, beispielsweise zur Wirkung von Kabelfernsehen auf die Famile, zur Entwicklung der Interaktionsfähigkeit, zur Versorgung alter Menschen oder zum Sexualverhalten Jugendlicher unter der Bedrohung von AIDS. Bis heute steht das Forschungsprojekt „Direkte und indirekte Einflüsse der Familie auf Gleichaltrigenbeziehungen in der mittleren Kindheit in West- und Ost-Berlin“ am Max-Planck- Institut für Bildungsforschung gemeinsam mit einem anderen Wissenschaftler unter seiner Leitung. Prof. Oswald ist Mitglied u.a. in der Deutschen Gesellschaft für Soziologie, in der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft, in der American Socio- logical Association sowie im Beirat des Institutes für zeitgeschichtliche Jugendforschung in Berlin. Zu den Forschungsschwerpunkten des Wissenschaftlers zählen die Jugendthematik und die mittlere Kindheit. Seine Forschungsresultate veröffentlichte Prof. Oswald in zahlreichen Publikationen.
GIERSBERG NEUER HONORARPROFESSOR
Ein freudiges Ereignis stellte die Überreichung der Urkunde an den neuen Honorarprofessor der Universität, Dr. Hans-Joachim Giersberg (rechts), dar. Der amtierende Generaldirektor der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg wird im Rahmen der Philosophischen Fakultät I (und hier besonders des Historischen Instituts) Veranstaltungen zur Kunstgeschichte Brandenburg-Preußens anbieten. Einem entsprechenden Antrag des Senates hatte der Minister für Wissenschaft, Forschung und Kultur, Steffen Reiche, seine Zustimmung erteilt. Studierende der Potsdamer Universität erhalten dadurch künftig die Chance, von einem ausgewiesenen Fachmann Genaueres über die Architektur und Kunstgeschichte Brandenburg-Preußens - und somit über die sie umgebende Re0on - zu erfahren. Fungierte doch Hans- Joachim Giersberg seit 1978 als Direktor der Schlösser und seit 1991 (bis Ende 1994) als amtierender Generaldirektor der Stiftung Schlösser und Gärten Potsdam-Sanssouci. Der vor allem an der Architektur des 18. und 19. Jahrhunderts in Berlin und Potsdam Interessierte studierte Kunstgeschichte, Geschichte und Völkerkunde an der Berliner Humboldt-Universität und promovierte 1975 mit einer Arbeit „Zur Rolle Friedrichs II. von Preußen als Bauherr und Baumeister“. Die Mitarbeit in diversen Fachgremien der Denkmalpflege und des Museumswesens sowie zahlreiche Veröffentlichungen zur Kunst- und Kulturgeschichte Potsdams charakterisieren Hans-Joachim Giersberg ebenso wie seine Mitgliedschaft in der Re0erungskommission zur Rückführung der Kunstschätze aus Rußland als ausgewiesenen Fachmann. Vor diesem Hintergrund brachten die Prorektoren Prof. Dr. Gerhard Kempter und Prof. Dr. Manfred Görtemaker (v.l.n.r.) bei der Überreichung der Urkunde ihre Freude ob des neuen „Kollegen “ zum Ausdruck.
Hg./Foto: Tribukeit
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