PERSONALIA
Einen Ruf nach Potsdam haben abgelehnt:
Prof. Dr. Michael Frese, Justus-Liebig-Uni- versität Gießen, auf eine C4-Professur für Ar- beits-, Betriebs- und Organisationspsychologie im Institut für Psychologie der Philosophischen Fakultät II.
Prof. Dr. Rolf-Peter Horstmann, Ludwig- Maximilians-Universität München, auf eine C4-Professur für Geschichte der Philosophie im Institut für Philosophie der Philosophischen Fakultät I.
Prof. Dr. Ulrike Petermann, Universität Bremen, auf eine C4-Professur für Pädagogische Soziologie mit dem Schwerpunkt schulische und außerschulische Sozialisationsprozesse im Kindes- und Jugendalter im Institut für Pädagogik der Philosophischen Fakultät II.
DER „WAHLFAHRPLAN"
An der Universität steht noch in diesem Jahr die Wahl eines neuen Rektorates - also des Rektors und seiner drei Prorektoren - an. Der Wahlausschuß hat nun folgenden „Fahrplan" dafür erarbeitet:
Am 3. April wird die Wahlbekanntmachung zu den Wahlen des Rektors und der Prorektoren erfolgen. Danach können bis zum 7. Juni, 12 Uhr, Wahlvorschläge zur Wahl des Rektors eingereicht werden. Der Termin für die Wahl des Rektors (1. und gegebenenfalls 2. Wahlgang) ist schließlich für den 15. Juni (Konzilssitzung) vorgesehen; falls ein 3. Wahlgang erforderlich sein sollte, könnte dieser dann am 6. Juli (Konzilssitzung) durchgeführt werden.
Auf der Sitzung des Wahlausschusses am 15. Juni sollen ferner in Abhängigkeit vom Ausgang der Wahl des Rektors die weiteren Termine für die Wahl der Prorektoren bestimmt werden.
Der Wahlausschuß hat darüber hinaus folgende Beschlüsse zu den diesjährigen Gremien wählen der Studierenden gefaßt: Termin für die Wahlen zum Konzil, Senat und zu den Fakultätsräten (Gruppe der Studenten) ist der 13. bis 15. Juni.
Dabei wird ein „fahrendes" Wahllokal an alle Standorte der Universität kommen, so daß die Studierenden, unabhängig vom Standort ihrer Fakultät, überall wählen können. Dieses fahrende Wahllokal soll am 13. Juni in Babelsberg, am 14. Juni in Golm und am 15. Juni Am Neuen Palais sein.
Um die Wahlbeteiligung unter den Studenten durch eine individuelle Information zu erhöhen und den Organisationsaufwand an den Wahltagen zu minimieren, erhalten alle Studierenden mit den Rückmeldeunterlagen Briefwahlanträge ausgehändigt, mit denen sie die Wahlunterlagen anfordern können.
mt.
WAHLAUFRUF
Im Vorgriff auf eine in der Grundordnung zu regelnde Festlegung werden zu Beginn des Sommersemesters 1995 Wahlen der ehrenamtlichen Gleichstellungsbeauftragten stattfinden.
Diese wird von den weiblichen Mitgliedern aller Gruppen in einer Frauenvollversammlung ihrer Struktureinheit in geheimer Wahl nach dem Prinzip der Personenwahl gewählt. Gewählt ist, wer die meisten Stimmen auf sich vereint. Bei Stimmengleichheit entscheidet das Los. Die Zweitplazierte nimmt die Funktion der Stellvertretern! wahr. Wahlberechtigt sind alle weiblichen Mitglieder der Universität Potsdam nach Artikel 3 in Verbindung mit Artikel 6 Absatz 1 der VGO. Wählbar sind alle weiblichen Mitglieder der Universität Potsdam nach Artikel 3 Absatz 1 VGO, also Professorinnen, wissenschaftliche und nichtwissenschaftliche Mitarbeiterinnen sowie Studentinnen.
Der Rektor bittet die Wahlberechtigten, bis spätestens 24. März 1995 schriftliche Wahlvorschläge bei der Gleichstellungsbeauftragten abzugeben (Universitätskomplex 1,
Am Neuen Palais 10, Gebäude 11, Raum 231).
Der Wahlvorschlag muß den Namen, Vornamen und ggf. die Dienststellung enthalten, ferner die Anschrift (Dienstanschrift / bei Studentinnen Semesteranschrift, erstes Studienfach und Matrikelnummer) und die persönliche Unterschrift der Kandidatin aufweisen.
Die Wahlvorschläge werden von der Gleichstellungsbeauftragten auf die Erfüllung der formalen Voraussetzungen geprüft. Spätestens am 14. Tag vor dem Wahltermin werden die als gültig anerkannten Wahlvorschläge universitätsöffentlich in den jeweiligen Struktureinheiten bekanntgegeben. Die Wahltage bzw. die Frauenvollversammlung finden zu noch zu bestimmenden Zeitpunkten jeweils in den Fakultäten, der Verwaltung und der Bibliothek statt. Die Termine werden spätestens zu Beginn des Sommersemesters 1995 bekanntgegeben.
Die erzielten Stimmenzahlen für die einzelnen Wahlvorschläge werden sofort nach Auszählung in der Frauenvollversammlung bekanntgegeben. Das Wahlergebnis wird in Form einer Wahlniederschrift öffentlich bekanntgemacht. Die Amtszeit der ehrenamtlichen Gleichstellungsbeauftragten beginnt mit dem Zeitpunkt der Bestellung durch das jeweils örtlich zuständige Leitungsgremium, also den Fakultätsrat bzw. Senat, und endet am 30. September 1997. P.B.
BIICHTPS
Statistisches Jahrbuch für Brandenburg
Im Statistischen Jahrbuch 1994 findet der Nutzer auf mehr als 500 Seiten Daten aus allen Bereichen der amtlichen Statistik, vornehmlich aus dem Jahr 1993. Das Spektrum reicht u.a. von geographischen und meteorologischen Daten Brandenburgs über Angaben zur Bevölkerung, Wahlergebnisse, Wirtschafts- und Landwirtschaftsdaten bis zur Entwicklung von Preisen, Löhnen und Gehältern. Im Anhang sind ausgewählte Ländervergleichszahlen dargestellt. Um eine breite Vielfalt an Daten anbieten zu können, hat das Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik Brandenburg (LDV) auch auf die Angaben anderer Institutionen wie des Landesforstamtes Brandenburg, des Landessportbundes oder der Universität Potsdam zurückgegriffen. mt.
Das Statistische Jahrbuch kostet 25 DM und ist beim Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik Brandenburg, Dortustraße 46 in 14467 Potsdam erhältlich. Bestellungen können auch unter der Telefaxnummer 0331/394 18 an das LDS gerichtet werden.
Besondere
Fontane-Blätter
Als im letzten Jahr die Ausgabe 58 der Fontane-Blätter vorgestellt wurde, gab es Besonderes zu vermelden. Erstmals war die Halbjahresschrift als Gemeinschaftsausgabe des 1935 entstandenen Fontane-Archivs und der 1990 gegründeten gleichnamigen Gesellschaft erschienen. Die „Blätter“ selbst können in diesem Jahr auf ihr dreißigjähriges Bestehen zurückblicken, Jahrzehnte, in denen sie für Forscher und Liebhaber des Dichters zu einer unentbehrlichen Quelle wurden. Aufgrund ihres großen Autoren- und Leserkreises in mehr als zwanzig Ländern erschien es den Herausgebern sinnvoll, die Zeitschrift auch als Organ der Fontane-Gesellschaft zu nutzen.
Das Heft 58 enthält neben einem Geleitwort der Herausgeber und diversen Informationen ausschließlich die 17 Vorträge, die 1993 auf dem Potsdamer Symposium zu den „mittleren Jahren“ Fontanes gehalten wurden. Insofern handelt es sich um eine Art Sonderheft. Künftige Ausgaben sollen wieder unterschiedlichen Themen und Darstellungsformen Vorbehalten sein.
Das dreißigste bis sechzigste Lebensjahr Fontanes war „im ganzen genommen eine Perode beruflichen und gesellschaftlichen Aufstiegs". Peter Wruck als einer der Autoren führt weiter aus, daß „der mittlere Fontane als Forschungsgegenstand etabliert ist“, aber eine Reihe von Fragen offen sind.
Seite 27
PUTZ 2/95