USV-TEAM JETZT IN DER REGIONALLIGA NORD
Potsdamer Hochschul-Mannschaft auf sicherem Tabellenplatz
Die Hochschule kann mit Recht stolz sein auf „ihr“ USV-Volleyballteam. Die Mannschaft, im Vorjahr souveräner brandenburgischer Männermeister, stieg mit Beginn der Saison (Anfang Oktober) in die Regionalliga Nord auf. Die Chance dazu gab es 1991 schon einmal. Damals hatte man Bedenken. Die logische Konsequenz: Verzicht auf den Aufstieg. Nun jedoch fühlen sich Spieler und Trainer der Aufgabe gewachsen.
derte Prof. Dr. Julius H. Schoeps, der Direktor des Moses-Mendelssohn-Zentrums und Lehrstuhlinhaber am Historischen Institut. Dies blieb unwidersprochen. Es sei angesichts dringender Hilferufe nach Unterstützung bei der Sicherung noch vorhandenen osteuropäischen Kulturgutes unabdingbar, sich hier persönlich einzubringen, wie auch die Bundesregierung angesprochen sei. Und auf ein Zweites machte Schoeps aufmerksam: „Die jüdische Kultur ist Teil der europäischen. Als solche muß sie dargestellt und bewußt gemacht werden." De.
DAS BALLHAUS
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Foto: Jauk
Die Grundidee des Stückes „Das Ballhaus“ von Steffen Mensching lieferte Ettore Scolas Film „Le Bai“, in dem die französische Historie den Hintergrund des Geschehens bildet. Theater ohne Worte herrscht auch in Men- schings Szenen vor. Ein Ballhaus wird zum Ort für Geschichten und Geschichte. Der Autor läßt sechs Jahrzehnte - die Zeit der Weimarer Republik, des Faschismus, des Neubeginns, der DDR und ihres Zusammenbruchs - Revue passieren. Frauen und Männer, fast das gesamte Schauspielerensemble des Hans Otto Theaters ist einbezogen, erzählen durch Blicke, Gesten, Bewegungen und durch Tanz von ihren Sorgen, Hoffnungen, Enttäuschungen, Sehnsüchten. So spielen und tanzen auch Sabine Arnhold und Matthias Günther. „Das Ballhaus“ unter der Regie von Günter Rüger ist im Theaterhaus Am Alten Markt zu sehen. Es hatte Mitte Februar 1995 Premiere. Weitere Aufführungen folgen am 24. Februar um 19.30 Uhr und am 26. Februar um 15.00 Uhr. Kartenvor- bestellungen sind unter 0331/280 06 93 möglich. Theaterkarten kann der Interessierte in der Potsdam-Information, Brandenburger Straße 18, Telefon 0331/29 30 38, und an den Berliner Theaterkassen erwerben. na.
Jürgen Rabe betreut die Mannschaft seit 1988. Seine eigenen sportlichen Erfolge erzielte er früher in der Leichtathletik. Als Dreispringer erkämpfte sich der heute 44jährige immerhin dreimal den Junioren-Meistertitel der DDR. Den Weg zum Volleyball fand er erst durch die Tätigkeit an der damaligen Pädagogischen Hochschule, eine der Vorgängereinrichtungen der Universität Potsdam. Der Uni-Sportlehrer trainierte zunächst zehn Jahre lang die Frauen der HSG PH Potsdam (DDR-Liga), bevor ihm die Männerauswahl anvertraut wurde. Die kontinuierliche Entwicklung der Mannschaft kommt nicht von ungefähr. Neben dem zweimal wöchentlich zu absolvierenden harten Training wurde sie durch einen anderen Umstand begünstigt: Seit gut fünf Jahren spielt der Stamm der Truppe zusammen. Wichtige Spieler blieben auch nach Beendigung des Studiums in der Region und hielten dem Team die Treue. Bereits von Anfang an dabei sind der Kapitän und Zuspieler Ulf Gorgas (Sportstudent), Außenangreifer Kai Becker (Sportstudent, vom SC Traktor Schwerin kommend), Mittelblocker Volker Kubowicz (Sportstudent) und Nebenzuspieler Dr. Thomas Brademann (Mathematik- und Physiklehrer, promovierter Psychologe). Zwei Jahre später stießen Mittelblocker Jens Fischer und Außenangreifer Rene Prudlo (beides Sportstudenten) zum Stammsechser. Prudlo ist heute übrigens nicht mehr dabei. In der Folgezeit kamen Thomas Waßmuth (Jurastudent) sowie Andreas Jurisch (Jurastudent mit Erfahrungen beim TSC Berlin, Post Telekom Berlin und in
der DW-Juniorenauswahl) und Mittelblocker Jörg Weber (an der DHFK ausgebildet und Einsätze in der Regionalliga Ost aufweisend) hinzu. Jürgen Rabe weiß um die Stärken und Schwächen „seiner“ Männer. „Unser Ziel ist der Klassenerhalt", verrät er. Und das scheint durchaus realistisch. Gegenwärtig nimmt die Mannschaft unter insgesamt 10 Konkurrenten einen sicheren mittleren Tabellenplatz ein - mit einem Punktestand von 10:16. Keine schlechte Ausgangsbasis also! Noch kein Spiel wurde mit 0:3 verloren. Auch gegen Spitzenreiter USC Magdeburg unterlag man im Hinspiel nur knapp 3:2, wobei der letzte Satz 15:13 endete.
Dabei begann die Saison für den USV gleich mit zwei Hiobsbotschaften. Volker Kubowicz mußte aus beruflichen Gründen zurücktreten und Volker Knedel, ein Neuling, erlitt eine schwierige-und langwierige Verletzung.
Ein Handicap in dieser Spielzeit ist folglich die dünne Spielerdecke. Rabe stehen derzeit lediglich sieben Spieler zur Verfügung. „Da darf nichts mehr passieren“, so der Volleyballenthusiast. Seine Hoffnungen setzt er auch auf zwei Neuzugänge: Guido Handrick von der WSG Waldstadt und Erik Heidemann aus dem Bundesligisten Moerser SV.
Die Saison endet am 18. März. Wer die Mannschaft durch Beifall und Anfeuerungsrufe gern unterstützen möchte, hat dazu bald Gelegenheit. Das nächste Heimspiel findet am 4. März um 15.00 Uhr in der Sporthalle Golm statt. Der Gegner ist diesmal der sich auf dem zweiten Tabellenplatz befindende VfK Südwest Berlin. P.G.
Kürzlich spielte das USV-Team in der Golmer Sporthalle gegen Bundesligaabsteiger MTV Mariendorf. Das Match verloren die Potsdamer knapp mit 2:3. Foto: Tribukeit
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PUTZ 2/95