Heft 
(1.1.2019) 03
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CAMPUS

AUS DEM SENAT BERICHTET

In seiner 17. Sitzung am 2. Februar dieses Jahres beschäftigte sich der Senat zunächst mit einem seitens des Ministeriums für Wis­senschaft, Forschung und Kultur (MWFK) zurückgereichten Berufungsvorschlag zur Besetzung der C3-Professur Psycho-/Neu- rolinguistik: Sprachverarbeitung. Als Be­gründung wurde durch das MWFK der noch nicht genehmigte Studiengang Allge­meine Sprachwissenschaft genannt.Bei dieser Gelegenheit bat das MWFK ferner darum, bei allen künftigen Berufungsvor­schlägen neben dem Datum der Genehmi­gung des Studiengangs die Übereinstim­mung mit den Empfehlungen des Wissen­schaftsrates, der Brandenburgischen Lan­deskommission, demEckwertepapier und der jeweiligen Strukturkommission mit­geteilt zu bekommen.

Der Senat formulierte massiven Protestge­gen diese Art der Gängelung und beauf­tragte das Rektorat der Universität mit einer Beantwortung des Schreibens, aus dem die Verwunderung ob einer Abgleichung zu Datentatbeständen, die im MWFK gegen­wärtig seien, hervorgehen sollte. Daneben gab es eine erhebliche Irritation der Senats­mitglieder in Anbetracht des Wunsches, bei künftigen Berufungsvorschlägen die Über­einstimmung mitdem Eckwertepapier" mitgeteilt zu bekommen: Schließlich wäre dieses Papier der Universität zu keinem Zeitpunkt offiziell zugestellt worden und außerdem in einem Schreiben des früheren Wissenschaftsministers Hinrich Enderlein als Papier mit einer eingeschränkten Zweckbestimmung, das bereits in vielen Punkten nicht mehr aktuell wäre und inso­fern auch keine Grundlage für die weitere Hochschulentwicklung im Land Branden­burg darstellen würde, bezeichnet worden. Im Anschluß daran berichtete der Rektor der Universität, Prof, Dr. Rolf Mitzner, dem Senat von der geplatzten Unterzeichnung des neuen Mietvertrages mit der Preußi­schen Stiftung Schlösser und Gärten Berlin- Brandenburg. Angesetzt für den 17. Januar dieses Jahres, habe das MWFK die Unter­zeichnung kurzfristig abgesagt,da angeb­lich keine Genehmigung Vorgelegen hätte". Der Rektor wies vor dem Senat darauf hin, daß Vertreter des Ministeriums in jeder der die Vertragsunterzeichnung vorbereitenden Sitzungen präsent gewesen seien und mit abgestimmt hätten. Vor diesem Hinter­grund war der Vertrag keineswegs dilettan­tisch, wie von dem Pressesprecher des Ministeriums verlautete, sondern nach über zwei Jahren der Planung gut durchdacht und ratsam, erklärte Mitzner. Die Unter­zeichnung jedenfalls sei nunin den näch­sten Wochen geplant. (Bis zum Redakti­onsschluß der PUTZ am 17.3.95 war vom

MWFK kein neuer Termin zu erfahren - Anm. d. Red.)

Der Rektor berichtete dem Gremium weiter, daß der erste Forschungsbericht der Uni­versität für die Jahre 1991-93 auf einer Pres­sekonferenz der Öffentlichkeit vorgestellt worden sei. Deutlich abzulesen wären in dem Bencht die geschärften fachlichen Profile der Hochschule sowie die tatsäch­lich praktizierte Interdisziplinarität. Insge­samt wurden zwischen 1991 und 1993 je­denfalls 463 Projekte durchgeführt, z.T. mit Haushaltsmitteln, z.T. mit Drittmitteln und mitunter durch eine Mischfinanzierung. Am erfolgreichsten in der Drittmitteleinwer­bung erwiesen sich in dem vom For­schungsbericht berücksichtigten Zeitraum die Geographen mit drei Millionen DM.

Im Anschluß dieser Mitteilungen beschloß der Senat die personelle Zusammenset­zung der Ständigen Kommission für Frauen­forschung, die geänderte Zusammenset­zung der Kommission für Lehre und Studi­um sowie die der Ständigen Kommission für Lehre und Studium. Die Anbindung von drei Mitgliedern der Forschungsgruppe Wissenschaftskulturen im Kommunika­tionsprozeß (20. Jh.) an das Institut für Phi­losophie wurde zur weiteren Beschlußvor­bereitung an das Rektorat und die EPK ge­geben, der Beschluß über eine Regelung von Zwei-Drittel-Stellen neu eingestellter wissenschaftlicher Mitarbeiter zur weiteren Beratung ebenfalls in die EPK gegeben. Beschlossen wurde eine Konzeption zur Pflege und Förderung kultureller Aktivitäten an der Universität als deren Grundlage. Der Senat empfahl, eine Titulierung für diesen Bereich vorzunehmen und geht davon aus, daß alle möglichen Finanzierungsquellen zusätzlich erschlossen werden. Er geht fer­ner davon aus, daß der finanzielle Rahmen für 1995 abgedeckt wird (u.a. durch Refi­nanzierungen dank der Eintrittserlöse). Der Kanzler teilte mit, daß es für 1996 im Haus­halt wohl erstmals einen eigenen Titel für Veranstaltungen geben werde, Die Konzep­tion wird noch weiter ausgearbeitet werden. Der Senat stimmte der Empfehlung der LSK zu, einen Senatsbeauftragten für Internatio­nale Beziehungen einzusetzen. Er soll ge­meinsam mit den leitenden Mitarbeitern des Akademischen Auslandsamtes und Vertretern aus allen Fakultäten zur Abstim­mung der internationalen Beziehungen der Universität tätig werden. Die Fäkultäten soll­ten gebeten werden, je einen Vertreter zu entsenden. Die von den Fakultäten Benann­ten wiederum hätten dann den Auftrag, dem Senat einen Personalvorschlag für die Bestellung eines Beauftragten für Internatio­nale Beziehungen zu unterbreiten. Vorgese­hen ist, daß der Senatsbeauftragte einer

noch zu bestimmenden Kommission vorste­hen wird.

Außerdem nahm der Senat den Entwurf des Haushaltsplanes für das Jahr 1996 zur Kenntnis. Er beschloß die Haushaltsan­meldungen für Professuren für das Jahr 1996 (Mathematisch-Naturwissenschaftli­che Fakultät: 7 C4 und 2 C3; Philosophische Fakultät I: 4 C4 und 1 C3; Philosophische Fakultät II: 2 C4 und 3 C3; Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät: 3 C4 und 1 C3;) und die Stellenanmeldung für das Haushaltsjahr 1996 (4 C4 und 1 C3). Zu ei­ner ersten Kampfabstimmung im Senat kam es dann bei der Aufstellung der Priontäten- liste der Professuren für 1995. Der Senat entschied dabei mit sieben Ja- und drei Nein-Stimmen, daß die C4-Professur Geo­physik der Mathematisch-Naturwissen­schaftlichen Fakultät einer C4-Professur Verwaltungswissenschaft der Wirtschafts­und Sozialwissenschaftlichen Fakultät in der Anmeldung vorgezogen werden sollte. Darüber hinaus bestätigte das Gremium die gewählten geschäftsführenden Direkto­ren der Institute der Mathematisch-Natur­wissenschaftlichen Fakultät, der Philosophi­schen Fakultät I sowie der Philosophischen Fakultät II und nahm eine Regelung zur Ver­gabe der Ehrendoktorwürde in der Promo­tionsordnung der Mathematisch-Naturwis­senschaftlichen Fakultät an. Hg.

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PUTZ 3/95