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(1.1.2019) 08
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NEU ERNANNTE PROFESSOREN

An der Universität Potsdam herrscht nach wie vor eine rege Aufbauphase. Zeichen dafür sind nicht nur viele Baugerüste, sondern u. a. auch die während der letz­ten Monate sehr zahlreich ernannten Professoren. Sie alle an dieser Stelle vor­zustellen, würde den Umfang derPUTZ sprengen. Wir bitten unsere Leserinnen und Leser daher um Verständnis dafür, daß in jeder Ausgabe lediglich mit sechs Professoren bekannt gemacht wird - und zwar entsprechend der Chronologie ih­res Emennungsdatums (zusammenge­stellt von Dr. Barbara Eckardt).

Eine Professur für Ostslavische Literaturen und Kulturen im In­stitut für Slavr- stik der Philoso­phischen Fakul­tät I übernahm Prof. Dr. habil. Norbert P Hranz. Er wurde 1951 in Mainz/Rhein geboren und studierte von 1970 bis 1979 Slavistik, Romanistik, Germa­nistik und Geschichte an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. 1979 schloß er das Studium mit der Promotion zum ThemaGroteske Strukturen in der Prosa Zamjatins ab. Mitte der 70er Jahre führten ihn Studienaufenthalte nach Rom an die Universitä degli studi (Sapienza) und an das Instituto Papale degli studi orientali. Mit der ArbeitDer russisch-sowjetische Krimi 1953 -1983 habilitierte sich der Wis­senschaftler 1986 an der Mainzer Universi­tät, wo er von 1979 bis 1987 als wissen­schaftlicher Mitarbeiter am Institut für Sla­vistik tätig war. Dem schlossen sich bis April 1994 eine Referentenzeit an der Bi­schöflichen Studienförderung Cusanus- werk - zuletzt war er dort stellvertretender Leiter - und von 1994 bis 1995 eine Profes­sur für Ostslavische Literaturen an der Humboldt-Universität zu Berlin an. Zu den Forschungsschwerpunkten von Norbert Franz gehören die neuere und neueste rus­sische Literatur, die Mediävistik der slavia orthodoxa, die Kultursemiotik, Theater, Wissenschaftstheorie und -geschichte.

Für das Gebiet Algebra II im Institut für Mathematik der Mathematisch-Naturwis­senschaftlichen Fakultät wurde Prof. Dr. habil. Joachim Gräter ernannt. Der 1956 in Neumünster Geborene studierte von 1975 bis 1979 Mathematik und Physik an der

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Technischen U niversität Braunschweig. Das Studium beendete er mit einem Diplom. Bis zu seiner Ernennung auf eine Professur an die Univer­sität Potsdam 1995 arbeitete er an dieser Hochschule. So promovierte er schon 1980 in Braun­schweig mit der ArbeitBeiträge zur Theo­rie der Mams-Bewertungen. Seine Habili­tationLokalinvariante Bewertungen be­endete der Wissenschaftler vier Jahre spä­ter, Von 1980 bis 1983 war er als wissen­schaftlicher Assistent, anschließend bis 1990 als Hochschulassistent am dortigen Institut für Algebra und Zahlentheorie und von 1990 bis 1995 am Institut für Analysis als Hochschuldozent tätig. Bereits 1989 verlieh man ihm den TitelAußerplanmäßiger Pro­fessor . Gastprofessuren und Forschungs­aufenthalte führten ihn an die University of Alberta, Edmonton/Kanada und an die University of California at San Diego/USA.

Zur Professorin für das Gebiet Didaktik der deutschen Lite­ratur im Institut für Germanistik der Philosophi­schen Fakultät I wurde Prof. Dr. habil. Elke Liebs berufen. Die 1942 in Ber­lin Geborene studierte von 1962 bis 1968 an den Universitäten Tübin­gen (inklusive Leibniz-Kolleg), Heidelberg und Stuttgart Germanistik, Anglistik, Theo­logie und Psychologie, unterbrochen durch eine Ausbildung an der Fachschule für Bi­bliothekswesen Stuttgart, welche sie als Diplom-Bibliothekarin äbschloß. Mit einer Arbeit zum Thema Weltliteratur in deut­schen Jugendbearbeitungen. Studie zur Rezeption des Robinson Crusoe in Deutschland, mit besonderer Berücksich­tigung der Aufklärung" promovierte sie 1975 in Stuttgart. Als weitere Stationen des wissenschaftlichen Werdegangs von Elke Liebs schlossen sich an: 1976 wissen­schaftliche Assistentin an der Pädagogi­schen Hochschule Westfalen/Lippe und von 1977 bis 1980 die Ausbildung als Gesprächspsychotherapeutin mit an­schließender zwölfjähriger Praxis. An der Universität Münster habilitierte sich die Wissenschaftlerin 1984 mit der Schrift Kindheit und Tod - Studien zur Entstehung

der 'Figuration End' und ihrer literarischen Phänomenologie am Beispiel des Ratten­fängers von Hameln. In den 80er Jahren führten sie Lehraufträge an die Universität Osnabrück sowie an die Universität-Ge­samthochschule Essen. Sie weilte mit Gast­professuren an der Universität Frankfurt/ Main und der University of Florida, Gaines- ville/USA, sowie mit Lehrstuhlvertretungen an der Universität Osnabrück und der Uni­versität-Gesamthochschule Essen. Die Professonn ist weiterhin seit 1989 Füll Pro­fessor der University of Oregon, Eugene/ USA, und dort Head of Department (German) seit 1990. Zu ihren Forschungs­schwerpunkten zählen die Allgemeine Sprachwissenschaft mit dem Schwerpunkt 19. Jahrhundert, Kulturgeschichte der Kind­heit, Motivforschung, Literatur von Frauen und Literatur für Kinder und Jugendliche sowie Literatur und Psychoanalyse.

Eine Professur für Arbeits-, Be­triebs- und Or- ganisationspsy- chologie nimmt Prof. Dr. habil.

Anna-Marie Metz im Institut für Psychologie der Philosophi­schen Fakultät II wahr. 1940 in Sondershausen/Thüringen geboren, stu­dierte sie Psychologie an der Humboldt- Universität zu Berlin von 1958 bis 1963. An dieser Einrichtung promovierte sie 1968 zum ThemaÄnderungen der myoelektri- schen Aktivität während eines sensomo- torischen Lernprozesses. Dem schloß sich eine einjährige Tätigkeit als wissen­schaftliche Mitarbeiterin am Wissenschaft- lich-Tfechnischen Zentrum für Arbeitsschutz beim Ministerium für Bauwesen an. Wis­senschaftliche Mitarbeiterin bzw. Arbeits­gruppenleiterin am Zentralinstitut für Ar­beitsmedizin in Berlin war die Wissen­schaftlerin in den Jahren von 1970 bis 1991. An der Technischen Universität Dresden habilitierte sich Anna-Marie Metz 1983 mit einer Arbeit überBelastende physikali­sche Bedingungen der Arbeitsumgebung und neuropsychische Beanspruchungen - Zur Wirkung niederfrequenter mechani­scher Ganzkörperschwingungen auf Lei- stungsverhaiten und Erleben". Ihre Beru­fung zur Honorardozentin für Arbeitshy- giene/Arbeitspsychologie an der Akade­mie für Ärztliche Fortbildung erfolgte 1987. Weiterhin arbeitete sie von 1991 bis 1993 als Abteilungsleiterin Psychologie am Zen­trum für Arbeits- und Umweltmedizm Ber­lin e.V und 1994 als wissenschaftliche Mit­arbeiterin an der Technischen Universität Berlin im Institut für Psychologie. Lehrauf-

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