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(1.1.2019) 08
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SOZIALWISSENSCHAFTLICHE STADTFORSCHUNG

movierte die Wissenschaftlerin in Leipzig überLinguistische Untersuchungen zum Verhältnis von Sprache und Ideologie, dar­gestellt am Beispiel der Benennungen für Staaten und ihrer Regierungen in der Pres­se der DDR und der BRD", Mit der Arbeit Zum Wesen und zur Typologie von Kom­munikationsaufgaben im Praxisbereich ge­sellschaftlicher Leitungstätigkeit" habili­tierte sie sich 1982, Der Schwerpunkt ihrer Forschungen liegt in den Feldern "fextlin- guistik, Stilistik und Kommunikations­theorie.

Günther Rüdi­ger studierte von 1963 bis 1968 Astrono­mie und Physik in Jena, Dem schloß sich sei­ne Tätigkeit am Astrophysikali- schen Observa­torium und des­sen Nachfolge­einrichtungen in Potsdam an. 1971 promo­vierte er zum ThemaMagnetohydrodyna­mische Rechnungen in stellaren Konvek­tionszonen", und 1981 habilitierte sich der Wissenschaftler mit einer Arbeit zuHydro­dynamik in turbulenten Medien unter be­sonderer Berücksichtigung der Theorie der differentiellen Rotation der Sonne", Seine speziellen Forschungsgebiete be­treffen die Magnetohydrodynamik, insbe­sondere die Dynamo- und Türbulenztheo- rie. Er gilt als einer der wenigen Experten auf dem Gebiet der ungleichförmigen Ro­tation astrophysikalischer Objekte. B.E.

Einen Ruf nach Potsdam haben angenommen:

Kristian Commichau, Ludwig-Meyn-Gym­nasium in Uetersen, auf eine C3-Professur für Chor- und Ensembleleitung im Institut für Musik und Musikpädagogik der Philo­sophischen Fakultät II.

PD Dr. Detlev Hummel, Universität Stutt­gart-Hohenheim, auf eine C4-Professur für Betriebswirtschaftslehre mit dem Schwer­punkt Finanzierung und Banken in der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät.

Univ. Doz. Dr. Dieter O. Fürst, Max-Planck- Institut Göttingen, auf eine C3-Professur für Zellbiologie im Institut für Zoophysiologie und Zellbiologie der Mathematisch-Natur­wissenschaftlichen Fakultät.

Prof. Dr. Hartmut Asche, "technische Fach­hochschule Berlin, auf eine C3-Professur für Geofernerkundung, Geoinformatik und Kartographie im Institut für Geographie und Geoökologie der Mathematisch-Na­turwissenschaftlichen Fakultät.

Stefan Krätke, Professor für Wirtschafts­und Sozialgeographie an der Universität Frankfurt (Oder), hat mit seinem Buch Stadt, Raum, Ökonomie eine konzise, kla­re und umfassende Einführung in aktuelle Probleme moderner Stadt- und Regional­entwicklungen vorgelegt. Es geht hierbei vor allem um regionale Wirtschaftsräume, unternehmerische Standortwahl, finanziel­le Verflechtungen, das neue europäische Städtesystem, sozio-ökonomische und kul­turelle Segmentierungen der Städte, den Immobilienmarkt und die Stadt- und Regio­nalpolitik. Konzipiert ist das Werk als Lehr­buch, das aus einer Vorlesung erwachsen ist und gut in Lehrveranstaltungen verwen­det werden kann.

Sem transdisziplmärer Ansatz macht Krätkes Werk auch für Wirtschaftswissen­schaftler, Historiker, Politologen, Soziolo-

Jann Mitglied in Kommission des Deutschen Bundestages

Prof. Dr. Werner Jann aus der Wirtschafts­und Sozialwissenschaftlichen Fakultät ist von der Präsidentin des Deutschen Bun­destages, Prof. Dr. Rita Süssmuth, zum Mitglied derReformkommission zur Grö­ße des Deutschen Bundestages" berufen worden. Diese Reformkommission hat nach dem Einsetzungsbeschluß des Ple­nums des Deutschen Bundestages vom 29, Juni 1995 die Aufgabe, eine Stellungnahme zu erarbeiten zu allen im Zusammenhang mit einer Verkleinerung des Parlaments entscheidungserheblichen Fragen. Von zentraler Bedeutung sind dabei Fragen der Neuzuschnitte der Wahlkreise, der Grund­mandatklausel und der Überhangmandate. Die Kommission soll ihren Bericht späte­stens im Frühjahr 1997 vorlegen. Ihr gehö­ren unter dem Vorsitz von Bundestagsvize­präsident Hose 17 Mitglieder des Bundes­tages und 14 Sachverständige an, Weitere Sachverständige sind u.a. der Präsident des Statistischen Bundesamtes Johann Hahlen, der frühere Bundesminister Dr. Friedrich Zimmermann, der frühere Vize­präsident des Deutschen Bundestages Helmut Becker und der frühere Firaktions- vorsitzende der sozialdemokratischen Fraktion im Deutschen Bundestag Dr. Hans-Joachim Vogel.

Rode neuer Dekan

Prof, Dr. Jürgen Rode aus dem Institut für Sportwissenschaft ist neuer Dekan der Philosophischen Fakultät II. Sein Amtsan­tritt begann am 4. Oktober dieses Jahres. As Prodekan zur Seite steht ihm Prof. Dr. Gisbert Fanselow aus dem Institut für Lin­guistik/Algemeine Sprachwissenschaft.

gen und Praktiker interessant. Denn er ver­weist auf den wechselseitigen Zusammen­hang von Faktoren, die sonst in verschiede­nen Disziplinen getrennt behandelt wer­den. Die klassischen Themen der Wirt­schaftsgeographie werden mit technologi­schen Entwicklungstendenzen in einen Zusammenhang gebracht, Immobilien- märkte und städtische Sozialstrukturen in ihren Wechselwirkungen gezeigt, die ihrer­seits mit neuen überregionalen und globa­len Verflechtungen Zusammenhängen. Ge­rade innerhalb der EU werden alte Grenz­ziehungen nicht nur überschritten sondern auch banalisiert. Zugleich entstehen neue Wirtschaftsräume, die sich um die alten Grenzziehungen nicht kümmern. Das muß nicht ein nur befreiender Prozeß sein. Der Aufstieg bestimmter Regionen bedeutet die Marginalisierung anderer. Dem Auf­stieg neuer Eliten entspricht die Entfunk- tionalisierung von Bevölkerungsgruppen, die einst wirtschaftliches und soziales Ge­wicht hatten.

Es gehört zu den Stärken dieses Werkes zu zeigen, daß die heutige Entwicklung erst im europäischen und globalen Kontext ad­äquat wahrgenommen werden kann. Ei­nerseits werden zunehmend Kompetenzen zentral an die EU übertragen, andererseits entwickeln sich grenzüberschreitende re­gionale Verflechtungen. Vielleicht werden die Kosten der Entnationalisierung unter­schätzt, etwa der Abbau sozialstaatlicher Machtpositionen, die in langen erbitterten Kämpfen im nationalstaatlichen Rahmen errungen worden waren, oder die sinken­de Bedeutung der nationalen politischen Kulturen, an deren Stelle keine vergleich­bare übernationale tritt. Unterschätzt wird möglicherweise auch die partiell sinkende Einflußfähigkeit Brüssels angesichts der höheren internationalen Mobilität der be­schäftigungsintensiven Großunternehmen Der Ansatz von Krätke ergibt sich aus einer Perspektive, die immer auch die Probleme der praktischen Politik mit im Auge hat. Sie macht den Ttext über seine innerwissen­schaftliche Bedeutung hinaus auch für Praktiker informativ, die zuweilen mit Recht an der Nützlichkeit akademischer "texte zweifeln. Sie ist schließlich für Studierende bedeutsam, die ja mehrheitlich in prakti­sche Tätigkeitsfelder streben.

Natürlich enthält eine Orientierung wie diese einen grundlegenden Optimismus. Viele Probleme erscheinen als prinzipiell lösbar, auch wenn klar ist, daß angesichts bestehender politischer und sozialer Kräf­teverhältnisse die Lösungen nicht durch­setzbar sind; immerhin lassen sich dann diese Kräfteverhältnisse selbst als "feil der realen, sich entwickelnden Strukturen be- Fortsetzung nächste Seite

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