LUST AN KUNST
KEINE SPUR VON LANGEWEILE
Angehörige der Universität Potsdam vorzustellen, die künstlerisch arbeiten, teils professionell, teils „nebenberuflich“, ist das Anliegen der in dieser Ausgabe der PUTZ beginnenden Reihe. Jene interessierten und engagierten Mitarbeiter und Studierenden sind aus eigenem Antrieb und nicht zuletzt zum eigenen Vergnügen künstlerisch tätig. Deutlich werden soll auch die Motivation für diese Arbeit.
Der 1966 geborene Thomas Pösl ist seit 1995 wissenschaftlicher Mitarbeiter im Zentrum für Kultur und Sport an der Universität Potsdam und Leiter des Studententheaters „DeGater '87". Bereits neben seinem Studium der Germanistik und Geschichte von 1987 bis 1993 in Potsdam befaßte er sich mit .Theaterarbeit.
Mit „DeGater '87" inszenierte er Fassbinder, Camus und Charms und trat mit Gastspielen in Deutschland und Frankreich auf. Er ist Mitinitiator und -Organisator der osteuropäisch-deutschen Universitätsfestivals „Unidram ’94" und „Unidram '95". Seine Produktionen: „Der Mann, der nicht weinen wollte" (1988) von Dagermann, „Bremer Freiheit“ (1988/89) von Fassbinder, „Caligula“ (1991/92) von Camus, „Jelisa- wetaBam“ (1993/94) von Charms, „Falsche Märchen" (1993) nach den Gebrüdern Grimm und „Dos lied vunem ojsgehargetn jidischn volk" (1995) von Katzenelson.
Zu seiner Tätigkeit sagt Thomas Pösl: „Daß jemand in einem leeren Raum, auf einer leeren Bühne steht und gleich etwas tun wird: atmen, sprechen, singen, gestikulieren, tanzen, deklamieren, egal was. In jedem Falle könnte es nicht unwirklicher sein. Das ist so ziemlich die einzige Form der Lüge, die mich in einem positiven Sinne verletzt. Eine sehr schöne und schreckliche Form zugleich".
Thomas Pösl (2. v. 1.) als russischer General in dem Stück „Jelisaweta BamFoto; zg.
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If- ^
Sonne, Wind und die phantastische Landschaft nngs um den Gardasee waren ideale Voraussetzungen, um für Anfänger und Fortgeschrittene des Surfsports einige unvergeßliche läge im Herbst zu verleben. Ziel der von der Abteilung Hochschulsport - und hier besonders von Dr. Petra Krentzien und Dietmar Grupe - organisierten Reise war sicherlich nicht nur die Durchführung eines Lehrganges für rund 25 surfinteressierte Studenten der Fachhochschule und der Universität Potsdam, sondern auch das Bekanntmachen mit der Kultur und Lebensweise in dieser Region Italiens. Die Vertretung der unterschiedlichsten Bereiche durch die Studenten bot ausreichend Gesprächsstoff und ließ neben der Entstehung von Sympathien füreinander die ganze Zeit nie auch nur eine Spur von Langeweile aufkommen. Trotzdem die Zeit am wenigsten zum Schlafen verwendet wurde, verging sie viel zu schnell. Die Teilnehmer können allen aktiv Sportinteressierten daher nur empfehlen, die Angebote des Bereichs Hochschulsport zu nutzen. Unser Bild zeigt die Jurastudentin Katja Rogowitz (rechts) bei der Anwendung ihres „juristischen Fachwissens“ auf physikalische Gesetzmäßigkeiten. Text und Foto: Steffen Schirrwagen
BERLIN-MARATHON
ABSOLVIERT
„Es war für mich in jeder Beziehung ein Lauf von besonderer Klasse: der 22. Berlin- Marathon am 24. September 1995", berichtete kürzlich Dr. Helmut Ritschel, 62, Mitarbeiter am Lehrstuhl Photonik des Institutes für Experimentalphysik und Physikdidaktik der Universität Potsdam. Im Vorfeld des Wettbewerbs hatte der Wissenschaftler auch die im sportmedizinischen Bereich der Hochschule gegebenen Möglichkeiten der Leistungsdiagnostik genutzt. „Die Teilnahme selbst war dann ein beeindruckendes Erlebnis", so der Mitarbeiter. Immerhin nahmen an jenem zu den bedeutendsten Marathonläufen der Welt zählenden Ereignis in diesem Jahr mehr als 16 000 Männer und Frauen teil. Zu den schönsten Momenten gehörten für den Läufer nach eigener Aussage das Durchqueren des Brandenburger Tores im geeinten Berlin, die begeisternde Zuschauerkulisse, das Fluidum an Start und Ziel sowie die für einen Physiker interessante Chip-Zeitmessung. Vor allem aber überwog die Freude über die eigene Leistung. RG.
Hochschulsport-Veranstaltungen im Überblick
Pünktlich zu Semesterbeginn erschien das Sportprogramm des Bereichs Hochschulsport. Die kostenlose Broschüre (Auflage: 2S00 Exemplare) achtet sich an Studierende sowie Mitarbeiter und deren Angehörige der Universität Potsdam, der Fachhochschule Potsdam und der Hochschule für Film und Fernsehen. Auf ca. 30 Seiten findet der Interessierte ein breites Angebot von „Ä‘ wie Aerobic bis „V“ wie Volleyball. Finanziert wurde das Heft von der AOK- Gesundheitskasse. Deren Mitarbeiterin Heike Wittmann übergab es vor wenigen Wochen dem Leiter des Bereiches Hochschulsport, Dr. Erhard Buchholz. Die Publikation ist im Sekretariat des Hochschulsports, Am Neuen Palais 10, Haus 5, Zi. 109 erhältlich. P.GJFoto: zg.
PUTZ 8/95