Heft 
(1.1.2019) 08
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LUST AN KUNST

KEINE SPUR VON LANGEWEILE

Angehörige der Universität Potsdam vor­zustellen, die künstlerisch arbeiten, teils professionell, teilsnebenberuflich, ist das Anliegen der in dieser Ausgabe der PUTZ beginnenden Reihe. Jene interes­sierten und engagierten Mitarbeiter und Studierenden sind aus eigenem Antrieb und nicht zuletzt zum eigenen Vergnügen künstlerisch tätig. Deutlich werden soll auch die Motivation für diese Arbeit.

Der 1966 geborene Thomas Pösl ist seit 1995 wissenschaftlicher Mitarbeiter im Zentrum für Kultur und Sport an der Univer­sität Potsdam und Leiter des Studenten­theatersDeGater '87". Bereits neben sei­nem Studium der Germanistik und Ge­schichte von 1987 bis 1993 in Potsdam be­faßte er sich mit .Theaterarbeit.

MitDeGater '87" inszenierte er Fassbin­der, Camus und Charms und trat mit Gast­spielen in Deutschland und Frankreich auf. Er ist Mitinitiator und -Organisator der ost­europäisch-deutschen Universitätsfestivals Unidram94" undUnidram '95". Seine Produktionen:Der Mann, der nicht wei­nen wollte" (1988) von Dagermann,Bre­mer Freiheit (1988/89) von Fassbinder, Caligula (1991/92) von Camus,Jelisa- wetaBam (1993/94) von Charms,Falsche Märchen" (1993) nach den Gebrüdern Grimm undDos lied vunem ojsgehargetn jidischn volk" (1995) von Katzenelson.

Zu seiner Tätigkeit sagt Thomas Pösl:Daß jemand in einem leeren Raum, auf einer leeren Bühne steht und gleich etwas tun wird: atmen, sprechen, singen, gestikulie­ren, tanzen, deklamieren, egal was. In je­dem Falle könnte es nicht unwirklicher sein. Das ist so ziemlich die einzige Form der Lüge, die mich in einem positiven Sin­ne verletzt. Eine sehr schöne und schreck­liche Form zugleich".

Thomas Pösl (2. v. 1.) als russischer General in dem StückJelisaweta BamFoto; zg.

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If- ^

Sonne, Wind und die phantastische Landschaft nngs um den Gardasee waren ideale Vor­aussetzungen, um für Anfänger und Fortgeschrittene des Surfsports einige unvergeßli­che läge im Herbst zu verleben. Ziel der von der Abteilung Hochschulsport - und hier besonders von Dr. Petra Krentzien und Dietmar Grupe - organisierten Reise war sicher­lich nicht nur die Durchführung eines Lehrganges für rund 25 surfinteressierte Studen­ten der Fachhochschule und der Universität Potsdam, sondern auch das Bekanntmachen mit der Kultur und Lebensweise in dieser Region Italiens. Die Vertretung der unterschied­lichsten Bereiche durch die Studenten bot ausreichend Gesprächsstoff und ließ neben der Entstehung von Sympathien füreinander die ganze Zeit nie auch nur eine Spur von Langeweile aufkommen. Trotzdem die Zeit am wenigsten zum Schlafen verwendet wur­de, verging sie viel zu schnell. Die Teilnehmer können allen aktiv Sportinteressierten daher nur empfehlen, die Angebote des Bereichs Hochschulsport zu nutzen. Unser Bild zeigt die Jurastudentin Katja Rogowitz (rechts) bei der Anwendung ihresjuristischen Fachwis­sens auf physikalische Gesetzmäßigkeiten. Text und Foto: Steffen Schirrwagen

BERLIN-MARATHON

ABSOLVIERT

Es war für mich in jeder Beziehung ein Lauf von besonderer Klasse: der 22. Berlin- Marathon am 24. September 1995", berich­tete kürzlich Dr. Helmut Ritschel, 62, Mitar­beiter am Lehrstuhl Photonik des Institutes für Experimentalphysik und Physikdidaktik der Universität Potsdam. Im Vorfeld des Wettbewerbs hatte der Wissenschaftler auch die im sportmedizinischen Bereich der Hochschule gegebenen Möglichkeiten der Leistungsdiagnostik genutzt.Die Teil­nahme selbst war dann ein beeindrucken­des Erlebnis", so der Mitarbeiter. Immerhin nahmen an jenem zu den bedeutendsten Marathonläufen der Welt zählenden Ereig­nis in diesem Jahr mehr als 16 000 Männer und Frauen teil. Zu den schönsten Momen­ten gehörten für den Läufer nach eigener Aussage das Durchqueren des Branden­burger Tores im geeinten Berlin, die begei­sternde Zuschauerkulisse, das Fluidum an Start und Ziel sowie die für einen Physiker interessante Chip-Zeitmessung. Vor allem aber überwog die Freude über die eigene Leistung. RG.

Hochschulsport-Veranstaltungen im Überblick

Pünktlich zu Semesterbeginn erschien das Sportprogramm des Bereichs Hochschulsport. Die kostenlose Broschüre (Auflage: 2S00 Exem­plare) achtet sich an Studierende sowie Mitar­beiter und deren Angehörige der Universität Potsdam, der Fachhochschule Potsdam und der Hochschule für Film und Fernsehen. Auf ca. 30 Seiten findet der Interessierte ein breites Ange­bot vonÄ wie Aerobic bisV wie Volleyball. Finanziert wurde das Heft von der AOK- Ge­sundheitskasse. Deren Mitarbeiterin Heike Witt­mann übergab es vor wenigen Wochen dem Lei­ter des Bereiches Hochschulsport, Dr. Erhard Buchholz. Die Publikation ist im Sekretariat des Hochschulsports, Am Neuen Palais 10, Haus 5, Zi. 109 erhältlich. P.GJFoto: zg.

PUTZ 8/95