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TITEL
Fortsetzung von Seite 15 (Aus dem Senat...) Potsdam und dem gemeinnützigen Institut für Computer-Integrierte Systeme GmbH (Coln) ging, machten die Senatsmitglieder deutlich, daß sie zunächst einer bis zum 31.12.1996 befristeten und sich nicht automatisch verlängernden Zusammenarbeit zustimmen-würden. Allerdings sei damit keine Automatik hinsichtlich einer Vertragsverlängerung gegeben und wäre das Coln auch kein An-Institut der Universität Potsdam. Unter diesen Prämissen befürwortete der Senat eine Zusammenarbeit auf dem Gebiet der angewandten Informatik und bevollmächtigte den Rektor, eine Kooperationsvereinbarung zu unterzeichnen. Darüber hinaus war die Sitzung des Gremiums gekennzeichnet von einem raschen Fortschreiten bei der Genehmigung von Studien- und Prüfungsordnungen. Es wurden verabschiedet: die Eignungsprüfungsordnung der Universität Potsdam zum Er
werb der Hochschulzugangsberechtigung, die Studien- und Prüfungsordnung für das Zusatzstudium Deutsch als Fremd- und Zweitsprache, die Studienordnung und fachspezifische Prüfungsbestimmungen für das Fach Musik in den Lehramtsstudiengängen und für das Nebenfach Musik im Magisterstudiengang, die Studien- und Diplomprüfungsordnung für den Studiengang Biochemie, die Studien- und Prüfungsordnung für den Erweiterungsstudiengang Erziehungswissenschaft sowie die Studienordnung und besondere Zwischenprüfungsbestimmungen für die Studiengänge Kunst mit den Abschlüssen Erste Staatsprüfung des Lehramtes für die Primarstufe, die Sekundarstufe I und das stufenüber- greifende Lehramt Sekundarstufe I/Primar- stufe. Lediglich die Studien- und Prüfungsordnung für das Haupt- und Nebenfach Erziehungswissenschaft im Magisterstudiengang wurde vertagt. Hg.
MINERALIENSAMMLUNG NACH 18 JAHREN WIEDER ANSCHAUUNGSMATERIAL FÜR STUDENTEN
Grünlich schimmernd oder matt-schwarz, faust- bis nagelkopfgroß, kristallin oder amorph. Kühl und unbeteiligt lagen sie in kleinen Pappschachteln, neben sich einen kleinen Zettel, auf denen ihr Name stand. Immer wieder zuckte ein Blitzlicht über sie hinweg, immer wieder nahm sie jemand in die Hand, um sie genauer zu betrachten. - Zweifellos, die 67 Steine in der braunen Schublade waren Mittelpunkt der Veranstaltung.
Allerdings handelte es sich bei ihnen nur um den kleinen Ausschnitt einer weitaus größeren Menge: Die Gesteinssammlung, die im Dezember letzten Jahres der Generaldirektor der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg, Prof. Dr. Hans-Joachim Giersberg, dem Rektor der Universität Potsdam, Prof. Dr. Wolfgang Loschelder, im Rahmen eines kleinen Empfangs zurückgab, umfaßt insgesamt 2500 Mineralien. 18 Jahre hatte sie sich im Besitz der Stiftung gefunden, die nach Giersbergs Worten nicht nur in diesem Fall auch eine Bewahrerfunktion habe.
Die Sammlung war von Dr. R. Scharcke, der ersten Direktorin des Mineralogisch-Geologischen Instituts der Pädagogischen Hochschule Potsdam aufgebaut und von ihr zu Beginn der fünfziger Jahre der Hochschule geschenkt worden. Dr. Rudolf Sachse, der damals wissenschaftlicher Mitarbeiter an dem Institut gewesen war, erzählte bei dem Empfang rückblickend, wie 1977 das Institut im Zuge der III. Hochschulreform der DDR aufgelöst worden sei und er die Sammlung Giersberg, dem damaligen Schlösserdirektor, übergeben habe. Dort
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Der Stein der Weisen dürfte sich in dieser Sammlung nicht finden lassen, ihr Wissen über Mineralien können Potsdamer Studierende der Geowissenschaften mit ihr schon erweitern.
Foto: Tfibukeit
war die Sammlung unter anderem gereinigt worden. Michael Köhler, der als damaliger Praktikant der Steinrestauratoren mit dieser Aufgabe betraut war, schildert, wie er mit feinen Pinseln und Bürsten und auf re-m mechanischem Wege die Steine gesäubert hatte. Er zeigt auf einige krümelige Mineralien in einer anderen Schublade, die sich bereits aufgrund von Feuchtigkeit zersetzt haben. Bei anderen sei die Oberflächenstruktur zerstört, so daß der charakteristische Glanz verloren ist, - ebenfalls durch Feuchtigkeit. Die Steine chemisch zu reinigen, ist deswegen nicht angebracht. Nicht nur wertvolle Steine müssen pfleglich behandelt werden.
Am Institut für Geowissenschaften der Universität Potsdam wird die Sammlung jedenfalls in Zukunft gut aufgehoben sein. Für dessen Direktor, Prof. Dr. Jörg Erzmger, ist ihre Rückgabe eine Krönung der Neugründung des Instituts. Die Sammlung soll vor allem für die Lehre genutzt werden, wo sie den Studenten und Studentinnen als An- schauungsmatenal dienen wird. ade
„DIE UNIRADIO-GESCHICHTE IN 465 WÖRTERN"
Mai 1993: In der FU entsteht eine erste Ideenskizze zur Fortführung des US-Soldatensenders AFN als Uni-Radiostation nach amerikanischem Vorbild.
September 1993: Die FU schlägt dem US-Ge- sandten in Berlin Gespräche über die Fortführung von AFN vor.
Dezember 1993: Die Medienanstalt Berlin-Brandenburg (MABB) schreibt die FVequenz 87,9 (bisher AFN) sowie weitere, bisher von den Alliierten genutzte Frequenzen aus.
Februar 1994: In der FU werden die Arbeiten an einem Konzept zur Fortsetzung von AFN abgeschlossen. National Public Radio bietet die Übernahme von Programmen an.
März 1994: Die FU beantragt bei der MABB die Zuweisung der Frequenz 87,9, auf der zum - kleineren - Heil selbstproduzierte Sendungen, zum - größeren - Tteil Übernahmen von Voice of America und National Public Radio laufen sollen. April 1994: Die MABB erhält die Mitteilung, daß man an einer Mittelwellenfrequenz nicht interessiert ist.
Mai 1994: Aus der Uni Potsdam kommt das erste Angebot zur Kooperation bei der Realisierung von Uni-Radio.
Juli 1994: Der Medienrat hört die Bewerber für die alliierten FVequenzen an und entscheidet, einem Konzept „Universitätsradio mit internationalem Austausch" eine Chance zu geben. Unter Federführung der FU sollen die Interessen von Voice of America (VOA), Radio France International (RFI) und Capital Radio zusammengeführt werden. VOA und RFI bestehen jedoch auf eigenen FVequenzen.
September 1994: Die MABB stellt sowohl RFI als auch VOA eigene FVequenzen in Aussicht. Neun Hochschulen und mehrere studentische Initiativen beteiligen sich an einer Konferenz zur Vorbereitung von Uni-Radio.
November 1994: Die MABB beschließt, daß Radio Charlie, ein joint venture von Capital Radio und VOA, die Sendeerlaubnis für die Frequenz 87,9 erhalten soll, behält sich aber die Vergabe von täglich einer Stunde Sendezeit für Uni-Radio vor. Januar 1995: Eine dichte Folge von Arbeitsgesprächen zwischen den interessierten Hochschulen und studentischen Initiativen beginnt in der "technischen Universität.
Mai 1995: Die Präsidenten und Rektoren von zehn Universitäten und Hochschulen in Berlin und Potsdam beschließen nach Erörterung der Planungen, daß Uni-Radio kommen wird und gründen als Rechtsträger einen gemeinsamen Verein, dem sich bald drei weitere Hochschulen anschließen. Radio Charlie nimmt den Sendebetrieb auf.
Juni 1995: Der Medienrat billigt das Konzept von Uni-Radio.
Juli 1995: Erstes Treffen für das Radio-Training von Studierenden der beteiligten Hochschulen. August 1995: Der Ausbau der Studioräume in der Thielallee 50 beginnt.
Oktober 1995: Der Medienrat weist Uni-Radio eine Sendezeit von 18 - 19 Uhr zu, stellt es den Beteiligten jedoch frei, sich einvernehmlich anders zu einigen.
November 1995: Die Studiotechnik wird installiert. An der Universität Potsdam beginnt der Umbau der als Produktionsstudio vorgesehenen Räume. Mit DaimlerBenz wird der erste Spon- sorenvertrag abgeschlossen.
Dezember 1995: Die Universität Potsdam kann digitale Tbchnik beschaffen.
Die Mitgliederversammlung von uniRadio Berlin- Brandenburg beschließt, daß der Sendebetrieb am 15. Januar aufgenommen wird. Die Frequenzpartner auf 87,9 verständigen sich, daß uniRadio bereits um 17 Uhr auf Sendung gehen kann.
PUTZ 1/96
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