NEUES AUS DEM ELFENBEINTURM - IMMER „LIVE AT Fl VE!"
Das uniRadio Berlin-Brandenburg sendet seit dem 15. Januar
Die Quadriga mit einer Goldelse auf dem Kopf, umgeben von Audio-Accessoires und so ganz ohne Adler - das deutet künftig auf „uniRadio Berlin-Brandenburg“ hin; den Sender also, der am 15. Januar dieses Jahres seinen Sendebetrieb aufnahm und seitdem als bundesweit einziges Uniradio mit einem täglichen Programm aufwartet. Die brandenburgische Seite wird dabei im Moment noch ausschließlich von der Universität Potsdam vertreten. Auf Berliner Seite beteiligen sich immerhin zwölf Hochschulen - die drei Universitäten, zwei Kunst- bzw. Musikhochschulen und sieben Fachhochschulen - an dem Projekt. Ein Grund mehr für die Potsdamer, sich intensiv am Füllen des Programmes zu beteiligen, das nun regelmäßig von 17.00 bis 18.00 Uhr „live at five“ ausgestrahlt wird.
Tonmeistenn Margaret Fottnerbei der Vorproduktion eines Beitrages. Die technische Ausstattung von uniRadio ist professionell und modern.
Foto: Hwa Ja Nier/Pressestelle FU Berlin
Zu hören ist uniRadio auf der früheren AFN- Frequenz 87,9 bzw. im Tblecom-Kabelnetz Potsdam auf 103,3 und im Kabelnetz Berlin auf 94,55. Von Montag bis Freitag gibt es ein buntes Magazin, bestehend aus aktuellen In- und Auslandsnachnchten sowie dem Wetterbericht, der von Studierenden der Meteorologie präsentiert wird. Es folgen in der ersten halben Stunde Berichte und. Interviews zu aktuellen Ereignissen aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft aus dem Blickwinkel des an den Hochschulen geballt vorhandenen Sachverstandes. Zusätzliche, andere Informationen dürfen also erwartet werden.
Die zweite halbe Stunde wartet dann zunächst mit aktuellen Nachrichten aus den Hochschulen und Veranstaltungstips auf, gefolgt von einem etwas intensiveren Blick auf die jeweiligen Ereignisse und Themen an den Hochschulen. Studentenleben, Studienangebote, Hochschulpolitik, aber auch Spannendes aus dem Wissenschaftsbereich und neueste Forschungsergebnisse sollen hier ihren Platz finden. Für die einzelnen Beiträge ist eine Länge zwischen drei bis fünf Minuten vorgesehen, so daß
die Musik (bevorzugt Soft-Rock, Jazz, Klassik und Folk) lediglich begleitenden Charakter hat.
Der Dahlemer Diwan...
Anders dagegen das Wochenendprogramm: an Sonnabenden gibt es breiten Platz für Kultur, Musik, Hörspiele und die Studentenszene, die Sonntage werden geprägt sein von dem ansonsten fast nicht mehr hörbaren „langen Wort“ und einem Wissenschaftsmagazin. Die studentische Sendung „RX5", „Musik auf uniRadio: Unisono“, die Literatursendung „Dahlemer Diwan“, das Wissenschaftsmagazin „Neues aus dem Elfenbeinturm“ und die Gesprächsrunde „Tälk im Elfenbeinturm“ sind nur einige der an den beiden lägen auf interessierte Zuhörer wartenden Beiträge. uniRadio richtet sich demnach nicht ausschließlich an Hochschulmitglieder und ihre Angehörigen. Den Gruppen der Studierenden, Professoren, wissenschaftlichen und nichtwissenschaftlichen Mitarbeitern sollen sich vielmehr auch informationsinteressierte Zuhörerinnen und Zuhörer in Berlin und Brandenburg zur Seite gesellen, die ein offenes Ohr für zusätzliche Aspekte des Täges- geschehens und originäre Informationen aus Lehre und Forschung haben. Lediglich das Wochenendprogramm dürfte eher spezifische Zielgruppen ansprechen.
Wanted: rundfunkinteressierte Studierende
Damit das uniRadio jedoch eine abwechslungsreiche, spannende und aktuelle Themenmischung bieten kann, sind umfangreiche und regelmäßige Informationen an „die Macher" vonnöten. Kontinuierliche Zulieferer werden sicherlich die Pressestellen der beteiligten Hochschulen sein, doch kommt es darüber hinaus auch auf Wissenschaftler und Studierende an, ihr Wissen an die redaktionellen Ansprechpartner weiter- zuleiten und - vor allem - als Ansprech- und Interviewpartner zur Verfügung zu stehen. Die Redaktion von uniRadio besteht derzeit
Berlin-Brandenburg
Das Logo wurde von der Amerikanerin Deena Underwood entwickelt, Absolventin des Philadelphia College of Art und derzeit Meister- schülerin an der Berliner Hochschule der Künste (HdK), wo sie von Pressesprecherin Verena Täfel „entdeckt" wurde.
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Während sich das Potsdamer Produktionsstudio noch im Umbau befindet, wird aus dem Berliner Zentralstudio seit dem IS. Januar schon täglich gesendet. Auf unserem Bild die Tonmeisterin Marga-ret Fottner und Paul Gronert, Student an der TU Berlin.
Foto: Hwa Ja Nier/Pressestelle FU Berlin
aus drei Journalisten: Heike Schüler, Manfred Ronzheimer und Dr. Andreas Wosnitza, die unterstützt werden von mehreren studentischen Tütormnen und Thtoren, Praktikanten und freien Mitarbeitern. Produziert wird dabei sowohl in Berlin (Thielallee 50) als auch in Potsdam (Standort Golm der Universität, Haus 5 und 1), gesendet wird zentral aus dem Berliner Studio. Studierende, die Zeit und Lust haben, sich als Interviewer, Berichterstatter oder Moderator auszuprobieren und erste Berufserfahrung zu sammeln, können sich jederzeit an die Potsdamer oder Berliner Redaktion wenden. Rundfunkerfahrung ist dabei hilfreich, jedoch nicht Voraussetzung.
Finanziert wird uniRadio in erster Linie von den beteiligten Hochschulen. Anspruchsvolle, sowohl analoge als auch digitale Tfechnik konnte für die beiden Produktionsstudios zwar beschafft werden, doch ist die finanzielle Ausstattung bescheiden. In Brandenburg hofft man noch auf eine Unterstützung von seiten des Landes, die es dann möglicherweise auch weiteren branden- burgischen Hochschulen ermöglichen würde, sich zu beteiligen. Darüber hinaus hält sich uniRadio offen für Sponsoren, auch wenn es keine Werbespots geben wird. Für dieses Jahr ist Daimler-Benz jedenfalls schon mit dabei. Hg.
Die Ansprechpartner in Potsdam:
Heike Schüler, Dr. Hans-Jörg Pöttrich, Dr. Horst Röpke,
Tel. (0331) 977-2175, -2320, -2004
in Berlin:
Manfred Ronzheimer, Dr. Andreas Wosnitza, Heike Schüler,
Tel. (030) 841 727 101-104
PUTZ 1/96
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