Heft 
(1.1.2019) 01
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TEXT UND THEATER

Erfolgreiche Exkursion nach Stratford-upon-Avon

20 Studierenden war es vergönnt, während dieses Wintersemesters gemeinsam mit Prof. Dr. Beate Neumeier und Dr. Andrea Kinsky-Ehritt vom Institut für Anglistik und Amerikanistik an einer Exkursion nach Stratford-upon-Avon/Großbritannien teil­zunehmen. Sie absolvierten ein einwöchi­ges Kursprogramm, das vom ortsansässi­gen Shakespeare Centre in Verbindung mit dem Shakespeare Birthplace Trust und dem Shakespeare Institute der Universität Birmingham in mehr als zehnjähriger Tra­dition als internationale Begegnungsstät­te von Studierenden und Wissenschaftlern mit Theaterschaffenden und britischem Theater/Kultur organisiert wird. Unbürokra­tische bzw. finanzielle Unterstützung erfuh­ren die Potsdamer Teilnehmer darüber hin­aus vom Ministerium für Wissenschaft, For­schung und Kultur, dem Kanzler der Univer­sität und der Philosophischen Fakultät I.

Im Mittelpunkt des Programmes standen Diskussionen zu verschiedenen Inszenierun­gen der Royal Shakespeare Company (RSC): ShakespearesRichard III", Julius Caesar,Täming of the Shrew, Benjonson The Devil Is an Ass, GoethesFaust I/II sowie TschechowsKirschgarten. Dies sind Stücke, die auf unterschiedlichste Weise das Thema Macht und den Ge- bzw. Mißbrauch von Macht durch sehr unterschiedliche Dra­matiker, inszeniert von sehr unterschiedli­chen Regisseuren für das heutige Theater­publikum, thematisieren. Den Aufführungen zugeordnet waren jeweils einführende wis­senschaftliche Seminare und Vorlesungen, nachfolgende Diskussionen zu den jeweili­

gen Produktionen mit Literatur- und Theater- wissenschaftlennnen und -Wissenschaftlern sowie Gespräche mit Hauptdarstellern. Eine Bühnenführung zu nächtlicher Stunde und der Besuch aller historischen Shakespeare- Stätten in der Umgebung Stratfords ergänz­ten das Programm. Exkursionen nach Ox­ford und Warwick rundeten den Kurs ab. Der anspruchsvolle Kurs vertiefte und erwei­terte literatur- und kulturwissenschaftliche sowie -historische Kenntnisse und Erfahrun­gen der Tteilnehmer im Bereich der Drama­tik sowie des gegenwärtigen Theater- und Kulturlebens in Großbritannien. Die beson­dere Leistung lag dabei in der Kopplung wissenschaftlicher Beschäftigung mit dem Dramentext mit theaterorientierten Aspekten der jeweiligen Inszenierung. Die einzelnen Dramentexte wurden in den verschiedenen Diskussionsrunden konsequent auf die je­weilige Aufführungspraxis im Theater bezo­gen. Besonders anregend war in diesem Zu­sammenhang die vielfältige intensive Kom­munikation zwischen den Tfeilnehmern und den Theaterleuten sowie den beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Universität Birmingham. Dabei wurden sehr unterschiedliche Annäherungen an Dramatik und Theater von seiten der Philo­logie und des Theaterbetnebes für die Stu­dierenden transparent. Gerade dieser Aspekt scheint eine wirkliche Innovation für die Ausbildung der Potsdamer Studierenden im Bereich Drama zu sein. Der Kurs soll des­halb zu einem festen Bestandteil des studen­tischen Ausbildungsangebotes im Haupt­studiumwerden, d.h. regelmäßig angeboten werden. K.-E.

LOKALE ERASMUS-INITIATIVEN IN POTSDAM

Die Betreuung ausländischer und die Vorbe­reitung deutscher Studierender auf ihren Aus­landsaufenthalt haben sich die in Potsdam ver­sammelten Mitglieder derLokalen ERASMUS- Initiativen (LEI) zum Ziel gemacht. Am 8. Dezember trafen sich Vertreter aller deutschen LEI an der Universität Potsdam zum jährlichen Erfahrungsaustausch. Begrüßt wurden sie vom Rektor, Prof. Dr. Wolfgang Loschelder, der in seinen Grußworten den beteiligten Potsdamer Studenten für ihr bisheriges Engagement dankte. Die LEI-Mitglieder kümmern sich mit finanzieller Unterstützung durch den Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) um die soziale und kulturelle Betreuung der Gaststu­denten, helfen bei Behördengängen oder Feuerwehreinsätzen'' der Akademischen Aus­landsämter. In Potsdam stand u.a. das neue EU- Programm SOKRATES im Mittelpunkt des Inter­esses, das in der Nachfolge von ERASMUS für den studentischen Nachschub sorgen wird. Daß noch viele Fragen offen sind, belegte die Diskussion im Anschluß an die Ausführungen des DAAD-Vertreters Wolfgang Trenn. Auch hier

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spielten, wie nicht anders zu erwarten, BAföG- Fragen eine große Rolle. Besonders interessant waren jedoch auch die Pausengespräche (unser Bild), in denen Kontakte geknüpft und ganz konkrete Fragen besprochen werden konnten. Für die Potsdamer bedeutet das: Sie suchen noch neue LEI-Mitglieder. Wer Interesse an einer Mitarbeit hat, kann sich bei Thomas Lämmer und Karen Gammelin im Institut für Anglistik und Amerikanistik oder bei Dr. Regina Neum vom Auslandsamt (rechts im Bild) melden. nr./Foto: Fhtze

In fünf Jahren fast 11.000 Studierende mehr in Brandenburg

Nach ersten vorläufigen Meldungen der Hochschulen sind im Wintersemester 1995/ 96 insgesamt 19.448 Studierende als Haupt­hörer an den brandenburgischen Hochschu­len immatrikuliert. Das bedeutet eine Zunah­me von 2327 Eintragungen, einen Anstieg um 13,6% im Vergleich zum vergangenen Winter­semester. Gegenüber 1991, dem Jahr der meisten Neugründungen Brandenburger Hochschulen, gibt es sogar 10.756 Studiosis mehr. Der Hauenanteil beträgt 51,9%. Das ist zwar eine einprozentige Steigerung zum vor­jährigen Wintersemester. Vor fünf Jahren aller­dings lag deren Quote um 3,2% höher. Vergrö­ßert hat sich gerade im Vergleich zum Vorjahr der Zuspruch ausländischer Studierender. Während 1991 nur ganze 52 den Weg ins Märkische fanden, eignen sich gegenwärtig schon 1219 junge Leute unterschiedlichster Nationen Wissen an einer der neun Bildungs­stätten an. Dazu trägt auch die Potsdamer Alma mater bei. Hier erhalten in diesem Win­tersemester 271 ausländische Studierende eine universitäre Ausbildung. 169 von ihnen kamen erst im Sommersemester95 bzw. Wintersemester '95/96 neu an die Einrich­tung. Die dreiUniversitäten des Landes kön­nen 1418 Studenten mehr als im Vorjahr ver­zeichnen. Damit betreuen deren Professoren, Dozenten und wissenschaftliche Mitarbeiter nunmehr 13.073 zukünftige Akademiker. Al­lein an der Universität Potsdam streben der­zeit 8728 Wissensdurstige den Bildungsab­schluß ihrer Wahl an. Im Sommersemester 1995 bzw. Wintersemester '95/96 schrieben sich immerhin 1579 Studienanfänger ein. Das deutet auf eine zunehmende Nachfrage hin. Waren es doch noch im Sommersemester 1994 bzw. im Wintersemester '94/95nur 1081 neu startende Kommilitonen. Im Winter­semester '94/95 hatte es damals insgesamt 8013 junge Menschen gegeben, die sich hier ihr Rüstzeug für die berufliche Zukunft holten. Auch an der Hochschule für Film und Fern­sehen in Potsdam-Babelsberg vollzog sich eine Aufstockung um 44 auf 470 und an den fünf Fachhochschulen (ohne Verwaltungs­fachhochschulen) um 957 auf 4428 Semina­re und Vorlesungen Besuchende. An den beiden Verwaltungsfachhochschulen jedoch werden 92 Studenten weniger ausgebildet. Die Ursache: der Rückgang von Studieren­den an der Fachhochschule für Finanzen in Königs Wusterhausen. Zu den am stärksten belegten Studienfächern gehören in Bran­denburg nach wie vor die Rechts-, Wirt­schafts- und Sozialwissenschaften (8746 Be­legungen). Es folgen die Ingenieurwissen­schaften (3541), Sprach- und Kulturwissen­schaften (3275), Mathematik, Naturwissen­schaften (1743), Kunst, Kunstwissenschaft (1134), Agrar-, Forst- und Ernährungswissen­schaften (556) und Sport (453). PG.

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