Heft 
(1.1.2019) 01
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RUFE

Einen Ruf nach Potsdam haben erhalten:

Prof. Dr. Hanns Maull, Universität Trier, auf eine C4-Professur für Internationale Politik im Bereich Sozialwissenschaften der Wirt­schafts- und Sozialwissenschaftlichen Fa­kultät.

Dr. Thomas Mück, Universität Wien/Öster­reich, auf eine C3-Professur für Angewand­te Informatik III im Institut für Informatik der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fa­kultät.

Prof. Dr. Florian J. Schweigert, Universität Leipzig, auf eine C4-Professur für Physiolo­gie und Pathophysiologie der Ernährung im Institut für Ernährungswissenschaft der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fa­kultät.

Einen Ruf nach Potsdam haben angenommen:

PD Dr. Günter Esser, Zentralinstitut für See­lische Gesundheit Mannheim, auf eine C4- Professur für Klinische Psychologie im Insti­tut für Psychologie der Philosophischen Fa­kultät II.

Dr. Jörg Rüpke, Universität Tübingen, auf eine C3-Professur für Klassische Philologie/ Schwerpunkt Latein im Institut für Klassische Philologie der Philosophischen Fakultät I. Prof. Dr. Klaus Schöler, Universität Gesamt­hochschule Siegen, auf eine C4-Professur für VWL/Wirtschaftstheorie (Mikroökono­mie) im Bereich der Wirtschaftswissen­schaften der Wirtschafts- und Sozialwissen­schaftlichen Fakultät.

Einen Ruf hat erhalten:

Prof. Dr. Detlev W Belling, Juristische Fa­kultät, auf eine C4-Professur für Bürgerli­ches Recht unter besonderer Berücksichti­gung von Arbeits- und Sozialrecht der ([tech­nischen Universität Dresden.

NEU ERNANNTE PROFESSOREN

An der Universität Potsdam herrscht nach wie vor eine rege Aufbauphase. Zeichen dafür sind nicht nur viele Baugerüste, sondern u.a. auch die während der letz­ten Zeit sehr zahlreich ernannten Profes­soren. Sie alle an dieser Stelle vorzustel­len, würde den Umfang derPUTZ sprengen. Wir bitten unsere Leserinnen und Leser daher um Verständnis dafür, daß in jeder Ausgabe lediglich mit sechs Professoren bekannt gemacht wird - und zwar entsprechend der Chronologie ih­res Emennungsdatums (zusammenge­stellt von Dr. Barbara Eckardt).

Zum Professor für Geofernerkundung, Geoinformatik und Kartographie im In­stitut für Geographie und Geoökologie der Mathematisch-Natur­wissenschaftlichen Fakultät wurde Prof. Dr. Hartmut Asche ernannt. 1951 in Bük- keburg geboren, studierte er Geographie, Anglistik und Ethnologie an der Universität Göttingen. Ein Stipendium der Stiftung Völkswagenwerk erhielt er von 1976 bis 1980. Im gleichen Zeitraum arbeitete er als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Südost- arabien-ProjektEntwicklung im nomadi­schen Lebensraum der kleinen, erdöl­reichen Golfstaaten des Geographischen Institutes der Universität Göttmgen und betrieb geographische Feldforschung in Südostarabien. Mit einer Schrift zum mo­dernen Wandel im beduimschen Lebens­raum des Sultanats Oman promovierte der Wissenschaftler 1982. Sem Weg führte ihn dann als verantwortlicher Kartenredakteur von 1981 bis 1982 an die Kartographische Anstalt Georg Westermann in Braun­schweig. An den Universitäten Trier und Wien war er anschließend bis 1986 als wis­senschaftlicher Mitarbeiter und Universi­tätsassistent in der Fachrichtung Kartogra­phie beschäftigt. Bis 1988 hatte er eine C2- Professur für Kartographie an der Fach­hochschule Karlsruhe inne, der bis 1995 eine gleichlautende C3-Professur an der [technischen Fachhochschule Berlin folgte. Dort leitete Hartmut Asche auch das Labor für Geoinformationen. Bis 1995 war er Mit­glied des Sonderforschungsbereiches 69 Geowissenschaftliche Probleme arider Gebiete" der Deutschen Forschungsge­meinschaft und seit 1993 ist Asche Tteil- projektleiter des Forschungs- und Entwick­lungsprojektesIndianerterritorien Kolum­bien" der Europäischen Union. Zu den Arbeitsschwerpunkten des Wissenschaft­lers zählen Geoinformationssysteme, Visua­lisierung von Geodäten sowie interaktive Karten. Der Hochschullehrer ist Mitglied der Arbeitsgruppe Visualisierung der In­ternationalen Kartographischen Vereini­gung und Co-Schnftleiter der Fachzeit­schriftKartographische Nachrichten".

Prof. Kristian Commi- chau bekleidet eine Professur für das Ge­biet Chor- und En­sembleleitung im In­stitut für Musik und Musikpädagogik der - Philosophischen Fa­kultät II. Er wurde 1959 in Glückstadt ge­

boren. Von 1982 bis 1988 studierte er Schul­musik mit den Schwerpunktfächern Chor­leitung und Gesang an der Hochschule der Künste in Berlin (HdK). Anschließend arbei­tete er bis 1995 als Musiklehrer an Gymna­sien in Flensburg und Uetersen. Kristian Commichau war Mitglied im Kammerchor der HdK und im Staats- und Domchor, dem Knabenchor am Dom zu Berlin. Von 1984 bis 1988 leitete er den KirchenchorCapelia Kreuzberg, von 1992 bis 1995 dieChorkna­ben Uetersen". 1987 gründete er den Chor norddeutsche vocal-concertisten. Zu den Schwerpunkten seiner Arbeit zählen die Musik der Renaissance und des Barock nach historischen Spielpraktiken und die Musik des 20. Jahrhunderts. So arbeitete er in den Aufführungen desMessias undIs­rael in Egypt von Händel, der h-Moll-Mes- se und des Weihnachtsoratonums von Bach sowie der Manenvesper von Monteverdi mit Orchestern, die auf historischen Instrumen­ten spielen, wie derAlta-Ripa Hannover", demEnsemble-Sanssouci Berlin und dem Barockorchester Hamburg. Zukünftig will der Hochschullehrer mit noch zu schaffen­dem Chor und Orchester der Universität Potsdam konzertieren und Dirigierunterricht erteilen.

Eine Professur für Zellbiologie im Insti­tut für Zoophysiolo­gie und Zellbiologie der Mathematisch- N aturwissenschaftli- chen Fakultät hat Prof. Dr. habil. Die­ter Oswald Fürst inne. 1959 in Salz­burg/Österreich geboren, studierte er von 1978 bis 1981 Genetik, Entwicklungs­biologie, Zoologie und Botanik an der Uni­versität Salzburg. Als wissenschaftliche Hilfskraft arbeitete er von 1981 bis 1986 am Institut für Molekularbiologie der Österrei­chischen Akademie der Wissenschaften, Abteilung Physik, in Salzburg. Mit einer Dissertation zum ThemaDie Funktion Actin-bindender Proteine im glatten Mus­kel promovierte der Wissenschaftler 1986 an der Salzburger Universität. Von Mitte der 80er Jahre bis 1995 war Dieter Fürst am Max-Planck-Institut für Biophysikalische Chemie, Abteilung Biochemie und Zellbio- logie, in Göttingen tätig, zunächst als Postdoctoral Fellow, später als wissen­schaftlicher Angestellter. In den Fächern Biochemie und Zellbiologie habilitierte er sich 1993 an der Universität Salzburg. Seit 1992 ist der Wissenschaftler Projektleiter im DFG-SchwerpunktprogrammKontrollme- chanismen der Entwicklung und Funktion des quergestreiften Muskels. In zahlrei­chen Publikationen hat der Biologe seine Forschungsergebnisse veröffentlicht. Der

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