Heft 
(1.1.2019) 01
Einzelbild herunterladen

Schwerpunkt seiner wissenschaftlichen Tätigkeit liegt auf der Analyse der Entwick­lung der quergestreiften Muskelzelle. Da­bei soll die Untersuchung des sarkomeren Zytoskeletts den breitesten Raum einneh­men. Aus den bisher erhaltenen Daten er­gibt sich eine Fülle von weiterführenden Projekten mit zellbiologischen, entwik- klungsbiologischen und medizinischen Fra­gestellungen. Dieter Fürst ist Mitglied in verschiedenen Gesellschaften, so in der European Society for Muscle Research, in der Deutschen Gesellschaft für Zellbiolo­gie, in der Deutschen Gesellschaft für Entwicklungsbiologie und im Deutschen Hochschulverband.

Eine Professur für Amerikanische Lite­ratur- und Kulturge­schichte im Institut für Anglistik und Amerikanistik der Philosophischen Fa­kultät I übernahm Prof. Dr. habil. Udo Jakob Hebel. Er wur­de 1956 in Stockhausen-Illfurth/Oberwe- sterwaldkreis geboren und studierte von 1976 bis 1982 Englisch, Deutsch und Päd­agogik an der Johannes-Gutenberg Univer­sität Mainz und amerikanische Literatur und Geschichte am Mississippi College Clin­ton/USA. Das Erste Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien legte er 1982, das Zweite (Englisch/Deutsch) 1984 ab. Als Lektor für Englisch und Deutsch arbeitete der Wissenschaftler von 1982 bis 1983 an der Umversity of Michigan, Ann Arbor/USA, Zum ThemaRomaninterpretation als Tfext- archäologie: Untersuchungen zur Inter- textualität am Beispiel von E Scott Fitz­geralds 'This Side of Raradise promovier­te Udo Hebel 1988 an der Universität Mainz, wo er in den Jahren 1986 bis 1995 als wis­senschaftlicher Assistent in'der Amerika- mstischen Abteilung des Seminars für Eng­lische Philologie forschte und lehrte. In die­ser Zeit erhielt er vom American Council of Learned Societies (ACLS) ein Habilitations­stipendium und weilte als Gastwissen­schaftler im Department of English and American Literature and Language der Harvard University in Cambridge, MA/USA.

'Those Images of jealousie: Fremd- und Eigenbilder im puritanischen Neuengland des 17. Jahrhunderts ist das Thema seiner 1995 verteidigten Habilitationsschrift. Ame­rikanische Literaturen und Kulturen der Kolonialzeit, amerikanisches Drama und Theater, Theorien und Praxis der American Studies, interkulturelle Begegnungen und deren Repräsentationen, Formationen und Revisionen amerikanischer Ideologien zäh­len zu den derzeitigen Forschungsschwer­punkten des Wissenschaftlers. Prof. Hebel

Seite 28

ist Mitglied verschiedener Gesellschaften, so der Deutschen Gesellschaft für Amerika­studien, im Verband Deutscher Anglisten (Anglistentag) und in der European Asso­ciation for American Studies.

Für das Gebiet All­gemeine Psycholo­gie II im Institut für Psychologie der Phi­losophischen Fakul­tät II wurde Prof. Dr. habil. Falko Rhein­berg berufen. Der 1945 in Parchim/ Mecklenburg Gebo­rene begann 1967 ein Studium der Psychologie an der Univer­sität zu Innsbruck, welches er an der Ruhr- Universität Bochum fortsetzte und 1972 mit dem Diplom beendete. Anschließend arbei­tete er bis 1973 als freier Mitarbeiter bei der Friedrich Krupp GmbH, Stabsabteilung Personalentwicklung, in Essen. Am Psycho­logischen Institut der Ruhr-Universität Bo­chumwar er anschließend bis 1979 als wis­senschaftlicher Mitarbeiter tätig. Zum The­maSoziale und individuelle Bezugsnorm" promovierte Falko Rheinberg 1977. Für die Zeit von 1979 bis 1981 erhielt er ein Habilitationsstipendium der Deutschen For­schungsgemeinschaft. Seine Habilitation zu Zweck und Tätigkeit schloß er 1983 ab. Eine Professur für Pädagogische Psycholo­gie und Psychologische Interventions­methoden am Psychologischen Institut der Universität Heidelberg bekleidete er zehn Jahre bis 1993. Angewandte Motivations­psychologie zählt zu den Forschungs­schwerpunkten des Hochschullehrers.

Prof. Dr. Jürgen Weissenborn ist der Inhaber des Lehr­stuhls Psycholingui­stik mit dem Schwer­punkt Spracherwerb im Institut für Lingui- stik/Allgememe Sprachwissenschaft der Philosophischen Fakultät II. Er wurde 1937 in Fritzlar geboren und studierte von 1957 bis 1966 Germanistik, Romanistik und Philosophie an den Universitäten München, Dijon/Frankreich, Urbino/Italien, Marburg, Göttingen und Saarbrücken. As Mitarbeiter am Romanistischen Institut und im Sonder­forschungsbereichElektronische Sprach­forschung der Universität des Saarlandes arbeitete er von 1970 bis 1977. Mit einer A- beit zur automatischen Analyse des Franzö­sischen im Hinblick auf die maschinelle Übersetzung promovierte er 1978. Dem schloß sich bis 1995 seine Tätigkeit als Mit­arbeiter am Max-Planck-Institut für Psy­

cholinguistik in Nijmegen/Holland an. As Gastwissenschaftler weilte Jürgen Weissen­born unter anderem am Centre National de Recherche Scientifique (CNRS), Labora- toire de Psychologie Experimentale in Pa­ris/Frankreich, an der Ecole des Hautes Etudes en Sciences Sociales, Laboratoire de Psychologie, Paris und am Massachu­setts Institute of Ttechnology (MIT), Center for Cognitive Science in Cambridge, MA/ USA. Lehraufträge führten ihn nach Köln, Hamburg, Heidelberg, Boston und Peking. Prof. Weissenborn ist Mitherausgeber der ZeitschriftLinguistics und veröffentlichte in zahlreichen Publikationen seine For­schungsergebnisse. Seit dem Wechsel nach Potsdam fungiert der Wissenschaftler als Projektleiter im InnovationskollegFor­male Modelle kognitiver Komplexität an der Universität Potsdam und in der Abeits- gruppeRegelwissen und Regellernen in biologischen Systemen" der Berlin-Bran- denburgischen Akademie der Wissen­schaften. Des weiteren ist er Mitglied im GraduiertenkollegÖkonomie und Komple­xität in der Sprache der Humboldt-Univer­sität zu Berlin und der Universität Potsdam. Zu den künftigen Forschungsschwer­punkten des Wissenschaftlers gehören neuropsychologische Grundlagen des nor­malen und gestörten Erstsprachenerwerbs.

Klein im Beirat des Auswärtigen Amtes

Prof. Dr. Eckart Klein, Dekan der Juristischen Fakultät, arbeitet seit kurzem im Beirat des Auswärtigen Amtes für wissenschaftliche Fragen der Vereinten Nationen mit. Die Auf­gabe dieses Beirates besteht darin, den Aus­tausch von Erkenntnissen und Erfahrungen zwischen Wissenschaft und Praxis zu er­leichtern. Ebenso berät er das Auswärtige Amt in Grundfragen der Organisation der Vereinten Nationen und des Multilateralis­mus, entwickelt Vorstellungen zur Lösung längerfristiger Probleme und gibt Anregun­gen für geeignete Lösungen. zg.

Beauftragter für DFG- Angelegenheiten

An der Universität Potsdam nimmt der Pro­rektor für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs, Prof. Dr. Ralf Menzel aus der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fa­kultät, ab sofort die Aufgaben eines Beauf­tragten für Angelegenheiten der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) wahr. Der an der Hochschule für Forschungsförderung zuständige Dr. Norbert Richter aus dem Dezernat 1 macht darauf aufmerksam, daß der Beauftragte bei Anträgen auf Sachbei- hilfe an die DFG davon zu unterrichten sei und dies wiederum im Antrag vermerkt wer­den solle. zg.

PUTZ 1/96