Schwerpunkt seiner wissenschaftlichen Tätigkeit liegt auf der Analyse der Entwicklung der quergestreiften Muskelzelle. Dabei soll die Untersuchung des sarkomeren Zytoskeletts den breitesten Raum einnehmen. Aus den bisher erhaltenen Daten ergibt sich eine Fülle von weiterführenden Projekten mit zellbiologischen, entwik- klungsbiologischen und medizinischen Fragestellungen. Dieter Fürst ist Mitglied in verschiedenen Gesellschaften, so in der European Society for Muscle Research, in der Deutschen Gesellschaft für Zellbiologie, in der Deutschen Gesellschaft für Entwicklungsbiologie und im Deutschen Hochschulverband.
Eine Professur für Amerikanische Literatur- und Kulturgeschichte im Institut für Anglistik und Amerikanistik der Philosophischen Fakultät I übernahm Prof. Dr. habil. Udo Jakob Hebel. Er wurde 1956 in Stockhausen-Illfurth/Oberwe- sterwaldkreis geboren und studierte von 1976 bis 1982 Englisch, Deutsch und Pädagogik an der Johannes-Gutenberg Universität Mainz und amerikanische Literatur und Geschichte am Mississippi College Clinton/USA. Das Erste Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien legte er 1982, das Zweite (Englisch/Deutsch) 1984 ab. Als Lektor für Englisch und Deutsch arbeitete der Wissenschaftler von 1982 bis 1983 an der Umversity of Michigan, Ann Arbor/USA, Zum Thema „Romaninterpretation als Tfext- archäologie: Untersuchungen zur Inter- textualität am Beispiel von E Scott Fitzgeralds 'This Side of Raradise’“ promovierte Udo Hebel 1988 an der Universität Mainz, wo er in den Jahren 1986 bis 1995 als wissenschaftlicher Assistent in'der Amerika- mstischen Abteilung des Seminars für Englische Philologie forschte und lehrte. In dieser Zeit erhielt er vom American Council of Learned Societies (ACLS) ein Habilitationsstipendium und weilte als Gastwissenschaftler im Department of English and American Literature and Language der Harvard University in Cambridge, MA/USA.
„ 'Those Images of jealousie’: Fremd- und Eigenbilder im puritanischen Neuengland des 17. Jahrhunderts“ ist das Thema seiner 1995 verteidigten Habilitationsschrift. Amerikanische Literaturen und Kulturen der Kolonialzeit, amerikanisches Drama und Theater, Theorien und Praxis der American Studies, interkulturelle Begegnungen und deren Repräsentationen, Formationen und Revisionen amerikanischer Ideologien zählen zu den derzeitigen Forschungsschwerpunkten des Wissenschaftlers. Prof. Hebel
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ist Mitglied verschiedener Gesellschaften, so der Deutschen Gesellschaft für Amerikastudien, im Verband Deutscher Anglisten (Anglistentag) und in der European Association for American Studies.
Für das Gebiet Allgemeine Psychologie II im Institut für Psychologie der Philosophischen Fakultät II wurde Prof. Dr. habil. Falko Rheinberg berufen. Der 1945 in Parchim/ Mecklenburg Geborene begann 1967 ein Studium der Psychologie an der Universität zu Innsbruck, welches er an der Ruhr- Universität Bochum fortsetzte und 1972 mit dem Diplom beendete. Anschließend arbeitete er bis 1973 als freier Mitarbeiter bei der Friedrich Krupp GmbH, Stabsabteilung Personalentwicklung, in Essen. Am Psychologischen Institut der Ruhr-Universität Bochumwar er anschließend bis 1979 als wissenschaftlicher Mitarbeiter tätig. Zum Thema „Soziale und individuelle Bezugsnorm" promovierte Falko Rheinberg 1977. Für die Zeit von 1979 bis 1981 erhielt er ein Habilitationsstipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Seine Habilitation zu „Zweck und Tätigkeit“ schloß er 1983 ab. Eine Professur für Pädagogische Psychologie und Psychologische Interventionsmethoden am Psychologischen Institut der Universität Heidelberg bekleidete er zehn Jahre bis 1993. Angewandte Motivationspsychologie zählt zu den Forschungsschwerpunkten des Hochschullehrers.
Prof. Dr. Jürgen Weissenborn ist der Inhaber des Lehrstuhls Psycholinguistik mit dem Schwerpunkt Spracherwerb im Institut für Lingui- stik/Allgememe Sprachwissenschaft der Philosophischen Fakultät II. Er wurde 1937 in Fritzlar geboren und studierte von 1957 bis 1966 Germanistik, Romanistik und Philosophie an den Universitäten München, Dijon/Frankreich, Urbino/Italien, Marburg, Göttingen und Saarbrücken. As Mitarbeiter am Romanistischen Institut und im Sonderforschungsbereich „Elektronische Sprachforschung“ der Universität des Saarlandes arbeitete er von 1970 bis 1977. Mit einer A- beit zur automatischen Analyse des Französischen im Hinblick auf die maschinelle Übersetzung promovierte er 1978. Dem schloß sich bis 1995 seine Tätigkeit als Mitarbeiter am Max-Planck-Institut für Psy
cholinguistik in Nijmegen/Holland an. As Gastwissenschaftler weilte Jürgen Weissenborn unter anderem am Centre National de Recherche Scientifique (CNRS), Labora- toire de Psychologie Experimentale in Paris/Frankreich, an der Ecole des Hautes Etudes en Sciences Sociales, Laboratoire de Psychologie, Paris und am Massachusetts Institute of Ttechnology (MIT), Center for Cognitive Science in Cambridge, MA/ USA. Lehraufträge führten ihn nach Köln, Hamburg, Heidelberg, Boston und Peking. Prof. Weissenborn ist Mitherausgeber der Zeitschrift „Linguistics“ und veröffentlichte in zahlreichen Publikationen seine Forschungsergebnisse. Seit dem Wechsel nach Potsdam fungiert der Wissenschaftler als Projektleiter im Innovationskolleg „Formale Modelle kognitiver Komplexität“ an der Universität Potsdam und in der Abeits- gruppe „Regelwissen und Regellernen in biologischen Systemen" der Berlin-Bran- denburgischen Akademie der Wissenschaften. Des weiteren ist er Mitglied im Graduiertenkolleg „Ökonomie und Komplexität in der Sprache“ der Humboldt-Universität zu Berlin und der Universität Potsdam. Zu den künftigen Forschungsschwerpunkten des Wissenschaftlers gehören neuropsychologische Grundlagen des normalen und gestörten Erstsprachenerwerbs.
Klein im Beirat des Auswärtigen Amtes
Prof. Dr. Eckart Klein, Dekan der Juristischen Fakultät, arbeitet seit kurzem im Beirat des Auswärtigen Amtes für wissenschaftliche Fragen der Vereinten Nationen mit. Die Aufgabe dieses Beirates besteht darin, den Austausch von Erkenntnissen und Erfahrungen zwischen Wissenschaft und Praxis zu erleichtern. Ebenso berät er das Auswärtige Amt in Grundfragen der Organisation der Vereinten Nationen und des Multilateralismus, entwickelt Vorstellungen zur Lösung längerfristiger Probleme und gibt Anregungen für geeignete Lösungen. zg.
Beauftragter für DFG- Angelegenheiten
An der Universität Potsdam nimmt der Prorektor für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs, Prof. Dr. Ralf Menzel aus der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät, ab sofort die Aufgaben eines Beauftragten für Angelegenheiten der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) wahr. Der an der Hochschule für Forschungsförderung zuständige Dr. Norbert Richter aus dem Dezernat 1 macht darauf aufmerksam, daß der Beauftragte bei Anträgen auf Sachbei- hilfe an die DFG davon zu unterrichten sei und dies wiederum im Antrag vermerkt werden solle. zg.
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