Heft 
(1.1.2019) 01
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Informationen zum Chemiestudium

FAIR IS FOUL AND FOUL IS FAIR"

Bilder zu Shakespeare in der Bibliothek Golm

Informationen zum Chemiestudium" lautet der Titel einer neuen Broschüre, die von der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) herausgegeben wird. Die 45 Seiten umfas­sende Schrift wendet sich an Schüler und Studieninteressierte, die vor der Entschei­dung stehen, zwischen einem Studium der Chemie, Biochemie, Lebensmittelchemie oder einem Studium des Lehramtes Che­mie zu wählen. Vermittelt werden Informa­tionen zum Aufbau der Studiengänge, Stu­dienorte, Studiendauer und spätere Berufs­chancen. Es folgen Angaben zu möglichen Spezialisierungen innerhalb der Chemie, wobei das Fachgebiet, Studieninhalte und Berufsfelder beschrieben werden. pm. DieInformationen zum Chemiestudium können gegen Einsendung von 3,- DM in Briefmarken angefordert werden bei der Gesellschaft Deutscher Chemiker, Öffent­lichkeitsarbeit, Postfach 900 440, 60444 Frankfurt am Main.

STUDENTENTHEATER AUS BELGIEN AN DER UNI

Das Universitätstheater Lüttich!Belgien gastier­te in diesem Wintersemester gleich mit zwei Stücken an der Universität Potsdam. Dieser erste Aufenthalt war erneut eine Kooperations­veranstaltung des Bereiches 'Kultur mit dem Potsdamer Lindenpark e. V. und fand in dessen Räumlichkeiten statt. Das Foto zeigt einen Tkil des 20köpfigen Ensembles während der Kindervorstellung des GRIPS-Theater-Klassi- kersEin Fest bei Papadahs". ln deutscherund französischer Sprache präsentierten sich die Lütticher Studierenden des weiteren bei einem Karl Valentin-Abend in bester Spiellaune.

zg./Foto: Thbukeit

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Oko-lnstitut e.V.

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Mittlerweile ist es an der nochjungen Universität Potsdam schon zur Tradition ge­worden, daß kleinere Kunstausstellungen den Studierenden und Besuchern im Lese­saal der Bibliothek Golm Gesellschaft leisten. Seit dem 6. Dezember und noch bis Ende Januar 1996 sind es Protagonistinnen und Protagonisten aus Shakespeares Komödien und Tragödien, die die in Suhl lebende Künstlerin Bettina Schünemann auf großforma­tige Leinwand gebannt hat. Ihre Ausstellung unter dem MottoFair is Foul and Foul is Fair war zuletzt zu den diesjährigen Shakespeare-Tägen in Weimar zu sehen.

Im Rahmen der Erforschung und Neu­bewertung der Rezeptionsgeschichte Shakespeares leistet neben der Geschich­te der Shakespeare-Kritik und der Shake­speare-Aufführungen auch die Shake­speare-Illustration in ihrer Weise einen we­sentlichen Beitrag zur Überlieferung des dramatischen Werkes und schaltet sich in das Gespräch um seine Deutung ein. Die positive Resonanz auf Schünemanns Aus­stellung in Weimar, Einbettungsmöglich­keiten der Ausstellung in laufende Shake­speare-Seminare und Forschungsarbeiten sowie Motivierung für die Shakespeare- Täge 1996 in Bochum zum ThemaShake­speare und die bildenden Künste" boten Gründe für den Bereich Englische Literatur I des Institutes für Anglistik/Amerikanistik in der Philosophischen Fakultät I, den Bilder­zyklus auch in Potsdam zu zeigen. Ein Gast­vortrag der Mainzer Wissenschaftlerin Prof. Dr. Hammerschmidt-Hummel zum Thema Shakespeare illustriert wird dann im Som­mersemester 1996 die Thematik fortführen. Nur soviel zur Ausstellung: Schaut man sich Bettina Schünemanns Illustrationen zu Shakespeare an, wird man unschwer eine Fokussierung auf Charaktere, auf markante Köpfe und einprägende Physio­gnomien feststellen können. Die äußerst farbintensive und räumlich großflächige Gestaltung ihrer Charaktere läßt kaum Platz für Hintergrund. Die Charaktere ver­schmelzen förmlich mit ihrem Hinter­grund. Meist frontal treten uns ihre Prot­agonisten gegenüber, die fast alle nur aus der Distanz für das Auge faßbar sind und so von vornherein Nähe und Intimität schwermachen. Nur Ophelias Gesicht wird durch Linien und Konturen geformt und lädt zum Nähertreten ein. Bezüglich der Auswahl ihrer Figuren ließe sich die These formulieren, daß Schünemann be­vorzugt solche Charaktere gewählt hat, die aufgrund ihrer ambivalenten inneren Psyche oder ihrer nebulösen, ungreilba­ren Physis eine besonders komplizierte Herausforderung für eine bildkünstleri­sche Umsetzung darstellen.

Dazu gehören derunsichtbare Ariel aus The Ttempest, die 'unwirklichen' Traum­wesen/Elfen inA Midsummer Night's Dream", der 'blind-sehende' Glocester in Kmg Lear, der Wahnsinn Ophelias und

Shakespeare gemalt ist m der Bibliothek in Golm zu sehen. Foto: Blell

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Lady Macbeths oder die 'Verschwörung' der Hexen inMacbeth. Schon die Cha­rakterauswahl deutet auf eine bewußte Auseinandersetzung mit der Problematik Sein und Schein/Realität und Traum hin, die für viele von Shakespeares Stücken ein zentrales Moment darstellen. Eine bild­künstlerische Lösung sucht Schünemann weniger auf inhaltlicher Ebene als auf ge­stalterischer Formebene. So nutzt sie ihre intensiv-assoziative Farbgestaltung und ihre Konturen- und Linienführung (Pinsel- und Kratztechnik) als sinnstiftende Mo­mente. Darüber hinaus bezieht sie aktiv ihren Malgrund in die Sinngebung mit ein, der für sie kein starrer, lebloser Unter­grund ist, sondern eine ebenso sinn­gebende Funktion besitzt wie Farbgestal­tung, Pinsel- oder Linienführung. Insgesamt 15 Bilder präsentiert Schüne­mann in ihrem Zyklus. Sie hat übrigens in Braunschweig Kunst studiert (1981-1988) und lebt mittlerweile nach Aufenthalten in Norddeutschland und in Berlin seit 1991 in Suhl. Die Ausstellung ist zu den Öffnungs­zeiten der Bibliothek in Golm zu besichti­gen: Montag bis Donnerstag von 8.30 bis 19.30 Uhr, Freitag von 8.30 bis 12.00 Uhr und Samstag von 8.30 bis 14.30 Uhr. Kom­mentare, Meinungen sind jederzeit will­kommen. Gabriele Blell

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