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(1.1.2019) 02
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BESUCH AUS DEM FERNEN CHINA Physik erleben

Die Attraktivität der Universität Potsdam scheint für Gäste ungebrochen. Jüngst setzte deren Reigen eine Delegation hochrangiger Verteter der Volkrepublik China fort. Be­grüßt werden konnten durch Prorektor Prof. Dr. Ralf Menzel und Kanzler Alfred Klein führende Mitarbeiter der dortigen Erziehungskommission, des Finanzministeriums, der Botschaft sowie weiterer Institutionen des fernen Landes. Die Runde vervollständig­ten Stefan Brandt, Dr. Josef Glombik und Sebastian Wolters vom brandenburgischen Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur.

Der zweistündige Informationsbesuch dien­te dem Kennenlernen der universitären Si­tuation im Märkischen. Als zentrale Alma mater des Landes spielte die Potsdamer Hochschule dabei eine herausragende Rol­le. Hintergrund des Gesprächs: gegenwär­tig wird in China eine neue Hochschul­gesetzgebung vorbereitet. Deren Verab­schiedung wird in Kürze erwartet. Darin enthalten sollen auch Elemente des deut­schen Hochschulbildungssystems sein. Die Chinesen bemühten sich nun hier in Potsdam um die Vertiefung entsprechender Kenntnisse. Dem vorausgegangen waren bereits Abstecher im Bonner Bundesmini­sterium für Bildung, Wissenschaft, For­schung und Tbchnologie, in den Düsseldor­fer und Potsdamer Wissenschaftsministe­rien, im Berliner Senat und in der Fachhoch­schule für Wirtschaft der Bundeshauptstadt. Während des kurzen Aufenthaltes an der erst 1991 gegründeten Universität Potsdam zeigten die Besucher insbesondere für Fra­gen der Selbstverwaltung der Einrichtung Interesse. Dabei bedurfte auch der Status des Kanzlers näherer Ausführungen. Aus­kunft erhielten die Gäste auch zu vorhande­nen Strukturen und Regulierungsebenen. Die Entstehung des internen Haushalts so­wie das weite Feld der Drittmitteleinwer- bung standen ebenso im Mittelpunkt der Diskussion wie Verfahren der Studenten­aufnahme.

Aufmerksame Zuhörer fanden die Erklärun­gen zum Verhältnis von Staat, Bundesland

und Hochschule. Gerade auf diesem Ge­biet wollen die chinesischen Reformer künf­tig Änderungen durchsetzen. Die Beziehun­gen von Regierung, Gesellschaft und aka­demischen Bildungsstätten bedürfen nach deren Meinung einer Revision. Mehr Eigen­verantwortlichkeit der Hochschulen bei globaler Steuerung des Staates steht da­bei an der Spitze aller Zielvorstellungen. Gegenwärtig gibt es im asiatischen Land neben den Einrichtungen, die direkt einer Verwaltung durch die Erziehungskommis­sion und Provinzen sowie Städten unterlie­gen, auch etwa 300 Ministerien und Kom­missionen des Staatsrates untergeordnete Hochschulen. Jetzt ist die allmähliche Schaffung eines zweistufigen Verwaltungs­systems geplant. Dabei sollen sich nun die Zentralregierung zum einen sowie Provin­zen bzw. autonome Gebiete zum anderen die Verantwortung teilen. Dringenden Handlungsbedarf sehen die Experten wei­ter auf den Feldern der Finanzierung, des Zulassungssystems, der Absolventenver­mittlung, Hochschulzugangsberechtigung, aber auch der Studienstruktur und der Lehr­inhalte. Die Erhöhung der Unternchtsqua- lität, des Niveaus der wissenschaftlichen Forschung, vor allem auch der Effizienz des Hochschulmanagements stehen im Zusam­menhang damit im Vordergrund aller Be­mühungen.

Die achtköpfige Abordnung setzte ihre Informationsgespräche nach der Reise durch Deutschland in Japan fort. PG.

Schülerinnen und Schüler des Leistungskurses Physik des Städtischen Gymnasiums Belzig be­suchten kürzlich den Bereich Physik der Pots­damer Universität. Die Mitarbeiter des Institutes für Experimentalphysik und Physikdidaktik be­reiteten für sie ein abwechslungsreiches Pro­gramm vor. Prof. Dr. Helmut Mikelskis informier­te die Gäste über Forschungsgegenstände des Fachbereichs und Studiermöglichkeiten an der Potsdamer Universität. Historische Etappen der Erforschung der Mikroobjekte stellte Dr. Wie­land Müller (Dritter von links) in den Mittelpunkt seiner Vorlesung. Im Laserlabor demonstrierte Dr. Horst Gebert experimentelle Varianten des Einsatzes des Lasers m der Forschung, Große Resonanz fand bei den Schülerinnen und Schü­lern das eigene Experimentieren an ausge­wählten Versuchen der Atomphysik, der Mecha­nik und der Elektrizitätslehre, die von Dr. Günter Sauer und Dr. Wieland Müller betreut wurden. Um den Kontakt mit Brandenburger Schulen zu intensivieren, wird der Bereich Physik nach der Renovierung des Physikgebäudes monatlich Vorlesungen und Experimentiermöglichkeiten für Brandenburger Gymnasien und Gesamt­schulen anbieten. W. Müller/Foto: Tribukeit

Körner und Flocken können locken"

Mit der Barmer Ersatzkasse unterhält das Institut für Arbeitslehre/Tfechnik der Univer­sität Potsdam praxisorientierte Beziehun­gen. Beredtes Beispiel dafür sind zwei Kur­se, die Dr. Ulf Holzendorf und Diätassisten­tin Christma Hofmann gemeinsam in der Lehrküche des Instituts durchführen. Dabei geht es ihnen zum einen um die Vollwert­ernährung in Theorie und Praxis, zum an­deren um Tips für die Herstellung eines kalorienarmen, trotzdem schmackhaften Abendbrots. DerUnterricht" selbst enthält neben der theoretischen Unterweisung vor allem praktische "feile bis hin zur Verko­stung der zubereiteten Mahlzeit. Das Lehr­angebot besteht bereits seit drei Jahren und stößt auf ein kontinuierliches Interesse. Gesundheitliche Gründe, aber auch reiner Wissensdurst sind es, die immer wieder Einwohner Potsdams und der Region zur "feilnahme bewegen. Das Erlernen alterna­tiver Ernährungsformen spielt dabei eine wesentliche Rolle. Diese sollen schließlich nach dem Willen der Kursierter auch Einzug in die heimischen Küchen halten. EG.

Die chinesischen Gäste kamen mit zahlreichen, sehr konkreten Fragen an die Potsdamer Uni. Seitens der Hochschule standen für deren Beantwortung Prorektor Prof. Dr. Ralf Menzel (2. v.r.) sowie Kanzler Alfred Klein (r.) zur Verfügung. Foto: Fritze

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