Heft 
(1.1.2019) 02
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PRACHTTREPPENAUFGANG BALD IN ALTEM GLANZ

iPHS

mlm

Die Sanierungsarbeiten am Prachttreppenauf­gang des südlichen Communs-Gebäudes ver­laufen planmäßig. Das versichert Jürgen Wiese von der ArbeitsgemeinschaftCommuns Am Neuen Palais. Rund zehn Arbeitskräfte der Firma Museumsbauhütte Berlin sind seit dem Sommer ständig vor Ort. Als Bauherr fungiert das Landesbauamt.Juristischer Träger auch Inhaber der denkmalpflegenschen Kompetenz für das gesamte, weit umfassendere Projekt ist allerdings die Stiftung Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg", erläutert der Architekt. Die Stiftung stellt für die Steinmetzarbeiten einen Fachberater zur Seite. Eine Kunsthisto- nkerin berät zudem bei kunst-historischen und gestalterischen Belangen, denn nicht jedes Detail konnte im Vorfeld geklärt werden.

Vor den Fachleuten stehen schwierige Aufga­ben. Die Treppen einschließlich der Antrittspo­stamente und Skulpturen bedürfen einer gründ­lichen Erneuerung. Die abgenommenen Figu­ren erfahren dabei eine bildhauerische Überar­beitung. Komplett entfernt werden mußten vor­läufig die Balustraden. Ihre Verankerungen er­wiesen sich als unzureichend. Jetzt kommen für dioe statische Befestigung Klammern aus rost­freiem V4A-Stahl zum Einsatz. Damit haben die rostigen Eisenanker endgültig ihren Dienst ge­tan. Durch ihre Sprengwirkung verursachten sie m der Vergangenheit große Schäden. Im Zuge des Abtragens jener Brüstung wichen auch die vorhandenen Pfosten. Um deren weitere Ab­platzungen zu vermeiden, leisteten die Bauleute Filigranarbeit mit dem Kran.

Wir m üssen im allgemeinen am Aufgang ganze Teile ersetzen oder sie zumindest mittels Vie­rungen überarbeiten", sagt der Projektleiter. Deshalb untersuchen die Experten zunächst die Konsistenz der Steine.Erst nach deren Bestim­mung erfolgt dann, wenn nötig, eine Auswechs­lung", so Wiese. Auf der fhgesordnung steht auch die Lösung der Abdichtungsprobleme. Diese resultieren aus Fugenundichten an Läufen und Stufen. Übrigens: der für den Spaziergän­ger bislang weithin sichtbare Bewuchs fiel der Sanierung bereits zum Opfer.

Die Rekonstruktion des gesamten Treppenauf­gangs soll in drei bis vier Monaten abgeschlos­

sen sein. Wegen des Ffostes befürchten die Ver­antwortlichen allerdings Unterbrechungen. Wenn die Witterung nicht mitspielt, müssen wir mit Verzögerungen rechnen, meint Wiese. Beide Communs-Gebäude bekommen in den nächsten vier bis fünf Jahren noch eine Verschö­nerungskur, dann finden die innen- wie Außen­arbeiten ihren Abschluß. Die Kosten hegen nach Angaben des Landesbauamtes bei 34 Millionen DM. PG./Fotos: Fritze, Tribukeit

Alfried Krupp-Förderpreis

Die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach- Stiftung verleihtim Jahre 1996 zum 14. Mal den Alfried Krupp-Förderpreis für junge Hochschullehrer. Mit der Verleihung des Preises wird eine Ergänzungsausstattung in Form von Personal- und Sachmitteln in Höhe von DM 850 000, verteilt auf fünf Jah­re, gewährt. Das Förderangebot richtet sich an Natur- und Ingenieurwissenschaftler, deren Befähigung zu Forschung und Lehre durch die Berufung auf eine C3-Professur an einer wissenschaftlichen Hochschule in der Bundesrepublik Deutschland bestätigt worden ist. Sie sollten nicht älter als 38 Jah­re alt sein.

Kandidaten können von Einzelpersonen, wissenschaftlichen Hochschulen und For­schungsinstitutionen der Bundesrepublik Deutschland vorgeschlagen werden. Selbstbewerbungen sind ausgeschlossen. Vorschläge können schriftlich bis zum 15. März 1996 an die Stiftung gerichtet werden. Sie sollten die folgenden Angaben enthal­ten: Curriculum vitae, wissenschaftlicher Werdegang und bisher ausgeübte berufli­che Tätigkeit des Kandidaten sowie Publikationsliste und Referenzen. Anschrift: Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stif- tung, Postfach 23 02 45, 45070 Essen, Tbl. 0201/188-4820, Fax 0201/412587. St.

VEREINIGUNG FÜR JÜDISCHE STUDIEN GEGRÜNDET

Anfang 1996 wurde an der Universität Pots­dam von Wissenschaftlern der Universitä­ten Darmstadt, Oldenburg, Halle/Witten­berg, Bremen, Mainz, Greifswald, Potsdam und der Humboldt-Universität zu Berlin die Vereinigung für Jüdische Studien e.V ge­gründet. Die Vereinigung stellte sich die Vertretung der Belange Jüdischer Studien an deutschen Hochschulen und entspre­chend wissenschaftlich arbeitenden Bil- dungs-, Kultur- und Wissenschaftseinrich­tungen im In- und Ausland zur Aufgabe. Ziel ist es, weiterhin Personen und Institutio­nen, die auf dem Gebiet jüdischer Ge­schichte und Kultur arbeiten, zusammenzu­führen und gemeinsame Anliegen zu formu­lieren und zu vertreten.

Insbesondere soll die gegenwärtig an vie­len deutschen Universitäten geführte De­batte um Funktion, Stellung, Aufgabe und Verantwortung jüdischer Studien im Rah­men der universitären und allgemeinen Bil­dung und Forschung, insbesondere im Deutschland nach 1945, aufgenommen und vertieft werden. Die Vereinigung will in ver­stärktem Maße die Frage der Stellung jüdi­scher Kultur im Kontext der europäischen und außereuropäischen Kulturen stellen und ins Bewußtsein rücken, wie dies in den bestehenden interdisziplinären Studiengän­gen für Jüdische Studien bereits mit Erfolg praktiziert wird. Mitglieder können alle in den genannten Bereichen arbeitenden Per­sonen und Institutionen werden. Ansprechpartner: Prof. Dr. Karl E. Grözin- ger, Institut für Religionswissenschaft & Stu­diengang Jüdische Studien der Universität Potsdam, Tbl./Fax 0331/977-1254. zg.

Gefragte Partner

Deutsche Hochschulen und Unternehmen sind im TEMPUS-Programm der Europäi­schen Union gefragte Färtner. Im akademi­schen Jahr 1995/96 sind 180 deutsche Ein­richtungen an 241 von 486 TEMPUS/PHA- RE-Projekten beteiligt. Ihre Kooperations­partner stammen vor allem aus Polen, Un­garn und Bulgarien. Im Programmsegment TEMPUS/TACIS, dessen Schwerpunkt auf der Förderung von Projekten im Bereich der Geisteswissenschaften, Volkswirt­schaftslehre, westeuropäische Sprachen und Hochschulverwaltung liegt, ist die deut­sche Seite in 31 von 85 Vorprojekten und 22 von 57 Hauptprojekten vertreten; 45 Prozent dieser Projekte koordinieren sie auch. Ziel von TEMPUS ist die Umgestaltung des Hochschulwesens in den mittel- und osteu­ropäischen Reformstaaten durch gezielte Hilfe der Hochschulen aus Westeuropa.

zg.

PUTZ 2/96

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