PRACHTTREPPENAUFGANG BALD IN ALTEM GLANZ
iPHS
mlm
Die Sanierungsarbeiten am Prachttreppenaufgang des südlichen Communs-Gebäudes verlaufen planmäßig. Das versichert Jürgen Wiese von der Arbeitsgemeinschaft „Communs“ Am Neuen Palais. Rund zehn Arbeitskräfte der Firma Museumsbauhütte Berlin sind seit dem Sommer ständig vor Ort. Als Bauherr fungiert das Landesbauamt. „Juristischer Träger auch Inhaber der denkmalpflegenschen Kompetenz für das gesamte, weit umfassendere Projekt ist allerdings die Stiftung Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg", erläutert der Architekt. Die Stiftung stellt für die Steinmetzarbeiten einen Fachberater zur Seite. Eine Kunsthisto- nkerin berät zudem bei kunst-historischen und gestalterischen Belangen, denn nicht jedes Detail konnte im Vorfeld geklärt werden.
Vor den Fachleuten stehen schwierige Aufgaben. Die Treppen einschließlich der Antrittspostamente und Skulpturen bedürfen einer gründlichen Erneuerung. Die abgenommenen Figuren erfahren dabei eine bildhauerische Überarbeitung. Komplett entfernt werden mußten vorläufig die Balustraden. Ihre Verankerungen erwiesen sich als unzureichend. Jetzt kommen für dioe statische Befestigung Klammern aus rostfreiem V4A-Stahl zum Einsatz. Damit haben die rostigen Eisenanker endgültig ihren Dienst getan. Durch ihre Sprengwirkung verursachten sie m der Vergangenheit große Schäden. Im Zuge des Abtragens jener Brüstung wichen auch die vorhandenen Pfosten. Um deren weitere Abplatzungen zu vermeiden, leisteten die Bauleute Filigranarbeit mit dem Kran.
„Wir m üssen im allgemeinen am Aufgang ganze Teile ersetzen oder sie zumindest mittels Vierungen überarbeiten", sagt der Projektleiter. Deshalb untersuchen die Experten zunächst die Konsistenz der Steine. „Erst nach deren Bestimmung erfolgt dann, wenn nötig, eine Auswechslung", so Wiese. Auf der fhgesordnung steht auch die Lösung der Abdichtungsprobleme. Diese resultieren aus Fugenundichten an Läufen und Stufen. Übrigens: der für den Spaziergänger bislang weithin sichtbare Bewuchs fiel der Sanierung bereits zum Opfer.
Die Rekonstruktion des gesamten Treppenaufgangs soll in drei bis vier Monaten abgeschlos
sen sein. Wegen des Ffostes befürchten die Verantwortlichen allerdings Unterbrechungen. „Wenn die Witterung nicht mitspielt, müssen wir mit Verzögerungen rechnen“, meint Wiese. Beide Communs-Gebäude bekommen in den nächsten vier bis fünf Jahren noch eine Verschönerungskur, dann finden die innen- wie Außenarbeiten ihren Abschluß. Die Kosten hegen nach Angaben des Landesbauamtes bei 34 Millionen DM. PG./Fotos: Fritze, Tribukeit
Alfried Krupp-Förderpreis
Die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach- Stiftung verleihtim Jahre 1996 zum 14. Mal den Alfried Krupp-Förderpreis für junge Hochschullehrer. Mit der Verleihung des Preises wird eine Ergänzungsausstattung in Form von Personal- und Sachmitteln in Höhe von DM 850 000, verteilt auf fünf Jahre, gewährt. Das Förderangebot richtet sich an Natur- und Ingenieurwissenschaftler, deren Befähigung zu Forschung und Lehre durch die Berufung auf eine C3-Professur an einer wissenschaftlichen Hochschule in der Bundesrepublik Deutschland bestätigt worden ist. Sie sollten nicht älter als 38 Jahre alt sein.
Kandidaten können von Einzelpersonen, wissenschaftlichen Hochschulen und Forschungsinstitutionen der Bundesrepublik Deutschland vorgeschlagen werden. Selbstbewerbungen sind ausgeschlossen. Vorschläge können schriftlich bis zum 15. März 1996 an die Stiftung gerichtet werden. Sie sollten die folgenden Angaben enthalten: Curriculum vitae, wissenschaftlicher Werdegang und bisher ausgeübte berufliche Tätigkeit des Kandidaten sowie Publikationsliste und Referenzen. Anschrift: Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stif- tung, Postfach 23 02 45, 45070 Essen, Tbl. 0201/188-4820, Fax 0201/412587. St.
VEREINIGUNG FÜR JÜDISCHE STUDIEN GEGRÜNDET
Anfang 1996 wurde an der Universität Potsdam von Wissenschaftlern der Universitäten Darmstadt, Oldenburg, Halle/Wittenberg, Bremen, Mainz, Greifswald, Potsdam und der Humboldt-Universität zu Berlin die Vereinigung für Jüdische Studien e.V“ gegründet. Die Vereinigung stellte sich die Vertretung der Belange Jüdischer Studien an deutschen Hochschulen und entsprechend wissenschaftlich arbeitenden Bil- dungs-, Kultur- und Wissenschaftseinrichtungen im In- und Ausland“ zur Aufgabe. Ziel ist es, weiterhin Personen und Institutionen, die auf dem Gebiet jüdischer Geschichte und Kultur arbeiten, zusammenzuführen und gemeinsame Anliegen zu formulieren und zu vertreten.
Insbesondere soll die gegenwärtig an vielen deutschen Universitäten geführte Debatte um Funktion, Stellung, Aufgabe und Verantwortung jüdischer Studien im Rahmen der universitären und allgemeinen Bildung und Forschung, insbesondere im Deutschland nach 1945, aufgenommen und vertieft werden. Die Vereinigung will in verstärktem Maße die Frage der Stellung jüdischer Kultur im Kontext der europäischen und außereuropäischen Kulturen stellen und ins Bewußtsein rücken, wie dies in den bestehenden interdisziplinären Studiengängen für Jüdische Studien bereits mit Erfolg praktiziert wird. Mitglieder können alle in den genannten Bereichen arbeitenden Personen und Institutionen werden. Ansprechpartner: Prof. Dr. Karl E. Grözin- ger, Institut für Religionswissenschaft & Studiengang Jüdische Studien der Universität Potsdam, Tbl./Fax 0331/977-1254. zg.
Gefragte Partner
Deutsche Hochschulen und Unternehmen sind im TEMPUS-Programm der Europäischen Union gefragte Färtner. Im akademischen Jahr 1995/96 sind 180 deutsche Einrichtungen an 241 von 486 TEMPUS/PHA- RE-Projekten beteiligt. Ihre Kooperationspartner stammen vor allem aus Polen, Ungarn und Bulgarien. Im Programmsegment TEMPUS/TACIS, dessen Schwerpunkt auf der Förderung von Projekten im Bereich der Geisteswissenschaften, Volkswirtschaftslehre, westeuropäische Sprachen und Hochschulverwaltung liegt, ist die deutsche Seite in 31 von 85 Vorprojekten und 22 von 57 Hauptprojekten vertreten; 45 Prozent dieser Projekte koordinieren sie auch. Ziel von TEMPUS ist die Umgestaltung des Hochschulwesens in den mittel- und osteuropäischen Reformstaaten durch gezielte Hilfe der Hochschulen aus Westeuropa.
zg.
PUTZ 2/96
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