AUS DEM SENAT BERICHTET
In seiner 27. Sitzung am 14. Dezember 1995 hat sich der Senat der Universität Potsdam unter anderem mit folgenden Themen beschäftigt bzw. folgende Beschlüsse gefaßt:
Das Gremium erteilte wiederum zahlreichen Studien- und Prüfungsordnungen seine Zustimmung. Es sind dies: Studienordnungen für die Studiengänge Rechtswissenschaft und für die rechtswissenschaftlichen Nebenfächer im Magisterstudiengang, Besondere Prüfungsbestimmungen für die rechtswissenschaftlichen Nebenfächer im Magisterstudiengang, Studien- und Prüfungsordnung für die Sprachausbildung am Sprachenzentrum, Studien- und Prüfungsordnung für das Zusatzstudium Deutsch als Fremd- und Zweitsprache sowie Studienordnung für den Diplomstu dien- gang Mathematik und Diplomprüfungsordnung für den Studiengang Mathematik. Die Mitglieder des Senates nahmen weiterhin die vom Rektor getroffene Eilentschei- dung zur ersten Änderung der vorläufigen Diplomprüfungsordnung Betriebswirtschaftslehre sowie der Neufassung dieser Ordnung zustimmend zur Kenntnis.
Der Senat beschloß des weiteren, eine Lehreinheit Religionswissenschaft zu bilden und die Einrichtung des Studienganges Religionswissenschaft als Magister/ Nebenfach beim Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg zu beantragen. Ausdrücklich hervorgehoben wurde allerdings, daß dabei keine zusätzlichen personellen Mittel in Anspruch genommen werden können. Auch die Durchführung der Hochschulinformationstage am 19. April 1996 billigten die Senatoren. Die Veranstaltungen sollen vorrangig im Hochschulkomplex Am Neuen Palais stattfinden, um den Interessenten die Möglichkeit zu geben, sich einen Überblick über das komplette Studienangebot der Hochschule zu verschaffen.
Zum Geschäftsführenden Direktor des Zentrums für Australienforschung bestellte das Gremium Prof. Dr. Hans-Georg Petersen, Inhaber des Lehrstuhls für Finanzwissenschaft in der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät. Er übernahm satzungsgemäß die Rmktion von Prof. Dr. Wilhelm Bürklm, Inhaber des Lehrstuhls für das Regierungssystem der Bundesrepublik Deutschland der gleichen Fakultät. Laut Beschluß bilden ferner Prof. Dr. Ralph Jänkel, Inhaber des Lehrstuhls für Umweltrecht der Juristischen Fakultät, Prof. Dr. Manfred Ku- jawa, Fraunhofer-Institut für Umweltchemie und Ökotoxikologie, sowie Prof. Dr. Helmut Mikelskis, Dekan der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät und Inhaber
des Lehrstuhls für Didaktik der Physik, das Direktorium des Interdisziplinären Zentrums für Umweltwissenschaften. Zugestimmt wurde auch der Benennung von Helmut Mikelskis zum Geschäftsführenden Direktor.
Vorbehaltlich des Votums der Senatskommission für Entwicklungsplanung und Finanzen (EPK) wurde die Ausschreibung der C4-Professur für Ökologie/Ökosystem- modellierung bei gleichzeitiger Zurückstellung der Wiederausschreibung der C4-Pro- fessur für Spezielle Zoologie beschlossen. In den Jahren seit der Gründung hat sich die Hochschule an den EU-Programmen ERASMUS und LINGUA beteiligt, in deren Mittelpunkt - neben anderen Programm- teilen - die Möglichkeit eines Auslandsstudiums für Studierende aller Fachrichtungen stand. Seit 1993 nutzten pro Jahr rund 100 Studierende der Hochschule EU-Program- me, andererseits kamen rund 100 ausländische junge Leute in diesem Rahmen nach Potsdam, Die Einführung der Programme war bisher an die Initiative einzelner Hochschullehrer gebunden. Im März 1994 beschloß nun die EU die Auflegung des SO- KRATES-Programmes, welches in starkem Maße das Engagement der Universitäten als Institutionen erfordert. Denn in entsprechenden Anträgen-müssen alle Aktivitäten aus den Bereichen Hochschulbildung zusammengefaßt werden. Damit bietet sich auch für die Universität Potsdam die Chance, ihre Auslandsbeziehungen neu zu überdenken und konzeptionell aufzuarbeiten. Der Senat erklärte jetzt sein Einverständnis zur Beteiligung der Um am SOKRATES-Pro- gramm. Der damit geforderte Universitätsantrag und der folgende Hochschulvertrag wurden als Bestandteile der internationalen Beziehungen zur Universitätspolitik erhoben. Mit der Organisation und der inhaltlichen Ausgestaltung beauftragte man weiterhin das Akademische Auslandsamt.
Den Abschlußbericht der Strukturkommission Berufliche Bildung nahmen die Senatoren zur Kenntnis, verwiesen ihn an die EPK und lösten damit zugleich diese unter Leitung Prof. Dr. Rolf Mitzners stehende Kommission auf. Deren Aufgabe bestand in der Entwicklung von Strukturen für die künftige Ausbildung von Lehrerinnen und Lehrern an beruflichen Schulen im Land Brandenburg und der Unterbreitung von Vorschlägen für ihre Realisierung an der Universität Potsdam. B.E.
In seiner 28. Sitzung am 11. Januar 1996 befaßte sich der Senat u.a. mit folgenden Punkten:
Der Rektor teilte mit, daß das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur Brandenburgs (MWFK) durch Erlaß die Dienstreiseregelung geändert habe. Danach sei die Universität nun für die Anord
nung und Genehmigung von Dienstreisen grundsätzlich selbst verantwortlich. Ferner werde am ersten Apnl 1996 die Nebentätigkeitsverordnung des Landes Brandenburg in Kraft gesetzt.
Die Mitglieder des Senates stimmten mehreren Studienordnungen und besonderen Prüfungsordnungen zu, und zwar für den Diplomstudiengang Geographie (mit dem Schwerpunkt Antropogeographie), für die Lehramtsstudiengänge im Fach Englisch und für die Magisterstudiengänge Anglistik und Amerikanistik. Auch richteten sie Lehramtsstudiengänge im Fach Kunst mit den Abschlüssen Primarstufe (Fach I), Sekundarstufe I und Sekundarstufe I/Primarstufe ein.
Vertagt wurde dagegen die Einsetzung einer Ethikkommission wegen der noch nach den Vorgaben der Genfer Konvention zu klärenden Zusammensetzung der Mitglieder. Erforderlich geworden ist eine solche Kommission wegen der Fächer Fätholinguistik, Psychologie und Sportmedizin und deren Drittmitteleinwerbung. Vorbehaltlich der Zustimmung der Kommissionen für Entwicklungsplanung und Finanzen (EPK) sowie für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs (FNK) verabschiedet werden konnte der Antrag auf die Einrichtung und Förderung eines Graduiertenkollegs zum Thema „Judentum in der Moderne"; befürwortend zur Kenntnis genommen wurde der Entwurf eines Kooperationsvertrages mit dem Institut für Dünnschichttechnologie und Mikrosensorik e.V, das ein An-Institut der Universität werden möchte. Der Antrag ging nun in die EPK sowie in die FNK mit der Bitte um Ausgestaltung und Prüfung.
Hg.
Rahmentermine Sommersemester 1996
25.-29.März 1996
Einschreibung für das 1. Semester
1.-4. April 1996
Belegen der Lehrveranstaltungen und Praktika in den Fächern/Instituten 9. April - 12. Juli 1996 Vorlesungszeitraum 15. Juni - 15. Juli 1996 Rückmeldung zum Wintersemester 96/97
15. -31. Juli 1996
Zeitraum für Prüfungen und Praktika
1.-31. August 1996
Sommerpause
1.-30. September 1996
Zeitraum für Prüfungen und Praktika
Lehrveranstaltungsfreie Tage im
Vorlesungszeitraum
1. Mai 1996: Maifeiertag
16. Mai 1996: Christi Himmelfahrt 27. Mai 1996: Pfingstmontag
PUTZ 2/96
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