Heft 
(1.1.2019) 02
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NEU ERNANNTE PROFESSOREN

An der Universität Potsdam herrscht nach wie vor eine rege Aufbauphase. Zeichen dafür sind nicht nur viele Baugerüste, sondern unter anderem auch die wäh­rend der letzten Monate sehr zahlreich ernannten Professoren. Sie alle an dieser Stelle vorzustellen, würde den Umfang derPUTZ sprengen. Mit weiteren fünf Professoren soll an dieser Stelle bekannt gemacht werden (zusammengestellt von Dr. Barbara Eckardt).

Für das Gebiet Klini­sche Psychologie im Institut für Psycholo­gie der Philosophi­schen Fakultät II wur­de Prof. Dr. habil. Günter Esser er­nannt. Der 1950 in Denklingen Gebore­ne legte 1973 sein Diplom im Fach Psy­chologie an der Justus-Liebig-Umversität Gießen ab. Bis zur Übernahme der Profes­sur in Potsdam war er seit 1976 wissen­schaftlicher Angestellter in der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie am Zentral­institut für Seelische Gesundheit Mann­heim. Mit einer ArbeitÜber den Zusam­menhang von Verhaltens- und Leistungs­störungen im Vorschulalter (und Grund­schulalter)" promovierte er 1980 an der Universität in Mannheim. Im Fach Klinische Psychologie habilitierte er sich 1990 in Hei­delberg zum Thema Was wird aus Kindern mit TMlleistungsschwächen - Der langfristi­ge Verlauf umschriebener Entwicklungsstö­rungen" . Günter Esser leitete verschiedene drittmittelfinanzierte klinische Forschungs­projekte, überwiegend epidemiologisch prospektive Längsschnittstudien zu den Themen Minimale Cerebrale Dysfunktion, Tfeilleistungsschwächen, Verlauf kinderpsy­chiatrischer Störungen, Risikofaktoren und Risikomodelle kinderpsychiatrischer Stö­rungen, Analyse der Mutter-Kind-Interakti- on. Der Hochschullehrer ist Mitglied des wissenschaftlichen Beirates der Zeitschrif­tenKindheit und Entwicklung" undZeit­schrift für Kinder- und Jugendpsychiatrie sowie der WHO-working group on child psychiatry.

Eine Professur für Schulpädagogik mit dem Schwerpunkt Allgemeine Didaktik und Theorie des Unterrichts im Institut für Päd­agogik der Philosophischen Fakultät II übernahm Prof. Dr. habil. Diether Hopf. Der Wissenschaftler wurde 1933 in Eisen­ach geboren und studierte ab 1954 an der Philipps-Universität Marburg, der Freien

Universität Berlin und der University of Cali­fornia Berkeley/USA Klassische Philolo­gie, Philosophie, Lei­beserziehung und Psychologie. Bis 1960 arbeitete er als Erzie­her, bis 1964 als Leh­rer an der Grund­schule und am Gym­nasium. Dem schloß sich bis 1971 seine Tätigkeit als Hochschullehrer an der Freien Universität Berlin, zunächst als Gräzist, spä­ter als Erziehungswissenschaftler und Psy­chologe an. Bevor er an die Universität Pots­dam ging, forschte er bis 1995 als Wissen­schaftler am Max-Planck-Institut für Bil­dungsforschung in Berlin. An der Freien Universität Berlin promovierte er 1970 zum ThemaÜbergangsauslese und Leistungs­differenzierung - eine Untersuchung am Beispiel der Grammar und Comprehensive Schools in England und habilitierte sich 1975 dort über flexible Unterrichtsorgani­sation. Diether Hopf war weiterhin beim Deutschen Bildungsrat beschäftigt, übte Beratungstätigkeit für das Kultusministeri­um in Island bei der dortigen Reform des Bildungssystems aus, ist Mitherausgeber der Zeitschrift für Pädagogik sowie Gast­professor an der Aristoteles-Universität Thessaloniki/Griechenland. Die zumeist empirischen Forschungsarbeiten des Hochschullehrers betreffen beispielsweise Themen wie Differenzierung und Individua­lisierung von Schule und Unterricht, päd­agogische Diagnostik oder die schulische und sozio-psychische Lage ausländischer Kinder in Schule und Unterricht.

Prof. Dr. habil. Det­lev Hummel ist der Inhaber des Lehr­stuhls Betriebswirt­schaftslehre mit dem Schwerpunkt Finan­zierung und Banken in der Wirtschafts­und Sozialwissen- schaftlichen Fakultät.

Er wurde 1954 m Hal­le geboren und beendete seine Studien der Wirtschaftswissenschaften und Internatio­nalen Finanzen 1980 an der Humboldt-Uni­versität zu Berlin. Ebenfalls an dieser Uni­versität promovierte er 1983 über Geldmen­gensteuerung der Deutschen Bundesbank und habilitierte sich sieben Jahre später über strukturellen Wandel der internationa­len Finanzmärkte. Von 1980 bis 1991 arbei­tete er als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Humboldt-Universität zu Berlin im Be­reich Internationale Finanzen, anschließend als wissenschaftlicher Mitarbeiter bzw. als Privatdozent an der Universität Hohenheim

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Stuttgart am Lehrstuhl für Kreditwirtschaft. Zu den Lehr- und Forschungsschwerpunk­ten Detlev Hümmels gehören Bankbetriebs­lehre, dabei beispielsweise Strategie- und Führungsinstrumente von Banken, Finan­zierung wie Kapitalmarktfmanzierung und Emerging Markets Mittel- und Osteuropa, Rußland, China und Südostasien betref­fend. Der Wissenschaftler ist Mitglied des Deutschen Hochschulverbandes, des Ver­bandes der Hochschullehrer für Betriebs­wirtschaft e.V und des Kreditpolitischen Kolloquiums Hohenheim e.V

Eine Professur für Klassische Philologie im gleichnamigen In­stitut der Philoso­phischen Fakultät I bekleidet Prof. Dr. habil. Peter Riemer. 1955 in Rheydt gebo­ren, studierte er von 1979 bis 1984 Grie­chisch, Latein und Philosophie an der Universität zu Köln. Nach dem Magister- und Staatsexamen war er mehrere Jahre als Latein- und Grie­chischlehrer an der Freien Waldorfschule in Düsseldorf tätig. 1988 promovierte er in Köln mit einer Arbeit über die griechische TragödieDie Alkestis des Eunpides". So­wohl sein Studium als auch seine Promoti­on wurden durch Stipendien der Studien­stiftung des Deutschen Volkes gefördert. 1990 zum wissenschaftlichen Assistenten ernannt, habilitierte sich Peter Riemer im Wintersemester 1993/94 mit dem Thema Das Spiel im Spiel. Studien zum Plautini- schenAgon im 'Thnummus' und 'Rudens. Es folgte eine Lehrstuhlvertretung für Grä- zistik an der Universität Rostock. For­schungsschwerpunkte sind das antike Dra­ma, sowohl griechische Tragödie als auch römische Komödie, und die Lateinische Li­teratur der Renaissance. Letzteres manife­stiert sich in der Leitung einer am Institut für Klassische Philologie eingerichteten Ar­beitsstelle der Akademie der Wissenschaf­ten und der Literatur, Mainz: Indices zur Lateinischen Literatur der Renaissance (ILLR). Eine besondere Aufgabe sieht Peter Riemer in der dynamischen Verbindung der Alten Sprachen und ihrer Kulturen. Er ist in der ReiheC.H. Beck Studium Autor der beiden BändeEinführung in das Studium des Griechischen" undEinführung in das Studium des Lateinischen.

Für das Gebiet Klassische Philologie mit dem Schwerpunkt Latinistik im Institut für Klassische Philologie der Philosophischen Fakultät I wurde Prof. Dr. habil. Jörg Rüpke berufen. 1962 in Herford/Westfalen gebo­ren, studierte er von 1981 bis 1987 Latein, Religionswissenschaft, Katholische Theolo-

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