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(1.1.2019) 02
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gie, Philosophie und Pädagogik an den Universitäten Bonn,

Lancaster/Großbri­tannien und Tübin­gen. Dort wurde er

1989 mit einer Arbeit überDie religiöse Konstruktion des Krieges in Rom pro­moviert. Nach einem Jahr im Lektorat des Militärgeschichtlichen Forschungsamtes Freiburg arbeitete er seit

1990 als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Projekt der Deutschen Forschungsgemein­schaftSozialgeschichte der römischen Religion und als Assistent im Philologi­schen Seminar der Universität Tübingen. Grundlage der Habilitation 1994 war die UntersuchungKalender und Öffentlichkeit: Die Geschichte der Repräsentation und re­ligiösen Qualifikation von Zeit in Rom. Dem schloß sich 1994/95 die Vertretung des Lehrstuhls für Latinistik an der Universität Konstanz an. In das neugegründete Institut für Klassische Philologie der Universität Potsdam bringt Jörg Rüpke die Forschungs­schwerpunkte Historiographie und augu­steische Dichtung, antike Kultur-, insbeson­dere Religionsgeschichte sowie Wissen­schaftsgeschichte ein.

HONORAR­

PROFESSUREN

VERLIEHEN

C3-Professor an der Philipps-Universität Marburg, Seit 1993 arbeitet der Wissen­schaftler am Max-Planck-Institut in Teltow. Zu seinen derzeitigen Forschungsvorhaben zählen optische Methoden zur Charakteri­sierung von Struktur und Dynamik von Po­lymeren und Kolloiden, Dynamik in komple­xen Fluiden und Strukturaufklärung mesoskopischer Modellsysteme.

Reinhard Lipowsky

studierte bis 1978 Physik an der Uni­versität Heidelberg.

Über kritisches Ver­halten an Oberflä­chen promovierte er 1982 an der Universi­tät München, wo er sich 1987 auch habi­litierte. Er beschäftig­te sich dabei mit dem Thema Wetting, surface meltmg and related phenomena. Forschungsaufenthalte führten ihn nach Ithaca/USA, Aspen/USA, Saclay/Frankreich und Santa Barbara/USA. Eine C4-Professur an der Universität Köln hatte der Wissen­schaftler Anfang der 90er Jahre inne. Seme Berufung zum Gründungsdirektor für das Max-Planck-Institut für Kolloid- und Grenz­flächenforschung erfolgte 1992. Ein For­schungsschwerpunkt der Abteilung des Wissenschaftlers ist die Morphologie von Membranen. Dazu gehören Untersuchun­gen zur Formänderung von Vesikeln, struk- tunerte Membranen oder die Adhäsion von Vesikeln.

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Als Dank und Anerkennung für ihre gelei­stete wissenschaftliche Arbeit verlieh Rektor Prof. Dr. Wolfgang Loschelder auf Beschluß des Senats der Universität Pots­dam drei Honorarprofessuren. Die Ehrun­gen ergingen an die Direktoren des Max- Planck-Institutes für Kolloid- und Grenz­flächenforschung Teltow-Berlin: Prof. Dr. Markus Antonietti, Abteilungsdirektor für Kolloidchemie, Prof. Dr. Reinhard Li­powsky, Abteilungsdirektor für Thoerie, und Prof. Dr. Helmuth Möhwald, Ab­teilungsdirektor für Grenzflächen.

Markus Antonietti

studierte ab 1978 Chemie und Physik in Mainz, wo er 1985 mit der SchriftDiffu­sion in topologisch strukturierten Poly­mersystemen auch promovierte und sich 1990 überMikroge­le - Polymere mit ei­ner speziellen Architektur habilitierte. Sei­ner Berufung zum Hochschuldozenten in Mainz 1991 folgte im gleichen Jahr jene zum

Helmuth Möhwald

arbeitete nach sei­nem 1967 begonne­nen Physikstudium an der Universität Göttingen und seiner Promotion zum The­maTriplet-Excito- nen, Transport in or­ganischen charge- transfer Kristallen am Max-Planck-Institut für Biophysikalische Chemie von 1974 bis 1975 als Postdoc bei IBM San-Jose/USA. 1978 habilitierte er sich mit einer Arbeit zu Phasenübergängen und Energietransfer in organischen charge- transfer Kristallen an der Universität Ulm. Ende der 70er, Anfang der 80er Jahre war er als Wissenschaftler bei Dornier-System in Fhedrichshafen tätig, dem folgte eine C3- Professur für Experimentalphysik (Biophy­sik) an der Ttechnischen Universität Mün­chen sowie die C4-Professur für Physikali­sche Chemie an der Universität Mainz. Mit fluiden Grenzflächen, organischen Schicht­systemen und Membranbiophysik beschäf­tigt sich Helmuth Möhwald derzeit schwer­punktmäßig. B.E.

Einen Ruf nach Potsdam haben erhalten:

Prof. Dr. Michael Soostmeyer, Universität Essen, auf eine C4-Professur für Grund­schulpädagogik - Integrierter Sachunter- richt im Institut für Grundschulpädagogik der Philosophischen Fakultät II.

Dr. Martin Weese, Humboldt-Universität zu Berlin, auf eine C3-Professur für Mathema­tische Logik im Institut für Mathematik der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät.

Chinesisch-deutscher

Austausch

Professor Luo Xmgkai (links), Direktor der Sektion Physik der Guangxi Lehrer Univer­sität im Süden der Volksrepublik China, war für eine Woche Gast am Lehrstuhl Didaktik der Physik der Universität Potsdam bei Prof. Dr. Helmut Mikelskis. Während seines vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) geförderten dreimonatigen Deutschlandaufenthaltes informierte sich Luo über Ergebnisse der Lernfor-schung und die Entwicklung von Unterrichts­material. Eine deutsch-chinesische Koope­ration auf dem Gebiet der Physikdidaktik wird angestrebt. M./Foto: Tribukeit

Hohes Ansehen Professor Barcelös

Vor Monaten erhielt Prof. Dr. Pedro Barcelö den Ruf der Castellöner Universität Jaume I (Spanien) auf den Lehrstuhl für Alte Ge­schichte. Nach einer Bedenkzeit und Ver­handlungen sowohl mit der Universität Pots­dam als auch dem Ministerium für Wissen­schaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg stand die Entscheidung fest: er bleibt. Ausschlaggebend dafür sei nach Auskunft des Wissenschaftlers selbst nicht zuletzt auch das an der Hochschule vorhan­dene gute Arbeitsklima gewesen. Angenommen jedoch hat er erst kürzlich eine hohe Ehrung. Die Real Academia de la Historia in Madrid ernannte ihn zum Kor­respondierenden Mitglied der Einrichtung. Jene Akademie ist die wichtigste wissen­schaftliche Institution Spaniens. Im Herbst dieses Jahres wird der Historiker dort sei­ne Antrittsrede halten. EG.

PUTZ 2/96

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