gie, Philosophie und Pädagogik an den Universitäten Bonn,
Lancaster/Großbritannien und Tübingen. Dort wurde er
1989 mit einer Arbeit über „Die religiöse Konstruktion des Krieges in Rom“ promoviert. Nach einem Jahr im Lektorat des Militärgeschichtlichen Forschungsamtes Freiburg arbeitete er seit
1990 als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Projekt der Deutschen Forschungsgemeinschaft „Sozialgeschichte der römischen Religion“ und als Assistent im Philologischen Seminar der Universität Tübingen. Grundlage der Habilitation 1994 war die Untersuchung „Kalender und Öffentlichkeit: Die Geschichte der Repräsentation und religiösen Qualifikation von Zeit in Rom“. Dem schloß sich 1994/95 die Vertretung des Lehrstuhls für Latinistik an der Universität Konstanz an. In das neugegründete Institut für Klassische Philologie der Universität Potsdam bringt Jörg Rüpke die Forschungsschwerpunkte Historiographie und augusteische Dichtung, antike Kultur-, insbesondere Religionsgeschichte sowie Wissenschaftsgeschichte ein.
HONORAR
PROFESSUREN
VERLIEHEN
C3-Professor an der Philipps-Universität Marburg, Seit 1993 arbeitet der Wissenschaftler am Max-Planck-Institut in Teltow. Zu seinen derzeitigen Forschungsvorhaben zählen optische Methoden zur Charakterisierung von Struktur und Dynamik von Polymeren und Kolloiden, Dynamik in komplexen Fluiden und Strukturaufklärung mesoskopischer Modellsysteme.
Reinhard Lipowsky
studierte bis 1978 Physik an der Universität Heidelberg.
Über kritisches Verhalten an Oberflächen promovierte er 1982 an der Universität München, wo er sich 1987 auch habilitierte. Er beschäftigte sich dabei mit dem Thema Wetting, surface meltmg and related phenomena“. Forschungsaufenthalte führten ihn nach Ithaca/USA, Aspen/USA, Saclay/Frankreich und Santa Barbara/USA. Eine C4-Professur an der Universität Köln hatte der Wissenschaftler Anfang der 90er Jahre inne. Seme Berufung zum Gründungsdirektor für das Max-Planck-Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung erfolgte 1992. Ein Forschungsschwerpunkt der Abteilung des Wissenschaftlers ist die Morphologie von Membranen. Dazu gehören Untersuchungen zur Formänderung von Vesikeln, struk- tunerte Membranen oder die Adhäsion von Vesikeln.
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Als Dank und Anerkennung für ihre geleistete wissenschaftliche Arbeit verlieh Rektor Prof. Dr. Wolfgang Loschelder auf Beschluß des Senats der Universität Potsdam drei Honorarprofessuren. Die Ehrungen ergingen an die Direktoren des Max- Planck-Institutes für Kolloid- und Grenzflächenforschung Teltow-Berlin: Prof. Dr. Markus Antonietti, Abteilungsdirektor für Kolloidchemie, Prof. Dr. Reinhard Lipowsky, Abteilungsdirektor für Thoerie, und Prof. Dr. Helmuth Möhwald, Abteilungsdirektor für Grenzflächen.
Markus Antonietti
studierte ab 1978 Chemie und Physik in Mainz, wo er 1985 mit der Schrift „Diffusion in topologisch strukturierten Polymersystemen“ auch promovierte und sich 1990 über „Mikrogele - Polymere mit einer speziellen Architektur“ habilitierte. Seiner Berufung zum Hochschuldozenten in Mainz 1991 folgte im gleichen Jahr jene zum
Helmuth Möhwald
arbeitete nach seinem 1967 begonnenen Physikstudium an der Universität Göttingen und seiner Promotion zum Thema „Triplet-Excito- nen, Transport in organischen charge- transfer Kristallen“ am Max-Planck-Institut für Biophysikalische Chemie von 1974 bis 1975 als Postdoc bei IBM San-Jose/USA. 1978 habilitierte er sich mit einer Arbeit zu Phasenübergängen und Energietransfer in organischen charge- transfer Kristallen an der Universität Ulm. Ende der 70er, Anfang der 80er Jahre war er als Wissenschaftler bei Dornier-System in Fhedrichshafen tätig, dem folgte eine C3- Professur für Experimentalphysik (Biophysik) an der Ttechnischen Universität München sowie die C4-Professur für Physikalische Chemie an der Universität Mainz. Mit fluiden Grenzflächen, organischen Schichtsystemen und Membranbiophysik beschäftigt sich Helmuth Möhwald derzeit schwerpunktmäßig. B.E.
Einen Ruf nach Potsdam haben erhalten:
Prof. Dr. Michael Soostmeyer, Universität Essen, auf eine C4-Professur für Grundschulpädagogik - Integrierter Sachunter- richt im Institut für Grundschulpädagogik der Philosophischen Fakultät II.
Dr. Martin Weese, Humboldt-Universität zu Berlin, auf eine C3-Professur für Mathematische Logik im Institut für Mathematik der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät.
Chinesisch-deutscher
Austausch
Professor Luo Xmgkai (links), Direktor der Sektion Physik der Guangxi Lehrer Universität im Süden der Volksrepublik China, war für eine Woche Gast am Lehrstuhl Didaktik der Physik der Universität Potsdam bei Prof. Dr. Helmut Mikelskis. Während seines vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) geförderten dreimonatigen Deutschlandaufenthaltes informierte sich Luo über Ergebnisse der Lernfor-schung und die Entwicklung von Unterrichtsmaterial. Eine deutsch-chinesische Kooperation auf dem Gebiet der Physikdidaktik wird angestrebt. M./Foto: Tribukeit
Hohes Ansehen Professor Barcelös
Vor Monaten erhielt Prof. Dr. Pedro Barcelö den Ruf der Castellöner Universität Jaume I (Spanien) auf den Lehrstuhl für Alte Geschichte. Nach einer Bedenkzeit und Verhandlungen sowohl mit der Universität Potsdam als auch dem Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg stand die Entscheidung fest: er bleibt. Ausschlaggebend dafür sei nach Auskunft des Wissenschaftlers selbst nicht zuletzt auch das an der Hochschule vorhandene gute Arbeitsklima gewesen. Angenommen jedoch hat er erst kürzlich eine hohe Ehrung. Die Real Academia de la Historia in Madrid ernannte ihn zum Korrespondierenden Mitglied der Einrichtung. Jene Akademie ist die wichtigste wissenschaftliche Institution Spaniens. Im Herbst dieses Jahres wird der Historiker dort seine Antrittsrede halten. EG.
PUTZ 2/96
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