TOTAL BEGEISTERT" VON BRIGHTON
Bewerben lohnt sich - meinen Thomas und Patty
Das indische Schloß war nur eine der die Potsdamer Studierenden faszinierenden Sehenswürdigkeiten in Brighton. Foto: Heidrich/Starke
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Ein indisches Schloß mit chinesischer Einrichtung mitten in Europa? Wo gibt es denn so etwas? In Brighton/Südengland. Dorthin fuhren kürzlich acht Studierende der Potsdamer Uni, um einen recht intensiven Sprachkurs zu absolvieren. Brighton liegt etwa eine Stunde Zug- oder Busfahrt südlich von London direkt an der Küste des Ärmelkanals. Nachfolgend ihre Eindrücke:
„London by the sea“, wie Brighton auch genannt wird, ist eine schöne, idyllische Kleinstadt mit vielen sights. Hier gibt es nicht nur „the most extraordmary palace in Europe“, das oben erwähnte Schloß, das George, Prince of Wales, ab 1787 im indischen Stil bauen ließ. Auch „The Lanes“, kleine enge Gäßchen, in denen sich viele shops und pubs tummeln, sind unzählige Besuche wert. Nicht zu vergessen das Papace Pier, eine weit ms Meer hinausreichende Landungsbrücke mit einem das ganze Jahr über geöffneten Rummel, und das Sea Life Centre. Dort kann man Rochen mit der Hand streicheln und das größte Aquarium durch einen Glastunnel durchqueren, so daß die Haie über den Besuchern hungrig hm- und herschwimmen. Schließlich gibt es noch das „Royal Theatre Brighton“ mit wöchentlich wechselndem Programm. In den Pausen wird Popcorn und Eis verkauft, so daß es nach der Vorstellung wie auf einem Schlachtfeld aussieht. In Abendkleidung trifft man hier übrigens niemanden, Dabei sieht das Theater selbst wirklich königlich aus - zumindest vor der Vorstellung.
Jetzt aber zum Sprachkurs: Die University of Brighton ist bestens zum Studieren geeignet, denn sie wird allen Anforderungen einer modernen Universität gerecht. Sie besteht - genau wie die Uni Potsdam - aus mehreren Komplexen, die über die Stadt verteilt sind. Das Language Centre befindet sich in der Nähe des landschaftlich wunderschönen Stanmer-Parks etwas außerhalb Brightons. Hier tnfft man auf eine Vielzahl von Sprachstudenten aus der ganzen Welt. Der technische Ausstattungsgrad der Uni ist bemerkenswert gut und zum Lernen von Sprachen sehr geeignet. So verfügt sie neben mehreren Computerkabinetten über ein sogenanntes self-access-centre, in dem man zum Selbststudium auf eine umfangreiche Audio- und Videoausrüstung und einen schier unerschöpflichen Fundus an fremd- und englischsprachigen Kassetten und CD-ROMs zurückgreifen kann. Ein computerunterstützter Katalog hilft bei einer schnellen Suche nach dem gewünschten Werk.
PUTZ 5/96
Als Gast wird man an der University of Brighton sehr zuvorkommend, freundschaftlich und familiär auf genommen. Dies spiegelte sich insbesondere in einem sehr angenehmen und unkomplizierten Unterrichtsklima wider. Alle unsere Lehrer waren außerordentlich engagiert. Um den Unterricht abwechslungsreich zu gestalten, fertigten sie eigene Audiokassetten oder Arbeitsblätter an. Neben unseren geliebten Grammatikstunden sorgten Videoprojekte, Diskussionsrunden, Diashows und Fragestunden für Auflockerung. Auch gingen die Lehrer mit ihrem Lehrstoff auf unsere Studienfächer ein. Da sieben von uns Studenten der Rechtswissenschaften waren, wurden wir in die englische Rechtssprache und das britische Rechtssystem eingeführt. Zusätzlich besuchten wir eine Gerichtsverhandlung am Grown Court (höheres Gericht) in Lewes (Nachbarstadt von Brighton). Für die Patholinguistik-Stu- dentin wurde ein Krankenhausbesuch im General Brighton Hospital organisiert. Natürlich ließen sich den auch die Juristen nicht entgehen.
Um uns nicht nur ihre Sprache, sondern auch Land und Leute näher zu bnngen, organisierten die Mitarbeiter der Uni mehrere interessante Exkursionen, die uns einen guten Eindruck von Südengland gewährten. Neben einem London-Besuch lernten wir die Grafschaft Sussex und weitere Nachbarstädte, z.B. Arundel, kennen.
Im Zuge dieses Austauschprogramms zwischen der Um Potsdam und der Brighton University sind seit dem 21. Mai mehrere britische Studenten in Potsdam, die an ei
nem Deutschpflichtkurs im Rahmen ihres Studiums teilnehmen. Im Sommer fliegt dann bereits die nächste Gruppe Potsdamer Studenten nach Brighton. Bewerben lohnt sich, denn wir waren von Brighton insgesamt total begeistert und haben sprachlich und kulturell viel dazugelernt.
Thomas Heidrich, Patty Starke
PROMOTIONSSTIPENDIUM
AUSGESCHRIEBEN
1996 feiert der Verlag Peter Lang in Frankfurt sein 25jähriges Jubiläum. Aus diesem Anlaß wird ein auf zwei Jahre befristetes Promotionsstipendium ausgeschrieben. Das Stipendium wird für ein Arbeitsvorhaben vergeben, das sich mit der Problematik der deutschen Wiedervereinigung befaßt. Als Bewerber kommen Wissen- schaftlerinnen und Wissenschaftler aus der Geschichtswissenschaft, der Politikwissenschaft, der Pädagogik, der Soziologie, den Wirtschaftswissenschaften, der Rechtswissenschaft und der Sprach- und Literaturwissenschaft in Betracht. Bei entsprechendem Themenbezug sind auch weitere Disziplinen möglich. Das Stipendium ist mit monatlich DM 1.500,- dotiert. Die Stipendiatin bzw. der Stipendiat erhält außerdem die Möglichkeit, die Dissertation ohne Druckkostenzuschuß im Verlag Peter Lang zu veröffentlichen. Bewerbungsschluß ist der 31. Oktober 1996. Interessenten können die Ausschreibungsunterlagen anfordern bei: Peter Lang GmbH, Postfach 940 225, D- 60460 Frankfurt/M., Fax 069/78 58 93. pm.
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