Heft 
(1.1.2019) 05
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TOTAL BEGEISTERT" VON BRIGHTON

Bewerben lohnt sich - meinen Thomas und Patty

Das indische Schloß war nur eine der die Potsdamer Studierenden faszinierenden Sehens­würdigkeiten in Brighton. Foto: Heidrich/Starke

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Ein indisches Schloß mit chinesischer Einrichtung mitten in Europa? Wo gibt es denn so etwas? In Brighton/Südengland. Dorthin fuhren kürzlich acht Studierende der Potsdamer Uni, um einen recht inten­siven Sprachkurs zu absolvieren. Brigh­ton liegt etwa eine Stunde Zug- oder Bus­fahrt südlich von London direkt an der Küste des Ärmelkanals. Nachfolgend ihre Eindrücke:

London by the sea, wie Brighton auch genannt wird, ist eine schöne, idyllische Kleinstadt mit vielen sights. Hier gibt es nicht nurthe most extraordmary palace in Europe, das oben erwähnte Schloß, das George, Prince of Wales, ab 1787 im indi­schen Stil bauen ließ. AuchThe Lanes, kleine enge Gäßchen, in denen sich viele shops und pubs tummeln, sind unzählige Besuche wert. Nicht zu vergessen das Papace Pier, eine weit ms Meer hinaus­reichende Landungsbrücke mit einem das ganze Jahr über geöffneten Rummel, und das Sea Life Centre. Dort kann man Rochen mit der Hand streicheln und das größte Aquarium durch einen Glastunnel durch­queren, so daß die Haie über den Besu­chern hungrig hm- und herschwimmen. Schließlich gibt es noch dasRoyal Theatre Brighton mit wöchentlich wechselndem Programm. In den Pausen wird Popcorn und Eis verkauft, so daß es nach der Vor­stellung wie auf einem Schlachtfeld aus­sieht. In Abendkleidung trifft man hier üb­rigens niemanden, Dabei sieht das Theater selbst wirklich königlich aus - zumindest vor der Vorstellung.

Jetzt aber zum Sprachkurs: Die University of Brighton ist bestens zum Studieren geeig­net, denn sie wird allen Anforderungen ei­ner modernen Universität gerecht. Sie be­steht - genau wie die Uni Potsdam - aus mehreren Komplexen, die über die Stadt verteilt sind. Das Language Centre befindet sich in der Nähe des landschaftlich wun­derschönen Stanmer-Parks etwas außer­halb Brightons. Hier tnfft man auf eine Viel­zahl von Sprachstudenten aus der ganzen Welt. Der technische Ausstattungsgrad der Uni ist bemerkenswert gut und zum Lernen von Sprachen sehr geeignet. So verfügt sie neben mehreren Computerkabinetten über ein sogenanntes self-access-centre, in dem man zum Selbststudium auf eine umfang­reiche Audio- und Videoausrüstung und ei­nen schier unerschöpflichen Fundus an fremd- und englischsprachigen Kassetten und CD-ROMs zurückgreifen kann. Ein computerunterstützter Katalog hilft bei einer schnellen Suche nach dem gewünschten Werk.

PUTZ 5/96

Als Gast wird man an der University of Brighton sehr zuvorkommend, freund­schaftlich und familiär auf genommen. Dies spiegelte sich insbesondere in einem sehr angenehmen und unkomplizierten Unterrichtsklima wider. Alle unsere Lehrer waren außerordentlich engagiert. Um den Unterricht abwechslungsreich zu gestal­ten, fertigten sie eigene Audiokassetten oder Arbeitsblätter an. Neben unseren ge­liebten Grammatikstunden sorgten Video­projekte, Diskussionsrunden, Diashows und Fragestunden für Auflockerung. Auch gingen die Lehrer mit ihrem Lehrstoff auf unsere Studienfächer ein. Da sieben von uns Studenten der Rechtswissenschaften waren, wurden wir in die englische Rechts­sprache und das britische Rechtssystem eingeführt. Zusätzlich besuchten wir eine Gerichtsverhandlung am Grown Court (höheres Gericht) in Lewes (Nachbarstadt von Brighton). Für die Patholinguistik-Stu- dentin wurde ein Krankenhausbesuch im General Brighton Hospital organisiert. Natürlich ließen sich den auch die Juristen nicht entgehen.

Um uns nicht nur ihre Sprache, sondern auch Land und Leute näher zu bnngen, or­ganisierten die Mitarbeiter der Uni mehre­re interessante Exkursionen, die uns einen guten Eindruck von Südengland gewähr­ten. Neben einem London-Besuch lernten wir die Grafschaft Sussex und weitere Nachbarstädte, z.B. Arundel, kennen.

Im Zuge dieses Austauschprogramms zwi­schen der Um Potsdam und der Brighton University sind seit dem 21. Mai mehrere britische Studenten in Potsdam, die an ei­

nem Deutschpflichtkurs im Rahmen ihres Studiums teilnehmen. Im Sommer fliegt dann bereits die nächste Gruppe Potsda­mer Studenten nach Brighton. Bewerben lohnt sich, denn wir waren von Brighton ins­gesamt total begeistert und haben sprach­lich und kulturell viel dazugelernt.

Thomas Heidrich, Patty Starke

PROMOTIONSSTIPENDIUM

AUSGESCHRIEBEN

1996 feiert der Verlag Peter Lang in Frank­furt sein 25jähriges Jubiläum. Aus diesem Anlaß wird ein auf zwei Jahre befristetes Promotionsstipendium ausgeschrieben. Das Stipendium wird für ein Arbeitsvor­haben vergeben, das sich mit der Proble­matik der deutschen Wiedervereinigung befaßt. Als Bewerber kommen Wissen- schaftlerinnen und Wissenschaftler aus der Geschichtswissenschaft, der Politikwissen­schaft, der Pädagogik, der Soziologie, den Wirtschaftswissenschaften, der Rechtswis­senschaft und der Sprach- und Literaturwis­senschaft in Betracht. Bei entsprechendem Themenbezug sind auch weitere Diszipli­nen möglich. Das Stipendium ist mit monat­lich DM 1.500,- dotiert. Die Stipendiatin bzw. der Stipendiat erhält außerdem die Möglichkeit, die Dissertation ohne Druck­kostenzuschuß im Verlag Peter Lang zu ver­öffentlichen. Bewerbungsschluß ist der 31. Oktober 1996. Interessenten können die Ausschreibungsunterlagen anfordern bei: Peter Lang GmbH, Postfach 940 225, D- 60460 Frankfurt/M., Fax 069/78 58 93. pm.

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