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(1.1.2019) 04
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dazu beitragen, europäische Forschungs­kontakte aufzubauen und zu vertiefen. Die Anträge sollen vor allem in folgenden The­menbereichen angesiedelt sein: Political Economy of Health Care Systems in Europe, Social and Political Dimensions of Risk im Advanced Societies und Orien­tations of Young People: Citizenship and European Identity. Diese Themen sind nicht verbindlich. Antragsfrist: 31. Mai 1997. Über die Anträge wird im November 1997 ent­schieden. Weitere Informationen sind er­hältlich bei: ESF Exploratory Grant Scheme in the Social Sciences, 1 quai Lezay-Mar­nesia, 67080 Strasbourg Cedex, France, Tel. +33(0)388-767131, Fax+33(0)388-370532, E-mail: scss@esf.org, WWW-Home Page: http://www.esf.org.

DFG: Programm zur Förderung

von Habilitationen

Für eine zusätzliche Förderung des Hochschullehrernachwuchses stellt die DFG Sondermittel für Stipendien und Sachbeihilfen zur Verfügung. Hierdurch sollen insbesondere Wissenschaftlerinnen ermutigt werden, nach der Promotion ihre wissenschaftliche Arbeit fortzusetzen und die Habilitation anzustreben. Bewerben kann sich, wer nach einer qualifizierten Pro­

motion durch weitere wissenschaftliche Arbeiten seine besondere Befähigung zur wissenschaftlichen Arbeit nachgewiesen hat und die Habilitation im Rahmen der Förderungsdauer anstrebt. Die Stipendien werden in der Regel für zwei Jahre bewilligt und können in begründeten Fällen um ein weites Jahr verlängert werden. Die für das Habilitationsvorhaben notwendigen Perso­nal-, Sach- und Reisemittel können im Rah­men einer Sachbeihilfe zur Verfügung ge­stellt werden. Weitere Informationen und die entsprechenden Merkblätter sind im Dezernat 1 der Uni Potsdam bei Dr. Richter unter Tel.0331/977-1778 erhältlich.

DFG: Gerhard Hess-Programm

Die DFG eröffnet im Rahmen dieses Pro­gramms zur Förderung des hochqualifi­zierten wissenschaftlichen Nachwuchses jungen, herausragend qualifizierten Wis­senschaftlerinnen und Wissenschaftlern die Möglichkeit, ihre Forschung in einer Hochschule oder einem Forschungsinsti­tut auf der Grundlage einer mittelfristig ge­sicherten Förderzusage zu planen und eine eigene Arbeitsgruppe aufzubauen. Fördervoraussetzung ist, daß die Antrag­stellerinnen und Antragsteller habilitiert sind oder herausragende, selbständige

wissenschaftliche Arbeiten veröffentlicht haben, die einer überdurchschnittlichen Habilitation entsprechen. Zu Beginn des Jahres der Antragstellung dürfen sie nicht älter als 33 Jahre sein. Ihr persönlicher Le­bensunterhalt muß während der voraus­sichtlichen Dauer der Förderung durch eine Stelle oder ein entsprechend ausge­stattetes Stipendium gesichert sein. An­tragsfrist: 13. Juni 1997. Interessenten kön­nen ein Merkblatt für die Antragstellung im Dezernat 1 der Uni Potsdam, in den Deka­naten der Fakultäten oder bei der DFG, Tel. 0228/ 885-2505, anfordern.

Stiftung Industrieforschung:

Preis für wissenschaftliche Arbeiten Einmal jährlich vergibt die Stiftung Indu­strieforschung einen Preis für herausragen­de wissenschaftlich fundierte Arbeiten(z.B. Diplomarbeiten, Dissertationen), die be­triebswirtschaftliche oder technische The­men bearbeiten und deren Ergebnisse für mittelständische Unternehmen von Bedeu­tung sind. Der Preis ist mit insgesamt 20.000 DM dotiert.

Nächster Bewerbungstermin: 31. Dezem­ber 1997. Weitere Informationen können bei der Geschäftsstelle der Stiftung angefor­dert werden: Tel. 0221/ 9370270. nl.

BAGGERSEE- PARAMETER STIMMEN VORERST OPTIMISTISCH Stadt Potsdam beauftragte Uni-Wissenschaftler mit Studie

In Brandenburgs Landeshauptstadt Pots­dam sind Bademöglichkeiten rar. Die von sommerlicher Hitze geplagten Großstäd­ter zieht es deshalb Jahr für Jahr verstärkt an den in der Nähe des Wohngebietes Stern gelegenen, 3,7 Hektar großen und bis zu sieben Meter tiefen Baggersee. Der aber ist eigentlich für eine derartige Nut­zung gar nicht vorgesehen. Stillschwei­

gend tolerieren dennoch entsprechend verantwortliche Stellen, was sie offensicht­lich nicht verhindern können. Jetzt sollen Untersuchungen zur Wasserqualität Klar­heit in die Angelegenheit bringen. Erteilt hat den Auftrag dazu das zuständige Pots­damer Amt für Umweltschutz, Untere Wasserbehörde. Zwei Wissenschaftler so­wie ein Student aus dem Institut für Berufs­

Der in der Nähe des Potsdamer WohngebietesStern gelegene Baggersee im Frühjahr. Noch

herrschte Ruhe. Aber bereits in diesen sommerlichen Tagen werden sicher wieder viele Potsdamer

hier Abkühlung suchen. Inwieweit der dann einsetzende Badebetrieb dem Gewässer schadet, wollen

Wissenschaftler der Universität Potsdam herausfinden.

Foto: Tribukeit

pädagogik/Berufliche Fachrichtungen Elektro- und Metalltechnik der Universität Potsdam befassen sich nun seit Ende De­zember 1996 unter Leitung von Dr. Sabine Friedrich mit dieser Aufgabe.

Gleich zwei Probleme stehen dabei im Vor­dergrund. Zum einen geht es den Experten um Aussagen hinsichtlich möglicher ge­sundheitlicher Beeinträchtigungen der Ba­degäste, zum anderen aber, für die Stadt fast noch wichtiger, stellen Prognosen be­züglich der weiteren Entwicklung des Ge­wässers aufgrund seiner vorhandenen Frequentierung durch den Menschen Schwerpunkte dar. Noch allerdings ist es für beides zu früh. Mindestens ein Jahr lang müssen zunächst Beprobungen erfolgen, um wirklich auch alle Zirkulations­mechanismen des Sees erfaßt zu haben. Der nämlich bietet sich den Uni-Mitarbei­tern vermutlich in recht unterschiedlicher Verfassung.Schuld daran sind Prozesse, die in Abhängigkeit vorherrschender Jah­reszeiten ablaufen. Während im Sommer und Winter eher stabile Schichtungen den Wasserkörper bestimmen, kommt es in den Monaten dazwischen, bedingt durch Temperaturänderungen und starken Wind, zu Verwirbelungserscheinungen. Trotz der dann intensiveren Schadstoffverteilung

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PUTZ 4/97