Heft 
(1.1.2019) 05
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POTSDAMER PHYSIKER UND BIOCHEMIKER BEISENSOR"97"

Während der vom 13.- 15. Mai dieses Jahres in Nürnberg stattge­fundenenSensor'97" stellten auf einem Gemeinschaftsstand der Universität Potsdam Prof. Dr. Ludwig Brehmer, Inhaber der Profes­sur für Festkörperphysik, sowie Prof, Dr. Frieder Scheller, Inhaber der Professur für Analytische Biochemie, und deren Mitarbeiter Ergeb­nisse ihrer Forschungsarbeit vor. Bei der Präsentation der Physiker handelte es sich um zwei Neuentwicklungen auf dem Gebiet der Mi­kro-Sensorik. Eine der Innovationen ist eine Niedrigtemperatur­Effusionszelle, die eine neuartige Prinziplösung zur schonenden und definierten Verdampfung organischer Materialien beinhaltet. Mit dieser Zelle können ultradünne funktionalisierte Sensorschichten her­gestellt werden. Das Gerätesystem arbeitet im Ultrahochvakuum und erfüllt damit sehr hohe Reinheitsanforderungen. Die Zelle ist eine Gemeinschaftsentwicklung der Professur Festkörperphysik, des In­stituts für Dünnschichttechnologie und Mikrosensorik(Teltow-See­hof) sowie der bestec GmbH Berlin. Als zweite Innovation wurde ein biozider Feuchtesensor vorgestellt, der durch eine neue Material­entwicklung erstmals die langzeitstabile Messung der Feuchte in

Der Physiker Jörg Stephan beim Erläutern der Molekularstrahlzelle. Foto: Brehmer

keimbehafteten Atmosphären(Landwirtschaft, Warentransport, Medizin usw.) ermöglicht. Diese Material- und Sensorentwicklung ist das Ergebnis einer Forschungskooperation zwischen dem Insti­tut für Dünnschichttechnologie und Mikrosensorik, der Professur Festkörperphysik und dem Institut für Angewandte Polymerforschung der Fraunhofer Gesellschaft in Teltow-Seehof. Beide Innovationen sind zum Patent angemeldet.

Ein neues Verfahren zum Nachweis kleinster Mengen von Hormo­nen im menschlichen Körper stellten die Biochemiker vor. In Zusam­menarbeit mit der Charite der Berliner Humboldt Universität hat das Institut für Biochemie und Molekulare Physiologie der Potsdamer Alma mater Detektoren entwickelt, die Hormone wie Adrenalin oder Dopamin erkennen. Das Verfahren ist vor allem für die Diagnose von speziellen Gehirn- und Tumorerkrankungen von großer Bedeu­tung. Zusätzlich präsentierten die Potsdamer Wissenschaftler auch erste Ergebnisse zum Nachweis gefährlicher reaktiver Sauerstoff­arten im menschlichen Organismus. Mit dieser Innovation sollen künftig beispielsweise Gewebeschäden bei Organplantationen ver­mieden werden.

Die Messeteilnahme beider Wissenschaftlerteams wurde vom Mi­nisterium für Wirtschaft, Mittelstand und Technologie des Landes Brandenburg gefördert und vom Potsdamer Innovations- und Technologie-Transfer organisiert. red.

Im September 1994 gründete sich in Leipzig derArbeitskreis Elementare Musikpädagogik an Ausbildungsinstituten in Deutschland(AEMP). Kürzlich veranstaltete er in Mannheim in Zusammenarbeit mit den AbteilungenEle­mentare Musikpädagogik(EMP) der Universität Potsdam und der Hoch­schule für Musik Heidelberg/Mannheim ein Symposion zur Ausbildungs- und Berufsfeldsituation der EMP 220 Teilnehmer bildeten das aufgeschlossene Fachpublikum, das sich aus Kollegen anderer Lehrbereiche, wie Vokal- und Instrumentalpädagogen, aus Leitern und Mitarbeitern der Musikschulland­schaft sowie interessierten Studierenden bzw. Absolventen des Studienfaches EMP zusammensetzte. Dr. Werner Beidinger, Professor für Elementare Musik­pädagogik an der Universität Potsdam, wies dabei auf seine Untersuchung der Stellenangebote im Bereich Musikschule hin. Sie ergab, daß über ein Drittel aller in diesem Berufsfeld ausgeschriebenen Planstellen in Verbindung mit dem Haupt- oder NebenfachElementare Musikpädagogik" angeboten werden. Wie sinnvoll diese am Institut für Musik und Musikpädagogik der Uni Potsdam verbindliche Koppelung eines vokalen oder instrumentalen Haupt­faches mit einem gleichwertigen Hauptfach EMP ist, wurde durch diese statistischen Erhebungen nachdrücklich unterstrichen. Interessiert verfolgten die Tagungsteilnehmer die künstlerischen Darbietungen von Studentengrup­pen aus Mannheim, Potsdam(unser Foto), Hamburg und Stuttgart. Konnten sie doch verdeutlichen, daß die Elementare Musikpädagogik einen eigen­ständigen und künstlerischen Fachbereich darstellt und sich nicht in der Ver­mittlung von Unterrichtsmodellen erschöpft. Großen Beifall erntete dabei der Beitrag der Uni Potsdam, die mit ihrem StückVaripulation, einer 15minütigen Tanztheater-Darbietung mit Live-Musik, vertreten war. W.B./Foto: zg.

Margret Mitzner und Christiane Loschelder ist es gelungen, den vergangenen Oktober erstmalig durchgeführten Damen-Kulturnachmittag für die Ehefrauen und Partnerinnen der Potsdamer Professoren zu einer kleinen Tradition wer­den zu lassen. So trafen sich auch in diesem Semester wieder zahlreiche Da­men zu einem kulturellen Highlight: auf dem Programm standen eine Führung durch die Potsdamer Friedenskirche im Park Sanssouci und ein Orgelkonzert des Kirchenmusikdirektors und Kantors der Kirche, Matthias Jacch(links stehend auf unserem Foto). Danach ging es zu Kaffee und Kuchen in den Senatssaal der Uni. Dort kam man auch überein, die künftig regelmäßigen Treffen nicht nur zu einem besseren gegenseitigen Kennenlernen und einer verstärkten Identifikation mit der Uni und der Stadt Potsdam nutzen zu wollen; vielmehr möchte man zusätzlich im sozialen Bereich wirken und vor allem ausländische Studierende unterstützen. Das kann durch Geldspenden und den Kauf wichtiger Kleidungsstücke geschehen, wie z. B. nach dem ersten Kulturnachmittag, an dem 332,- DM gesammelt und für Weihnachtsgeschen­ke für die Kinder ausländischer Studierender verwendet wurden. Das soll jedoch auch durch das Unterstützen von Kontakten ausländischer Studieren­der zu deutschen Familien geschehen. Auf dem diesjährigen Sommerfest der Uni waren Margret Mitzner und Christiane Loschelder jedenfalls mit einem Waffelbäckerstand präsent- die Einnahmen sind für den Sohn einer afrıkani­schen Studentin bestimmt, der im August eingeschult wird und dafür noch eine gefüllte Schultüte und geeignete Kleidung braucht, Hg./Foto: Fritze

PUTZ 5/97

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