Heft 
(1.1.2019) 05
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... UND WIEDER GUTENOTEN IM RANKING

Uni Potsdam landete auf einem 20. Platz

Der gute Start der Universität Potsdam bei dem großen Uni-Test des Wochen­magazins FOCUS wurde mittlerweile durch erneute ausgezeichnete Plazierungen bestätigt. So holten die Potsdamer Politik­und Verwaltungswissenschaftler mit ei­nem dritten Platz die einzigeMedaille für Brandenburg, erwiesen sich die Päd­agogen als die Siebtbesten bundesweit, erzielten die Historiker einen guten 15. und die Geographen einen 23. Platz un­ter den deutschen Universitäten.

In zehn Heften der Zeitschrift wurden insge­samt 20 Fächer an 78 Universitäten Deutschlands durch die Studierenden, Pro­fessoren und Personalchefs beurteilt. Ein­bezogen waren dabei der Publikations­index, das Verhältnis Personal/Studierende, der Anteil ausländischer Studierender, aber auch die räumliche und Bibliotheks­ausstattung und die Lehrinhalte. Das posi­tive Gesamtergebnis für die Potsdamer Alma mater resultiert insbesondere aus den guten Plätzen der gesellschaftswissen­schaftlichen Fächer: 7. Platz für die Pädago­gik(von 55 Bewerteten), 10. Platz für die Psychologie(von 44), 14. Platz für die Ger­manistik(von 58), 15. Platz für die Ge­schichte(von 52) und 18. Platz für Jura(von 40). Die Potsdamer Politikwissenschaften erreichten gar einen dritten Platz(von 40). Damit erzielte die Universität Potsdam ins­gesamt einen 20. Rang. Sie ließ so renom­mierte Einrichtungen wie die Universitäten Bochum, Göttingen, Kassel oder Oldenburg hinter sich. Zg.

Politik- und Verwaltungswissenschaft mitBronzemedaille

Einen dritten Platz im Focus-Ranking hat der Politik- und Verwaltungswissenschaftliche Studiengang der Universität Potsdam belegt. Die Potsdamer Sozialwissenschaftler wur­den damit besser bewertet als so angesehe­ne und etablierte Fachbereiche wie Mann­heim, Freiburg und München und lagen im­merhin sechs Plätze vor dem Otto-Suhr-Insti­tut der Freien Universität.Diese Plazierung ist für uns Bestätigung und Ansporn zu­gleich, so der Dekan der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät, Professor Dr. Werner Jann. ‚Wir sind stolz, daß wir in praktisch allen Bewertungskriterien gut ab­Schneiden. Im subjektiven Urteil der Studen­ten und Kollegen bezüglich unserer Leistun­

gen in Lehre und Forschung, aber nicht zu­letzt auch in der objektiven Messung unse­rer Publikationen in angesehenen Zeitschrif­ten. Nur den Personalchefs sind wir anschei­nend noch weitgehend unbekannt, aber das wird sich sicherlich demnächst ändern.

Seine einzige Sorge, so Jann, sei, daß in der derzeitigen Phase des Paniksparens im Öf­fentlichen Sektor die erfolgreich aufgebau­ten Strukturen kaputtgespart werden.Ich hoffe, daß man auch im Finanzministerium und im Landtag merkt und anerkennt, was bisher in Potsdam geleistet wurde, und nicht weiter die Universität Potsdam als Steinbruch für finanzpolitische Zwänge mißbraucht. W..

Pädagogen sind die Siebtbesten

im Lande

Das Institut für Pädagogik der Universität Potsdam erzielte bei der im FOCUS vorge­nommenen Bewertung der erziehungs­wissenschaftlichen Institute von 55 Universi­täten einen siebten Platz. Kein anderes von den Universitätsinstituten in den neuen Bun­desländern schnitt dabei besser ab. Diese gute Plazierung wird als Ergebnis einer Or­ganisation des Instituts gewertet, die sich am Potsdamer Modell der Lehrerbildung ori­entiert. Das Modell sieht zehn Professuren vor, von denen acht derzeit besetzt sind. Das gute Rankingergebnis wird innerhalb der Universität als Ergebnis der intensiven Auf­bauleistung der letzten Jahre in Forschung und Lehre gewertet. Ein Gütezeichen des Instituts für Pädagogik besteht darin, daß sowohl die geisteswissenschaftlich-histori­sche Pädagogik als auch die empirisch ori­entierte Erziehungswissenschaft mit zahlrei­chen Publikationen national und internatio­nal hervorgetreten sind. Im empirisch arbei­tenden Bereich wurden für Forschung über­durchschnittlich viele Drittmittel vor allem von der Deutschen Forschungsgemein­schaft eingeworben. H.O:

Der 15. Platz für die Historiker

Einen guten 15. Platz unter 52 deutschen Universitäten hat das Fach Geschichte an der Universität Potsdam im FOCUS-Test be­legt.Das Historische Institut der Universität Potsdam wird damit in seiner Konzeption und in seiner mehrjährigen Aufbauarbeit bestätigt, erklärte dazu Prof. Dr. Julius H. Schoeps, Leiter des Moses Mendelssohn Zentrums für europäisch-jüdische Studien (MMZ) und Professor für Neuere Geschich­te an der Universität Potsdam. Elf Professu­ren sind im Institut derzeit besetzt, Schwer­punkte bilden die Frühe Neuzeit, die Bran­denburg-preußische Geschichte/Landesge­schichte, Deutsch-jüdische Geschichte und

die erst kürzlich eingerichtete Professur für Militärgeschichte. Belege dafür, daß das Historische Institut und das eng mit einem der beiden Professuren für Neuere Ge­schichte verbundene Moses Mendelssohn Zentrum schnell Profil gewonnen und zum Bekanntwerden der Universität Potsdam beigetragen haben, liegen in hohen Duitt­mitteleinwerbungen und internationalen Be­ziehungen. Die gute Einschätzung im Focus sollte nach Auffassung von Schoeps auch der Brandenburgischen Landesregie­rung Anlaß sein, ihre Investitionspolitik in die Hochschulen, insbesondere in die Universi­tät Potsdam, positiv zu verändern. J.S.

Der 23. Platz für die Geographie

Den 23. Platz in der Ranking-Liste belegte die Geographie der Universität Potsdam. Insgesamt wurden Institute an 45 Universi­täten bewertet. Die gute Ausstattung der Räume und der Bibliothek trugen zu dieser Plazierung bei. Auch das Studentenurteil fiel im Vergleich zu anderen Hochschulen relativ positiv aus. B.E:

AUS DEM KONZIL BERICHTET

Die Mitglieder des 3. Konzils der Univer­sität Potsdam trafen sich am 24. April 1997 zu ihrer dritten Sitzung. Ebenso wie der Senat verabschiedete das Konzil eine Resolution gegen den Abbau der Alma mater. In dem der Öffent­lichkeit übergebenen Papier protestiert das Gremiumgegen weitere Kürzungen im personellen und sächlichen Bereich, die die Arbeitsfähigkeit der Universität lahmlegen. Im Mittelpunkt der Konzilssitzung stand der Rechenschaftsbericht für den Zeitraum vom 1. Oktober 1995 bis 30. September 1996. Rektor Prof. Dr. Wolfgang Loschelder nahm zur aktuellen Haushaltslage Stellung und informierte über einige Schwerpunk­te in der Arbeit der Hochschule während des Berichtszeitraums. Trotz aller Einbrü­che im Haushalt habe sich die Alma mater positiv entwickelt:Der Universität Pots­dam geht es nicht gut, aber sie ist gut. Um deren Leistungskraft in Lehre und For­schung zu belegen, nannte er einige aus­gewählte Beispiele: So haben sich die Drittmitteleinnahmen trotz schwieriger werdender Rahmenbe­dingungen im Haushaltsjahr 1995 gegen­über 1994 um 1,5 Mio. DM auf ca. 12,8 Mio. DM erhöht. Mit der Zustimmung der Deutschen Forschungsgemeinschaft Fortsetzung nächste Seite

PUTZ 5/97

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