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(1.1.2019) 05
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Fortsetzung von Seite 17

(DFG) zum InnovationskollegMechanis­men der. gastrointestinalen Bioaktivierung und

-inaktivierung erhielt die Uni im Oktober 1995 ihr nunmehr drittes derartig geförder­tes Vorhaben. Der Einrichtung des ge­meinsam mit der Humboldt-Universität zu Berlin entwickelten Graduiertenkollegs Ökonomie und Komplexität in der Spra­che stimmte die DFG zu. Mit dem Ziel, die in der Region Berlin-Brandenburg vor­handenen Forschungskapazitäten der Bioanalytik zu koordinieren, wurde unter Federführung von Prof. Dr. Frieder Scheller, Institut für Biochemie und Mole­kulare Physiologie, ein Interdisziplinärer Forschungsverbund(IFV) Bioanalytik ge­gründet.

Was das Studienfachangebot der Hoch­schule betrifft, so konnte es um die Fächer Kunst für die Sekundarstufe I und Latein erweitert werden. Der Senat verabschiede­te zahlreiche Studien- und Prüfungs­ordnungen. B.E:

AUS DEM SENAT BERICHTET

In seiner 40. Sitzung am 24. April 1997 hat sich der Senat der Universität Potsdam unter anderem mit folgenden Themen beschäftigt bzw. nachstehende Beschlüs­se gefaßt:

Einen breiten Raum nahm auch in dieser Sitzung die Diskussion zur aktuellen Lage der Hochschulentwicklung ein. Die Mit­glieder des Gremiums verabschiedeten dazu einstimmig eine Resolution, die sie der Öffentlichkeit übergaben. Darin heißt es:Die angekündigten weiteren Kürzun­gen der Professorenstellen der Universität Potsdam von ursprünglich 262 auf 190 und die damit verbundenen Kürzungen der Mitarbeiterstellen um 227 sowie die finan­ziellen Kürzungen von 30 Millionen DM für den Bereich des MWFK im Rahmen der Mittelfristigen Finanzplanung des Landes gefährden in unverantwortlicher Weise den für die Region so wichtigen weiteren Aufbau vielfach sogar den bisher er­reichten Ausbaustand der inzwischen in vielen Fächern leistungsstarken und aner­kannten Universität Potsdam.(Siehe dazu auch PUTZ 4/97, S. 14-16)

Des weiteren trafen die Senatoren einige Personalentscheidungen. So wurden Dr. Dagmar Klose, Professorin für Didaktik der Geschichte, zur Geschäftsführenden Direk­torin des Historischen Institutes in der Philo­sophischen Fakultät I und Dr. Heinz-Dieter Heimann, Professor für Mittelalterliche Ge­schichte II, zu ihrem Stellvertreter gewählt. Geschäftsführende Direktorin des Institutes für Germanistik in der Philosophischen Fa­

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kultät I ist jetzt Prof. Dr. Christine Keßler aus dem Bereich Kommunikationstheorie und Linguistik, ihr Stellvertreter Dr. Helmut John, Professor für Neuere deutsche Literatur/All­gemeine Literaturwissenschaft. Dr. Thomas Jahnke, Professor für Didaktik der Mathema­tik im Institut für Mathematik der Mathema­tisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät, Dr. Gerheid Scheerer-Neumann, Professorin für Grundschulpädagogik/Lernbereich Deutsch im Institut für Grundschulpäda­gogik der Philosophischen Fakultät N, Prof. Dr. Sigrid Franz, Institut für Psychologie in der Philosophischen Fakultät II, Prof. Dr. Bernhard Muszynski, Leiter des Weiterbil­dungszentrums, und Dr. Wolfgang Thiem, Professor für Schulpädagogik, Didaktik der Pädagogik, Didaktik der Sekundarstufen im Institut für Pädagogik der Philosophischen Fakultät II, bilden die Geschäftsführende Lei­tung des Zentrums für Pädagogische For­schung und Lehrerbildung(IZPFL). B.E.

In seiner 41. Sitzung am 15. Mai 1997 hat sich der Senat der Universität Potsdam unter anderem mit folgenden Themen beschäftigt bzw. nachstehende Beschlüs­se gefaßt:

Verabschiedet werden konnten folgende Studienordnungen und Prüfungsordnungen: die Studienordung für das Fach Mathematik in den Lehramtsstudiengängen, besondere Prüfungsbestimmungen für die Zwischen­prüfung im Lehramtsstudium des Faches Mathematik, die Studienordnung sowie die besonderen Prüfungsbestimmungen für den Diplomstudiengang Allgemeine Sprachwis­senschaft(Patholinguistik) und ein besonde­rer Teil der Studienordnung im Sonder­programm Weiterqualifizierung für den Stu­diengang Wirtschaftswissenschaften.

Der Senat beschloß ferner eine Änderung in der Studienordnung Physik für den Diplomstudiengang und das Nebenfach sowie eine Änderung der Prüfungsbe­stimmungen des Diplomstudiengangs Physik, wonach neben Chemie nun auch Informatik als Ergänzungsfach im Vor­diplomstudium zugelassen wird. Darin er­kannten die Senatorinnen und Senatoren eine Verbesserung des Studienangebots. Ihre Zustimmung gaben sie darüber hin­aus der Ausschreibung einer C4-Profes­sur für Experimentelle Physik zur gemein­samen Besetzung mit der außeruni­versitären Forschungseinrichtung BESSY. Diese Professur wird die Universität nichts kosten und außerhalb ihrer Struk­tur angesiedelt sein.

Auf Antrag der Mathematisch-Naturwissen­schaftlichen Fakultät beschloß das Gremi­um ferner die Gründung eines Institutes für Physik bei gleichzeitiger Auflösung der bis­herigen drei Institute(für Experimentalphy­sik und Physikdidaktik, für Festkörperphy­sik sowie für Theoretische Physik und

Astrophysik). Der Grund für diese Um­wandlung ist darin zu sehen, daß die fach­liche Struktur der Potsdamer Physik mit den drei eng verzahnten Schwerpunkten Analy­se und Steuerung komplexer Systeme, Astrophysik und molekular strukturierte Materialsysteme mit einer organisatori­schen Untergliederung der Physik in drei separate Institute nicht sinnvoll zur Dek­kung gebracht werden konnte. Auch sei der Informationsfluß durch die zusätzlichen Institutsebenen unnötig behindert und Mehrarbeit geschaffen worden.

Der Rektor wurde vom Senat beauftragt, eine Kooperationsvereinbarung zwischen der Landeshauptstadt Potsdam und der Univer­sität Potsdam abzuschließen,getragen vom Willen, die Kooperationsbeziehungen zu entwickeln und zu pflegen, um somit vorhan­dene Potentiale von Stadt und Universität wechselseitig stärker zu nutzen. Mit dem Vorbehalt, daß der Entwurf einer Koopera­tionsvereinbarung der Uni mit dem Zentrum für Agrarlandschafts- und Landnutzungs­forschung&.V. in Müncheberg noch den zu­ständigen Kommissionen des Senats zur Behandlung weitergegeben werden würde, stimmte das Gremium ferner einem entspre­chenden Vertrag grundsätzlich zu.

Breiten Raum nahm im weiteren Sitzungs­verlauf die Diskussion über die Struktur­planung für die wissenschaftlichen Mitar­beiter der Universität im Hinblick auf das Ausbauziel von 209 Professoren ein. Grund­lage dafür bildete die Aufforderung des Wissenschaftsministeriums, eine entspre­chende Stellenübersicht als Basisplanung für die Haushaltsanmeldung 1998 vorzule­gen. Als Ergebnis ist ein Stellenbedarf von 550,5 Wissenschaftlichen Mitarbeiterstellen (davon 487,5 für die Fakultäten, 19 für die Interdisziplinären Zentren, 38 für das Spra­Chenzentrum, 2 für das Weiterbildungs­zentrum und 4 für das Zentrum für Hoch­schulsport) auf der Grundlage der Aus­bauplanung mit 209 Professorenstellen vom Senat bestätigt worden. Den Bedarf für wis­senschaftliches Personal in den Interdiszi­plinären Zentren und Zentralen Betriebs­einheiten verabschiedete der Senat auf der Basis der derzeitigen Ist-Ausstattung, die bis zum Abschluß der Evaluationen aus­schlaggebend sein soll. Das Gremium be­auftragte den Rektor, in die Verhandlungen mit dem Wissenschaftsministerium mit dem Ziel einzutreten, die Genehmigung dieses Soll-Stellenplanes einzuholen und Gespräche mit den Personalräten aufzu­nehmen. Hg.

DIE PUTZ IM INTERNET:

http:/www.uni-potsdam.de/ u/putz/index.htm

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PUTZ 5/97