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(DFG) zum Innovationskolleg„Mechanismen der. gastrointestinalen Bioaktivierung und
-inaktivierung“ erhielt die Uni im Oktober 1995 ihr nunmehr drittes derartig gefördertes Vorhaben. Der Einrichtung des gemeinsam mit der Humboldt-Universität zu Berlin entwickelten Graduiertenkollegs „Ökonomie und Komplexität in der Sprache“ stimmte die DFG zu. Mit dem Ziel, die in der Region Berlin-Brandenburg vorhandenen Forschungskapazitäten der Bioanalytik zu koordinieren, wurde unter Federführung von Prof. Dr. Frieder Scheller, Institut für Biochemie und Molekulare Physiologie, ein Interdisziplinärer Forschungsverbund(IFV) Bioanalytik gegründet.
Was das Studienfachangebot der Hochschule betrifft, so konnte es um die Fächer Kunst für die Sekundarstufe I und Latein erweitert werden. Der Senat verabschiedete zahlreiche Studien- und Prüfungsordnungen. B.E:
AUS DEM SENAT BERICHTET
In seiner 40. Sitzung am 24. April 1997 hat sich der Senat der Universität Potsdam unter anderem mit folgenden Themen beschäftigt bzw. nachstehende Beschlüsse gefaßt:
Einen breiten Raum nahm auch in dieser Sitzung die Diskussion zur aktuellen Lage der Hochschulentwicklung ein. Die Mitglieder des Gremiums verabschiedeten dazu einstimmig eine Resolution, die sie der Öffentlichkeit übergaben. Darin heißt es:„Die angekündigten weiteren Kürzungen der Professorenstellen der Universität Potsdam von ursprünglich 262 auf 190 und die damit verbundenen Kürzungen der Mitarbeiterstellen um 227 sowie die finanziellen Kürzungen von 30 Millionen DM für den Bereich des MWFK im Rahmen der Mittelfristigen Finanzplanung des Landes gefährden in unverantwortlicher Weise den für die Region so wichtigen weiteren Aufbau— vielfach sogar den bisher erreichten Ausbaustand— der inzwischen in vielen Fächern leistungsstarken und anerkannten Universität Potsdam.“(Siehe dazu auch PUTZ 4/97, S. 14-16)
Des weiteren trafen die Senatoren einige Personalentscheidungen. So wurden Dr. Dagmar Klose, Professorin für Didaktik der Geschichte, zur Geschäftsführenden Direktorin des Historischen Institutes in der Philosophischen Fakultät I und Dr. Heinz-Dieter Heimann, Professor für Mittelalterliche Geschichte II, zu ihrem Stellvertreter gewählt. Geschäftsführende Direktorin des Institutes für Germanistik in der Philosophischen Fa
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kultät I ist jetzt Prof. Dr. Christine Keßler aus dem Bereich Kommunikationstheorie und Linguistik, ihr Stellvertreter Dr. Helmut John, Professor für Neuere deutsche Literatur/Allgemeine Literaturwissenschaft. Dr. Thomas Jahnke, Professor für Didaktik der Mathematik im Institut für Mathematik der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät, Dr. Gerheid Scheerer-Neumann, Professorin für Grundschulpädagogik/Lernbereich Deutsch im Institut für Grundschulpädagogik der Philosophischen Fakultät N, Prof. Dr. Sigrid Franz, Institut für Psychologie in der Philosophischen Fakultät II, Prof. Dr. Bernhard Muszynski, Leiter des Weiterbildungszentrums, und Dr. Wolfgang Thiem, Professor für Schulpädagogik, Didaktik der Pädagogik, Didaktik der Sekundarstufen im Institut für Pädagogik der Philosophischen Fakultät II, bilden die Geschäftsführende Leitung des Zentrums für Pädagogische Forschung und Lehrerbildung(IZPFL). B.E.
In seiner 41. Sitzung am 15. Mai 1997 hat sich der Senat der Universität Potsdam unter anderem mit folgenden Themen beschäftigt bzw. nachstehende Beschlüsse gefaßt:
Verabschiedet werden konnten folgende Studienordnungen und Prüfungsordnungen: die Studienordung für das Fach Mathematik in den Lehramtsstudiengängen, besondere Prüfungsbestimmungen für die Zwischenprüfung im Lehramtsstudium des Faches Mathematik, die Studienordnung sowie die besonderen Prüfungsbestimmungen für den Diplomstudiengang Allgemeine Sprachwissenschaft(Patholinguistik) und ein besonderer Teil der Studienordnung im Sonderprogramm Weiterqualifizierung für den Studiengang Wirtschaftswissenschaften.
Der Senat beschloß ferner eine Änderung in der Studienordnung Physik für den Diplomstudiengang und das Nebenfach sowie eine Änderung der Prüfungsbestimmungen des Diplomstudiengangs Physik, wonach neben Chemie nun auch Informatik als Ergänzungsfach im Vordiplomstudium zugelassen wird. Darin erkannten die Senatorinnen und Senatoren eine Verbesserung des Studienangebots. Ihre Zustimmung gaben sie darüber hinaus der Ausschreibung einer C4-Professur für Experimentelle Physik zur gemeinsamen Besetzung mit der außeruniversitären Forschungseinrichtung BESSY. Diese Professur wird die Universität nichts kosten und außerhalb ihrer Struktur angesiedelt sein.
Auf Antrag der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät beschloß das Gremium ferner die Gründung eines Institutes für Physik bei gleichzeitiger Auflösung der bisherigen drei Institute(für Experimentalphysik und Physikdidaktik, für Festkörperphysik sowie für Theoretische Physik und
Astrophysik). Der Grund für diese Umwandlung ist darin zu sehen, daß die fachliche Struktur der Potsdamer Physik mit den drei eng verzahnten Schwerpunkten Analyse und Steuerung komplexer Systeme, Astrophysik und molekular strukturierte Materialsysteme mit einer organisatorischen Untergliederung der Physik in drei separate Institute nicht sinnvoll zur Dekkung gebracht werden konnte. Auch sei der Informationsfluß durch die zusätzlichen Institutsebenen unnötig behindert und Mehrarbeit geschaffen worden.
Der Rektor wurde vom Senat beauftragt, eine Kooperationsvereinbarung zwischen der Landeshauptstadt Potsdam und der Universität Potsdam abzuschließen,„getragen vom Willen, die Kooperationsbeziehungen zu entwickeln und zu pflegen, um somit vorhandene Potentiale von Stadt und Universität wechselseitig stärker zu nutzen“. Mit dem Vorbehalt, daß der Entwurf einer Kooperationsvereinbarung der Uni mit dem Zentrum für Agrarlandschafts- und Landnutzungsforschung€&.V. in Müncheberg noch den zuständigen Kommissionen des Senats zur Behandlung weitergegeben werden würde, stimmte das Gremium ferner einem entsprechenden Vertrag grundsätzlich zu.
Breiten Raum nahm im weiteren Sitzungsverlauf die Diskussion über die Strukturplanung für die wissenschaftlichen Mitarbeiter der Universität im Hinblick auf das Ausbauziel von 209 Professoren ein. Grundlage dafür bildete die Aufforderung des Wissenschaftsministeriums, eine entsprechende Stellenübersicht als Basisplanung für die Haushaltsanmeldung 1998 vorzulegen. Als Ergebnis ist ein Stellenbedarf von 550,5 Wissenschaftlichen Mitarbeiterstellen (davon 487,5 für die Fakultäten, 19 für die Interdisziplinären Zentren, 38 für das SpraChenzentrum, 2 für das Weiterbildungszentrum und 4 für das Zentrum für Hochschulsport) auf der Grundlage der Ausbauplanung mit 209 Professorenstellen vom Senat bestätigt worden. Den Bedarf für wissenschaftliches Personal in den Interdisziplinären Zentren und Zentralen Betriebseinheiten verabschiedete der Senat auf der Basis der derzeitigen Ist-Ausstattung, die bis zum Abschluß der Evaluationen ausschlaggebend sein soll. Das Gremium beauftragte den Rektor, in die Verhandlungen mit dem Wissenschaftsministerium mit dem Ziel einzutreten, die Genehmigung dieses Soll-Stellenplanes einzuholen und Gespräche mit den Personalräten aufzunehmen. Hg.
DIE PUTZ IM INTERNET:
http:/www.uni-potsdam.de/ u/putz/index.htm
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PUTZ 5/97