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(1.1.2019) 05
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ZUR KOOPERATION DER POTSDAMER UNIVERSITÄT MIT AUSSERUNIVERSITÄREN

FORSCHUNGSEINRICHTUNGEN

UMWELTFREUNDLICHE STOFFTRENNUNG MIT MEMBRANEN Die Abteilung Membranforschung des GKSS-Instituts für Chemie in Teltow-Seehof

GKSS

Eines der Markenzeichen der Universität Potsdam ist ihre enge Zusammenarbeit mit außeruniversitären Forschungseinrichtun­gen. Die Kooperationen reichen von der gemeinsamen Berufung von Professoren über die Einrichtung von interdisziplinä­ren Zentren bis zu gemeinsamen Studien­gängen. In den vergangenen Ausgaben der PUTZ wurde bereits über elfPartner­institute der Uni berichtet vom Geo­forschungszentrum auf dem Potsdamer Telegrafenberg bis zur Berliner Elek­tronenspeicherring-Gesellschaft für Syn­Chrotronstrahlung. Zum Abschluß der Se­rie stellen wir die Abteilung Membran­forschung des GKSS-Instituts für Chemie in Teltow-Seehof vor.

Flexibilität zählte schon immer zu den Stär­ken des GKSS-Forschungszentrums. Be­reits mehrmals mußte sich die heutige Großforschungseinrichtung der Helmholtz­Gemeinschaft in seiner mehr als 40jährigen Geschichte fachlich und strukturell um­orientieren. 1956 war dieGesellschaft für Kernenergieverwertung in Schiffbau und Schiffahrt in Geesthacht bei Hamburg ge­gründet worden. Von dem ursprünglichen Namen sind heute nur noch die Initialien geblieben. Auch das jetzige Forschungs­profil des GKSS hat mit der Gründungsidee nichts mehr zu tun: Statt mit der Verwertung von Kernergie befassen sich die insgesamt 800 Mitarbeiter der Einrichtung heute mit der Materialforschung, der Umweltfor­schung und der Trenntechnik.

Für das letztere Forschungsgebiet ist die Abteilung Membranforschung des GKSS­Instituts für Chemie in Teltow Seehof zustän­dig. Das ehemaligeInstitut für Polymeren­Chemie wurde 1992 auf Empfehlung des Wissenschaftsrates in die Großforschungs­einrichtung integriert.Hier ist schon zu DDR-Zeiten solide Grundlagenforschung geleistet worden. Die anwendungsorientier­te Forschung des GKSS konnten wir sehr gut ergänzen, sagt der Institutsleiter Dieter Paul. 52 Mitarbeiter befassen sich in Teltow-See­hof mit der Entwicklung von Membranen zur Stofftrennung. Bei der Meerwasserentsal­zung kommen die dünnen Polymerfilme

ebenso zum Einsatz, wie bei der Aufberei­tung von Sickerwässern auf Deponien, der Druckluftentwässerung oder der Dialyse im Krankenhaus. Aufgabe des GKSS ist es, für jeden Trennprozeß ein maßgeschneidertes Membran sowie das entsprechende An­wendungsverfahren zu entwickeln.Heute

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Schichten. Die Zusammenarbeit reicht vom personellen Austausch über die gemeinsa­me Nutzung von Laboren und Forschungs­geräten bis zur Veröffentlichung von gemein­samen Publikationen.Die Kooperation nutzt beiden Seiten gleichermaßen und wäre So­gar noch ausbaufähig, so Paul. mcef

Grundlagenforschung für maßgeschneiderte Membrane: Seit fünf Jahren entwickelt das GKSS-Insti­

tut für Chemie in Teltow-Seehof Trennverfahren für Umwelttechnik, Biotechnik, Prozeßtechnik und

Medizin. Allein in den Jahren 1995 und 1996 meldete das Institut 27 Patente an.

liegt unser Forschungsschwerpunkt weniger bei der Trennung von Flüssigkeiten, sondern vielmehr bei der Gas- und Dämpfetren­nung, so Dieter Paul. Das GKSS habe bei­spielsweise eine Anlage zur Benzindampf­rückgewinnung entwickelt, die inzwischen bundesweit bei rund 50 Tanklagern genutzt wird. Mehr als 90 Prozent der austretenden Benzingase können durch das Membran­verfahren wieder verflüssigt werden. Eine große Rolle spielt die Trenntechnik heute auch für die Lebensmittelindustrie, die Trink­wassergewinnung und vor allem für die Medizin.50 Prozent der Anwendungen von Membranen erfolgt im medizinischen Be­reich, so Dieter Paul.

Gute Kontakte zur Industrie und öffentlichen Einrichtungen ist für die anwendungsorien­tierte Forschung des GKSS unerläßlich. Aber auch die Zusammenarbeit mit Hochschulen spielt für die Großforschungseinrichtung eine große Rolle. Eine Million Mark läßt sich das GKSS die Zusammenarbeit mit Univer­sitäten und Fachhochschulen jährlich ko­sten. Partnereinrichtung an der Universität Potsdam ist das Interdisziplinäre Zentrum für Dünne Organische und Biochemische

Foto: Fritze

Hochschulkooperations­programm

Seit einem Jahr existiert einEU-China­Hochschulkooperationsprogramm Es dient der Förderung europäischer Sprachen und Studien in China. Dabei handelt es sich um ein Programm zwischen den Ländern der Europäischen Union und China, dessen Ver­antwortung beim Utrecht Netzwerk und der Universität Lund in Schweden liegt. Von dort sind auch alle Informationen abzufordern. Das Programm will u.a. einen Beitrag dazu leisten, neue Lern- und Lehrmethoden sowie neue multimediale Technologien in der Bil­dung einzuführen und Probleme der Fern­lehre zu bewältigen. Es umfaßt folgende Bereiche: Wirtschaftspolitik, Rechtswissen­schaft, Verwaltung, Regionalpolitik, Bildung, Umweltplanung und Gesundheitswesen.

Weitere Informationen sind erhältlich bei: EU-China Higher Education Cooperation Programme, Lund University, Box 117,221 00 LUND, Tel.+46.46.222 1294, Fax +46.46.222 1295, E-mail: requests@euch­4.eu-china.lu.se oder unter http://www. lu.se/eu-china/reg.html. ge.

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