NUR GEMEINSAM SIND WIR UNERTRÄGLICH GUT
Gemeinschaftliche Präsentation der drei Potsdamer Hochschulen geplant
„Also Beeilung! Wenigstens das Einsteigen könnte ein bißchen schneller klappen als das Studieren...“. So wurden acht Studierende der Fachhochschule Potsdam neulich abend von der charmanten Stimme eines Busfahrers zum Mitfahren eingeladen.
Darauf fehlte ihnen nach acht Stunden Uni zunächst die passende Antwort. Vor allem, weil ihrer Meinung nach nicht nur die Gehaltsempfänger der Potsdamer Verkehrsbetriebe solche einseitigen Vorstellungen mit sich herumtragen. Deshalb halten sie die Zeit reif für„Gegenverkehr“! Immerhin erstellten Studierende Multimedia-Produktionen, Städteplanungskonzepte für Potsdam, CD-ROM's für Schulen. Und diese Leistungen sollen nun auch den Potsdamer Nachbarn gezeigt werden. Zwar gab es in der Vergangenheit schon hier und da Aktivitäten der einzelnen Hochschulen. Aber wie sagte der Rektor der FH Potsdam, Prof. Dr. Helmut Knüppel, kürzlich treffend:„Nur gemeinsam sind wir unerträglich“.
Die Idee zu einer gemeinschaftlichen Präsentation der drei Hochschulen in Potsdam — der Universität, der Fachhochschule und der Hochschule für Film und Fernsehen „Konrad Wolf“— ist nicht neu. Nun entstand aber eine Projektinitiative zwischen den Hochschulen, die sich zum Ziel gesetzt hat, bis Mai/Juni 1998 zusammen einen Aktionstag zu gestalten. Für die Planung hat sich
eine Projektgruppe gebildet, an der auch vier Studierende des Studiengangs KulturArbeit der FH mitwirken. Sie möchten nun die Verbindungen zwischen den Hochschulen und Potsdam sowie schon vorhandene und neue Projekte zwischen den drei Hochschulen präsentieren und wären dankbar, wenn Interessierte bereits jetzt mit Entwürfen, Modellen und Konzepten aus den Tiefen der institutseigenen Schubladen aufwarten würden.
Außerdem sollen wichtige, die Hochschulen und die Stadt betreffende Themen(z.B. Wohnungsnot der Studierenden) aufgegriffen werden. Damit möchte man innerhalb der Präsentation auch ein Forum für die Probleme der Studentinnen und Studenten schaffen. Daneben, zwischendurch und mittendrin ist Unterhaltung eingeplant, ein buntes Programm aus Theater, Musik und Film bereits angedacht. Für weitere Ideen und Anregungen sind die Mitglieder der Projektinitiative aber selbstverständlich offen!
Alle, die gerne mitwirken wollen, wenden sich bitte an Patrizia Reicherl, PressespreCcherin der FH in der Pappelallee, Haus 4, Raum 3.03, Telefon 5801050, email: presse@fh.potsdam.de. Die bereits beteiligten Studierenden hoffen jedenfalls auf reges Interesse— auf daß eines Tages die Potsdamer Busfahrer sagen mögen:„Nur keine Hektik! Wir wissen ja, auch ihr habt viel zu tun.“ kult
„GO OUT“- STIPENDIENPROGRAMME DES DAAD
Der Deutsche Akademische Austauschdienst(DAAD) hat seine Stipendienprogramme für deutsche Studierende von Europa auf die ganze Welt ausgeweitet und gleichzeitig durch Verringerung der Stipendienraten(Teilstipendien) die Zahl der Stipendien deutlich erhöht. Hinzu kommen— aus dem Hochschulsonderprogramm III von Bund und Ländern- neue Programme für Doktoranden und promovierte Nachwuchswissenschaftler sowie für die Einladung ausländischer Castdozenten. Über diese und mehr als 100 weitere Stipendienprogramme informiert der neue Auslandsstipendienführer des DAAD, der kostenlos bei den Akademischen Auslandsämtern aller Hochschulen(an der Universität Potsdam im Haus 08 Am Neuen Palais 10) zu erhalten ist.
Zu den neuen Initiativen gehört das Programm„Auslandsorientierte Studiengänge“. In diesem Programm werden zweisprachige Studiengänge gefördert, die ei
nen 50%igen Ausländeranteil und einen obligatorischen Auslandsaufenthalt für Deutsche vorsehen. Das Programm wird aus Mitteln des BMBF vorerst bis zum Jahr 2001 mit insgesamt rund 30 Mio. DM gefördert. Die nächste Auswahlrunde wird noch in diesem Herbst sein.
Die Ausschreibung für ein zweites neues Programm mit dem Titel„Studiengänge für ausländische Bachelors“ läuft derzeit. Im Rahmen dieses Programms soll an allen deutschen Hochschulen die Bereitschaft ermittelt werden, für ausgewählte ausländische Inhaber eines qualifizierten Bachelor-Examens tutorenbegleitete Studienangebote bereitzustellen, die in maximal zweieinhalb Jahren zu einem deutschen Diplom oder Magistergrad führen. Alternativ kann auch die Möglichkeit eröffnet werden, in verkürzter Zeit zu promovieren, ohne zuvor ein deutsches Diplom oder einen deutschen Magistergrad zu erwerben. pm.
Neuer Studienführer
Das brandenburgische Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur(MWFK) hat einen neuen Studienführer„Studieren im Land Brandenburg“ herausgegeben. Er enthält Wissenswertes über die drei brandenburgischen Universitäten, die fünf Fachhochschulen, die Hochschule für Film und Fernsehen„Konrad Wolf“ und deren Studienangebote. Zusammen mit der bereits angelaufenen Kampagne„In Zukunft Hochschule“ soll der neue Studienführer dazu beitragen, daß Abiturienten das Studium einer Berufsausbildung im dualen System vorziehen und so den Ausbildungsmarkt zugunsten von Schulabgängern ohne Abitur entlasten. Neben einer kurzen Vorstellung der Hochschulstandorte und einem aktuellen Überblick über die Studienmöglichkeiten in Brandenburg beantwortet die Broschüre Fragen über die Zulassung, das Studium von Berufstätigen, gibt Hinweise zur Weiterbildung, zu BAföG und Wohnheimplätzen und listet die wichtigsten"Telefonnummern auf,
Der kostenlos angebotene Studienführer kann bestellt werden beim Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Friedrich-Ebert-Straße 4, 14467 Potsdam. pm.
In die USA
Der Council„Educational Advising USA“ bietet im Amerika Haus Berlin, Hardenbergstraße 22-24, Tel./Fax: 030/3132732, Ööffentliche Informationsveranstaltungen zu Studien- und Arbeitsmöglichkeiten in den USA an. Diese finden wieder am 7. und 21. Juli 1997 von 16.00 bis 17.30 Uhr statt. Interessierten steht dort des weiteren eine Infothek dienstags bis freitags von 14.00 bis 17.00 Uhr für einen Besuch offen. AH
Berlin 2020
Die Firma„Siemens“ lädt junge Leute unterschiedlicher Fachrichtungen aus Berlin und Brandenburg ein, sich über ihre Zukunft Gedanken zu machen. Zu den Themen, die unter dem Motto„Berlin 2020— Die Stadt und ihr Umland lebenswert gestalten“ am meisten interessieren, sollen im Rahmen eines Workshops Lösungen und Realisierungskonzepte erarbeitet werden. Dieser Workshop startet ein methodisches Experiment und bietet ein Forum für Ideen.„Berlin 2020“ wird vom 20. bis 25. Juli 1997 in Siemensstadt stattfinden. Die erarbeiteten Ergebnisse präsentiert man im Anschluß Gästen aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft. Bewerbungsunterlagen gibt es bei: Siemens AG, Projektbüro Berlin 2020, Nonnendammallee 101, 13629 Berlin, Tel. 030/38 62 40 71, E-mail: berlin2020@bln-s.bln1.siemens.net, http:// www.werkstadt-zukunft.de/ mt.
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PUTZ 53/97