Grenzen überschreiten: Studium International
Qampus- Schreiber’97
Nachwuchs- Journalisten- Preis der DUZ- das unabhängige Hochschulmagazin, des Deutschen Studentenwerks und des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft
Stifteryerban DUZ
Deutsche Wissenschaft
Hl osw
©ampus-Schreiber‘97
Zum zweiten Mal lobt die DUZ—- das„Unabhängige Hochschulmagazin“ gemeinsam mit dem Deutschen Studentenwerk (DSW) und dem Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft den NachwuchsJournalisten-Preis„Campus-Schreiber“ aus. Im Mittelpunkt steht diesmal das Thema„Grenzen überschreiten— Studium International“. Gefragt sind Beiträge, die die vielfältigen Möglichkeiten und Probleme eines grenzüberschreitenden oder international ausgerichteten Studiums beleuchten. Dabei kommt es vor allem darauf an, die studentische„InsiderPosition“ zu nutzen, um Fragen aufzuwerfen und Beobachtungen nachzugehen, die journalistischen„Außenseitern“ kaum zugänglich sind.
Gewinnen kann man dabei sieben Preise: Je ein vier- bis sechswöchiges journalistisches Praktikum inklusive ein Stipendium für Unterkunft und Reisekosten bei: der Berliner Zeitung, der Süddeutschen Zeitung, dem Westdeutschen Rundfunk, der Zeit, der DUZ und in den Pressestellen des Stifterverbandes für die Deutsche WissenSchaft und des Ministeriums für Wissenschaft und Forschung des Landes NRW. Teilnehmen können alle Studierenden, die an einer deutschen Hochschule im Erststudium immatrikuliert sind oder sich in einem Auslandsstudium befinden. Einsendeschluß ist der 15. Juli 1997(Poststempel). Beiträge für Printmedien müssen zwischen 100 und 200 Teilen A 40 Anschläge betragen.
Weitere Infos bei DUZ— das„Unabhängige Hochschulmagazin“, Stichwort„CamPus-Schreiber“, Angelika Fritsche, KönNigswinterer Straße 418, 53227 Bonn, Tel. 0228/9702016, Fax 0228/9702010. pm.
RUFE
Einen Ruf haben erhalten:
Dr. habil. Arkadi Pikovski, frühere MaxPlanck-Arbeitsgruppe„Nichtlineare Dynamik“ an der Universität Potsdam, auf eine C3-Professur für Statistische Physik/Chaostheorie im Institut für Theoretische Physik und Astrophysik der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät.
PD Dr. Joachim C. Brunstein, Universität Erlangen-Nürnberg, auf eine C3-Professur für Pädagogische Psychologie im Institut für Psychologie der Philosophischen Fakultät II.
NEU ERNANNTE PROFESSORIN
Zu den in der letzten Zeit für die Universität Potsdam berufenen Professoren gehört. Prof. Dr. habil. Brigitte Sändig. Sie hat eine Professur für Romanische Literaturwissenschaft/ Französisch im Institut für Romanistik der Philosophischen Fakultät I inne. Die 1944 in Dresden geborene Wissenschaftlerin Sstudierte von 1964 bis 1969 Romanistik und Germanistik an der Universität Leipzig. Während ihrer sich bis 1973 anschließenden Aspirantur weilte sie zu einem einjährigen Aufenthalt in Algerien als Dolmetscherin einer Entwicklungshelfergruppe. Zum Verhältnis von Individuum und Gesellschaft in Prosaschriften existentialistischer Autoren promovierte Brigitte Sändig 1973 an der Universität Leipzig. Dem schloß sich bis 1991 eine Tätigkeit als wissenschaftliche Mitarbeiterin für französische Literaturgeschichte und -wissenschaft des 18. bis 20. Jahrhunderts am Zentralinstitut für Literaturgeschichte der Akademie der Wissenschaften in Berlin an. Ihre Habilitation zu Albert Camus und algerischer Kolonialgeschichte erfolgte 1990 an der Akademie.
Die Romanistin arbeitete dann von 1991 bis 1995 als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Forschungsschwerpunkt Literaturwissenschaft der Förderungsgesellschaft Wissenschaftliche Neuvorhaben in Berlin in einer Forschungsgruppe zur Analyse der Rezeption der Aufklärung im 19. und 20. Jahrhundert. Gleichzeitig übernahm sie Lehrstuhlvertretungen an den Universitäten Trier und Osnabrück. Eine Max Kade-Gastprofessur an der Pennsylvania State University/USA
Foto: Tribukeit
nimmt die Hochschullehrerin 1997 wahr. In zahlreichen Publikationen, darunter sieben Büchern, hat Brigitte Sändig ihre Forschungsergebnisse zur französischen Literatur des 18. bis 20. Jahrhunderts, insbesondere zu Rezeptionsbeziehungen, zum Verhältnis von Literatur und Kolonialismus, zum Modernitätsproblem, zum Verhältnis von Individualität und Macht und zur Funktion von Religion veröffentlicht. Zu den gegenwärtigen Forschungsschwerpunkten der Wissenschaftlerin gehören Individualitätsentwürfe in der französischen Prosaliteratur des 19. und 20. Jahrhunderts, Funktion von Religion in der französischen und deutschen Frühromantik, francophone Literatur des Maghreb sowie Literatur im Kolonialismus. B.E.
NEUE HONORARPROFESSORIN
Als Anerkennung für ihre wissenschaftlichen Leistungen und mit dem Ziel, auch außeruniversitäre Potentiale in Lehre und Forschung für die Universität Potsdam stärker zu nutzen, verlieh kürzlich die Prorektorin für Lehre und Studium, Prof. Dr. Bärbel Kirsch, eine Honorarprofessur an Prof. Dr. Angela Friederici. Die Wissenschaftlerin wurde 1952 geboren, studierte von 1970 bis 1976 Sprachwissenschaft, Germanistik und Romanistik an der Universität Bonn. Von 1975 bis 1980 absolvierte sie ein Zweitstudium in Psycho@ logie. Sie pro
movierte 1976 und habilitiere sich 1986. Die Gründungsdirektorin und jetzige Direktorin Se des MaxPlanck-Insti
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schung in Leipzig ist außerdem Inhaberin einer Professur für Allgemeine Psychologie mit dem Schwerpunkt Kognitionswissenschaften an der Freien Universität Berlin. Zu den Forschungsschwerpunkten Angela Friedericis gehören das Sprachverstehen, die Aphasien sowie die Sprachentwicklung. Darüber hinaus beschäftigte sie sich mit Fragen der Sprachproduktion, der Raumkognition und der visuellen Wahrnehmung. Für ihre Leistungen wurde Friedericı Anfang 1997 mit dem Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft geehrt. Mit ihrem wissenschaftlichen Werk reiht sich die Professorin in die Bemühungen der Universität Potsdam ein, die Kognitionswissenschaften, insbesondere in der Interaktion von Psychologie und Sprachwissenschaft, zu einem ihrer Profilbereiche zu machen. BE.
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PUTZ 5/97
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