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(1.1.2019) 05
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Grenzen überschreiten: Studium International

Qampus- Schreiber97

Nachwuchs- Journalisten- Preis der DUZ- das unabhängige Hochschulmagazin, des Deutschen Studentenwerks und des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft

Stifteryerban DUZ

Deutsche Wissenschaft

Hl osw

©ampus-Schreiber97

Zum zweiten Mal lobt die DUZ- dasUn­abhängige Hochschulmagazin gemein­sam mit dem Deutschen Studentenwerk (DSW) und dem Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft den Nachwuchs­Journalisten-PreisCampus-Schreiber aus. Im Mittelpunkt steht diesmal das ThemaGrenzen überschreiten Studi­um International. Gefragt sind Beiträge, die die vielfältigen Möglichkeiten und Probleme eines grenzüberschreitenden oder international ausgerichteten Studi­ums beleuchten. Dabei kommt es vor al­lem darauf an, die studentischeInsider­Position zu nutzen, um Fragen aufzuwer­fen und Beobachtungen nachzugehen, die journalistischenAußenseitern kaum zugänglich sind.

Gewinnen kann man dabei sieben Preise: Je ein vier- bis sechswöchiges journalisti­sches Praktikum inklusive ein Stipendium für Unterkunft und Reisekosten bei: der Berliner Zeitung, der Süddeutschen Zei­tung, dem Westdeutschen Rundfunk, der Zeit, der DUZ und in den Pressestellen des Stifterverbandes für die Deutsche Wissen­Schaft und des Ministeriums für Wissen­schaft und Forschung des Landes NRW. Teilnehmen können alle Studierenden, die an einer deutschen Hochschule im Erst­studium immatrikuliert sind oder sich in einem Auslandsstudium befinden. Einsen­deschluß ist der 15. Juli 1997(Poststem­pel). Beiträge für Printmedien müssen zwi­schen 100 und 200 Teilen A 40 Anschläge betragen.

Weitere Infos bei DUZ dasUnabhängi­ge Hochschulmagazin, StichwortCam­Pus-Schreiber, Angelika Fritsche, Kö­nNigswinterer Straße 418, 53227 Bonn, Tel. 0228/9702016, Fax 0228/9702010. pm.

RUFE

Einen Ruf haben erhalten:

Dr. habil. Arkadi Pikovski, frühere Max­Planck-ArbeitsgruppeNichtlineare Dyna­mik an der Universität Potsdam, auf eine C3-Professur für Statistische Physik/Chaos­theorie im Institut für Theoretische Physik und Astrophysik der Mathematisch-Natur­wissenschaftlichen Fakultät.

PD Dr. Joachim C. Brunstein, Universität Erlangen-Nürnberg, auf eine C3-Professur für Pädagogische Psychologie im Institut für Psychologie der Philosophischen Fakultät II.

NEU ERNANNTE PROFESSORIN

Zu den in der letzten Zeit für die Universi­tät Potsdam berufenen Professoren gehört. Prof. Dr. habil. Bri­gitte Sändig. Sie hat eine Professur für Romanische Literaturwis­senschaft/ Französisch im Institut für Romanistik der Philosophischen Fakultät I inne. Die 1944 in Dresden geborene Wissenschaftlerin Sstu­dierte von 1964 bis 1969 Romanistik und Ger­manistik an der Universität Leipzig. Während ihrer sich bis 1973 anschließenden Aspi­rantur weilte sie zu einem einjährigen Aufent­halt in Algerien als Dolmetscherin einer Entwicklungshelfergruppe. Zum Verhältnis von Individuum und Gesellschaft in Prosa­schriften existentialistischer Autoren promo­vierte Brigitte Sändig 1973 an der Universi­tät Leipzig. Dem schloß sich bis 1991 eine Tätigkeit als wissenschaftliche Mitarbeiterin für französische Literaturgeschichte und -wissenschaft des 18. bis 20. Jahrhunderts am Zentralinstitut für Literaturgeschichte der Akademie der Wissenschaften in Berlin an. Ihre Habilitation zu Albert Camus und alge­rischer Kolonialgeschichte erfolgte 1990 an der Akademie.

Die Romanistin arbeitete dann von 1991 bis 1995 als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Forschungsschwerpunkt Literaturwissen­schaft der Förderungsgesellschaft Wissen­schaftliche Neuvorhaben in Berlin in einer Forschungsgruppe zur Analyse der Rezep­tion der Aufklärung im 19. und 20. Jahrhun­dert. Gleichzeitig übernahm sie Lehrstuhl­vertretungen an den Universitäten Trier und Osnabrück. Eine Max Kade-Gastprofessur an der Pennsylvania State University/USA

Foto: Tribukeit

nimmt die Hochschullehrerin 1997 wahr. In zahlreichen Publikationen, darunter sieben Büchern, hat Brigitte Sändig ihre For­schungsergebnisse zur französischen Litera­tur des 18. bis 20. Jahrhunderts, insbesonde­re zu Rezeptionsbeziehungen, zum Verhält­nis von Literatur und Kolonialismus, zum Modernitätsproblem, zum Verhältnis von In­dividualität und Macht und zur Funktion von Religion veröffentlicht. Zu den gegenwärti­gen Forschungsschwerpunkten der Wissen­schaftlerin gehören Individualitätsentwürfe in der französischen Prosaliteratur des 19. und 20. Jahrhunderts, Funktion von Religion in der französischen und deutschen Früh­romantik, francophone Literatur des Magh­reb sowie Literatur im Kolonialismus. B.E.

NEUE HONORAR­PROFESSORIN

Als Anerkennung für ihre wissenschaftlichen Leistungen und mit dem Ziel, auch außer­universitäre Potentiale in Lehre und For­schung für die Universität Potsdam stärker zu nutzen, verlieh kürzlich die Prorektorin für Lehre und Studium, Prof. Dr. Bärbel Kirsch, eine Honorarprofessur an Prof. Dr. Angela Friederici. Die Wissenschaftlerin wurde 1952 geboren, studierte von 1970 bis 1976 Sprach­wissenschaft, Germanistik und Romanistik an der Universität Bonn. Von 1975 bis 1980 absolvierte sie ein Zweitstudium in Psycho­@ logie. Sie pro­

movierte 1976 und habilitier­e sich 1986. Die Grün­dungsdirek­torin und jetzi­ge Direktorin Se des Max­Planck-Insti­

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schung in Leipzig ist außerdem Inhaberin einer Professur für Allgemeine Psychologie mit dem Schwerpunkt Kognitionswissen­schaften an der Freien Universität Berlin. Zu den Forschungsschwerpunkten Angela Frie­dericis gehören das Sprachverstehen, die Aphasien sowie die Sprachentwicklung. Darüber hinaus beschäftigte sie sich mit Fra­gen der Sprachproduktion, der Raumkog­nition und der visuellen Wahrnehmung. Für ihre Leistungen wurde Friedericı Anfang 1997 mit dem Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft geehrt. Mit ihrem wissenschaftlichen Werk reiht sich die Pro­fessorin in die Bemühungen der Universität Potsdam ein, die Kognitionswissenschaften, insbesondere in der Interaktion von Psycho­logie und Sprachwissenschaft, zu einem ih­rer Profilbereiche zu machen. BE.

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PUTZ 5/97

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