Heft 
(1.1.2019) 05
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PROMOTIONEN

Dr. rer. nat.

Julia Boike mit der Arbeit:Thermal, hydrological and geochemical dynamics of the active layer at a continuous permafrost site, Taymyr Peninsula, Siberia(21.5.1997); Walter Leube mit der Arbeit:Synthese und Eigenschaften von Polyelektrolyt-Block­copolymeren(13.5.1997) und

Dr. phil. Andreas Zendler mit der Arbeit: Strukturierung, Änderung und Verteilung von objektorientierten Anwendungen (28.4.1997).

Dr. phil.

Sieglinde Voigt mit der Arbeit:Framese­mantische Strukturen des Textes als Beitrag zur Textverständlichkeit(28.4.1997).

Dr. iur.

Frank Heerstraßen mit der Arbeit:Schuld­verhältnisse der Wohnungseigentümer Ein Beitrag zu den Gläubiger- und Schuld­nermehrheiten(30.5.1997).

Ehrendoktor für Antonietti

Prof. Dr. Markus Antonietti, Di­rektor am Max­Planck-Institut für Kolloid- und Grenzflächen­forschung und Honorarprofes­sor an der Uni­versität Pots­dam, ist von der . Clarkson Uni­versity Potsdam im US-Bundesstaat New York zum Ehrendoktor ernannt worden. Der 37jährige Chemiker erhielt die Auszeich­nung für seinebahnbrechenden Entdek­kungen in der Kolloid- und Grenzflächen­forschung und seine bedeutende Rolle bei der Zukunftsgestaltung der deutschen Wis­senschaft. Antonietti studierte Chemie und Physik in Mainz, habilitierte sich 1990 mit einer Arbeit zum ThemaMikrogele Poly­mere mit einer speziellen Architektur und wurde bereits im Alter von 31 Jahren Profes­sor an der Philipps-Universität in Marburg. Im Oktober 1993 wechselte er zum Max­Planck-Institut in Teltow-Seehof. Zu den zahl­reichen wissenschaftlichen Auszeichnungen des Polymerforschers zählen ein Adolf-Todt­Stipendium, der Preis der Böhringer-Ingel­heim-Stiftung, der Gerhard-Hess-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft und ein Dozentenstipendium des Fonds der che­mischen Industrie. Antonietti hat bereits mehr als 100 wissenschaftliche Arbeiten ver­faßt, ist Herausgeber derActa Polymerica und Mitglied des Redaktionsrates von drei weiteren Fachzeitschriften. mcef

Foto: Fritze

Otto-Hahn-Medaille für Physikerin

Der Preissegen für die Mathe­matisch-Natur­wissenschaftli­Che Fakultät der Universität Pots­dam geht wei­ter. Die Physike­rin Dr. Annette Witt ist jetzt von der Max­Planck-Gesell­schaft mit der Otto-Hahn-Me­daille für den wissenschaftlichen Nachwuchs ausgezeich­net worden. Bereits Anfang des Jahres hatten der Informatiker Dr. Wolfgang Kunz und der Physiker Dr. Siegfried Bauer renommierte Preise für ihre Forschungsarbeiten erhalten. Die Otto-Hahn-Medaille zählt zu den her­ausragenden Auszeichnungen für junge Wissenschaftler. Zum ersten Mal ging der begehrte Preis nun nach Brandenburg. An­nette Witt erhielt die Medaille vor allem für ihre Doktorarbeit zu den theoretischen Me­thoden der Chaosforschung. Mit ihren Un­tersuchungen hatte die 28jährige erheblich zu einer besseren Früherkennung von schweren Herzkrankheiten beigetragen. Verbunden mit dem Preis ist ein Auslands­stipendium, das die Physikerin für einen achtmonatigen Aufenthalt an der renom­mierten Universität Florenz verwenden wird. Annette Witt ist seit 1992 Mitarbeiterin der ArbeitsgruppeNichtlineare Dynamik an der Universität Potsdam. mcef

Dr. Annette Witt Foto: Fritze

Potsdamer Unterstützung für Steuerreformgesetz

Im Rahmen der Forschungstätigkeit von Prof. Dr. Hans-Georg Petersen und seinen Mitar­beitern aus der Wirtschafts- und Sozialwis­senschaftlichen Fakultät ist in den letzten Monaten in enger Kooperation mit dem Insti­tut für angewandte Wirtschaftsforschung in Tübingen und dem Institut für Sozioöko­nomie des ZALF ein neues mikroökonomi­sches Simulationsmodell zur Quantifizierung der Aufkommens- und Verteilungseffekte einer reformierten Einkommensbesteue­rung entwickelt worden. Zur Forscher­gruppe gehören Dipl.-Vw. Christhart Bork, Dipl.-Soz. Rolf Kleimann und PD Dr. Klaus Müller. Eine erste aktuelle Anwendung hat dieses Modell bei der Simulation der in der Presse vielbeachtetenBündnisgrünen Ein­kommensteuerreform erfahren. Die Analy­se erfolgt anhand einer repräsentativen Stichprobe mikroökonomischer Steuer­daten, die dem Institut für angewandte Wirtschaftsforschung zur Verfügung Ste­

hen. Auf dieser Basis wird das deutsche Ein­kommenssteuersystem modelliert; nach ein­gehender Überprüfung des gegenwärtigen Systems können unterschiedliche derzeit zulässige Abzugsbeträge variiert werden. Mit diesem Modellansatz ist es möglich, dif­ferenzierte Verteilungswirkungen abzuschät­zen, wenn die über die letzten Jahrzehnte hinweg stark erodierte Bemessungsgrund­lage des deutschen Einkommensteuer­rechts verbreitert wird. Ferner erlaubt das Modell eine Veränderung des gegenwärtig gültigen Steuertarifs. In engem Zusammen­hang damit stand auch die aktive Teilnahme von Hans-Georg Petersen und Christhart Bork an der Anhörung des Finanzausschus­ses des Deutschen Bundestages zum Ent­wurf eines Steurreformgesetzes 1999 der Fraktionen der CDU/CSU und ED.P, die vom 14. bis 16. Mai 1997 stattfand. cb.

Strohe neuer Prodekan

Die Mitglieder des Fakultätsrates der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität Potsdam wählten Prof. Dr. Hans Gerhard Strohe zu ihrem Pro­dekan. Strohe hat in der Fakultät eine Pro­fessur für Statistik inne. Der neue Prodekan, dessen Amtszeit am 30. September 1997 endet, löste Prof. Dr. Hans-Georg Petersen, Professor für Finanzwissenschaft, ab.

Vertretung für Schorn-Schütte

Die Historikerin Prof. Dr. Luise Schorn­Schütte wird sich im kommenden Winterse­mester auf die Arbeit an einer Publikation zum politischen Denken des 16. und 17. Jahrhunderts in Europa konzentrieren. Ihre Amtsaufgaben an der Universität wird wäh­rend des Forschungssemesters der Biele­felder Privatdozent Dr. Stefan Brakensiek übernehmen. Der Experte auf dem Gebiet der Bürgertumsforschung plant eine Vorle­sung zur Französischen Revolution, ein Hauptseminar und ein Forschungskollo­quium. Finanziert wird die Lehrstuhl­vertretung mit 50.000 DM von der Düssel­dorfer Gerda-Henkel-Stiftung. mef

Nachruf auf Erich Duvinage

Die ehemaligen Kolleginnen und Kollegen im Zentrum für Hochschulsport sowie vie­le weitere Mitarbeiter der Uni Potsdam trau­ern um Erich Duvinage. Stets engagiert für die Belange des Sports, die er mit Kompe­tenz und Courage vertrat, kannten ihn alle darüber hinaus als liebenswerten und ent­gegenkommenden, mit dem Charme sei­ner französischen Vorfahren ausgestatteten Kollegen. Bewundernswert war sein Talent, schwierige Lebenssituationen mit Gleich­mut und Zuversicht zu meistern. Im Zweiten Weltkrieg wurde er schwer verwundet, ver­

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PUTZ 5/97