Heft 
(1.1.2019) 05
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Fortsetzung von Seite 27

tere drei Jahre Projektarbeit zu leisten. Er­folge gäbe es zudem bei der Berufsausbil­dung. So konnten alle einstigen Auszubil­denden für Bürokommunikation als Sekräte­rinnen an der Hochschule beginnen. Wie brisant jedoch die Lehrstellen-Konstellation sei, dokumentiere die Anzahl von 116 Be­werbern für gerade fünf Plätze, die künfti­gen Kauffrauen für Bürokommunikation zur Verfügung stünden.

Auf Problematisches verwies auch Dr. Peter Herrmann, Vorsitzender des Personalrats für wissenschaftliches und künstlerisches Per­sonal. Aufmerksam machte er beispielswei­se auf die Schwierigkeiten, die durch die Auflösung des Cottbuser Pädagogischen Instituts entstanden. Dessen Schließung zum Ende des Studienjahres 1995/1996 habe für die vom MWFK nun der Universität Potsdam zugeordneten Mitarbeiter ganz direkte Fol­gen. Umschulung für ein Mangelfach, neue Aufgaben im Weiterbildungsprogramm, die Versetzung an andere Institutionen im Ver­antwortungsbereich des hbrandenburgi­schen öffentlichen Dienstes, das Spektrum bereits gefällter Entscheidungen reiche weit. Vorläufiger Höhepunkt der Entwicklung: zwei beantragte, jedoch zu diesem Zeitpunkt noch nicht rechtskräftige betriebsbedingte Kündigungen. Als durchaus ähnlich diffizil erweise sich die Situation ehemaliger WIP­Forscher. Von den ursprünglich an der Uni vorhandenen rund 190 Wissenschaftlern seien nach Beendigung des Programms nur 28 fest an die Einrichtung gekommen, wei­tere 40 Mitarbeiter infolge des Hochschul­sonderprogramms III wenigstens befristet beschäftigt. Positiv dagegen, so Herrmann, stelle sich insgesamt die Zusammenarbeit seines Gremiums mit der Dienststellen­leitung dar. In diesem Zusammenhang mahnte er dennoch angesichts aktueller Entwicklungen insbesondere Öffentlichkeit und Transparenz sowie demokratische Mit­bestimmung bei den derzeit zu führenden Strukturdiskussionen an.

Jene Debatten resultieren aus konkreten, im Entwurf des brandenburgischen Hoch­schulentwicklungsplanes enthaltenen Plä­nen des MWFK. Geht es nach dem Willen Wissenschaftsminister Steffen Reiches, bleiben von für das Jahr 2000 einst vorgese­henen 262 Professuren jetzt nur noch 190 übrig. Damit sollen Potsdam bei einem ge­genwärtigen Ausbaustand von 75,6 Prozent ganze 72 Professuren genommen werden. Diese Kürzung aber bedeute, erklärte Uni­Kanzler Alfred Klein während der Veranstal­tungen, tiefe Einschnitte in die ausschließ­lich durch die Anzahl von Professuren be­stimmte Struktur der Hochschule. Deren Rektorat fordere deshalb einen Einstel­lungskorridor für Umbaumaßnahmen. Es wolle versuchen, vorsätzliche Schäden, die allein aus Sparzwängen entstünden, durch

eine fachlich bezogene Einmischung abzu­wenden. Die Streichung von Qualifikations­stellen beispielsweise müsse verhindert, wissenschaftlicher Nachwuchs gesichert werden. Klein stellte in diesem Zusammen­hang klar:Um als Universität handlungs­fähig zu bleiben, gehört dazu die Respek­tierung der Hochschul-Autonomie sowie die Gewährung eines Gestaltungs- und Handlungsspielraums über Flexibilisie­rung, Globalisierung und, sehr wichtig, eine Übergangsfinanzierung sowie der ge­forderte Einstellungskorridor. PG.

DIE PUTZ IM INTERNET

http:/www.uni-potsdam.de/ u/putz/index.htm

Danke für die tolle Unterstützung

Die Schüler der Klasse 10 der Babelsberger Oberlinschule haben einen Film über Rücksicht auf der Straße gedreht. Sie hat­ten sich an einem Videowettbewerb betei­ligt, der von dem Polizeipräsidium Frank­furt/Oder ausgerufen worden war. Der Film, der in mühevoller Arbeit entstanden ist, heißtDer Traum. Er wurde von Dr. Lutz Henrich und Frank Poser von der Arbeits­stelle Medienpädagogik der Uni Potsdam unterstützt. Bei diesem Film geht es um ei­nen körperbehinderten Jugendlichen, der einen Alptraum hat. Er will eine Straße über­queren, kommt aber nicht rüber, weil im­mer wieder ein Auto nach dem anderen kommt und schließlich ein Unfall passiert. Als er dann aufwacht, merkt er, daß das al­les nur ein Traum war, und er ruhig und gelassen sich waschen und frühstücken kann. Auf dem Weg zur Schule trifft er sei­ne Schulkameradin Melanie, die ihn auf dem Weg zur Schule begleitet und zwar ohne Probleme. Die Hauptdarsteller im Film sind Dennis und Melanie. Alexander, Nico, Rene, Sven und Robert waren für die Kamera, Musik, Regie und Schnitt verant­wortlich. Aber die harte Arbeit hat sich dann zum Schluß doch gelohnt, als sie am 20. Februar 1997 nach Fürstenwalde zur Preis­verleihung fahren konnten und den 2. Preis gewonnen haben. Sie konnten es erst gar nicht glauben, weil sie schon einmal einen Videowettbewerb erfolglos mitgemacht hatten. Der Preis besteht aus einer Reise nach Dänemark sowie 1800 DM. Dabei ist für sie ein Wunsch in Erfüllung gegangen: eine Abschlußreise. Lutz Henrich und Frank Poser sei an dieser Stelle jedenfalls ganz herzlich für die tolle Unterstützung gedankt! Alexander Borg/Oberlinschule Potsdam

Freie Plätze für Kinder und Erwachsene

Seit der Einrichtung eines Diplom­studienganges im Jahre 1991 gibt es am In­stitut für Musik der Universität Potsdam das HauptfachElementare Musikpädagogik. Zum Lehrangebot dieser Abteilung gehö­ren eine Reihe von Lehrpraxisgruppen, in welchen Kinder ab vier Jahren, aber auch Erwachsene in Musik und Bewegung unter­Yichtet werden. Von Mitarbeitern des Insti­tutes geleitet, sind sie zugleich Lehrpraxis­felder für die Studierenden, die dort hospi­tieren und in ausgewählten Unterrichtsein­heiten selbständig lehrpraktische Aufgaben übernehmen.

Im Rahmen dieser Lehrveranstaltungen wird kostenloser Unterricht inElementarer Mu­sikpädagogik(musikalischer Früherzie­hung) angeboten, der an Potsdamer Kinder­gärten, imTreffpunkt Freizeit sowie direkt auf dem Universitätsgelände in Golm stattfin­det. Mit den Inhaltsbereichen Singen und Sprechen, Bewegen und Tanzen, Spielen auf elementaren Instrumenten u.a. besteht die Möglichkeit, an einem erlebnisorientierten Unterricht teilzunehmen, der musikalisch­tänzerische Fähigkeiten, das soziale Verhal­ten sowie das kreative und eigenschöpfe­Yische Potential der Kinder fördern soll. Immer zu Beginn jedes Wintersemesters (Anfang Oktober) bilden sich neue Gruppen von Vor- und Grundschulkindern, die sich während der Semesterzeiten einmal wö­Chentlich zu ihrer Unterrichtsstunde treffen. Für das bevorstehende Wintersemester 1997/98 ist das Institut für Musik wieder auf der Suche nach Kindern im Alter zwischen vier und acht Jahren, die in einer der neuen Gruppen in Golm dabeisein möchten.

Seit Oktober 1995 besteht nun auch eine Erwachsenengruppe für Musik und Bewe­gung. Ebenfalls einmal pro Woche treffen sich Studierende, Mitarbeiter und andere Interessierte zum gemeinsamen Singen, Tanzen und Musizieren. Neben einfachen Kanons, Folkloretänzen, rhythmischen Koor­dinationsübungen und leichten Spielstücken auf Orff-Instrumenten geben diese Abende auch Impulse zur Körpererfahrung und bie­ten Improvisations- und Gestaltungsauf­gaben aus den Bereichen Musik und Bewe­gung.

Interessierte für diese Angebote melden sich bitte bei Erika Funk, Tel. 0331/977­2002 oder schreiben an: Universität Pots­dam, Institut für Musik/Abt. Elementare Musikpädagogik, Postfach 60 15 53, 14415 Potsdam.

Es wird versucht, alle Anmeldungen zu be­rücksichtigen, eine Einteilungsgarantie kann aber nicht übernommen werden. Aus orga­nisatorischen Gründen erfolgt die schriftli­Che oder telefonische Nachricht erst kurz vor Unterrichtsbeginn(Ende September). W.B.

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PUTZ 53/97