PUTZ 4/99
Hasso-Plattner-Institut in Griebnitzsee Studiengang„Softwaresystemtechnik” startet
Prof. Dr. Siegfried Wendt, Hasso Plattner, Wissenschaftsminister Steffen Rei
che, Prof. Dr. Jürgen Kurths und Rektor Prof. Dr. Wolfgang Loschelder (»I.n.r.) bei der Besichtigung des Gebäudes für den Institutsbau.
Ab dem Wintersemester 1999 können die ersten 80 Studierenden ihr Studium in Softwaresystemtechnik in Potsdam beginnen. Der weltweit einmalige Studiengang wird gemeinsam von der Universität Potsdam und dem neu ge
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UNIVERSITÄT POTSDAM©
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torat der Universität hat nunmehr entschieden, die beiden Studentinnen der Fachhochschule Potsdam, die diese Entwürfe entwickelten, um eine weitere Bearbeitung ihrer Entwürfe zu
bitten. Hierfür werden insbesondere die zahlreichen Anmerkungen, die auf den Fragebögen zur Bewertung des Designs gemacht wurden, einbezogen.* Über die weitere Entwicklung zum optischen Erscheinungsbild der Universität Potsdam wird die PUTZ/Foto: Fritze
PUTZ berichten.
Foto: Fritze
gründeten Hasso-PlattnerInstitut(HPI) entwickelt.
Bis das eigene Gebäude des HPI in Griebnitzsee einzugsbereit ist, finden der Vorlesungsbetrieb und die Arbeit des HPI in den angemieteten
Alle Universitätsmitglieder waren in der Zeit vom 12. bis zum 23. April 1999 aufgerufen, sich an einer Umfrage über sechs Entwürfe zu einem neuen Corporate Design der Universität zu beteiligen. Die Umfrage hat ergeben, daß die zwei nebenstehenden Entwürfe von vielen der Beteiligten favorisiert werden. Das Rek
Räumen der Landessparkasse am Potsdamer Luftschiffhafen statt.
Am 22. April 1999 wurde der Kooperationsvertrag vom Rek
| tor der Universität Potsdam,
Prof. Dr. Wolfgang Loschelder, und dem Geschäftsführer des HPI, Prof. Dr. Siegfried Wendt, unterzeichnet. Vor allem in der Lehre sollen sich Informatiker der Universität und am HPI ergänzen und zusammenarbeiten.
Das Hasso-Plattner-Institut ist die größte private Stiftung in Deutschland, die Lehrzwecken dient. Stifter und Ideengeber ist Hasso Plattner, der als Mitbegründer der Softwarefirma SAP ein Vermögen erworben
| hat und nun, nach amerikani| schem Vorbild, einen Teil sei
nes materiellen Erfolges an die Gesellschaft zurückgibt. Der Studiengang Softwaresystemtechnik solle dazu beitragen, daß Deutschland ein Land der Ingenieure und Erfinder blei
Campus
be, sagte Hasso/Plattner- ‚Der Abschluß als Softwaresystemingenieur soll international anerkannt werden und verspricht den Absolventen beste
| Chancen‘ auf fdem Arbeits:
markt.
Plattner. garantiertidemiHPI für die Daucr von 20 Jahren ein jährliches Budget von fünf Millionen Mark und beteiligt sich an den Baukosten des neu zu errichtenden(Gebäudes. Standort wird das Unigelände am S-Bahnhof Griebnitzsee. Hier soll das HPI gebaut werden und gleichzeitig ein neues Gebäude für die Informatiker der Universität entstehen. Baubeginn ist noch im Jahr 1999, für 2001 ist der Einzug geplant. Die Baukosten von 42 Millionen Mark werden
| vorrangig aus EU-Mitteln be
stritten. Die technische Aus
| stattung wird von verschiede
nen Computerfirmen gespendet. Bill Gates habe schon
| mündlich zugesagt, berichte
te Plattner. ar
Kooperationsvertrag
Die intensive Zusammenarbeit mit außeruniversitären Einrichtungen gehört seit Jahren zu den Arbeitsschwerpunkten der Universität Potsdam. Am 21. Mai 1999 erfolgte nun der Abschluß eines weiteren Kooperationsvertrages, Diesmal wurde die Zusammenarbeit zwischen der Universität und dem Zentrum für Agrarlandschafts- und Landnutzungsforschung(ZALF) e.V. auf eine vertragliche Grundlage gestellt.
Das ZALF ist eine Einrichtung der Wissenschaftsgemeinschaft G.W. Leibniz mit sieben Instituten in Müncheberg sowie Forschungsstationen in Dedelow, Eberswalde, Müncheberg und Paulinenaue: Zu den Forschungsschwerpunkten des Zentrums gehören Methoden zur Beur
teilung der Nutzung und Gestaltung von Landschaften, die Abschätzung der Auswirkungen von Landnutzungsformen auf Wasser- und Stoffhaushalt und biotische Prozesse sowie die Entwicklung dauerhaft umweltgerechter und sozial verträglicher Landschaftsnutzungen. Von seiten der Hochschule sind insbesondere die Institute für Geographie, Geoökologie sowie für Ökologie und_Naturschutz Partner des ZALF. Die Zusammenarbeit in Lehre und Forschung soll vor allem verwirklicht werden durch wissenschaftlichen Informations- und FErfahrungsaustausch, durch gemeinsame Forschungsprojekte und einzelne Forschungsvorhaben, gemeinsame Berufungen sowie Lehrangebote und Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. B.E.
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