PUTZ 4/99
Wissenschaft aktuell
Informationen zur Forschungsförderung
DFG- Graduiertenkollegs
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft(DFG) hat die Einrichtung von 26 neuen Gradujertenkollegs beschlossen. Seit 1990 fördert die DFG in Graduiertenkollegs besonders qualifizierte Doktoranden in allen wissenschaftlichen Disziplinen. Das Förderprogramm wird von Bund und Ländern gemeinsam finanziert und erfaßt rund zehn Prozent der Promotionen in Deutschland. Informationsmaterial ist bei Dr. Norbert Richter im Dezernat 1 erhältlich. rl.
Initiative„InnoRegio”
Das Ziel der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung(BMBF) ausgelösten Initiative„InnoRegio“ ist es, Innovationspotentiale und Innovationskompetenz von sich selbst organisierenden Regionen in den neuen Ländern verstärkt zu erschließen. Das BMBF gewährt Zuwendungen für ausgewählte Vorhaben zur Ausarbeitung und Umsetzung einzelner Maßnahmen und Projekte. Interessenten wenden sich an das Projektbüro Inno-Regio, Wallstraße 17-22, 10178 Berlin, Tel. 030-20199482, Fax: 030-20199-470, EMail: innoregio@ innoregio.de, Internet: http://www.innoregio.de. Das Informationsmaterial ist auch im Dezernat 1: bei: Dr. Richter erhältlich. 1.
Preise gestiftet
Die Stiftung Industrieforschung schreibt zwei Preise aus. Der „Preis für wissenschaftliche Arbeiten“ ist mit 20.000 DM dotiert und wird für herausragende wissenschaftliche Arbeiten verliehen, die einen erheblichen Praxisnutzen für mittelständische Unternehmen haben. Ausgezeichnet werden jährlich bis zu drei Arbeiten. Dabei kann es sich um Diplomarbeiten, Dissertationen oder Habilitationsschriften, aber auch um sonstige wissenschaftlich fundierte Darlegungen handeln, die möglichst in enger Zusammenarbeit mit mittelständischen Unternehmen entstanden sind.
Mit dem„Initiativpreis“ will die Stiftung dagegen unkonventionelle, risikofreudige Pioniertaten unterstützen,. die dazu beitragen, Innovationen auf den Weg zu bringen. Das Preisgeld beträgt 50.000 DM. Die Bewerbung ist formlos. Für beide Preise besteht eine Be
werbungsfrist bis zum 31.12.|
eines Jahres.
Weitere Informationen gibt es bei der Geschäftsstelle der Stiftung Industrieforschung, Marktstraße 8, 50968 Köln, Tel. 02219370270, Fax: 0221-343807, E-Mail: Stiftung_Industriefor schung@t-online.de. ri.
Woitschach-Forschungspreis
Die Ellen und Max-WoitschachStiftung für ideologiefreie Wissenschaft vergibt den Woitschach-Forschungspreis 2000. Geehrt werden sollen herausragende wissenschaftliche Arbeiten, die auf der Grundlage wissenschaftlich anerkannter Methoden allgemein verständlich wissenschaftsfremde, ideologische Einflüsse auf die Wissenschaft und ihre Anwendung offenlegen. Es erfolgt eine Dotierung in Höhe von 15.000 DM. Bewerbungen sind bis zum 31. Oktober 1999 möglich. Sie sind einzureichen bei der Deutschen Aktionsgemeinschaft Bildung— Erfindung— Innovation(DABEI) e.V., An der Bruchspitze 50,55122 Mainz, Tel. 06131/ 68 52 50, Fax 06131/685256.
rd.
5. Forschungsrahmenprogramm
Seit Anfang März’99 ist das fünfte Forschungsrahmenprogramm der EU veröffentlicht. Dabei handelt es sich um sieben Themenstellungen, darunter „Nutzerfreundliche Informationsgesellschaft“ und„Erhaltung des Ökosystems(Energie und Umwelt)“. Informationen und Unterlagen sind im WWW unter: http://www.cordis.lu und unter: http: //www.kowi.de zugänglich. Für weitere Informationen steht das Dezernat 1, Dr. Gerber, Tel.-1080, E-Mail: rgerber@rz.uni-potsdam.de zur Verfügung. gr.
Stellenausschreibung
Die Generaldirektion für Forschung und Entwicklung schreibt auf längstens drei Jahre befristete Verträge aus, die das Management von Projekten und Verträgen innerhalb des Fünften Forschungsrahmenprogramms betreffen. Die Aus; schreibung ist bis zum 30. Juni 2002 offen. Weitere Informatio
nen über: http://www.cordis.|
lu/nppr-candidature/ gr.
DAPHNE-Initiative
Die Europäische Kommission hat„Maßnahmen zur Bekämpfung von Gewalt gegen Kinder,
| Jugendliche und Frauen“ ausge
schrieben, die in der DAPHNEInitiative durchgeführt werden. Die Maßnahmen müssen zwischen dem 15. November und dem 31. Dezember“99 beginnen. Die Kommission beteiligt sich in der Regel mit 80 Prozent an den Kosten eines Projektes oder mit maximal 125.000 Euro. Frist: 18.06.1999. Weitere Informationen sind im Dezernat 1 erhältlich. gr.
Finanzierungshilfen
Wissenschaft und Forschung sind. zunehmend auf. KEinwerbung von Drittmitteln angewiesen. Neue Finanzierungsquellen erschließen sich im jetzt herausgegebenen Forschungshandbuch„Hochschul- und wissenschaftsfördernde Institutionen und Programme 1999/ 2000". Die Publikation wendet sich an Wissenschaftler, Hochschullehrer und an den wissenschaftlichen Nachwuchs. Geboten, wird ein fundierter Überblick über die staatlichen und privaten Institutionen, die wissenschaftsfördernd tätig sind. Auf rund 500 Seiten erhält der Suchende eine Fülle von Informationen zum Thema Forschungsförderung. PUTZ
Bestellt werden kann das Handbuch beim ALPHA-Verlag, Finkenstr. 10, 68623 Lampertheim, Tel. 06206/ 939240, Fax 06206/939243. Preis: 24,60 DM zzgl. Versandkosten.
Ein Kalifornier
in Potsdam
Eigentlich ist Peter Rigney ein halber Berliner. Der Kalifornier spricht fast akzentfrei Deutsch, denn einen Teil seiner Jugend ging er in Berlin in die John F. Kennedy-Schule.
| Zurück in Kalifornien, schrieb
sich Rigney an ‚der BerkeleyUniversity für„German Studies“ ein und machte den Bachelor of Arts. Als er vor fünf
| Jahren(cin Stipendium des
Deutschen Akademischen Auslandsdienstes(DAAD) in der Tasche hatte, wäre er am liebsten an eine der großen Berliner Universitäten gegangen, fand aber„nur“ an der Universität Potsdam einen Studienplatz für die Fächer Geschichte und Ger
Foto: privat
Peter Rigney
manistik. Bald war er sehr froh, dem Massenbetrieb entronnen zu sein.„In Vorlesungen mit 30 Studenten oder in Seminaren mit nur einer Handvoll Teilnehmern ist der Kontakt zu den Professoren einfach viel intensiver“ sagt er heute. Manchmal fanden die Seminare im Sommer sogar im Park statt, erzählt er. Peter Rigney hat sich nach dem DAAD-Jahr entschlossen, weiter in Potsdam zu studieren. „Man ist in Potsdam umgeben von Geschichte“, sagt Rigney. Gerade hat er seine Magisterarbeit. bei Prof. Dr. Julius H. Schoeps abgeschlossen. Thema der Arbeit:“Die Diskussion um das Holocaust-Mahnmal und ihre Bedeutung für die deutsche Erinnerungskultur“. ar
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