Heft 
(1.1.2019) 04
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PUTZ 4/99

Wissenschaft aktuell

Informationen zur Forschungsförderung

DFG- Graduiertenkollegs

Die Deutsche Forschungsge­meinschaft(DFG) hat die Ein­richtung von 26 neuen Gradu­jertenkollegs beschlossen. Seit 1990 fördert die DFG in Graduiertenkollegs besonders qualifizierte Doktoranden in allen wissenschaftlichen Diszi­plinen. Das Förderprogramm wird von Bund und Ländern gemeinsam finanziert und er­faßt rund zehn Prozent der Promotionen in Deutschland. Informationsmaterial ist bei Dr. Norbert Richter im Dezernat 1 erhältlich. rl.

InitiativeInnoRegio

Das Ziel der vom Bundesmini­sterium für Bildung und For­schung(BMBF) ausgelösten In­itiativeInnoRegio ist es, Inno­vationspotentiale und Innova­tionskompetenz von sich selbst organisierenden Regionen in den neuen Ländern verstärkt zu erschließen. Das BMBF gewährt Zuwendungen für ausgewählte Vorhaben zur Ausarbeitung und Umsetzung einzelner Maßnah­men und Projekte. Interessenten wenden sich an das Projektbüro Inno-Regio, Wallstraße 17-22, 10178 Berlin, Tel. 030-20199­482, Fax: 030-20199-470,Mail: innoregio@ innoregio.de, Internet: http://www.innore­gio.de. Das Informationsmaterial ist auch im Dezernat 1: bei: Dr. Richter erhältlich. 1.

Preise gestiftet

Die Stiftung Industrieforschung schreibt zwei Preise aus. Der Preis für wissenschaftliche Ar­beiten ist mit 20.000 DM do­tiert und wird für herausragen­de wissenschaftliche Arbeiten verliehen, die einen erheblichen Praxisnutzen für mittelständi­sche Unternehmen haben. Aus­gezeichnet werden jährlich bis zu drei Arbeiten. Dabei kann es sich um Diplomarbeiten, Dis­sertationen oder Habilitations­schriften, aber auch um sonsti­ge wissenschaftlich fundierte Darlegungen handeln, die mög­lichst in enger Zusammenarbeit mit mittelständischen Unter­nehmen entstanden sind.

Mit demInitiativpreis will die Stiftung dagegen unkon­ventionelle, risikofreudige Pio­niertaten unterstützen,. die dazu beitragen, Innovationen auf den Weg zu bringen. Das Preisgeld beträgt 50.000 DM. Die Bewerbung ist formlos. Für beide Preise besteht eine Be­

werbungsfrist bis zum 31.12.|

eines Jahres.

Weitere Informationen gibt es bei der Geschäftsstelle der Stif­tung Industrieforschung, Markt­straße 8, 50968 Köln, Tel. 0221­9370270, Fax: 0221-343807, E-Mail: Stiftung_Industriefor schung@t-online.de. ri.

Woitschach-Forschungspreis

Die Ellen und Max-Woitschach­Stiftung für ideologiefreie Wis­senschaft vergibt den Woit­schach-Forschungspreis 2000. Geehrt werden sollen herausra­gende wissenschaftliche Arbei­ten, die auf der Grundlage wis­senschaftlich anerkannter Me­thoden allgemein verständlich wissenschaftsfremde, ideologi­sche Einflüsse auf die Wissen­schaft und ihre Anwendung of­fenlegen. Es erfolgt eine Dotie­rung in Höhe von 15.000 DM. Bewerbungen sind bis zum 31. Oktober 1999 möglich. Sie sind einzureichen bei der Deutschen Aktionsgemeinschaft Bildung Erfindung Innovation(DA­BEI) e.V., An der Bruchspitze 50,55122 Mainz, Tel. 06131/ 68 52 50, Fax 06131/685256.

rd.

5. Forschungsrahmen­programm

Seit Anfang März99 ist das fünfte Forschungsrahmenpro­gramm der EU veröffentlicht. Dabei handelt es sich um sieben Themenstellungen, darunter Nutzerfreundliche Informati­onsgesellschaft undErhal­tung des Ökosystems(Energie und Umwelt). Informationen und Unterlagen sind im WWW unter: http://www.cordis.lu und unter: http: //www.kowi.de zugänglich. Für weitere Infor­mationen steht das Dezernat 1, Dr. Gerber, Tel.-1080, E-Mail: rgerber@rz.uni-potsdam.de zur Verfügung. gr.

Stellenausschreibung

Die Generaldirektion für For­schung und Entwicklung schreibt auf längstens drei Jah­re befristete Verträge aus, die das Management von Projekten und Verträgen innerhalb des Fünften Forschungsrahmenpro­gramms betreffen. Die Aus; schreibung ist bis zum 30. Juni 2002 offen. Weitere Informatio­

nen über: http://www.cordis.|

lu/nppr-candidature/ gr.

DAPHNE-Initiative

Die Europäische Kommission hatMaßnahmen zur Bekämp­fung von Gewalt gegen Kinder,

| Jugendliche und Frauen ausge­

schrieben, die in der DAPHNE­Initiative durchgeführt werden. Die Maßnahmen müssen zwi­schen dem 15. November und dem 31. Dezember99 begin­nen. Die Kommission beteiligt sich in der Regel mit 80 Prozent an den Kosten eines Projektes oder mit maximal 125.000 Euro. Frist: 18.06.1999. Weite­re Informationen sind im De­zernat 1 erhältlich. gr.

Finanzierungshilfen

Wissenschaft und Forschung sind. zunehmend auf. KEin­werbung von Drittmitteln an­gewiesen. Neue Finanzierungs­quellen erschließen sich im jetzt herausgegebenen Forschungs­handbuchHochschul- und wissenschaftsfördernde Institu­tionen und Programme 1999/ 2000". Die Publikation wendet sich an Wissenschaftler, Hoch­schullehrer und an den wissen­schaftlichen Nachwuchs. Ge­boten, wird ein fundierter Überblick über die staatlichen und privaten Institutionen, die wissenschaftsfördernd tätig sind. Auf rund 500 Seiten er­hält der Suchende eine Fülle von Informationen zum Thema Forschungsförderung. PUTZ

Bestellt werden kann das Handbuch beim ALPHA-Ver­lag, Finkenstr. 10, 68623 Lampertheim, Tel. 06206/ 939240, Fax 06206/939243. Preis: 24,60 DM zzgl. Ver­sandkosten.

Ein Kalifornier

in Potsdam

Eigentlich ist Peter Rigney ein halber Berliner. Der Kalifor­nier spricht fast akzentfrei Deutsch, denn einen Teil sei­ner Jugend ging er in Berlin in die John F. Kennedy-Schule.

| Zurück in Kalifornien, schrieb

sich Rigney an ‚der Berkeley­University fürGerman Stu­dies ein und machte den Bachelor of Arts. Als er vor fünf

| Jahren(cin Stipendium des

Deutschen Akademischen Aus­landsdienstes(DAAD) in der Tasche hatte, wäre er am lieb­sten an eine der großen Berliner Universitäten gegangen, fand abernur an der Universität Potsdam einen Studienplatz für die Fächer Geschichte und Ger­

Foto: privat

Peter Rigney

manistik. Bald war er sehr froh, dem Massenbetrieb entronnen zu sein.In Vorlesungen mit 30 Studenten oder in Seminaren mit nur einer Handvoll Teilneh­mern ist der Kontakt zu den Professoren einfach viel intensi­ver sagt er heute. Manchmal fanden die Seminare im Som­mer sogar im Park statt, erzählt er. Peter Rigney hat sich nach dem DAAD-Jahr entschlossen, weiter in Potsdam zu studieren. Man ist in Potsdam umgeben von Geschichte, sagt Rigney. Gerade hat er seine Magister­arbeit. bei Prof. Dr. Julius H. Schoeps abgeschlossen. Thema der Arbeit:Die Diskussion um das Holocaust-Mahnmal und ihre Bedeutung für die deutsche Erinnerungskultur. ar

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