Heft 
(1.1.2019) 04
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Studiosi

Hilfe zur Selbsthilfe

Psychologische Beratungsstelle an der Uni

Wer hatte nicht schon einmal Prüfungsangst, Probleme in der Familie,- oder Schlafstörungen, weil Unbewältigtes auf der Seele lastete? Ursachen dafür gibt es viele. Auch Studierende sind davor natürlich nicht gefeit. Nicht immer sind die Betrof­fenen in der Lage, sich selbst aus diesen unangenehmen Situa­tionen zu befreien. Dann ist es angeraten, die Hilfe von Fach­

leuten in Anspruch zu nehmen.

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Für die Studierenden ein verständnisvoller Ansprechpartner: Psychologe Dr.

Jörg Herboth

Seit März 1998 gibt es an der| Universität Potsdam eine Psy-|

chologische Beratungsstelle für Studierende. Hauptanliegen des Diplompsychologen und ange­henden Verhaltenstherapeuten Dr. Jörg Herboth ist es, die Stu­dien- und Studierfähigkeit der­jenigen, die zu ihm kommen, zu erhalten. Die Lebensqualität maßgeblich beeinträchtigende Faktoren möchte er so weit wie möglich ausschalten.Ich ver­mittle, wenn sich die Patienten in problem- und konfliktbela­denen Situationen befinden und wenn sie mit Belastungen allein nicht fertig werden. Dann trifft er sich mit den Ratsuchenden zu Gesprächen. Zweimal wöchent­lich gibt es offene Sprechstun­den. Weitere Terminabsprachen trifft er individuell und richtet sich dabei ganz nach dem jewei­ligen Stundenplan.

1998 kamen 40 Studierende, auch einige wenige Mitarbeiter, in die Beratungsstelle. Sie litten insbesondere unter Selbstbild­defiziten, hatten Beziehungs­probleme, Versagens- und so­ziale Ängste oder Lernschwie­rigkeiten.

Nach Jörg Herboths Erfahrun­gen kann davon ausgegangen werden, daß Frauen(62,5 Pro­zent) eine geringere Hemm­

Foto: Fritze

schwelle als Männer haben, um Hilfe zu bitten. Präventiv zu wirken, gehört auch zu den Anliegen der Beratungsstelle. Unterstützung gewährt Her­both beim Entwickeln von Strategien zur Bewältigung von Aufgabenbergen oder bei der Vermittlung von Lern: strategien zur Effektivierung des Studiums.

Gespräche allein sind in man­

chen Fällen nicht ausreichend.|

Das therapeutische Geschick des Psychologen ist gefragt, wenn tieferliegende Störungen behandelt werden müssen. Nicht die Regel, aber durchaus in Einzelfällen vorkommend, sind Suizidgefährdete, sexuell Mißbrauchte, die um Hilfe ba­ten. Am meisten freut sich Jörg Herboth, wenn seine Patienten nicht wiederkommen müssen oder nur dann bei ihm vorbei­schauen, um ihm für geleistete Arbeit zu danken. B.E.

Psychologische Beratungsstelle Dr. Jörg Herboth

Unikomplex Am Neuen Palais, Haus 8, Raum 082

Tel. 0331/977-1830

Offene Sprechstunden:

Montag von 9.00 bis 11.30 Uhr Freitag von 9.00 bis 11.30 Uhr

exchange

| Das einmal im Semester erschei­

nende Informationsblattex­change des Akademischen Aus­landsamtes der Uni bietet Infor­mationen zum Auslands- und Ausländerstudium. Leser, die er­reicht werden sollen, sind auslän­dische Studierende an der Uni wie auch deutsche Studierende, die sich auf Auslandsstudien vor­

bereiten oder schon Auslandser­| fahrungen gesammelt haben.

Die jetzt erschienene Nummer drei widmet sich dem Thema ERASMUS(European Action Scheme for the Mobility of University Students).

exchange ist über das Akade­mische Auslandsamt der Uni, Antje Bürger(Tel: 10331977: 1702 kerhältlich: B.E.

Radiokarriere?

Wer bei UniRadio nicht unter­

| gekommen ist, kann jetzt in ei­| nem anderen Radioprojekt mit­

machen. Im Offenen Kanal Berlin beginnen etwa Mitte des Sommersemesters Studenten­Einführungskurse ins Radio­machen. Auf dem Programm stehen Themen wie Recherche, Interview, Umfrage, Reporta­ge, Bericht, Schnitt, Produkti­on oder Moderation. Anmel­dungen sind jederzeit möglich, da die Kurse nach Bedarf und individuellen Terminvorstel­lungen eingerichtet werden. Genauere Infos gibt es beim Offenen Kanal Berlin, Volta­straße(05-3355 Berlin Tel: 030/46 40 05 14, Fax: 030/ 464005 98. PUTZ

Früh übt sich...

Studentische Unternehmensberatung an der Uni

UniClever Potsdam e.V., die studentische Unternehmens­beratung an der Uni zieht derzeit Bilanz. Und das nicht ohne Stolz. Der Start, so die Ansicht aller Beteiligten, scheint gelungen.

Uni:

Die studentische Unternehm: ung ar

Clever

der Universität Potsdam

Hintergrund jener vor einem Jahr erfolgten Gründung des Vereins bildet die Absicht, Stu­dierende an die rauhe Realität der Märkte heranführen zu wollen. Theoretische Kenntnis­se sollen ihre Umsetzung in der Praxis finden. Zum Kreis der Mitglieder gehören übrigens nicht nur angehende Wirt­schaftswissenschaftler, sondern Studierende aller Fakultäten. Auch ein anderes Vorurteil ist widerlegt worden: Der Verein ist keine Männerdomäne. Drei von fünf Vorstandsmitgliedern sind Frauen.

Projektgruppen bearbeiten die Aufträge, die für studentische Verhältnisse relativ gut bezahlt werden. Den derzeit knapp fünfzig Mitgliedern geht es da­bei darum, konkrete Erfahrun­gen im Consulting zu sammeln. Darüber hinaus gibt die prakti­sche Tätigkeit den Studis die Möglichkeit, in der Teamarbeit

oder im Umgang mit den Kun­den soft skills und self marketing zu trainieren. Bis heute sind sechs Projekte erfolgreich been­det worden; darunter Weine Kundenbefragung zum Direkt Mailing und die Entwicklung von Maßnahmen zur Kunden­stromentzerrung, beides für die Mittelbrandenburgische Spar­kasse. Die Auswertung von Stu­dien zu Marketing, Personal und Public Management ver­schiedener Firmen war ein wei­teres Projekt. Gegenwärtig be­finden sich zehn Projekte in Be­arbeitung, die Spanne reicht von der Erstellung einzelner Marke­tingkonzeptionen bis hin zu Aufträgen im Bereich der Verwaltungsreform.

Trotz der schon beachtlichen Zahl von Mitgliedern ist UniClever weiter auf Wachs­tum eingestellt: derzeit müssen sogar Aufträge abgelehnt wer­den, weil nicht genügend Kräf­te zur Verfügung stehen, die diese bearbeiten könnten. Ein Grund also für Studierende mitzumachen. Wer Interesse hat, melde sich bei Christoph Barth an der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakul­tät unter Tel. 0331,/977-3377 oder per E-Mail: uniclever@rz. uni-potsdam.de. John Siegel

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