PUTZ 4/99
Personalia
Promotionen
% Dr. rer. nat.
Hartmut Gau mit der Arbeit: „Stabilität und Dynamik fluider Mikrostrukturen“(06.04.1999); Sebastian Hainzl mit der Arbeit:„Erdbeben und selbstorganisierte Kritizität— Modellierung der raumzeitlichen Erdbebendynamik“(18.03.1999); Yvette Kaminorz mit der Arbeit:„Charakterisierung und Optimierung von Leuchtdioden auf der Basis niedermolekularer und polymerer Heterozyklen“(09.04.1999); Torsten Köhler mit der Arbeit: „Effiziente Algorithmen für die Optimierung der Therapie-Planung zur regionalen Hyperthermie“(30.03.1999) und Ottmar Schmidt mit der Arbeit:„Zur Belastung der Wirbelsäule. Eine empirische Studie am Beispiel des Langstrekkenlaufs“(16.04.1999).
% Dr. iur.
Carsten Brückner mit der Arbeit:„Das Angehörigenverhältnis der Eltern im Straf- und Strafprozeßrecht“(08.04.1999); Hendrik Höhfeld mit der Arbeit:„Strafrechtliche Produktverantwortlichkeit und Zivilrecht. Zur Strafbarkeit der Mitglieder mehrköpfiger Geschäftsleitungsgremien von Wirtschaftsunternehmen unter besonderer Berücksichtigung des Gesellschafts- und allgemeinen Zivilrechts“(17.03.1999) und Heiko Nickel mit der Arbeit: „Zur Regelung und Geltung des modifizierten Staatshaftungsgesetzes der Deutschen Demokratischen Republik im Land Brandenburg“(28.04.1999).
% Dr. rer. pol.
Petra Dobner mit der Arbeit: „Konstitutionalismus als Politikform. Zu den Effekten staatlicher Transformation auf die Verfassung als Institution“ (21.04.1999);
Ralf Herrmann mit der Arbeit: „Der Einfluß der Implementierung des werkverträglichen Fremdpersonaleinsatzes auf personalwirtschaftliche Entscheidungen“(22.04.1999) und Birgit Schäfer mit der Arbeit: „Ein Vergleich der Berufsstrukturen von Ost- und Westdeutschland, Norwegen und den USA: Schichtselbstein
stufung und Einstellungen in Abhängigkeit von beruflichen Lagen(S1.03.1999):
% Dr. phil. Claudia Nys mit der Arbeit:
|„Von zweifachem Feuer die See
le entbrannt. Zum Selbstverständnis der jüdischen Intelligencija im Spiegel der russischsprachig-jüdischen Literatur 1881-1922“(20.04.1999)
Habilitationen
W Dr. rer. nat. habil.
Dr. Otto Baumann mit der Arbeit:„Strukturelle und funktionelle Organisation von Insekten-Photorezeptoren“ (13.04.1999) und
Dr. Stephan Förster mit der Arbeit:„Amphiphile Blockcopolymere— Synthese, eigenschaften und Funktionalisierung“(13.04.1999).
Ruf
Einen Ruf nach Potsdam hat erhalten:
PD Dr. Caroline Fery, Universität Tübingen, auf eine C3Professur für Grammatiktheorie mit dem Schwerpunkt Phonologie im Institut für Linguistik/ Allgemeine Sprachwissenschaft der Philosophischen Fakultät IT der Universität Potsdam.
Neu ernannt
Zu den in der letzten Zeit ernannten Professoren gehören Prof. Dr. Beate Jessel, Prof. Dr. habil. Otto Keck und Prof. Dr. habil. Christoph Menke.
® Landschaftsplanerin
Beate Jessel hat eine Professur für Landschaftsplanung im Institut für Geoökologie der MathematischNaturwissenschaftlichen Fakultät inne. Sie wurde 1962 in Stuttgart-Bad Cannstatt geboren. Von 1982 bis 1989 studierte sie Landespflege an der Technischen Universität München. Bis 1992 war sie in einem Planungsbüro in Kranzberg bei
Foto: privat
| Freising als wissenschaftliche Angestellte bzw. als Projektleiterin tätig. Anschließend leitete sie bis 1999 das Referat„Ökologisch orientierte Planungen“ an der Bayerischen Akademie für Naturschutz und Landschaftspflege in Laufen /Salzach. Zum Thema„Landschaften als Gegenstand von Planung. Betrachtungen über die Theorie ökologisch orientierten Planens“ promovierte die Wissenschaftlerin 1998 an der Technischen Universität München. Zu ihren gegenwärtigen Arbeits- und Forschungsschwerpunkten gehören die Planungstheorie und Planungsmethodik der ökologisch orientierten Planung, speziell Landschaftsplanung und Umweltverträglichkeitsprüfung, Landschaftsästhetik und die Umsetzung ökologischer Daten in die Planung.
Politikwissenschaftler
Eine Professur für Internationale Organisationen und Internationale Politikfeldforschung in der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät übernahm Otto Keck. Der 1944 in Bodelshausen, Kreis Tübingen Geborene absolvierte nach einem einjährigen Studium Ge-| nerale 1963/| 64 am Leibniz- Kolleg d der Uni: versität Tübingen an dieser Hochschule und an der Universität Heidelberg ein Studium der Evangelischen Theologie. Dies beendete er 1969. Auf das Theologiestudium folgte eine Phase der Neuorientierung. So studierte Keck einige Semester Philosophie und Wirtschaftswissenschaft und war in der Verwaltung der Universität Heidelberg tätig. 1973 nahm der Wissenschaftler ein Postgraduiertenstudium der sozialwissenschaftlichen Wissenschafts- und Technikforschung an der Science Policy Research Unit der University of Sussex in Großbritannien auf; das er 1977 beendete; Von 1974 bis 1980 arbeitete er als wissenschaftlicher Angestellter in der Abteilung Wissenschaftsforschung der Universität Ulm und von 1982 bis 1990 als Gastwissenschaftler bzw. als wissenschaftlicher Angestellter am
Wissenschaftszentrum Berlin. Weitere Stationen seines wissenschaftlichen Werdeganges führten ihn unter anderem als JohnF.-Kennedy-Gedächtnis-Stipendiat an die Harvard Universität,
| als Jean-Monnet-Fellowship an
das Europäische Hochschulinstitut Florenz und als wissenschaftlicher Angestellter an den Fachbereich Politische Wissenschaft der FU Berlin. Otto Keck promovierte 1977 an der University of Sussex zu Entscheidungsprozessen bei der staatlichen Förderung der Kernenergie in der Bundesrepublik Deutschland. Im Jahre 1990 habilitierte er sich an der FÜ Berlin mit einer Arbeit zu Kommunikationsdilemmata in politisch-ökonomischen Systemen. Zu seinen gegenwärtigen Forschungsschwerpunkten gehört die rationalistische Theorie von internationalen Institutionen.
% Philosoph
Christoph Menke bekleidet eine Professur für Ethik im Institut für Philosophie der Philosophischen Fakultät I. Der 1958 in Köln geborene Wissenschaftler studierte von 1977 bis 1983 Philosophie und Germanistik in Heidelberg und Konstanz. Er promovierte 1987 in Konstanz zum Thema„Nach der Hermeneutik. Ästhetische Erfahrung bei Adorno und Derrida“. Mit der Arbeit „Die Tragödie im Sittlichen. Freiheit und Gerechtigkeit|} nach Hegel“ 8 habilitierte* sich Menke 1995 an der FÜ Berlin. In der Zeit von 1988 bis 1996 arbeitete der Philosoph als wissenschaftlicher Assistent an der Universität Konstanz und an der Freien Universität Berlin. Anschließend war er bis 1999 Professor an der New Yorker New School for Social Research, Graduate Faculty. Seine derzeitigen Forschungen gelten der Idee der Gleichheit in Politischer und Moralphilosophie. Ein weiteres Forschungsvorhaben befaßt sich mit der Theorie der Tragödie aus der Perspektive des Verhältnisses zwischen ihrer ästhetischen und ethischen Dimension. B.E.
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