Heft 
(1.1.2019) 05
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PUTZ 53/99

Von Ägypten nach Preußen

Grabbau in Syrien, 4. Jahrhundert Abb.: zg.

Vom 10. Juli bis zum 12. Sep­tember 1999 ist in der Orange­rie des Neuen Gartens die Aus­stellungVon Ägypten nach Preußen zu sehen. Dr. Chri­stian Tietze von der Universität Potsdam organisierte sie in Zusammenarbeit mit der Ber­lin-Brandenburgischen Aus­landsgesellschaft.

Die Exposition zeigt die Ent­wicklung der Pyramiden in Ägypten, die Verbreitung die­ses Architekturtyps in andere Länder des Altertums und schließlich die Übernahme der Pyramide in die europäische Architektur der Neuzeit.

Eröffnung: 10. Juh 1999, 11.00 Uhr, Dauer der Aus­stellung: 10. Juli bis 12. Sep­tember 1999; Ort: Orangerie im Neuen Garten, Öffnungs­zeiten: Dienstag bis Sonntag 10.00 bis 18.00 Uhr, Eintritt: 4,00 DM, ermäßigt 2,00 DM.

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FREUNDE DER ERDE

Luxus an der Uni Potsdam

Lehrerstudenten erleben früh den Schulalltag

Um der Vision des Potsdamer| schulen, Überlegungen an, wie

Modells der Lehrerbildung näherzukommen, entwickel­ten Mitarbeiter des Institutes für Grundschulpädagogik viele Initiativen. Geht es nach dem Willen derErfinder, soll die Ausbildung nach die­sem Modell zu einer stärkeren Professionsorientierung füh­ren. Das in die Praxis umzu­setzen, ist ganz offensichtlich nicht im Handumdrehen und nur mit viel Überzeugungs­arbeit realisierbar. Positive Ergebnisse zeigen sich aber bei der Umsetzung des Inte­grierten Eingangsseminars Primarstufe(IEP).

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Früh den Schulalltag kennenzulernen, ist das wichtigste Anliegen des Inte­

Arterten Eingangsseminars.

Das Zusammenwirken der an der Ausbildung von zukünfti­gen Lehrern beteiligten Fach­wissenschaftlern, Fachdidakti­kern und Erziehungswissen­schaftlern gestaltet sich bei wei­tem noch nicht optimal. Einer­seits sollen theoretische Ausbil­dung und schulpraktische Stu­dien sollen in diesem Konzept engstens miteinander verbun­den, Praxiskomponenten sogar studienleitend sein. Anderer­seits nimmt die Einbeziehung der Studierenden in die For­schung einen nicht zu unter­schätzenden Stellenwert ein.

Das Institut für Grundschul­pädagogik der Universität Pots­dam stellte deshalb, anknüpfend an Erfahrungen anderer Hoch­

bereits in der Studieneingangs­phase theoretische Studien und praktische Erfahrungen der Stu­dierenden besser aufeinander bezogen werden können. Das führte zur Einrichtung des IEP. Ziel dieses Abschnittes ist es, den Seitenwechselvon der Schüler- zur Lehrerperspektive zu vollziehen. Die Studierenden reflektieren in dieser Phase kri­tisch ihre eigenen Erfahrungen mit der Schule, den Lehrern, dem Unterricht und werden andererseits befähigt, ihr Studi­um mitzugestalten und erste ei­gene pädagogische Forschun­gen zu betreiben.

Foto: Kathleen Bothe

Das IEP ist ein Veranstaltungs­verbund, der aus Schulbesu­chen, einem theoretischen Be­gleitseminar und dem studen­tischen Forschungsseminar Spurensuche besteht. Um das JEP intern zu evalujieren, ent­stand das SeminarSpuren­suche....Es-hat' drei Säulen: Fragebogenerhebungen unter den Studierenden durch Studie­rende, Interviews mit Hoch­schullehrern sowie Gespräche mit IEP-Studenten nach deren Eintritt in das Berufsleben.

Jetzt liegen die ersten Ergeb­nisse der anonymen Fragebo­generhebungen vor. Sie wur­den jeweils zu Beginn und zum Ende des IEP_ durchgeführt. 146 beziehungsweise 115 Stu­

dierende nahmen an den Erhe­bungen der Wintersemester 1997/98 bzw. 1998/99 und des Sommersemesters 1998 teil. Gefragt wurde nach Grün­den für die Aufnahme eines Lehramtsstudiums, Reflexio­nen über die eigene Schul- und Grundschulzeit, das Berufsbild Lehrer, Erwartungen an die Schulbesuche an das Theoretische Seminar. Nach Absolvierung des IEP interes­

sowie

sierte man sich vor allem für den Grad der Erfüllung der Er­wartungen an die Unter­

richtsbesuche.

Als Hauptmotiv für die Stu­dienwahl gaben über 33 Pro­zentFreude an der Arbeit mit Kindern und zehn- Prozent ein abwechslungsreiches Stu­dium an. Bei den Vorstellun­gen zu den Fähigkeiten, über die ein Lehrer nach ihrer Mei­nung verfügen sollte, domi­nierten soziale und fachdidak­tische Kompetenz.

Bezüglich ihrer Erwartungen an die Schulbesuche überwo­gen das Kennenlernen der Ar­beit in der heutigen Grund­schule, insbesondere die Art und Weise der Unterrichts­gestaltung, sowie Anforderun­gen an den Grundschullehrer. Für etwa zwei Drittel der Be­fragten bestätigten sich die Er­wartungen an die Schulbesu­che. Rund 30 Prozent machten Einschränkungen. Sie kritisier­ten beispielsweise, zu wenig in den Unterricht einbezogen worden zu sein und ungenü­gend Zeit zur Beobachtung der Kinder gehabt zu haben.

Insgesamt jedoch betrachteten die Studierenden das JEP als Bestärkung ihrer Berufswahl­entscheidung.Die Möglich­keit, für alle Studenten gleich im ersten Semester den Berufs­alltag kennenzulernen und da­bei noch unterstützt zu wer­den, ist eine einmalige Sache (und wohl als Luxus der Uni­versität Potsdam anzusehen), bewertete eine Studentin das TIEF. B.E.