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Campus
Bevor der Schmerz siegt
Projekt Gesundheitsförderung an der Universität Potsdam
Wer kennt dies nicht, das unangenehme Ziehen im Rükken, knirschende Gelenke oder Probleme mit dem Kreislauf. Viele Uni-Mitarbeiter scheinen jedenfalls davon betroffen. Zu dieser Erkenntnis gelangen zunehmend die Mitglieder der Projektgruppe „Gesundheitsförderung“ an der Uni Potsdam.
Karina Ebel, wissenschaftliche Hilfskraft am Uni-Institut für Sportwissenschaft, koordiniert das Projekt. Ihr zur Seite stehen insgesamt zehn Mitstreiter aus unterschiedlichen Bereichen der Hochschule. Sie alle ziehen am gleichen Strang: es geht um eine Bestandsaufnahme hinsichtlich des körperlichen wie auch seelischen Befindens der in der Einrichtung tätigen Mitarbeiter und Studenten sowie um die Einleitung geeigneter Maßnahmen zur Linderung der Beschwerden.„Wir wollen die Uni-Angehörigen mit den uns zur Verfügung stehenden Mitteln für ihre Gesundheit, für ihren körperlichen Zustand sensibilisieren“, beschreibt Ebel das Hauptanliegen des gemischten "Teams.
Die Idee dazu stammt aus dem Institut für Psychologie. Schon vor drei Jahren hat Prof. Dr. Anna-Marie Metz damit begonnen, konkrete Vorstellungen zur Umsetzung des Vorhabens zu entwickeln.
„Zunächst konzentrieren wir uns auf die Gruppe der Mitarbeiter aus Technik und Verwaltung“, erklärt Karina Ebel die erste der geplanten Etappen. Eine anonym gehaltene Fragebogenaktion bildet die Grundlage für notwendige weitere
Während andere streiten, operieren wir.
: Menschen in Not haben keine Zeit für Disku Ärzte ohne Grenzen hilft schn Opfern von Katastrophen und Kr:
Ärzte ohne Grenzen e.V., Lievelingsweg 102, 53119 Bonn= Spendenkonto 97 0 97, Sparkasse Bonn, BLZ 380 500 00 AM eızi08
MEDECINS SANS FRONTIERES
und unbürokr: gen. Unterstützen Sie
55 Rücken-/Körperschulkurse Streßbewältigungs-/Entspannungskurse
28 Pausengymnastik
28 Wassergymnastik 24,5 Ernährungsberatung/Ernährungsprogramme
17,5 Herz-Kreislauf-Training
14 Vorträge/Workshops zum"Gesunden Halten und Bewegen"
13 Körperliche Funktionsdiagnostik
Andere
d 10 20 30 40 50 60
Prozent An der Spitze der von den nichtwissenschaftlichen Mitarbeitern gewünschten gesundheitsfördernden Maßnahmen standen bei Befragungen 1998 die Rücken-/Körperschulkurse. Überwiegend sitzende Tätigkeiten fordern offensichtlich ihren Tribut... Abb.: zg.
ab“, konstatiert Ebel. Dann wolle man sich den Wissenschaftlern, möglichst zeitgleich dazu ebenfalls den Studenten
Schritte. Sorgen bereiten demnach insbesondere Schultern, Nacken sowie Rücken. Die Projektgruppe darauf gleich mehrfach. Zum einen gibt es Angebote auf sportlicher
reagiert widmen. Ob es dabei zu überErgebnissen E mit den bisherigen Resultaten kommt, bleibt jedoch offen. Ebel dazu:„Ich erwarte cher eine Verlagerung der Probleme, Streßbewältigungsfaktoren hier eine größere Rolle.“ Das aber sei
einstimmenden wie psychologisch orientierter Ebene. Die einzelnen Gruppen reichen beispielsweise von„Qi Gong“ über„Wassergymnastik“ bis hin zur„Streßbewältigung“.
sicher spielen Zum anderen sollen ergonomische Untersuchungen der Arbeitsplätze zu neuen Erkenntnissen führen. Geleistet werden sie von rund 15 Studierenden,
reine Spekulation, betont sie. Noch fehlten dafür genaue Anhaltspunkte. P.G. die sich zudem um Funktions
Die Koordinatorin des Projekts„Gesundheitsförderung“, Karina Ebel, ist auf dem Uni-Komplex Am Neu
diagnostik, Rückenschule und Pausengymnastik innerhalb projektbezogener Ausbildungsinhalte bei Prof. Dr. Jürgen Rode
(Sportpädagogik) sowie bei| en Palais im Haus-05, ZimProf. Dr. Anna-Maric Metz| mer 106 zu finden. Mehr In
(Arbeits-, Betriebs- und Organisationspsychologie) kümmern.
formationen gibt es im Internet unter http://www.unipotsdam.de/u/AKG /index. htm oder unter http://www. uni-potsdam.de/u/AsuE/ asue1.htm.
„In. diesem Sommersemester schließen wir die Analysen im nichtwissenschaftlichen Bereich
Bitte schicken Sie mir 7) allgemeine Informationen über Ärzte ohne Grenzen © Informationen für einen Projekteinsatz
s> © Informationen zur Fördermitgliedschaft
Name Geb.-Datum
1 1 1 ı Straße
Der Arbeitskreis Gesundheit informiert:
Sekretärinnen
In diesem Semester läuft eine Untersuchung zu Chancen und arbeitsbedingten Belastungen bei Sekretärinnen, die zwei oder mehr Bereichen zugeordnet sind. Diejenigen unter ihnen, die für ein rund 1% bis 2stündiges In; terview zur Verfügung stehen, können sich bei. Prof. Dr. Anna-Marie Metz(Telefon 0331,/977-2865, E-Mail: metz@rz.uni-potsdam.de) und Mirko Degener(Telefon 0331/977-2825, E-Mail: degener@rz.uni-potsdam.de) melden.
Doppelbelastungen
Ebenfalls untersucht wird die Doppelbelastung durch Studium und Job, zunächst nur bei Studierenden der PsychoJogie. Eine Erweiterung auf andere Studiengänge ist vorgesehen. Ansprechpartner sind Prof. Dr. Anna-Maria Metz und PD Dr. Heinz-Jürgen Rothe(Telefon 03317 977-2894, E-Mail: rothe@rz.
uni-potsdam.de).
Befragung
Für das Wintersemester 1999/2000 befindet sich eine Befragung unter wissenschaftlichen Mitarbeitern zum Thema Gesundheit in Vorbereitung. Ansprechpartner sind Mirko Degener und Karina Ebel(Tel. 0331,/977-1672, E-Mail: akgesund@rz.unipotsdam.de).
Kurse Im kommenden wird es über das Institut für
Semester
Sportwissenschaft wieder bewegungsorientierte Kurse zur Gesundheitsförderung geben. Auch Streßbewältigungsseminare vom Institut für Psychologie und die Psychologische Beratung von Studierenden durch Dr. Jörg Herboth stehen weiter im Angebot. Ansprechpartner sind Mirko Degener und Dr. Jörg Herboth (Telefon 0331 /977-1830). PUTZ
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