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(1.1.2019) 05
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Campus

Bevor der Schmerz siegt

Projekt Gesundheitsförderung an der Universität Potsdam

Wer kennt dies nicht, das unangenehme Ziehen im Rük­ken, knirschende Gelenke oder Probleme mit dem Kreislauf. Viele Uni-Mitarbei­ter scheinen jedenfalls davon betroffen. Zu dieser Erkennt­nis gelangen zunehmend die Mitglieder der Projektgruppe Gesundheitsförderung an der Uni Potsdam.

Karina Ebel, wissenschaftliche Hilfskraft am Uni-Institut für Sportwissenschaft, koordiniert das Projekt. Ihr zur Seite stehen insgesamt zehn Mitstreiter aus unterschiedlichen Bereichen der Hochschule. Sie alle ziehen am gleichen Strang: es geht um eine Bestandsaufnahme hinsichtlich des körperlichen wie auch see­lischen Befindens der in der Ein­richtung tätigen Mitarbeiter und Studenten sowie um die Einleitung geeigneter Maßnah­men zur Linderung der Be­schwerden.Wir wollen die Uni-Angehörigen mit den uns zur Verfügung stehenden Mit­teln für ihre Gesundheit, für ih­ren körperlichen Zustand sensi­bilisieren, beschreibt Ebel das Hauptanliegen des gemischten "Teams.

Die Idee dazu stammt aus dem Institut für Psychologie. Schon vor drei Jahren hat Prof. Dr. Anna-Marie Metz damit be­gonnen, konkrete Vorstellun­gen zur Umsetzung des Vorha­bens zu entwickeln.

Zunächst konzentrieren wir uns auf die Gruppe der Mitar­beiter aus Technik und Verwal­tung, erklärt Karina Ebel die erste der geplanten Etappen. Eine anonym gehaltene Frage­bogenaktion bildet die Grund­lage für notwendige weitere

Während andere streiten, operieren wir.

: Menschen in Not haben keine Zeit für Disku Ärzte ohne Grenzen hilft schn Opfern von Katastrophen und Kr:

Ärzte ohne Grenzen e.V., Lievelingsweg 102, 53119 Bonn= Spendenkonto 97 0 97, Sparkasse Bonn, BLZ 380 500 00 AM eızi08

MEDECINS SANS FRONTIERES

und unbürokr: gen. Unterstützen Sie

55 Rücken-/Körperschulkurse Streßbewältigungs-/Entspannungskurse

28 Pausengymnastik

28 Wassergymnastik 24,5 Ernährungsberatung/Ernährungsprogramme

17,5 Herz-Kreislauf-Training

14 Vorträge/Workshops zum"Gesunden Halten und Bewegen"

13 Körperliche Funktionsdiagnostik

Andere

d 10 20 30 40 50 60

Prozent An der Spitze der von den nichtwissenschaftlichen Mitarbeitern gewünsch­ten gesundheitsfördernden Maßnahmen standen bei Befragungen 1998 die Rücken-/Körperschulkurse. Überwiegend sitzende Tätigkeiten fordern offen­sichtlich ihren Tribut... Abb.: zg.

ab, konstatiert Ebel. Dann wolle man sich den Wissen­schaftlern, möglichst zeitgleich dazu ebenfalls den Studenten

Schritte. Sorgen bereiten dem­nach insbesondere Schultern, Nacken sowie Rücken. Die Pro­jektgruppe darauf gleich mehrfach. Zum einen gibt es Angebote auf sportlicher

reagiert widmen. Ob es dabei zu über­Ergebnissen E mit den bisherigen Resultaten kommt, bleibt jedoch offen. Ebel dazu:Ich erwarte cher eine Verlagerung der Proble­me, Streß­bewältigungsfaktoren hier eine größere Rolle. Das aber sei

einstimmenden wie psychologisch orientierter Ebene. Die einzelnen Gruppen reichen beispielsweise vonQi Gong überWassergymnastik bis hin zurStreßbewältigung.

sicher spielen Zum anderen sollen ergonomi­sche Untersuchungen der Ar­beitsplätze zu neuen Erkennt­nissen führen. Geleistet werden sie von rund 15 Studierenden,

reine Spekulation, betont sie. Noch fehlten dafür genaue An­haltspunkte. P.G. die sich zudem um Funktions­

Die Koordinatorin des Pro­jektsGesundheitsförde­rung, Karina Ebel, ist auf dem Uni-Komplex Am Neu­

diagnostik, Rückenschule und Pausengymnastik innerhalb pro­jektbezogener Ausbildungsin­halte bei Prof. Dr. Jürgen Rode

(Sportpädagogik) sowie bei| en Palais im Haus-05, Zim­Prof. Dr. Anna-Maric Metz| mer 106 zu finden. Mehr In­

(Arbeits-, Betriebs- und Organi­sationspsychologie) kümmern.

formationen gibt es im Inter­net unter http://www.uni­potsdam.de/u/AKG /index. htm oder unter http://www. uni-potsdam.de/u/AsuE/ asue1.htm.

In. diesem Sommersemester schließen wir die Analysen im nichtwissenschaftlichen Bereich

Bitte schicken Sie mir 7) allgemeine Informationen über Ärzte ohne Grenzen © Informationen für einen Projekteinsatz

s> © Informationen zur Fördermitgliedschaft

Name Geb.-Datum

1 1 1 ı Straße

Der Arbeitskreis Gesundheit informiert:

Sekretärinnen

In diesem Semester läuft eine Untersuchung zu Chancen und arbeitsbedingten Bela­stungen bei Sekretärinnen, die zwei oder mehr Berei­chen zugeordnet sind. Dieje­nigen unter ihnen, die für ein rund 1% bis 2stündiges In; terview zur Verfügung ste­hen, können sich bei. Prof. Dr. Anna-Marie Metz(Tele­fon 0331,/977-2865, E-Mail: metz@rz.uni-potsdam.de) und Mirko Degener(Telefon 0331/977-2825, E-Mail: degener@rz.uni-potsdam.de) melden.

Doppelbelastungen

Ebenfalls untersucht wird die Doppelbelastung durch Stu­dium und Job, zunächst nur bei Studierenden der Psycho­Jogie. Eine Erweiterung auf andere Studiengänge ist vor­gesehen. Ansprechpartner sind Prof. Dr. Anna-Maria Metz und PD Dr. Heinz-Jür­gen Rothe(Telefon 03317 977-2894, E-Mail: rothe@rz.

uni-potsdam.de).

Befragung

Für das Wintersemester 1999/2000 befindet sich eine Befragung unter wissenschaft­lichen Mitarbeitern zum The­ma Gesundheit in Vorberei­tung. Ansprechpartner sind Mirko Degener und Karina Ebel(Tel. 0331,/977-1672, E-Mail: akgesund@rz.uni­potsdam.de).

Kurse Im kommenden wird es über das Institut für

Semester

Sportwissenschaft wieder be­wegungsorientierte Kurse zur Gesundheitsförderung geben. Auch Streßbewältigungssemi­nare vom Institut für Psycho­logie und die Psychologische Beratung von Studierenden durch Dr. Jörg Herboth ste­hen weiter im Angebot. An­sprechpartner sind Mirko De­gener und Dr. Jörg Herboth (Telefon 0331 /977-1830). PUTZ

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