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(1.1.2019) 06
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Campus Wissenschaftliches Potential besser nutzen Kooperationsvertrag zwischen Uni und Lenne-Oberschule der wissenschaftlichen Lehre| für Schüler. Sie können ebenso| studienberatenden Tätigkeit

Die Potsdamer Gesamtschule|

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Peter Joseph Lenne unter­nimmt umfangreiche An­strengungen, ihren Schülern eine praxisorientierte Ausbil­dung zu gewähren. So gibt es an der Schule neben dem ob­ligatorischen Betriebsprakti­kum ein verbindliches ökolo­gisches Praktikum, umfang­reiche Projektarbeit als soge­nannte fachspezialisierte Un­terrichtstage sowie unter­richtsbegleitende beziehungs­weise ergänzende Exkursio­nen. Letztere führen auch an die Universität Potsdam.

Des weiteren vertritt die Ge­samtschule das Land Branden­burg im Bund-Länder-Kom­missions-Modellversuch in Aus­wertung der TIMS(Third In­ternational Mathematics und Science)-StudieZur Steige­rung der Effizienz des mathe­matisch-naturwissenschaftli­chen Unterrichts.

Schulleiter Ingo Müller und seine Kollegen wollen noch in­tensiver und kontinuierlicher als bisher das Potential der Uni nutzen.Gerade im Bereich

und dem Erreichen einer tat­sächlich allgemeinen Studier­fähigkeit könnte die Universität über Vorlesungen, Experimen­talvorlesungen und Seminare uns sehr behilflich sein.

Um diese Vorstellungen zu ver­wirklichen, soll nun ein Koope­rationsvertrag abgeschlossen werden. Denn Ingo Müller möchte die erfolgreiche Zu­sammenarbeit beispielsweise mit der Mathematik, den Na­turwissenschaften und den Er­ziehungswissenschaftenbere­chenbarer gestalten.

Das Ziel der Vereinbarung be­steht in der partnerschaftlichen Nutzung der Potenzen sowohl der universitären Lehre und Forschung als auch der umfas­senden Bildungs- und Erzie­hungsarbeit an der Schule.

Zu den Schwerpunkten künfti­ger Arbeit sollen gehören: Die Uni fördert und unterstützt die Ausgestaltung der gymnasialen Oberstufe an der Schule durch studienvorbereitende Maßnah­men. Dazu zählen unter ande­rem die Organisation und Öff­nung von Lehrveranstaltungen

Sport als Forschungsgegenstand

Georg Anders, Wissenschaftli­cher Direktor des Kölner Bun­desinstituts für Sportwissen­schaft(BISp), und Andreas Pohlmann, Referent für Sozial­und Verhaltenswissenschaften, führten am Institut für Sport­wissenschaft der Universität Potsdam eine Reihe von Arbeitsgesprächen über anste­hende Forschungsprojekte.

Die Potsdamer Sportwissen­schaft hat sich zu einem der produktivsten Projektnehmer der Einrichtung entwickelt. In­zwischen läuft sie manchem tra­ditionsreichen sportwissen­schaftlichen Institut anderer Hochschulen den Rang ab. Die Liste der in neuerer Zeit abge­schlossenen oder noch laufen­den Forschungsprojekte mit Drittmittelförderung durch das Bundesinstitut umfaßt insge­

samt neun konkrete Vorhaben. Dabei reichen die Themen vom Leistungssportsystem der DDR in den 80er Jahren und im Prozeß der Wende über Die Rolle der Sportvereine im sozialen und politischen Trans­formationsprozeß der neuen Bundesländer bis hin zur Psychologische(n) Betreuung der Junioren-Nationalmann­schaft des Deutschen Ruderver­bandes.

Das BISp, so haben die jetzigen Gespräche ergeben, will auch in Zukunft die intensive Koopera­tion mit den Potsdamern fortset­zen. Aus diesem Grunde berich­teten Vertreter unterschiedlicher Uni-Forschergruppen nicht nur über den aktuellen Stand laufen­der Projekte, sondern brachten auch Anschlußprojekte zur Dis­kussion. PUTZ

__ an von Studierenden durchge­

führten Tutorien teilnehmen, um ihre Studierfähigkeit zu entwickeln. Weiter unterstützt die Uni die Talenteförderung durch die Nutzung der an der Hochschule vorhandenen per­sonellen und materiellen Kapa­zitäten. Das kann im Rahmen der Projektbearbeitung, der Gestaltung individueller Prak­tika, der Betreuung von Seme­ster- und Jahresarbeiten, durch die Einzelbetreuung besonders begabter Talente realisiert und durch die Unterstützung der

der Lehrer befördert werden. Die Uni unterbreitet Fortbil­dungsangebote und erarbeitet gemeinsam mit den Lehrern Unterrichtsmaterialien. Lehr­amtsstudierende können in der Schule ihre Praktika und schul­praktischen Übungen absolvie­ren. Die Zusammenarbeit soll sich nicht zuletzt auch auf die Entwicklung neuer Informa­tions- und Kommunikations­möglichkeiten erstrecken und somit einen Beitrag zur Schaf­fung neuer Bildungsformen und-methoden leisten. B.E.

Kritik an der Institution Schule veranlaßte Lehrer der Gesamtschule Peter Joseph Lenne mit der Uni Potsdam zusammenzuarbeiten. Foto: Tribukeit

Aerobic

Das Zentrum für Hochschul­sport der Universität Potsdam veranstaltet am 4. September 1999 im Tennis-& Fitness­Center Stahnsdorf, Grüner Weg 3-5 erstmals eine Aerobic­convention. Für das soprtliche Highlight stehen-Aerobic­trainer aus Potsdam und Berlin zur Verfügung. Teilnehmen können Kursleiter aus Sportstu­dios, Vereinen, Hochschulen, Fachhochschulen und alle an­deren Aerobicbegeisterte. Der Unkostenbeitrag beträgt 40, DM, ermäßigt 30,- DM.

Das Treffen ist eine Offerte zur Weiterbildung interessierter Sportler und Übungsleiter. Un­terstützt werden die Veranstal­ter vom Fitneßcenter 2000, dem Allgemeinen Deutschen Hochschulsportverband und der DAK Potsdam. PUTZ

Einfluß und Wirkung auf die Region

Jede Hochschule ist ein wichti­ger Wirtschafts- und Stand­ortfaktor einer Region. In einer Studie quantifizierten Potsda­mer Wissenschaftler diese Wir­kungen am Beispiel ihrer Uni. Untersucht wurden die Mittel­verwendung der Hochschule sowie das Ausgabeverhalten der Mitarbeiter und der Studieren­den. Die wichtigsten Daten wurden durch Umfragen ermit­telt und geben Aufschluß dar­über, wer Ausgaben für welche Güter und Dienstleistungen an welchen Orten tätigt. PUTZ

Klaus Gloede, Toralf Schir­mag, Klaus Schöler: Ökono­mische Wirkungen der Uni­versität Potsdam auf die Re­gion, Frankfurt/M., Berlin, Bern, New York, Paris, Wien, 1999, 184 S., ISBN 3-631­34139-3, 69 DM.