Heft 
(1.1.2019) 06
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Campus

Antrittsvorlesung: Dieter Neher

Elektromecha­

nische Experi­

mente an ultra­dünnen, pola­ren Schichten standen im; Mittelpunkt. der Antrittsvorlesung von Prof. Dr. Dieter Neher am 24. Juni 1999. Monomolekulare Filme von nur wenigen Nanometern Dicke lassen sich durch das ge­richtete Auswachsen spezieller Polypeptide herstellen. Diese Schichten weisen eine hohe elektrische Polarisation auf. In seiner Vorlesung ging der Experimentalphysiker auch auf eine völlig neue Anwendung ein: aus orientierten Makromo­lekülen können Leuchtdioden hergestellt werden, welche pola­risiertes Licht abgeben. Solche Lichtquellen könnten in Zu­kunft die aufwendige Hinter­grundbeleuchtung von Flüssig­kristalldisplays ersetzen. ar/zg.

Frauenuni auf Expo 2000

Im Rahmen der Expo 2000 tagt eine Internationale Frauen- Uni­versität in Hannover. Sechs The­men(Körper, Stadt, Informati­on, Migration, Wasser, Arbeit) sollen aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet wer­den. Neben klassischen Ar­beitsformen wie Vorlesungen und Workshops sollen vom 15. Juli bis 15. Oktober 2000 auch künstlerische Formen zugelas­sen sein, zum Beispiel Theater­aufführungen und Video-Prä­sentationen.

Bewerberinnen für einen der 900 Studienplätze müssen über einen ersten Hochschulabschluß verfügen und ausreichende Englischkenntnisse nachweisen. 360 Stipendien werden verge­ben, vorzugsweise an Teilneh­merinnen aus devisenschwachen Ländern. ar/zg

Bewerbungen an: Internatio­nal Womens University Ltd., Blumenstr. 6, 30159 Hanno­ver, Tel. 0511/120-8660, Fax 0511/120-8691, Email: post­master@ifu.niedersachsen.de.

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PUTZ 6/99

Kuratorium mit namhaften Persönlichkeiten Vorgestellt: Karl Ulrich Mayer

Im Oktober 1997 wählte der Senat der Universität Pots­dam Mitglieder für das Kura­torium der Einrichtung. In­zwischen gehören dem Gre­mium 14 namhafte Persön­lichkeiten an, die sich für die Hochschule einsetzen. Die PUTZ stellt sie in den fol­genden Ausgaben näher vor.

Prof. Dr. Karl Ulrich Mayer Foto: zg.

Ein noch junges Mitglied die­ses Kreises ist Prof. Dr. Karl Ulrich Mayer, einer von insge­samt vier Direktoren des Max­Planck-Instituts für Bildungs­forschung Berlin. Sechs Jahre lang hat er im Wissenschaftsrat sehr intensiv an Empfehlungen für die Reform von Forschung und Lehre mitgearbeitet.Den Prozeß schließlich auf der Ebe­ne einer erst vor wenigen Jah­

ren ins Leben gerufenen Uni-| versität begleiten zu dürfen,|

habe ich als Herausforderung verstanden, sagt er im nach­hinein. Zu seinen Beweggrün­den für das Mitwirken zähle demnach auch die nötige För­derung einer besseren Koope­

ration zwischen Hochschulen|

und außeruniversitären For­schungseinrichtungen. Ganz

wesentlich sei ihm außerdem| | zu praktizieren, unterstreicht Verknüpfung der Länder Berlin| | turbildung müsse nach seiner

der eigene Beitrag zur engeren

und Brandenburg.

Eine spezielle Funktion besitzt Mayer im Gremium nicht. Den­noch: die Schwerpunkte seines künftigen Engagements stehen fest. Zum einen sind dies Pro­bleme des wissenschaft-lichen Nachwuchses. Zum anderen schenkt der Wissenschaftler ge­meinsam mit den anderen Mit­streitern Fragen der Erhöhung von Arbeitsmarktchancen der Absolventen besondere Auf­merksamkeit. Das Kuratorium könne, so seine Einschätzung, durch vorhandene Netzwerke zur Verwirklichung gerade die­ses Anliegens durchaus beitra­gen.Und es kann der Hoch­schule helfen, für den Arbeits­markt attraktive Studiengänge zu entwickeln, meint der einst an den Universitäten Tübingen und Konstanz sowie der Gon­zaga University(Spokane, Wa­shington) und der Fordham University(New York) in den Fächern Soziologie, Philoso­

Doktoranden-Workshop an Uni: Nachwuchswissenschaftler über Bioanalytik/Mikrosensorik

Die Förderung junger Nach­wuchswissenschaftler gehört zu den wesentlichen Anliegen des Interdisziplinären Zentrums für Dünne Organische und Bioche­mische Schichten. Aus diesem Grunde fand auch in diesem Jahr wieder ein Doktoranden­workshop statt mit insgesamt 32 Teilnehmern aus 15 Univer­sitäten und Forschungsinstitu­ten Deutschlands. Die Veran­staltung war diesmal der Bio­analytik/Mikrosensorik gewid­met. Dem interdisziplinären Charakter des Themas entspre­

chend, kamen die Doktoranden aus verschiedenen Fachrichtun­gen der Chemie, Biologie und Physik. In 18 Vorträgen und auf acht Postern stellten sie Beiträ­ge zu aktuellen Forschungen auf dem Gebiet der Funktionali­sierung von Oberflächen und Grenzflächen vor. Interessante, grundlagenorientierte Problem­stellungen zur molekularen Er­kennung, zum Aufbau und der Charakterisierung supramoleku­larer Architekturen oder zu Na­nostrukturen gaben ebenso An­laß zu intensiver und auf einem

phie, Germanistik und Politi­sche Wissenschaften Ausgebil­dete weiter. Daß ihm die enge Verbindung der Alma mater mit den in Golm angesiedelten Max-Planck-Instituten am Her­zen liegt, scheint fast selbstver­

ständlich.Hier besteht die

Chance, ein bislang einzigarti­ges Modell der Integration von Hochschule und außeruniversi­tären Forschungseinrichtungen

Mayer. Diese innovative Struk­

Ansicht auch in Zukunft ver­folgt werden.

Karl Ulrich Mayer ist Jahrgang 1945. Er promovierte 1973 in Konstanz und habilitierte sich 1977 in Mannheim. Im Berli­ner Max-Planck-Institut für

> Bildungsforschung leitet Mayer

bereits seit 1983 den For­schungsbereich Bildung, Arbeit und gesellschaftliche Entwick­lung. Daneben führten ihn Gastprofessuren/Fellowships an viele renommierte Einrich­tungen in aller Welt, stammen zahlreiche Veröffentlichungen aus seiner Feder. Mayer ist nicht nur in Potsdam Kurato­riumsmitglied, sondern Mit­glied weiterer Wissenschafts­gremien und-institutionen. Zu seinen Arbeitsschwerpunkten zählen die soziale Ungleichheit und Mobilität, die vergleichen­de Sozialstrukturanalyse sowie Methoden der empirischen So­zialforschung. P.G.:

hohen Niveau stehender Dis­kussion wie Fragen der ange­strebten Applikation in der Bio­sensorik und Bioanalytik. So wurden beispielsweise Untersu­chungen vorgestellt, die die Struktur und Funktion der Zell­membran beinhalteten und de­ren Anwendung in der Bioana­lytik und Sensorik zur Entwick­lung einer künstlichen Nase füh­ren können.

Prof. Dr. Ludwig Brehmer, Interdisziplinäres Zentrum für Dünne Organische und Biochemische Schichten