PUTZ 6/99 2 Wissenschaft aktuell
Ihre Ergebnisse konnten sie mit den Daten vergleichen, die vor zehn Jahren in einer umfassenden Studie ermittelt wurden: Die Kinder seien seit der Wiedervereinigung größer und schwerer geworden, aber nicht dicker, sagt Prof. Dr. Holle Greil, die Leiterin der Studie.
So waren sechsjährige Mädchen vor zehn Jahren im Mittel 116,7 cm groß, die Jungen erreichten im Schnitt 117 cm. Heute sind Mädchen mit sechs Jahren etwa 119,7 und Jungen sogar 120,8 cm groß. Diese Zuwachsrate läßt sich vor allem durch veränderte Ernährungsgewohnheiten
“nicht dicker Mehr als dreitausend Kinder im Alter zwischen sechs und 19 Jahren aus Brandenburger Gemeinden haben 1998/99 an einer Studie teilgenommen, die Potsdamer Humanbiologinnen mit Unterstützung des Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport und des Landesgesundheitsamtes Brandenburg durchführten.
erklären. Bei gleichbleibend guten Lebensbedingungen werden die heute Sechsjährigen voraussichtlich drei bis vier Zentimeter größer werden als die jungen Erwachsenen von heute. Mit dem Längenwachstum ging auch eine Gewichtszunahme einher— die Jungen sind in allen Altersgruppen deutlich schwerer geworden, während dies für Mädchen nur bis zu 14 Jahren zutrifft. Sie wiegen zwischen 15 und 19 Jahren sogar etwas weniger als ihre Altersgenossinnen vor zehn Jahren, obwohl sie größer sind. Die„Speckfalten“ sind in den letzten zehn Jahren
Abb.: Repro
aber auch bei den Jungen dünner geworden, ergaben die Messungen.
„Eine Gefahr des Übergewichts ist für diese modebewußte Generation absolut nicht gegeben“ urteilt Greil.‚Eher im/Gegenteil: Die Abnahme der Fettschichtdicke bei den Mädchen zwischen 17 und 19 Jahren ist möglicherweise das Resultat eines übertriebenenen Schlankheitskults. Eine Analyse der Ernährungsgewohnheiten der Jugendlichen, vor allem der Mädchen, sollte daher unbedingt folgen, empfiehlt die Biologin. ar
Fachtagung Informatik und Schule
Die gemeinsam von der Gesellschaft für Informatik e.V. (GI), dem zuständigen Fachausschuß und der Universität Potsdam veranstaltete 8. GI-Fachtagung„INFOS99Informatik und Schule“ findet vom 22. bis 25. September dieses Jahres auf dem Uni-Komplex Am Neuen Palais: statt.
„Fachspezifische und fächerübergreifende didaktische Konzepte“ lautet diesmal das Thema. Dazu kommen rund 200 Wissenschaftler wie auch Lehrer insbesondere aus der BerlinBrandenburger Region nach Potsdam. Der Schwerpunkt der Veranstaltung: die Vermittlung von informatikspezifischen Me
thoden und Denkweisen in Fächern aller Schulstufen an allgemein- und berufsbildenden Schulen, nicht zuletzt in der Lehreraus-,-fort- und-weiterbildung. Auf dem Programm
stehen zahlreiche Vorträge, Tutorials, Posterpräsentationen und Workshops.
Geplant ist auch die Ermittlung der Sieger eines in Vorbereitung der Tagung initiierten und vom LOGIN- Verlag Berlin unterstützten Wettbewerbs. Dabei sollen dessen Teilnehmer die Aufgabe lösen, eine weitgehend mechanisch arbeitende Unterrichtshilfe zur Veranschaulichung eines beliebigen Informatikinhalts zu konstruieren und zu erstellen. Mitmachen kann jeder, ob Schüler, Lehrer
oder Wissenschaftler. Alle Beiträge, bestehend aus Einzelheiten zu Thema, Problemstellung, Aufbau und Funktion der Unterrichtshilfe, einschließlich entsprechenden Fotos, müssen bis zum 01. August_1999 bei
der Jury vorliegen. Zu senden|
sind sie an Prof. Dr. Andreas Schwill im Institut für Informatik der Universität Potsdam, Am Neuen Palais 10, 14469 Potsdam. Den besten Erfindern winken vom LOGIN- Verlag gestiftete Preise. Zudem besteht für sie die Möglichkeit, ihre Neuerungen gleich auf der INFOS99 vorzustellen. PS.
Mehr Informationen unter http://www.didaktik.cs.unipotsdam.de/INFOS99.
onsrunden} Konferenzteilnehmer zugelassen
U Strings"99:
Stephan Hawking hält Vortrag
Die Konferenz„Strings’99“ gehört zu einer Reihe von weltweit jährlich einmal stattfindenden Tagungen und ist international die bedeutendste Konferenz ihrer Art. Unter der Federführung des Max-Planck-Instituts(MPI) für Gravitationsphysik(Albert-Einstein-Institut) finder die „Strings“-Konferenz in diesem Jahr vom 19. bis 24. Juli 1999 statt. Rund 400 führende Wissenschaftler aus aller Welt haben ihre Teilnahme zugesagt. In 46 wissenschaftlichen Vorträgen und zahlreichen Diskussionen werden unter anderem im Mittelpunkt stehen: Quantenphysik von Schwarzen Löchern, Schwarze Löcher und ihre„mikroskopische“ Erklärung durch die Stringtheorie, höhere Dimensionen von Raum und Zeit, neue beobachtbare Effekte der Stringtheorie in der Astrophysik und der Elementarteilchenphysik sowie Mathematik und Stringtheorie. Wegen der beschränkten Raumkapazität und dem großen. Andrang von Forschern aus aller Welt können zu den wissenschaftlichen Vorträgen und Diskussinur angemeldete
werden. Eine öffentliche Veranstaltung führt im Anschluß an die Konferenz das Einstein Forum Potsdam zusammen mit dem MPI für Gravitationsphysik durch. Es Jädt am 24. Juli 1999 ab 15.00 Uhr zu einer Vortragsveranstaltung in den Unikomplex Am Neuen Palais, Auditorium maximum des Hauses 8 ein. Die Ver| 1g steht unter dem Theearch for Quantum Is There an Ultimate hysics?“. Hier wird auch der berühmte britische Astrophysiker Stephan Hawking einen Vortrag halten, erstmals in Deutschland. Weitere Informationen finden sich unter http://www.aeipotsdam.mpg.de und http:// www.einsteinforum.de. Theresa Velden, Albert-Einstein-Institut
15